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Artwork >> Photo Composing Dreamwalk - Teil 1 (Version: CS4) (tomkrieger)

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"... Ein Junge hat einen Traum, in dem er sich auf einem fliegenden Pfad befindet und sich allerlei Gefahren ausgesetzt sieht. Eine abenteuerliche Reise beginnt..."  So in etwa könnte die Story hinter dem hier vorgestellten Bild lauten. Im ersten Teil des leicht surrealen und fantasylastigen Composings dreht sich alles um das Verfremden eines Fotos in die Richtung einer idealisierten Oberfläche und Lichtanmutung einer Person. Die Person im ersten Teil sollte sich von der Bildbearbeitung etwas von der Fotografie entfernen und einen Schritt in die Illustration machen, da im 2. Teil gemalte Elemente hinzukommen werden. Es ist deshalb sehr ratsam, die Elemente einander anzugleichen, um ein harmonisches Ganzes im Composing zu erreichen. Schrittweise eröffne ich hier meine Vorgehensweise mit Photoshop-eigenen Filtern und die Kombinationsmöglichkeiten mit Füllmethoden. Der spätere Gesamtlook sollte unbedingt vorher in Form einer Farb-und Ideenskizze festgehalten werden. Der Workshop richtet sich an fortgeschrittene Anwender, die mit Masken, Füllmethoden und Filtern vertraut sind.



Schritt 1: Shooting

Als Ausgangsmaterial dienen mir für die Person des Jungen 2 Fotos. Wichtig ist mir hierbei die Haltung des Jungen, die Neugierde und Mut assoziieren soll; siehe das rechte Foto. Da er in seiner von uns aus linken Hand einen Koffer tragen soll, verwende ich den Arm und das Hemd aus dem linken Foto:




 

Schritt 2: Hintergrundfarbe

Nach der Freistellung über einen Pfad und im Haarbereich über Farbkanäle ist es von sehr großer Bedeutung, dass der Hintergrund in etwa der der Farbskizze (siehe links) entspricht. Einzelne Farbwerte können hier aus der Skizze übernommen und schnell auf der Hintergrundebene eingemalt werden:




 

Schritt 3: Tiefen/Lichter

Auf einer duplizierten Ebene können im Dialog Bild>Korrekturen>Tiefen/Lichter die Werte so gewählt werden, dass eine starke Helligkeit in den zu dunkel geratenen Bereichen aufkommt:




 

Schritt 4: Tiefen/Lichter-Maske

Dieser Ebene wird eine Maske zugeteilt und mit der Farbe Schwarz gefüllt. Mit der Vordergrundfarbe Weiß werden nun die Bereiche eingemalt, die von dem Tiefen/Lichter-Effekt betroffen sein sollen. Da der Junge später von Mondlicht links oben angestrahlt wird, sind diese Bildbereiche besonders zu berücksichtigen:




 

Schritt 5: Staub und Kratzer

In diesem Step und auf zusammengefügter Ebene entfernt sich das Foto von der reinen Fotografie bzw. den fotografischen Strukturen und Texturen. Es werden mit den Einstellungswerten>Radius 3 Pixel und Schwellenwert 0 Stufen feinste Detailstrukturen eliminiert:




 

Schritt 6: Hochpass zur Schärfung

Die wiederum duplizierte Ebene von Staub und Kratzer wird nun unter Verwendung von Filter>Sonstige Filter>Hochpass mit einem Radius von ca. 1-2 als Schärfungsebene verwendet. Da diese vorab mit dem Filter Staub und Kratzer behandelt wurde, sind nun auch die zu schärfenden Details etwas gröber gewählt. Dies unterstützt den illustrativen Look:




 

Schritt 7: Randsaum

Bei der Verwendung des Hochpassfilters entstehen sehr oft störende Randsäume, die sich beim Zusammenfügen mehrerer Ebenen einschleichen. Dagegen hilft, die Auswahl des zuerst freigestellten Jungen zu wählen, diese wird invertiert und mit der Rückschritttaste auf der jetzt aktiven Ebene gelöscht:




 

Schritt 8: Rauschen reduzieren

In diesem Step wird der Filter>Rauschfilter>Rauschen reduzieren mit den nachfolgenden Werten zum Einsatz kommen. Achtung: auch hier wie schon bei jedem Step vorher - auf separater Ebene. Unter Beibehaltung der Details werden weitere fotografische Strukturen geglättet:




 

Schritt 9: Konturen finden

Die zuvor erstellte Ebene wird nun dupliziert und der Filter>Stilisierungsfilter>Konturen finden kommt zum Einsatz. Die Füllmethode hierbei ist Ineinanderkopieren und die Deckkraft max. 10-20%. Das bewirkt durch das Betonen von Konturen sehr dezent den illustrativen Look:




 

Schritt 10: Ebenen betiteln

Mit dieser Vorgehensweise sollten alle Ebenen betitelt werden. Somit ist gewährleistet, dass jederzeit in jeder Art der Behandlung des Fotos eingegriffen werden kann. Hier das Ergebnis des illustrativen Looks:




 

Schritt 11: Der Glow-Effekt

Nachdem alle Ebenen bis zu diesem Zeitpunkt in einer Gruppe (Illu-Look) gesammelt wurden, wird die oberste Ebene dupliziert. Der nächste Bearbeitungsstep wird das Hinzufügen eines Glows sein, der dem Foto eine gewisse Weichheit verleiht und somit auch passend zum Thema einsetzbar ist. Dazu wird die Ebene nochmals dupliziert und invertiert. Die Füllmethode ist Strahlendes Licht:




 

Schritt 11.1:

Direkt danach und auf gleicher Ebene kommt der Filter>Weichzeichnungsfilter>Gaußscher Weichzeichner (ca. 1) zum Einsatz:




 

Schritt 11.2:

Auf ebenfalls derselben Ebene wird der Filter>Sonstige Filter>Hochpass angewendet mit dem Radius von ca. 15-20:




 

Schritt 11.3:

Nun kommt der entscheidende Schritt: Die Füllmethode wird verändert in Weiches Licht. Nach der Deckkraftregulierung hat unser Foto ein gewisse Weichheit erfahren:




 

Schritt 11.4:

Die fertige Ebene wird mit diesen Arbeitsschritten betitelt und erleichtert somit ein späteres Nachvollziehen des Effekts:




 

Schritt 12: Farbwelt

Der Junge soll später im Bild vom Mond von oben links erhellt werden und von vorne/unten im farblichen Gegenzug eine warme Tonalität aufweisen. Hierzu wird je eine neue Ebene>Neue Füllebene>Volltonfarbe mit der jeweiligen Farbigkeit erstellt und in der Maske in den betreffenden Bereichen bearbeitet:




 

Schritt 13: Dodge and burn

Es wird nun eine neue Ebene erstellt und unter Bearbeiten>Fläche füllen>50%Grau. Die Füllmethode hierzu ist Ineinanderkopieren:




 
Mit dem Werkzeug Aufhellen/Abwedeln (engl. Dodge/Burn) kann sehr gut in die Helligkeiten und Dunkelheiten eingegriffen werden. Somit können einige Bereiche stärker akzentuiert werden. Tipp: Die Lichtkante des Mondlichts auf der linken Seite des Jungen nur in den Helligkeiten an einigen und nicht an allen Stellen betonen, da das Bild sonst zu künstlich wirken könnte. Eine bessere Abgrenzung zum späteren Hintergrund unterstützt eine deutlichere Lichtkante auf der rechten Seite des Gesichts:




 

Schritt 14:

Nach dem Sichern der Datei ist die Person nun fertig zum Einsatz in das geplante Composing. Der Look zwischen Fotografie und Illustration ist gelungen und wird sich gut in den Hintergrund einfügen. Dieser folgt im 2. Teil.




Viel Spaß beim Nacharbeiten.
Ich möchte an dieser Stelle auch auf das zugehörige Video-Tutorial verweisen, in dem weitere Detailerklärungen schlummern ...




Rechtschreibung geprüft und für PDF optimiert von stellamarina


Submit on 2009-08-10 09:03:22

   
   
   
 
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