• Extremkurven - wie Experten mit Gradationskurven jonglieren

    Extremkurven - wie Experten mit Gradationskurven jonglieren

    18.12.2009 in Fotobearbeitung von Galileo_Press

    • Kategorie: Fotobearbeitung
    • Erstellt mit Programmversion: CS4
    • Kompatibel ab Programmversion: -
    • Dateigröße (PDF): 3.0 MB
    • Bisherige Zugriffe: 13696
    In diesem Tutorial lassen wir einmal das Motto "für Einsteiger" völlig hinter uns und schauen, wie Profis mit Gradationskurven arbeiten. Das Bild, das ich mir hierfür ausgesucht habe, ist erstens zu dunkel und zweitens durch einen falschen Weißabgleich zu rotstichig. Da sich unser Auge sehr flexibel auf Licht- und Farbsituationen einstellt, hat der Bildbearbeiter ein Problem: Er weiß oft nicht, ob eine Farbe "richtig ist" oder ob sie nur als richtig wahrgenommen wird. Hier hilft es, Referenzwerte zur Hand zu haben. Bei Hauttönen besagt eine Faustregel, dass der Gelb-Anteil minimal (aber doch) höher sein muss als der Magenta-Anteil, der Cyan-Anteil sollte ungefähr einem Fünftel bis einem Drittel von Gelb/Magenta entsprechen und Schwarz gegen 0 tendieren.
     

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Kommentare

  • Alternative Portrait von MicroSmurf

    MicroSmurf

    28.04.2012 - 14:14

    Tolles Tutorial. Danke

  • Alternative Portrait von MaMey22

    MaMey22

    15.04.2012 - 23:20

    Gutes Tutorial, werde ich gleich mal durchführen.

  • Alternative Portrait von wormezz

    wormezz

    25.03.2012 - 20:07

    Kapiere den Punkt bei den Zähnen nicht, wo ist das:

    Kapitel: 13
    Ich habe mit dem Schnellauswahlwerkzeug die Zähne ausgewählt und bei 10% Fluss mit Weiß demaskiert (10)

    ??

  • Alternative Portrait von wormezz

    wormezz

    25.03.2012 - 11:50

    Danke für das Tut! Gut geschrieben.

  • Alternative Portrait von ragpicker

    ragpicker

    29.01.2012 - 13:47

    EinTutorial welches wirklich hilft. Danke

  • Portrait von bubu306

    bubu306

    23.01.2012 - 13:07

    THANKS, sehr gut beschrieben und verständlich für jeden.

  • Alternative Portrait von ninechen

    ninechen

    20.01.2012 - 14:19

    klasse danke fürs erklären:-)

  • Portrait von pascal.k

    pascal.k

    19.01.2012 - 15:23

    Danke, hätte am Schluß jedoch gerne noch eine Gegenüberstellung des Ergebnisses mit dem Orginal gesehen.

  • Alternative Portrait von MarshalB

    MarshalB

    18.01.2012 - 11:22

    Danke für dieses Tutorial, super erklärt ;)

  • Portrait von Talitha17

    Talitha17

    09.01.2012 - 16:03

    sehr ausführliches und verständliches Tutorial bezüglich der Gradationskurven.
    Ich arbeite viel damit, aber mehr aus dem Bauch heraus als wirklich zu wissen.
    Hier sieht man mal, wie gezielt man mit den Kurven arbeiten kann, und welch Möglichkeiten es noch gibt! Danke

  • Portrait von Talitha17

    Talitha17

    09.01.2012 - 16:03

    sehr ausführliches und verständliches Tutorial bezüglich der Gradationskurven.
    Ich arbeite viel damit, aber mehr aus dem Bauch heraus als wirklich zu wissen.
    Hier sieht man mal, wie gezielt man mit den Kurven arbeiten kann, und welch Möglichkeiten es noch gibt! Danke

  • Portrait von KidCurry

    KidCurry

    07.01.2012 - 16:56

    Super Tut, vielen Dank! Mehr davon, für die "PS-Essentials" Bibliothek :-)

  • Portrait von Supersuzi

    Supersuzi

    20.12.2011 - 21:12

    oh, wie ich doch die Kurven liebe... aber jetz blicke ich wenigstens ein wenig besser durch
    DANKE

  • Alternative Portrait von jauro

    jauro

    19.12.2011 - 20:55

    Cooler Workshop.
    Denke damit kann ich auch was anfangen ;-)

  • Alternative Portrait von Berthi

    Berthi

    18.12.2011 - 15:30

    Coole Sache, vielen DanK!

  • Alternative Portrait von Raimund

    Raimund

    14.12.2011 - 20:54

    Danke. Sehr gut und anschaulich erklärt.

  • Alternative Portrait von andy1001

    andy1001

    25.11.2011 - 17:38

    Einfach erklärt, danke dafür!

  • Alternative Portrait von fogueira

    fogueira

    23.11.2011 - 18:22

    sehr gutes und verständliches Tutorial! Hier bekommt man einen sehr verständlichen Einblick in die Nutzung der Gradationskurven.

  • Alternative Portrait von wir697296

    wir697296

    29.10.2011 - 17:04

    wow, danke für das Tutorial - echt SPITZE!!

  • Portrait von Dariohana

    Dariohana

    28.10.2011 - 21:29

    Hilfreich und Verständlich. Super

Weitere Kommentare
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Anleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)


Fotomaterial: Markus Wäger, Modell: Alexandra


Bilder


 

1. Farbaufnehmer-Punkte setzen

Aktivieren Sie das Farbaufnahme-Werkzeug und setzen Sie drei Farbaufnehmer (1, 2 und 4). Wichtig ist vor allem der auf der Stirn (2). Damit die Werte-Information, die Sie über diesen Farbaufnehmer erhalten, aussagekräftig ist, muss er an einer Hautstelle platziert sein, die weder beschattet noch eine Glanzstelle ist. In der Palette Info werden die Farbwerte der drei Farbaufnehmer in RGB angezeigt. Stellen Sie die Aufnehmer 1 und 2 auf CMYK-Farbe (5), indem Sie auf die Pipette 3 unter der Zahl klicken.

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2. Schwarzpunkt im Rot-Kanal

Erstellen Sie über die Palette Korrekturen eine Gradationskurven-Einstellungsebene. Wählen Sie im Kanäle-Menü (6) den Rot-Kanal aus (das geht auch über Alt+3). Schieben Sie die Gradationslinie mittels des Schwarzpunkt-Reglers an das Histogramm heran (6). Nutzen Sie dabei den Alt-Tasten-Trick, um zu verhindern, dass zu viele Stellen in reines Schwarz ausbrechen (korrekt gesagt würde im Rot-Kanal natürlich Rot ausbrechen). Winzige ausbrechende Flecken sind gerade noch akzeptabel (7).

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3. Weißpunkt im Rot-Kanal

Führen Sie auch den Weißpunkt an das Histogramm heran. Das geht entweder über den Punkt am oberen Ende der Linie (11) oder mit dem Weißpunkt-Regler unten (12). Achten Sie auch hier darauf, dass keine groben Stellen ausbrechen. Wenn solche Flecken erscheinen (10), müssen Sie den Regler so weit zurück nach rechts schieben, bis sie wieder verschwunden sind. Lediglich den kleinen Glanzpunkt der kleinen Perle im Ohr habe ich als Spitzlicht stehen gelassen (9).

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4. Gradation für den Rot-Kanal

Das Resultat sieht jetzt noch rotstichiger aus als das Ausgangsbild, aber wir werden uns der Sache nähern.

Wichtig ist, dass die Arbeitsweise, die Sie hier lernen, oft sehr gut funktioniert. Manchmal liegt man damit aber komplett daneben. Was zählt, ist, wie das Bild tatsächlich aussieht. Deshalb müssen Sie trotz aller Faustregeln und todsicheren Arbeitsmethoden immer das Bild im Auge behalten und die Methodik individuell darauf einstellen.

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5. Gradation für den Grün-Kanal

Wählen Sie als Nächstes den Grün-Kanal, entweder über das Kanäle-Menü oder mit Alt+4. Gehen Sie vor wie in Schritt 2 und 3 für den Rot-Kanal beschrieben. Sie können in jedem Kanal den Schwarzpunkt so weit nach rechts verschieben, dass die Perle deutlich als weißer Punkt zu sehen ist, jedoch keinesfalls so weit, dass auch andere Bereiche ausbrechen. Es liegt letzten Endes an Ihnen, zu entscheiden, ob Sie solche Spitzlichter zulassen oder nicht. Sie sollten lediglich darauf schauen, alle Kanäle gleich zu behandeln.

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6. Gradation für den Blau-Kanal

Stellen Sie auch den Blau-Kanal wie beschrieben ein und werfen Sie dann einen Blick in die Info-Palette. Ziel ist: Gelb und Magenta fast gleich und Cyan circa ein Viertel dessen. Davon sind wir noch entfernt 2 (Cyan ist ein Siebtel von Magenta), aber der Vergleich des Hauttons 1 mit dem Ausgangsbild zeigt, dass er um Welten besser geworden ist. Die Palette Info zeigt oft zwei Werte an. Der vordere zeigt, wie das Bild war, der hintere, wie es durch die Einstellung wird.

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7. Punkt aus der Kurve löschen

Der Weißabgleich (so nennt man das Neutralisieren von Farbstichen) ist schon recht gut, doch es mangelt an Kontrast. Wechseln Sie wieder in die RGB-Bearbeitung (5) und erhöhen Sie diesen durch eine S-Kurve. Ich war mit dem Ergebnis (4) eines ersten Versuchs mit drei Punkten (3) nicht glücklich – der Kontrast ist zu stark, und der dritte Steuerpunkt stört mehr, als er hilft. Wenn Sie einen Punkt entfernen möchten, ziehen Sie ihn einfach mit der Maus aus der Palette hinaus (6).

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8. RGB-Gradation für Helligkeit und Kontrast

Mit einer Kurve, wie Sie sie hier sehen, war ich vorerst glücklich mit Helligkeit und Kontrast. Magenta und Gelb sind fast ausgeglichen (zuvor etwa 4:3), der Schwarz-Anteil ist ganz verschwunden, nur Cyan ist mit 3% noch immer unterrepräsentiert (7), was den Hautton zu sehr leuchten lässt. Da Cyan die Komplementärfarbe von Rot ist, können Sie im Rot-Kanal Cyan verstärken.

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9. Rot-Kanal nachjustieren

Aktivieren Sie den Rot-Kanal und senken Sie die Linie mit einem neuen Steuerungspunkt (10). Behalten Sie in der Info-Palette den Farbaufnehmer 1 für den Hautton im Auge. Ich habe es durch Senken der Rot-Kurve auf ein Verhältnis von 5:21:21 gebracht (8), was nach Faustregel einen guten Wert darstellt. Tatsächlich zeigt das Bild jetzt einen recht natürlichen Hautton. Auch Farbaufnehmer 3 für den Hintergrund, der neutral Grau werden darf, zeigt mit fast identischen RGB-Zahlen einen guten Wert (9).

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10. Dynamik-Einstellungsebene hinzufügen

Was mir im Moment fehlt, ist etwas mehr Lebendigkeit der Farben. Das kann der Experte zwar auch durch Manipulieren der Gradationskurven in den einzelnen Farbkanälen steuern, doch in diesem Fall gilt: Warum kompliziert, wenn es doch auch einfach geht? Erstellen Sie eine Dynamik-Einstellungsebene und erhöhen Sie die Dynamik.

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11. Helligkeit und Kontrast nachjustieren

Nachdem ich die Dynamik erhöht habe, war ich wieder unglücklich mit Helligkeit und Kontrast, glücklich aber, dass ich mit Einstellungsebenen arbeite. Mit einem Klick können Sie in so einem Fall erneut die Gradationskurven-Einstellungsebene (2) aktivieren und die Kurve nach Ihren Vorstellungen nachjustieren (1). Im nächsten Schritt möchte ich die Gradation der Augen separat verändern, um sie aufzuhellen. Dazu habe ich die Kurven-Einstellungsebene (4) dupliziert und die Kopie (3) ausgewählt.

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12. Augen aufhellen, Ebenenmaske füllen

Blenden Sie die Ebene "Kurven 1" aus (6). Bei dieser Einstellung geht es darum, die Augen aufzuhellen. Das habe ich mit einer sehr stark gebogenen Gradationskurve gemacht (5). Die Auswirkungen auf den Rest des Bildes sind dabei belanglos. Füllen Sie nach Einstellung der Gradation die Ebenenmaske zur Einstellungsebene schwarz (7).

Tipp: Wenn Sie im Menü Bild>Korrekturen>Umkehren wählen (Strg+I), wird Weiß zu Schwarz umgekehrt.

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13. Augen demaskieren

Durch das komplette Füllen der Ebenenmaske mit Schwarz wird die Wirkung der Einstellungsebene komplett aufgehoben. Mit dem Pinsel-Werkzeug und Weiß malen Sie dann über die Augen (8). Wenn Sie etwas zu weit hinausmalen (9), können Sie diesen Bereich mit Schwarz jederzeit wieder ausblenden. Die Arbeit mit der Ebenenmaske bei Einstellungsebenen funktioniert genauso wie bei normalen Bildebenen, nur dass keine Bildpixel ausgeblendet werden, sondern die Wirkung der Einstellungsebene.

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14. Augen maskieren

Ich habe mit dem Schnellauswahlwerkzeug die Zähne ausgewählt und bei 10% Fluss mit Weiß demaskiert (10). Heben Sie dann die Auswahl auf. Die Augen sind jetzt zu leuchtend, da sich beide Kurven-Einstellungsebenen summieren. Klicken Sie bei gedrückter Strg-Taste auf die Miniatur (11) der eben ausgearbeiteten Ebenenmaske, wodurch sie als Auswahl geladen wird. Aktivieren Sie "Kurven 1" (12) und füllen Sie die Auswahl mit Schwarz, um die Wirkung der Ebene in den (schwarz) maskierten Bereichen aufzuheben.

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15. Feintuning, Farbaufnehmer löschen und Deckkraft reduzieren

Für den letzten Feinschliff habe ich die Gradationskurve der Haupt-Einstellungsebene (13) noch einmal etwas nachgebessert (17). Da mir die Augen noch etwas zu unnatürlich leuchtend vorkamen, habe ich die Deckkraft (15) der Einstellungsebene für die Augen (14) reduziert. Und am Ende soll der Handwerker auch immer aufräumen, weshalb ich noch einmal das Farbaufnehmer-Werkzeug aktiviert und mit einem Klick auf Löschen (16) die Farbaufnehmer weggeräumt habe.

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Fertig ist das Ergebnis:

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Das Tutorial ist ein Auszug aus dem Photoshop-Buch von Markus Wäger. Wir danken Galileo Press für die Genehmigung zur Veröffentlichung.

Bilder

Markus Wäger: Adobe Photoshop CS4 - Die Workshops für Einsteiger

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