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>> Pin-Up-Tutorial: Männerträume werden wahr
In diesem Workshop reisen wir in die Vergangenheit und lassen Männerträume wahr werden. Ich möchte euch in diesem Tutorial zeigen, wie man mithilfe von Photoshop-Bordmitteln ein Bild in eine typische Pin-Up-Zeichnung verwandeln kann. Pin-Ups waren vor allem in den 50-70er Jahren gerade bei Männern sehr beliebt. Es waren in der Regel Zeichnungen von Frauen in erotischen Posen, die man sich einfach an seine Pinwand nagelte. Ausgehend von einem extra dafür gemachten Foto werden wir die Dame von Grund auf bearbeiten und Schritt für Schritt illustrieren, damit auch ihr euch eure Traumfrau an die Wand nageln könnt ;)
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Fotografin: Mona Scharfenberger (www.flashsmile-photografie.com) Model: Anita Galanti Schritt 1: Das Bild liegt uns im JPEG-Format vor; um es dennoch in CAMERA RAW zu öffnen, gibt es ein paar Tricks. Man kann das Bild direkt mit rechter Maustaste in der Bridge im ACR-Modul öffnen oder auch in Photoshop die Funktion Datei öffnen als... nutzen, welche man unter dem Datei-Menü findet. Hier muss man dann lediglich noch im unteren Dialog Camera RAW anwählen. Ihr könnt die JPEG-Datei nun über CAMERA-RAW 5.0 öffnen; wenn man eine Datei schon mal in ACR geöffnet hatte, reicht ein einfacher Doppelklick auf die Datei. Datei öffnen als.... Hier muss man nun noch CAMERA RAW als Dateiformat anwählen. Um das Bild entsprechend bearbeiten zu können und um die richtigen Einstellungen zu finden, muss man das Bild zunächst einmal gründlich betrachten und analysieren. Ein gutes Hilfsmittel bei der Beurteilung ist das Histogramm, welches rechts oben standardmäßig eingeblendet wird. Hier kann man die Tonwertverteilung des Bildes anschauen und entsprechend bewerten. Das Bild ist hier gerade in den Tiefen etwas zu dunkel, weshalb ich diesen Fehler mit der Funktion Fülllicht korrigiere. Den leichten Orange-Farbstich lass ich zunächst mal im Bild. Schritt 2: Der erste Schritt bei dieser Pin-Up-Retusche soll das destruktive Verflüssigen sein, entweder über Filter>Verflüssigen oder über Strg+Shift+X auf einer duplizierten Ebene (Strg+J). Hierbei geht es nicht um eine behutsame Charakterretusche, nein, wir werden den Filter hier massiver anwenden als in einer typischen Beauty-Retusche. Ich lege dabei mein Augenmerk auf die typischen Körperformen eines Pin-Up-Girls der 50-60er Jahre sowie einige Schönheitskorrekturen. Dadurch, dass wir am Ende eine Reihe von Filtern auf verschiedene Bildteile anwenden werden, verschwimmt die Bearbeitung wieder etwas und das Ganze wirkt wieder natürlicher. Ich habe hierbei zunächst mal die Beine etwas schöner geformt und ausgedellt sowie die Brüste vergrößert, die Taille etwas eingezogen, das Ohr verkleinert, die Gesichtsformen angepasst und auch das linke Auge hochgezogen. Dazu habe ich abwechselnd mit dem Vorwärts-Verkrümmen-Werkzeug und dem Aufblasen-Werkzeug gearbeitet. Schritt 3: Anschließend kam die typische Retusche, wo ich unpassende Stellen retuschiere. Zunächst habe ich mit dem Bereichsreparatur-Pinsel kleine Flecken im Gesicht und den restlichen Hautpartien entfernt und anschließend mit dem Kopierstempel die Träger auf der rechten und linken Schulter entfernt. Weil ich schon einmal dabei war, habe ich direkt den Hintergrund etwas entfleckt. Wichtig ist hier, das Ganze auf einer neuen leeren Ebene durchzuführen; dazu muss man bei den Retusche-Werkzeugen die Funktion Alle Ebenen aufnehmen bzw. Aufnehmen: Alle Ebenen einschalten, die man in der Optionsleiste findet. Schritt 4: Nachdem wir anfangs schon Störungen und Flecken auf der Haut entfernt haben, machen wir uns jetzt an eine grobe Hautretusche. Nicht nur Störungen und Flecken lassen die Haut unschön wirken, gerade auch Helligkeitsdifferenzen, helle Glanzstellen oder Schattenbereiche lassen die Haut sehr unruhig wirken. Diese wollen wir nun retuschieren. Dazu legt ihr euch eine neue Ebene im Ebenenmodus Weiches Licht an und füllt diese mit der neutralen Farbe für diesen Ebenenmodus, also RGB 128/128/128. Schneller geht's mit gedrückter Alt-Taste auf das Neue Ebene-Symbol in der Ebenenpalette, wo ihr dann zu folgendem Dialog kommt und diese Einstellungen vornehmt: Schritt 5: Um die Flecken gut erkennen zu können, werden wir eine Einstellungsebene Kanalmixer anlegen und folgende Werte übernehmen: Ich nehme in der Regel gerade bei Haut viel vom Blau-Kanal für die Graustufenumsetzung, da man im Blau-Kanal meistens alle Arten von Störungen lokalisieren kann. Schritt 6: Nun malen wir mit weißer und schwarzer Farbe auf die Grauebene und hellen (Weiß) bzw. dunkeln (Schwarz) bestimmte Bildstellen auf/ab. Der Ebenenmodus Weiches Licht multipliziert Tonwerte, die dunkler als unser mittleres Grau sind, und multipliziert hellere Tonwerte negativ. Wichtig ist hier eine geringe Deckkraft (5-10%) sowie eine weiche Pinselspitze. Schritt 7: Nächster Schritt auf dem Weg zum Pin-Up waren die Haare; typisch sind hier volle, lockige Haare. Mit Locken kann ich leider nicht dienen ;) aber an der Fülle kann man was machen. Ladet euch dazu folgendes Brush-Set (Dave Nagel Hair Brushes) runter und experimentiert etwas damit. Wichtig ist zunächst mal, passende Haare-Pinselspitzen auszuwählen; dazu einfach mal mit einer beliebigen Farbe etwas herumschmieren. Nun muss man diese eben noch entsprechend auftragen ... dabei eine geeignete Haarfarbe auswählen (mehrfach wechseln) und entsprechend der Kopfform bzw. der schon vorhandenen Haare einmalen. Macht das am besten auf mehreren Ebenen, so könnt ihr einfacher bestimmte Bereiche wieder löschen oder maskieren. Wichtig ist, am Ende den Unscharf-maskieren-Filter anzuwenden, um etwas Modulation in die Haare zu bekommen. Das Ganze sollte nur etwas mehr Fülle verleihen und nicht wie eine künstliche Perücke aussehen ;). Bereiche, die mir nicht gefallen, kann ich entweder wieder neu einmalen (USM nicht vergessen) oder einfach mit einer Ebenenmaske ausblenden. Schritt 8: Nun machen wir uns an die Weichzeichnung der Haut; dazu verwende ich den Weichzeichnungsfilter Matter machen. Im Prinzip arbeitet er ähnlich wie die typischen Weichzeichner und fasst ähnliche Farben flächig zusammen; allerdings behält er im Gegensatz zum altbekannten Gaußschen Weichzeichner die groben Konturen bei. Je nach Radius und Schwellenwert variiert die Stärke und die Differenz, die ein Pixel zum anderen aufweisen muss, um in die Berechnung einfließen zu können. Ein Radius von 20 zusammen mit einem Schwellenwert von 20 sollten hier passen. Damit der Filter nur auf die Haut wirkt, erstellt ihr euch nun noch eine Maske; hier bietet sich das Farbbereichs-Auswahl-Werkzeug an. Letzte Korrekturen kann man dann im Quickmask-Modus (Maskierungsmodus) einmalen. Meine Maske sah am Ende dann so aus: Schritt 9: Der nächste Schritt ist das Beseitigen des orangen Farbstichs. Wenn man das Bild die ganze Zeit betrachtet und bearbeitet, wird es schwierig, diesen Farbstich überhaupt noch wahrzunehmen. Allerdings kann man in Lichtern schön den orangen Überzug erkennen. Um den Farbstich zu beseitigen, werde ich nun in den einzelnen Kanälen eine Tonwertspreizung durchführen und die Lichter vor allem im Grün- und Blau-Kanal beschneiden; somit kommt die ursprüngliche Hautfarbe wieder zum Vorschein. Auch der Hintergrund war im Moment der Aufnahme gelb und nicht orange ;) Schritt 10: Im nächsten Schritt habe ich nochmals weitere Teile gezielt als Vorbereitung zur Illustration retuschiert. Habe dazu die dunklen Augenpartien sowie den Haaransatz korrigiert. Schritt 11: Nächster Schritt ist nun das Illustrieren. Um unser Originalbild in voller Qualität zu behalten, werde ich das ganze Bild zunächst mal duplizieren und auf den Hintergrund reduzieren. Nun kann mit der eigentlichen Illustrationsarbeit begonnen werden. Wichtig ist, immer Kontraste hervorzuheben und diese dann verschwimmen zulassen. Da ich mit verschiedenen Filtern arbeite, die mehr oder weniger eine Struktur auf dem Bild hinterlegen, werde ich das das Bild zunächst mal um das Doppelte vergrößern (4000px); anschließend werde ich die Hintergrund-Ebene duplizieren (Strg+J) und nun mit den Bearbeitungen beginnen. Folgt dazu einfach den hier beschriebenen Screenshots. Dem duplizierten Bild könnt ihr im Dialogfeld direkt einen passenden Namen geben. Das Bild vergrößere ich hier nun um ca. das Doppelte. Unscharf maskieren mit großem Radius: Unscharf maskieren mit kleinem Radius: Tiefen/Lichter: Korneffekt ... ... im Modus Anisotrop: Der Filter wird dann über Bearbeiten>Verblassen wieder etwas zurückgenommen: Nun drehen wir das Bild um 90°, wenden den Filter erneut an und verblassen ihn auch wieder. Anschließend das Bild wieder um 90° zurückdrehen. Nun wenden wir den Rauschen-reduzieren-Filter mit voller Stärke an. Das Ganze wiederholen wir anschließend nochmal. Unscharf maskieren mit kleinem Radius: Nochmal Unscharf maskieren mit kleinem Radius: Tiefen/Lichter: Nun verkleinern wir das Bild etwas, um die Pixel neu zu interpolieren. Nun wenden wir wieder wie oben den Korneffekt-Filter im Modus Anisotrop an. Verblassen ihn um 70% und drehen das Bild um 90°. Nun nochmals den Kornfilter anwenden und verblassen. Das Bild am Ende wieder in Ausgangsposition zurückdrehen. Anschließend schärfen wir das Bild mit dem Selektiven Scharfzeichner. Tiefen werden um 15% geschützt, die Lichter um 70% Rauschen reduzieren mit voller Stärke: Unscharf maskieren: Und ein letztes Mal Rauschen reduzieren: Nun rechnen wir das Bild wieder auf die Originalgröße: Bild>Bildgröße und geben bei Breite 2336px ein. Kopiert euch das Bild in eure Arbeitsdatei. Strg+A (Alles auswählen), Strg+C (Kopieren), geht in die Arbeitsdatei und fügt die Ebene mittels Strg+V (Einfügen) ein. Schritt 12: Nun duplizieren wir die gerade eingefügte Ebene 3 Mal. Die unterste der 3 Ebenen setzen wir auf den Ebenenmodus Luminanz und maskieren die Bereiche, die uns nicht gefallen, aus. Die 2. duplizierte Ebene setzen wir auf den Ebenenmodus Weiches Licht und senken die Deckkraft etwas. Hier maskieren wir ebenfalls nur die Bereiche, die wir wollen, in dem Fall die Haut. Bildbereiche, die durch die Filter unschöne Artefakte erhalten haben, korrigiere ich mithilfe des Wischfinger-Werkzeugs. Schritt 13: Die 3. Kopie bleibt im Modus Normal, aber mit verringerter Deckkraft. Mittels Wischfinger-Werkzeug glätte ich die Gesichtsformen. Da das Gesicht durch den Filtermarathon etwas dunkel wirkt, hell ich es mithilfe einer Gradationskurve etwas auf und entziehe gleichzeitig etwas Gelb. Schritt 14: Nun bin ich mit dem Illustrations-Look soweit zufrieden und mache mich nun an die Farbgebung. Ich erstelle dazu eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung und färbe das Bild lila ein. Den Ebenenmodus setze ich auf Farbton und reduziere etwas die Deckkraft. Mittels einer Gradationskurve steile ich den Farbkontrast weiter auf. Die Haut maskiere ich grob aus, um unschöne Färbungen zu vermeiden. Schritt 15: Um dem Bild etwas mehr Kontrast zu geben, kopiere ich das Bild (Strg+Shift+Alt+E) und erstelle eine Kanalmixer-Ebene mit folgenden Einstellungen, die ich als Schnittmaske hinzufüge. Bildbereiche, die zulaufen, maskiere ich dabei aus. Schritt 16: Für den pastelligen Farblook erstellt ihr euch eine Schwarz-Weiß-Einstellungsebene mit folgenden Werten und setzt den Ebenenmodus auf Negativ Multiplizieren. Die Deckkraft könnt ihr dann nach Belieben reduzieren. Schritt 17: Ich wollte hier das Gelb aus dem Hintergrund noch etwas reduzieren und habe mir dazu eine weitere Einstellungsebene Farbton/Sättigung erstellt. Die Einstellungen könnt ihr hier ablesen: Schritt 18: Am Ende habe ich noch kleinere Korrekturen durchgeführt, die Haare etwas abgedunkelt und einigen Stellen wieder etwas Zeichnung verliehen. Schritt 19 Mein Endergebnis sah dann so aus: Vorher:
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