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Alt 19.06.2012, 08:03   #1 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von Ruffus2000
 

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"Digital ist doch alles eine Soße"


Ich hab ein nettes Diskussionsthema gefunden das unsere analogen Mitstreiter etwas betrüben wird.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-837546.html

Analog stirbt aus und die Leute die analog was drauf hatten schmeißen nun freiwillig die Flinte ins Korn. Das ist meiner Meinung nach irgendwie feige. Schade drum.
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Alt 19.06.2012, 08:18   #2 Nach oben scrollen
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feige..?

nein ... eher traurig ... des-illusionierend ... pragmatisch ... realistisch ...

da gebe es wohl noch vieles mehr ...

schade nur deshalb, wenn jemand gewohntes nicht bereit ist sich umzuorientieren ...
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Gruß ... essdreipro ...
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Alt 19.06.2012, 08:19   #3 Nach oben scrollen
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Tja, dann heist es wohl in Schönheit sterben für diesen "Wunderfotografen". Lasst ihn machen. Reisende soll man nicht aufhalten. So wie der Kerl redet, hat er aber insgesamt keinen Bock mehr drauf. Die Fotografen die ich kenne hungern nach dem nächsten Motiv. Wie ein Junkie immer auf dem Weg nach dem nächsten "Schuss". Schade für Ihn, das er nicht (mehr) flexibel genug ist sich anzupassen. Andere werden seinen Platz füllen.
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Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht.
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Alt 19.06.2012, 08:48   #4 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von jenni
 

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dann soll er seine noch verbleibenden 33 Motive machen und gut is

das ist nun mal der Lauf der Zeit das sich Sachen verändern
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Alt 19.06.2012, 08:49   #5 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von Donatien
 

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So wiederholt sich das Leben!

Das hatten wir doch am 2. April 1928 schon einmal.

Gustav Hartmann startete mit seiner Droschke und dem Wallach Grasmus, begleitet von dem Zeitungsreporter Hans Hermann Theobald, zu einer Reise nach Paris.

Diese Fahrt sollte eine Aktion gegen den Niedergang des Droschkengewerbes und die steigende Zahl von Autos darstellen.

Durch seine Reise berühmt geworden, gründete der „Eiserne Gustav“ nach seiner Rückkehr eine Stiftung für die Hinterbliebenen von – bei der Ausübung ihres Berufes – zu Tode gekommenen Droschkenfahrern (Gustav-Hartmann-Stiftung).

Also auf gehts Manni. Denk an die Fotgrafen, die in ihrem Job zu Tode gekommen sind :-)

Geändert von Donatien (19.06.2012 um 08:51 Uhr).
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Alt 19.06.2012, 09:51   #6 Nach oben scrollen
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Na da hat er doch die Chance seine eingefahrenen Gleise zu verlassen und sich eine neue Aufgabe zu suchen- stillstand ist tot- gute Psychologen gibt es in den gelben Seiten- VSN
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Alt 19.06.2012, 10:09   #7 Nach oben scrollen
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Zitat:
Zitat von Wongraven Beitrag anzeigen
Tja, dann heist es wohl in Schönheit sterben für diesen "Wunderfotografen". Lasst ihn machen. Reisende soll man nicht aufhalten. So wie der Kerl redet, hat er aber insgesamt keinen Bock mehr drauf. Die Fotografen die ich kenne hungern nach dem nächsten Motiv. Wie ein Junkie immer auf dem Weg nach dem nächsten "Schuss". Schade für Ihn, das er nicht (mehr) flexibel genug ist sich anzupassen. Andere werden seinen Platz füllen.

so wird es wohl kommen. In Schönheit sterben.. mit Würde.

Der Einzug der Digitalten Technik ist für ihn der Niedergang der Fotografie..
sein Arbeitsgerät eine Fachkamera kennen die meisten Digitalknipser nicht einmal.

Ich sehe es so, daß es für ihn einen defacto Abstieg bedeutet. So etwas kann kein Digiknipser verstehen.

vom Rolls Royce auf einen Mini umzusteigen und ihn als nicht mehr flexibel zu bezeichnen finde ich sehr respektlos.

Im Gegensatz zu den Digiknipsers machts bei ihm das Auge nicht die Masse.

also immer schön tolerant bleiben..
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Alt 19.06.2012, 10:17   #8 Nach oben scrollen
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Ein Leben als Fotograf mit der alten Technik, Jahrgang 1944, da sollte eine Umstellung auf Digital wohl wirklich verdammt schwer fallen.

Wäre für ihn ja auch kein Thema wenn er seine Materialien weiterhin bekommen könnte.
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Alt 19.06.2012, 10:47   #9 Nach oben scrollen
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Schon schade, wenn man sich nicht mehr auf neue Gegebenheiten umstellen kann. Ich für meinen Teil habe auch drei Jahre gekämpft und eingesehen, dass man um Digital nicht drumrumkommt. Natürlich spielen Photoshop und Lightroom nachher eine große Rolle aber so ist es halt im Leben und man entdeckt plötzlich Dinge die einfach nur toll sind und viel viel Spaß bringen.

Geändert von Silas2004 (19.06.2012 um 13:50 Uhr).
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Alt 19.06.2012, 10:50   #10 Nach oben scrollen
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manchem "Digitalknipser" täte es mal ganz gut, auch analog zu fotografieren. Der visuelle Müll der teilweise bedenkenlos produziert wird, weil es ja nichts kostet, würde sicherlich ein wenig eingedämmt :-).
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Alt 19.06.2012, 10:51   #11 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von Garion67
 

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Toleranz oder besser Verständnis für den Anderen sollte auf beiden Seiten sein.
Ich fotografiere mittlerweile auch zu 95% digital, mußt aber oft über die "Digitalknipser" lächeln, da man doch große Unterschiede merkt.
Wer mit Analog angefangen hat und es auch einige Jahre gemacht hat, der bestimmt (meistens) vor dem Auslösen den Bildausschnitt und macht sich Gedanken wie das Bild wirkt. "Knipser" drücken den Auslöser durch und probieren dann am PC aus wie es am Besten wirkt.
Als Beispiel eine kleines Erlebnis von mir: Ich habe mal kurz Fotos für die "Partyevent"sparte einer regionalen Zeitung gemacht. Als ich die ersten Fotos abgeliefert habe, fragte mich der zuständige Redakteur, wie ich die Fotos beschneide. ... "Ääähhh ... ich hab da so eine komische Erfindung an meiner Kamera, nennt sich Sucher! Wenn ich da durchsehe, weiß ich was auf dem Foto ist. Erstaunlich, oder?"

Etwas kann ich den Herrn Hamm verstehen, da ich auch früher eine Sinar Plattenkamera und 2 Hasselblads hatte. Die Qualität, gerade der Plattenkameras, ist schon beeindruckend und keine der heutigen Digitalen kommt da mit. Die Frage ist aber leider: Wird das noch gebraucht? Was nützt es mir, wenn ich Spitzenfotos mit der besten Plattenkamera mache und die Präsentation nachher über einen Monitor oder Beamer läuft?
Wieviele Fotos werden wirklich noch in Großformaten (echte Fotos, keine digitalen Belichtungen) ausgestellt?
Und ich denke, dass sich bestimmt eine Firma findet, die weiterhin Fotoplatten herstellt. Denn gerade diesen Nischenprodukte haben ihren Reiz und ihre Abnehmer.

Und wenn ich sehe, dass Herrn Karl Lagerfeld, der ja auch als guter Fotograf gilt, mittlerweile sogar ganze Fotoserien mit seinem iPad macht .... ok, davor grusselt es mich auch etwas!
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Alt 19.06.2012, 11:04   #12 Nach oben scrollen
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@Garion67:

Die werden noch gebraucht in Produkt und Architektur.

Jim Rakete hat sie auch noch für Portraits eingesetzt.

und nicht jeder will auf den digitalen "Superzug" aufspringen.

was ich auch akzeptieren kann. Ich lerne gerade im Bekanntenkreis den Gegenschwung kennen. Da kauft man manuell fokussierbare Objektive für seine digitale Bodys und plötzlich wird sich über analoge Kameras unterhalten, ja man hat sogar welche gekauft.. sich sogar ein analoges Labor eingerichtet und entwickelt wieder..

denn wie es ein Freund treffend formulierte .." so ein richtig ausbelichtetes SW Bild hat irgendwie so was wie eine Seele.. "
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Alt 19.06.2012, 11:12   #13 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von Micha8583
 

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Kamera: EOS 450D + diverses Glas
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Soweit ich weiss, erfreuen sich die Plattenkameras u. Filme in den USA z. B. noch recht großer Beliebtheit.
Kodak waren doch nicht die einzigen, die Plattenfilme gemacht haben?
Selbst wenn sie die besten waren, so kann man auf den zweitbesten umsteigen und mit Entwicklungsmethoden kreativ werden; Ansel Adams hat sich dazu sehr ausführlich ausgelassen in "Das Negativ".
Wer fotografieren will, findet Wege.
Wer aber seine ausgetretenen Pfade, die bisher immer funktioniert haben, nicht um ein Jota "um des Prinzip Willens" verlassen kann oder mag, dessen Weg endet hier.
Evolution macht auch vor der Kunst nicht halt.
Oder was hätte ein Herr daVinci gemacht, wenn sein Lieblings- Farbenhersteller nicht mehr liefert?

Wegen digital/ Analog: im Großformat (8 x 10 Zoll, also das Negativ(!!) ist etwa DIN A4) gibt es für zivile Fotografen nichts vergleichbares in Digital.
Man schaue nur mal, was digitale Rückenteile für Mittelformat- Kameras kosten wie bei Hasselblad, da krigst du locker ein gutes Auto für.
Und, wie oben schon mal angedeutet, ein entwickeltes Bild, das noch chemisch nachbehandelt wurde und ein Ausdruck sind nicht dasselbe, aber da muß man schon mal selber in der Dunkelkammer entwickelt haben.
__________________
Gruß,
Michael.

Geändert von Micha8583 (19.06.2012 um 11:19 Uhr). Grund: Nachklapp
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Alt 19.06.2012, 11:22   #14 Nach oben scrollen
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Benutzerbild von gerika
 

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Kamera: Canon Powershot SX10 IS, Samsung EX1
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Wie und ob man mit "neuen" Technologien umgeht, bleibt einem bei manchen Produkten ja noch selber überlassen.

Ein Stück Freiheit, dass er sich nehmen kann.

Bin ich froh, dass nach dem Untergang von Tonband, Schallplatte und Musikcassette die Künstler und sonstigen Beteiligten der Musikindustie nicht aufgehört haben Musik zu machen und die neuen Medien und Möglichkeiten zur Reproduktion angenommen haben.
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Höflichkeit ist ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber es mildert die Stöße des Lebens. (Arthur Schopenhauer)
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Alt 19.06.2012, 12:01   #15 Nach oben scrollen
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Nicht falsch verstehen: Mir mangelt es nicht an Toleranz, oder gar Respekt vor diesem Fotografen, oder Fotografen die (noch) analog fotografieren im allgemeinen. Im Gegenteil: In meinen Augen führt Fotografie als Kunstform ein Schattendasein, im Vergleich zu sonstigen Kunstformen.

Mein Vater hat viele Jahrzehnte und auch ich selbst, als kleines Kind, habe analog fotografiert. Ich selbst jedoch nie mit einem künstlerischen Anspruch, weil mir dafür das "Auge" fehlt. Auch habe ich in meiner gymnasialzeit Stunden um Stunden im schuleigenen Fotolabor verbracht und "experimentieren" können. Auch Old-School-Reproduktionen und Hasselblads sind mir nicht fremd. Ich verstehe also das Prinzip dahinter und habe sicher mehr Wissen, als die meisten, die hier abfällig als "Digitalknipser" bezeichnet werden. Ich kann das Wissen nur faktisch nicht so umsetzen wie ich es gerne würde.

Womit ich allerdings ein Problem habe ist, wenn jemand so unflexibel ist, wie der im ursprünglichen Artikel befragte Mensch. Ich darf mich nicht hinstellen und eine Technik (um nichts anderes geht es) verteufeln, deren Resultate mich vielleicht nicht auf Anhieb überzeugt haben, mit der ich aber sehr wahrscheinlich auch noch nicht die Grenzen des Machbaren ausgelotet habe. Karl Lagerfeld, entgegen vieler bekannter Fotografen, versucht das, in dem er die Technik, die ihm Angeboten wird zumindest an seine Grenzen bringt und sich das Ergebnis dann anschaut. Und ihm ist sehr wahrscheinlich ziemlich egal, ob es da den einen oder anderen Fotografen mit einer Gänsehaut überkommt.

Kunst habe ich schon immer auch als ein Ausloten der Grenzen des Machbaren verstanden. Ob das Gefallen findet, oder nicht, muss dem Künstler doch egal sein. Mir gefällt das, was ich auf den Bilder von Picasso zu sehen bekomme auch nicht, andere sehen es als die Offenbarung schlechthin an. Kunst hat schon immer von den Weltfremden und Mutigen und manchmal auch von den Wahnsinnigen profitiert, jedoch nur sehr selten von denen, die dem Stillstand und der Engstirnigkeit anheim gefallen sind.
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