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Alt 11.07.2012, 17:25   #1 Nach oben scrollen
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RAW enthält Schärfung


Hallo mitenand
Ich meinte, dass eine RAW-Datai ohne jede Bearbeitung seitens der Kamera sei. Also sie sei monochrom, ohne Schärfung, ohne Weissabgleich usw.
Nun habe ich vier RAW-Fotos gemacht, einmal ohne Schärfung in der Kamera, einmal mit. Dann einmal mit Sättigung auf 0 und einmal mit maximaler Sättigungs-Einstellung.
Die verschiedene Sättigungseinstellung hat die RAW-Aufnahmen nicht beeinflusst. Aber: Die verschiedene Schärfeeinstellung sehr wohl. Die RAW-Foto ohne Schärfeeinstellung 0 ist unscharf, die RAW-Foto mit maximaler Schärfeeinstellung ist scharf. Wobei ich die Fotos im ACR anschaute. Diese Ergebnisse erstaunen mich. Ich dachte an das Argument, dass ich nur das eingebettete JPEG-Bild sehe. Aber dann müsste ja beim Sättigungstest auch einen Unterschied sehen.
Heisst das nun, dass bei RAW-Aufnahmen gewisse Kameraeinstellungen übernommen werden und andere nicht? Wenn ja, kann man die übernommenen Einstellung zurücksetzen?
Danke für eure Antworten.
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Alt 11.07.2012, 17:38   #2 Nach oben scrollen
?????
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Wäre gut zu wissen welche Kamera Du hast, bei meiner EOS 60D werden die Kameraeinstellungen im RAW übernommen.
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Alt 11.07.2012, 17:48   #3 Nach oben scrollen
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Ich habe die Canon 5D Mark II.
Wenn sie übernommen werden, kann man sie denn im Adobe Konverter deaktivieren, also zurückstellen, so dass die RAW-Datei wirklich unbeeinflusst ist?
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Alt 11.07.2012, 18:03   #4 Nach oben scrollen
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Eine wirklich ordentliche Interpretation der RAW Dateien kann eigentlich nur über die herstellereigene Software garantiert sein. Ich weiß nicht, ob Canon die Art der Verschlüsselung der RAW Daten an Adobe weiter gegeben hat. Normalerweise können die externen RAW-Konverter die RAW-Dateien lediglich versuchen zu interpretieren, und wie gut das gelingt, ist dabei die Frage.

Abgesehen davon werden bereits einige "Optimierungen" kameraseitig vorgenommen (auch an den RAW-Daten), dies betrifft z.B. Entrauschung, Schärfung, Verzeichnungskorrektur, Chromatische Aberration, Vignettierung usw. Oftmals können diese "Manipulationen" nur von der herstellereigenen Software berücksichtigt werden, manche dieser Manipulationen sind bereits auf der Sensorebene verarbeitet und somit fester Bestandteil der RAW-Datei.

Mein Tipp also: Nutze mal die hauseigene RAW-Software ...


Gruß
Frank
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Alt 11.07.2012, 18:56   #5 Nach oben scrollen
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Hallo Peterhans,

eigentlich dachte ich auch, ein RAW ist das Bild, wie es
vom Sensor kommt.
Hingegen ist es kein Geheimnis, das gewisse Grundkorrekturen
von den jeweiligen RAW-Konvertern standardmässig vorgenommen
werden - jedoch kann man diese deaktivieren.

Was sollte ein RAW noch für einen Sinn machen, wenn es wieder
über die Kameraeigene Software "manipuliert" wird.

Dieser Sachverhalt würde mich jetzt doch auch genauer interessieren.

@Frank: Woher hast Du Deine Informationen bzw. wo kann man das
nachlesen?

Schöne Grüße, Nik
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Am schwersten fällt es uns, das zu sehen,
was wir vor Augen haben. (Goethe)
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Alt 12.07.2012, 11:34   #6 Nach oben scrollen
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An NikHobohm: Du sagst, man könne die ihm RAW-Bild übernommenen Einstellung deaktivieren. Wie?
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Alt 12.07.2012, 11:51   #7 Nach oben scrollen
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Zitat:
Zitat von peterhans Beitrag anzeigen
An NikHobohm: Du sagst, man könne die ihm RAW-Bild übernommenen Einstellung deaktivieren. Wie?

In LR geht das z.B., in dem man im Entwickeln-Dialog die Voreinstellung "Nullwert" auswählt. In Photoshop ACR sollte man in den Voreinstellungen ein paar Häkchen bei den Standardaktionen entfernen bzw. setzen.

Wie gesagt, LR/Adobe ACR ist nicht der Original RAW Konverter und kann die in den Exifs enthaltenen Angaben zur Bilddatei möglicherweise nicht richtig bzw. vollständig verwerten, i.d.R. werden diese dann ignoriert. Deshalb meine Empfehlung, die Originalsoftware (wenigstens zum Vergleich) mal auszuprobieren.



Gruß
Frank
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Andreas Tenzer

Geändert von Picturehunter (12.07.2012 um 12:40 Uhr).
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Alt 12.07.2012, 14:26   #8 Nach oben scrollen
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Zitat:
Zitat von NikHobohm Beitrag anzeigen
@Frank: Woher hast Du Deine Informationen bzw. wo kann man das
nachlesen?

Hallo Nik,

also ich bin eher zufällig darüber gestolpert, als ich diverse Diskussionen zu diesem Thema in einigen Fachforen verfolgt habe. Etwas Genaues erfährt man dabei natürlich nicht, da wird der Mantel des Schweigens ebenso konsequent drüber gelegt, wie über viele andere "Hersteller-Interna" auch.

Im Wesentlichen betreffen diese "Manipulationen" das Rauschverhalten und die ISO-Tauglichkeit der Sensordaten, auch werden beim CMOS Chip durch die Möglichkeit, bereits auf dem Sensor selbst bestimmte Optimierungen vornehmen zu können, diese auch genutzt, meist, um einen weiteren Geschwindigkeitsvorteil erzielen zu können. Von daher braucht man sich da nicht so viele Sorgen zu machen.

Die anderen Dinge werden in den Exifs der RAW Datei vermerkt und vom RAW Konverter intern/extern verarbeitet. Hier kann man dann natürlich noch nachträglich manuell eingreifen. Problematisch wird es eben nur, wenn nicht die herstellereigene Software dafür verwendet wird, da externe tools oftmals nicht alle zusätzlichen Exif-Informationen effektiv verwenden können. Auch die Geheimniskrämerei um die Verschlüsselung bzw. Kodierung der Rohdaten ist ein Problem. Somit erklärt sich, weshalb man meist nur mit der herstellereigenen Software annähernd die Ergebnisse erzielen kann, die auch die kamerainterne Bildverarbeitung produziert. 10 verschiedene RAW-Konverter, 10 verschiedene Ergebnisse ...

Auf die Schnelle finden sich Hinweise in z.B. diesen beiden Dokus:




Ich meine in irgendeiner Diplomarbeit eines Ingenieurs mehr zu diesem Thema gelesen zu haben, ich muß mal in meinen Unterlagen wühlen.

Interessant finde ich jedenfalls die Tatsache, dass z.B. bei den Nikon Kameras die Möglichkeit besteht, Mehrfachbelichtungen zu erstellen. Diese können im Ergebnis dann zu einer einzelnen RAW Datei ausgegeben werden. Dies funktioniert auch bei unterschiedlichen Belichtungszeiten und ergibt ein Bild, das sehr viel mehr Kontraste enthält, als ein einzelnes RAW aufzeichnen könnte. Quasi ein interner HDR->LDR Workflow, der am Ende ein RAW ausgibt. Das bedeutet also, dass diese RAW Datei intern irgendwie verarbeitet wurde. Das Gleiche gilt für den Schwarzbildabzug, der ebenfalls bereits verrechnet wird, bevor die Datei geschrieben wird. Allerdings soll es auch so sein, dass bei einigen Kameras das Ergebnis des Schwarzbildabzugs wohl als file in den Exifs vermerkt wird und nur bei Verwendung der Originalsoftware zum Tragen kommen kann. Aber da weiß ich leider nichts Genaueres dazu.


Viele Grüße
Frank
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Andreas Tenzer
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Alt 13.07.2012, 10:00   #9 Nach oben scrollen
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an Picturehunter:
Das sind ja interessante Informationen. Danke.
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