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  • Fotogestaltung im Dave Hill-Stil mit Gimp und Freeware völlig gratis

    Fotogestaltung im Dave Hill-Stil mit Gimp und Freeware völlig gratis

    19.07.2009 in Fotobearbeitung von thomaskeil

    • Kategorie: Fotobearbeitung
    • Erstellt mit Programmversion: GIMP 2.6.6, QTPFSGUI
    • Dateigröße (PDF): 5.0 MB
    • Bisherige Zugriffe: 7176
    Plastisch-dreidimensionale Bildstile mit hyperrealistischem Detailreichtum sind mega-in, in der Werbung, im Internet und in Fotografenkreisen. Folgen wir den Spuren bekannter Trendsetter wie Dave Hill oder Jim Fiscus und gestalten unsere eigenen Fotos mit diesem typischen, Aufsehen erregenden "look".
    Die superaufwändigen Gestaltungen kann man bis zu einem gewissen Grad auch bei seinen eigenen Bildern nachmachen, das geht ohne aufwändiges Gerät und teure Software. Die hier vorgestellte Methode basiert auf GIMP und weiteren Programmen, die alle völlig gratis sind. Investieren muss man nur seine eigene Kreativität und sein eigenes Geschick.
     

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Kommentare

  • Portrait von madler

    madler

    22.03.2012 - 11:25

    Vielen Dank für das ausfürliche Tutorial. Alle Arbeitsschritte sind super beschrieben.

    Macht weiter so :-)

  • Portrait von haespe

    haespe

    27.10.2011 - 16:19

    Ich bin neu hier auf psd-tutorials aber das war gleich ein Volltreffer.
    Habe schon einiges über den Dave-Hill-Stil gelesen. Dies war eine der einfachste und nachvollziehbarsten Tutorials.

    Danke dafür

  • Portrait von janedde

    janedde

    18.10.2011 - 07:28

    Viiiiielen Dank!
    1. wegen der ausführlichkeit
    2. dass es mit Gimp funzt.

    Danke.. sehr gut!

  • Portrait von Seemeerdchen

    Seemeerdchen

    20.05.2011 - 20:40

    Vielen Dank für die Mühe, die du dir gemacht hast, um dieses ausführliche und sachliche Tutorial zu erstellen!
    Hat mich n Stück weiter gebracht :)

  • Portrait von Inna_Shadow

    Inna_Shadow

    12.03.2011 - 09:34

    Sehr gut ausführlich beschrieben:)

  • Portrait von Flowtastic

    Flowtastic

    24.11.2010 - 08:59

    Gut beschrieben, aber für meinen Geschmack viel zu stark bearbeitet

  • Portrait von huvulu

    huvulu

    03.10.2010 - 11:03

    Schön ausführliches Tutorial. Mir persönlich ist der Effekt um einiges zu stark ausgeprägt, aber durch die genaue Beschreibung kann ich die Effekte bei meinen eigenen Bildern ja etwas subtiler anwenden.

    Am allerschönsten finde ich im Übrigen, wie sachlich die Diskussion geführt wurde. Das sieht man ja auch nicht so häufig.

  • Portrait von JannisL

    JannisL

    21.08.2010 - 13:20

    Übertrieben stark bearbeitet,das tut ín den Augen weh

  • Portrait von buddler

    buddler

    30.06.2010 - 20:09

    ich schließe mich NioZeB an...das hat nichts mit dave hill zu tun...ähnelt höchstens dem tontrennung&kantenbetonung filter in ps

  • Portrait von NoiZeB

    NoiZeB

    19.06.2010 - 23:04

    Ich kann leider nur einen Punkt geben. Für mich hat das nicht einmal ansatzweise etwas mit einem den Bildern von Dave Hill zu tun. Die Sättigung ist viel zu überzogen und die Lichtstimmung stimmt auch nicht. Es mag zwar wie ein Pseudo-HDRI aussehen aber alles andere als ein "Dave Hill-Stil".

  • Portrait von saint82

    saint82

    26.05.2010 - 17:37

    Finde dieses Tut gut und ausführlich beschrieben

  • Portrait von gito

    gito

    10.05.2010 - 22:07

    bin begeister, wirklich gut!

  • Portrait von NSGFR

    NSGFR

    03.04.2010 - 15:05

    sieht super aus, ich muss das jetzt nur noch auf Photoshop übertragen

  • Portrait von hemwe

    hemwe

    28.03.2010 - 20:59

    Super TUT, bin froh, dass ich es gefunden habe. Es hilft mir sehr gut weiter. DANKE!!!

  • Portrait von Di_Es

    Di_Es

    31.01.2010 - 14:23

    Sehr ausführlich und interessant geschrieben.

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    21.12.2009 - 11:10

    Ich habs zwar noch nicht ausprobiert, aber der erste Eindruck ist sehr gut. Schön beschrieben und mit aussagekräftigen Screenshots versehen.

    Toll

    Weiter so!:-)

    tester255

  • Portrait von Daniel_Berlin

    Daniel_Berlin

    16.12.2009 - 20:30

    Das Tutorial ist sehr gut beschrieben. Nur leider wurden die Effekte etwas überdreht. Manchmal ist weniger mehr.

    • Portrait von thomaskeil

      thomaskeil

      16.12.2009 - 21:14

      Danke für den Hinweis. Es ist natürlich so, das man die Effekte subtiler und dosierter einsetzten kann (und oft auch sollte). Aber zur Demonstration meinte ich es sei besser, es sehr deutlich zu machen.

  • Portrait von Corax

    Corax

    16.11.2009 - 19:31

    Sehr fleißig, sehr ausfühlich und super freundlich von Dir - !!!
    Ein großes extra-plus für die Verwendung von Gimp.
    Ich habs in einem Zug durchgelesen und im Großen und Ganzen auf anhieb verstanden.
    Leider hat es RedRum wohl nicht auf anhieb verstanden - das ist schade (für ihn;).
    Frohes Schaffen und gutes Gelingen
    Ande

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    10.10.2009 - 21:14

    Find Toll! Vielen Dank!

Weitere Kommentare
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Anleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)


Manche Bildstile erreichen in kurzer schlagartige Aufmerksamkeit. Wohl einer der angesagtesten „Effekte“ in der Fotografie ist ein Bildstil, der meist mit den Namen der amerikanischen Fotografen Dave Hill (www.davehillphoto.com) oder Jim Fiscus (www.fiscusphoto.com) verbunden wird. Alleine zu den Suchbegriffen „dave hill effect“ und „dave hill look“ findet Google mal locker um die 20 Millionen Einträge.

Soll man den Bildstil beschreiben, so fällt besonders die plastisch-dreidimensionale Wirkung der Arbeiten dieser Künstler auf. Verbunden mit einer comicartigen Verfremdung des Bildes mit extremem Kontrastreichtum, die aber gleichzeitig anders als bei anderen Maltechniken eine sehr große Detailfülle erkennen lässt, ergibt sich der besondere „Look“ dieser Arbeiten, die mich immer etwas an hyperrealistische Plastikmodelle erinnern.

Von der Art der Bilder eignet sich diese Bearbeitung besonders für Personenaufnahmen; hier tritt der Effekt besonders deutlich hervor. Allerdings wird auch den Hintergründen immer besondere Aufmerksamkeit gewidmet, die Lichtstimmung und zusätzliche Details scheinen oft besonders herausgearbeitet.

Wie man in den making of´s auf Dave Hills website erfährt, spielt die Lichtführung eine überragende Bedeutung. Die Personen werden gleich mit einer Vielzahl von Lichtquellen separat ausgeleuchtet (man spricht auch von Strobismus) und auch Hintergrundobjekte erhalten mehrere Lichtquellen oder werden gleich separat fotografiert und später mit dem Hauptmotiv zusammengesetzt. Alles in allem ein gewaltiger technischer Aufwand, aber entsprechend auch faszinierende Bilder.

So etwas kann ich hier natürlich nicht machen, ich möchte mich vielmehr auf Hinweise zur Nachbearbeitung beschränken. Ohne die entscheidende Vorarbeit in der Lichtführung erhält man natürlich nicht die beeindruckenden Ergebnisse der Vorbilder, aber immerhin lässt sich mit dem Workflow ein ähnlicher Look für die eigenen Bilder erreichen.

Ich verwende GIMP (www.gimp.org) und andere Freeware-Programme und werde die entsprechenden Downloads mit angeben, damit jeder den Workflow nachvollziehen kann. Natürlich lässt sich das Ganze aber auch in Photoshop und mit anderen als den angegebenen Programmen nachmachen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und bekanntlich führen immer viele Wege nach Rom. Und das Schöne ist, die gesamte Software für diesen Workflow ist völlig kostenlos.

Als Beispielbild habe ich einen typischen Schnappschuss aus meiner Sony-Kompaktkamera genommen, aufgenommen auf einem Nachmittagsspaziergang. Bei der Bildauswahl sollte man darauf achten, gut ausgeleuchtetes Material zu verwenden, das auch möglichst mit nicht zu hoher Empfindlichkeit aufgenommen ist; die angewendete Bearbeitung ist extrem und man hat immer mit Rauschen, Halos und Artefakten zu kämpfen. Das ist zumindest mal so, wenn man als Amateurfotograf nicht den technischen Aufwand der Vorbilder betreiben kann, mit 8 Blitzköpfen und einer Mittelformatkamera mit hochauflösendem Digiback ergibt sich natürlich qualitativ um Welten anderes Ausgangsmaterial, das sich wiederum ganz anders weiterverarbeiten lässt. Für Aufnahmen aus Kompaktkameras eignen sich wirklich am besten bei Sonnenschein aufgenommene Bilder.

Übersicht:

Der Workflow ist doch recht komplex geraten, deswegen eine kurze Inhaltsübersicht über die einzelnen Arbeitsblöcke in ihrer systematischen Abfolge. Ich möchte nicht so sehr nur eine Reihe von Filtern und Einstellungen angeben, sondern die einzelnen Grundschritte aufzeigen, damit der Leser auch eine Übersicht erhält, wo und mit welchen Einstellungen er den Workflow variieren kann und soll (nicht jedes Bild kann schließlich stur mit dendenselben Einstellungen durchbearbeitet werden). Der Bildeffekt lebt von einem Wechselspiel aus Kontrastmanipulation, Schärfen und Weichzeichnen / Entrauschen. Deswegen auch viele Schritte und nicht alles auf einmal, der Effekt soll sich schrittweise verstärken, viele Filter liefern moderat, aber mehrfach eingesetzt einfach bessere Ergebnisse als einmal mit voller Kraft auf das Bild gelegt.

1. Vorbereitung des Ausgangsmaterials und Grundeinstellungen (Jpg oder Raw)
2. Erzeugen eines HDR und eines tonemapped layer
3. Anpassung der Lokalkontraste und Grundwerte in der Bildbearbeitung
4. Entrauschen
5. Anpassung der Globalkontraste
6. Anpassung der allgemeinen Lichtstimmung
7. Schärfen
8. Entrauschen 2
9. dodge & burn (spezifische Kontrastbearbeitung)
10. Herausarbeiten der Details
11. Farb- & Lichtanpassung / paint with light
12. Highlights / Detaileffekte

Bilder:

Bild 1:Vorher
Bilder

Bild 2: Nachher
Bilder

Vorbereiten des Ausgangsmaterials und Grundeinstellungen

Zum Erzeugen der Ausgangsbilder für das HDR-Bild gibt es verschiedene Möglichkeiten. Da meine Kamera in Jpg aufzeichnet, verwende ich keinen eigentlichen Raw-Konverter, sondern das kleine Zusatzprogramm jpg Illuminator. Hier ist eine von vielen kostenlosen Download-Möglichkeiten: http://download.softwareload.de/JPG-Illuminator/57547.

Das Programm führt alle bildwichtigen Korrekturen durch, es ist aber kein auf Ebenen basierendes Programm sondern bearbeitet das Bild als Ganzes nur einmal. Die dabei ausgeführten Einstellungen sind im Wesentlichen eine leichte Vorschärfung, eine grobe Korrektur des Weißabgleichs und eine leichte Anhebung der Schattenpartien im Beispielbild.

Und natürlich das A und O, die Erzeugung der Belichtungsreihe. Der jpg Illuminator hat hierfür eine besonders komfortable Funktion, die eine Belichtungskorrektur in definierten Blendenstufen zulässt. Ich erzeuge 5 Bilder mit Belichtungsabständen von 0,5 Blendenstufen für die spätere Pseudo-HDR Bearbeitung und speichere die Bilder einzeln zwischen. Natürlich lässt sich aus einem einzelnen Jpg durch Belichtungsmanipulation nicht mehr an Information herausholen als im ursprünglichen Bild steckt, theoretisch reicht also auch ein einzelnes Jpg aus für das spätere Tonemapping. Allerdings reagiert die von mir verwendete HDR-Software so, dass die Übergänge im späteren Bild etwas weicher werden, wenn man mehrere Belichtungen eingibt.

Bild 3:
Bilder

Bild 4:
Bilder

Wer im Raw-Modus fotografiert, braucht natürlich den jpg Illuminator nicht, in diesem Fall werden einfach die unterschiedlichen Belichtungen im gewohnten Raw-Konverter durchgeführt (Übrigens: Manche Raw-Konverter nehmen auch Jpg an, aber eben nicht alle).
Die Erzeugung der unterschiedlich belichteten Einzelbilder ließe sich auch genauso in GIMP durchführen, aber mit dem jpg Illuminator geht es schneller und einfacher plus: dieses Programm behandelt Jpg ähnlich wie Raw, es verwendet einen linearen Farbraum und verhält sich daher bei den Belichtungsveränderungen besonders farbschonend.


Erzeugen eines HDR und eines tonemapped layer

Für den nächsten Schritt verwende ich wieder ein anderes Programm, QTPFSGUI. Diese Software ist ebenfalls als Freeware erhältlich, der Download ist hier: http://qtpfsgui.sourceforge.net/QTPFSGUI ist ein HDR-Programm, das aus Belichtungsreihen HDR-Bilder erzeugt und diese auf ein LDR-Bild tonemapped, ähnlich wie das bekannte Photomatix, nur eben völlig kostenlos. Ein weiteres Plus in der gestalterischen Anwendung: QTPFSGUI hat die größte Anzahl unterschiedlicher tonemapping-Operatoren an Bord und ermöglich sehr viele unterschiedliche Bildstile, der „Nachteil“, man muss etwas mit den Einstellungen herumexperimentieren.

Wir laden nun unsere 5 Jpg in QTPFSGUI und erzeugen ein neues HDR. Wichtig: im ersten Fenster müssen die Belichtungswerte manuell eingegeben werden, da sie ja künstlich simuliert wurden. Für jedes Bild bitte den Wert der Blendenkorrektur eingeben und weiter. Eine Ausrichtung brauchen wir nicht, die Bilder sind ja aus einer einzigen Aufnahme entstanden. Also weiter und beenden. Es erscheint das HDR und wir rufen die tonemapping-Funktion aus. Wählen Sie aus den Operatoren und verändern Sie die Einstellungen. Ich habe im Beispiel den Operator Fattal gewählt und die Rauschunterdrückung leicht eingesetzt, ohne dass die Kontraste zu sehr abnehmen. Probieren Sie etwas herum und lassen sie die Bildgröße auf Vorschaugröße. Mit den ausgewählten Einstellungen wird dann die Bildgröße wieder auf Originalgröße gestellt und das tonemapping angewendet. Achtung: Die kleine Vorschau entspricht nicht genau dem späteren Endbild. Das ist kein Programmfehler, sondern bei sogenannten lokalen tonemapping-Operatoren wird für die Berechnung jedes Pixels auch der Wert der Nachbarpixel verwendet, und dieser ist bei einem verkleinerten Bild natürlich anders als im Originalbild. Im Regelfall ist das Endergebnis meist etwas blasser und kontrastärmer als das kleine Bild, also ist es gut, mit den Einstellungen etwas zu probieren und Erfahrungen zu sammeln.
Am Ende der Prozedur wird das tonemapped-Bild gespeichert für die weitere Bearbeitung.

Bild 5:
Bilder

Bild 6:
Bilder

Bild 7:
Bilder

Bild 8:
Bilder

Bild 9:
Bilder

Bild 10:
Bilder

Wozu dient diese ganze Pseudo-HDR Prozedur? Durch Tonemapping werden per Definition Globalkontraste gesenkt und Lokalkontraste erhöht, und gerade lokale Tonemapping-Operatoren wie Fattal machen das sehr stark. Genau diesen Effekt benötigen wir anschließend als ein wesentliches Element der gesamten Bildbearbeitung.

Übrigens: GIMP hat auch einen ziemlich leistungsstarken lokalen tonemapping-Operator eingebaut. Er versteckt sich im Menü Farben unter der Bezeichnung RETINEX. Diesen kann man ebenfalls einsetzen um einen tonemapped layer in GIMP direkt zu erzeugen und erspart sich die ganze Vorstufe. Allerdings verfälscht der RETINEX-Filter die Farben sehr stark, er lässt sich aber sehr gut im Helligkeitskanal einsetzen (Ebene kopieren, auf Kopie RETINEX-Filter anwenden und Ebenenmodus auf „Wert“ setzen, dann die Deckkraft einregeln; ausprobieren macht Spaß und lohnt sich). Photoshop-Anwender mit voller Ausrüstung können auch einen layer mit dem (ebenfalls sehr teuren) plugin LUCISArt erzeugen, aber mein Thema ist heute Gratisbildbearbeitung mit Freeware.
Für Porträtaufnahmen meine ich persönlich allerdings, mit den tonemapping-Operatoren von QTPFSGUI näher an den gewünschten look heranzukommen. Aber das ist natürlich alles schon künstlerische Gestaltungsfreiheit.

Anpassung der Lokalkontraste und Grundwerte in der Bildbearbeitung

Nach all diesen Vorarbeiten und Hintergrundinformationen kommen wir nun endlich dazu, GIMP zu öffnen und uns an den „Dave Hill“-Look zu machen. Das Ganze geht natürlich in Photoshop genauso, an machen Stellen wahrscheinlich sogar etwas eleganter und anwenderfreundlicher, die Bezeichnungen der Modi und Filter sind etwas anders. Für mich als GIMP-User ist das nicht ungewohnt, ich habe schließlich sehr viel aus den tollen Tutorials und Forumbeiträgen der Photoshop-User lernen können.

Öffnen wir nun zuerst das Originalbild in GIMP und darüber als neue Ebene im selben Bildfenster das tonemapped Bild.
Jetzt regeln Sie den Grundlook unter besonderer Berücksichtigung der Lokalkontraste so, wie es Ihnen gefällt. Hier gibt es schon wieder zahlreiche Möglichkeiten, unter denen man sich je nach Bild entscheiden muss.
Ich habe hier die tonemapped-Ebene im Modus „Normal“ belassen und weiterbearbeitet. Gefallen Ihnen die Farben noch nicht? Dann stellen sie den Modus der tonemapped-Ebene auf „Wert“ und mischen sie über Reduzierung der Deckkraft Farbanteile des Originals bei. Oder kopieren sie das Original, legen die Kopie über die tonemapped-Ebene und stellen den Modus auf „Farbe“ (die tonemapped-Ebene bleibt dann auf „Normal“), und wieder die Deckkraft regeln.
Das tonemapping neigt (je nach Methode) zu Farbveränderungen, Rauschen und Unschärfen an den Rändern. Bezüglich der Unschärfen können Sie die tonemapped-Ebene mit einer weißen Ebenenmaske versehen und mit einem grauen oder schwarzen Pinsel Teile des darunterliegenden scharfen Originals hervorholen. So lassen sich auch, falls gewünscht, Halos minimieren, die durch das Tonemapping erzeugt werden können.

Egal wie Sie vorgehen, vereinigen Sie am Ende die Ebenen bis auf eine Version des Originals ganz zuunterst, diese werden wir später noch benötigen!!

Am Ende des ersten Schrittes passen Sie mit Farben / Werte, Farben / Kurven und Farbton / Sättigung den Grundkontrast, die Helligkeit und die Bildfarben nach Wunsch an. Die von mir vorgenommen Einstellungen sieht man auf den Screenshots markiert.

Bild 11:
Bilder

Bild 12:
Bilder

Bild 13:
Bilder

Bild 14:
Bilder

Ich bin bei den ersten Schritten bewusst sehr ausführlich geblieben, weil sie wichtig für das Verständnis der Methode sind und ich nicht einfach eine Reihe von Filtern und Einstellungen angeben möchte, die vielleicht bei einem Bild gute Ergebnisse bringen, beim nächsten aber versagen. Doch keine Sorge, es wird jetzt schneller, wo wir wieder in gewohnten Gefilden von GIMP und seinen Ebenen sind und das Ausgangsbild gut vorbereitet ist. Die richtige Aufarbeitung der lokalen Kontraste war der schwierigste Schritt zur Erzielung des Effekts.

Entrauschen

Der nächste wichtige Schritt ist das Entrauschen. Tonemapping mit lokalen Operatoren erzeugt immer Rauschen, und zusätzlich brauchen wir für den Look wirklich glatte Haut und klar abgegrenzte Farbflächen, also brauchen wir eine kräftige Entrauschung.
Das geht mit dem selektiven Gauß´schen Weichzeichner (Werte: Radius ca. 2-10; Schwellwert 20-50), aber im Freeware-Bereich gibt es noch mächtigere Waffen, und ich empfehle, GIMP entsprechend aufzurüsten. Ich verwende die G´MIC toolbox und besonders die darin enthaltenen Rauschfilter, diese kann man hier downloaden: http://gmic.sourceforge.net/gimp.shtml und in GIMP integrieren. Wir entrauschen das Bild nun mit dem so genannten anisotropen Rauschfilter. Achtung: dieser Algorhytmus ist mathematisch sehr komplex, er basiert auf partiellen Differentialgleichungen und läuft entsprechend lange auf großen Bildern. Bei der Vielzahl der Parameter muss man wieder etwas ausprobieren; zum Glück zeigt bei der G´MIC toolbox die Vorschau ziemlich gut das spätere Ergebnis an. Die Einstellungen, die ich vorgenommen habe, sind im Screenshot markiert.
Den Filter „Entrauschen“ in GIMP kann ich nicht so sehr empfehlen, ich habe damit bisher keine guten Ergebnisse erzielen können.
Photoshop-Anwender sollten für diesen Arbeitsschritt ein Plugin wie Noise Ninja einsetzen, das ist etwa das Leistungsniveau, auf dem sich die G´MIC toolbox bewegt.

Tipp: Bei manchen Bildern, besonders bei Kopfporträts, macht es Sinn, eine Kopie des Bildes zu entrauschen und mit einer Ebenenmaske bestimmte Stellen wie Augen und Mund wieder aus der darunter liegenden scharfen Version freizulegen.

Bild 15:
Bilder

Anpassung der Globalkontraste

Im nächsten Schritt erhöhen wir den Globalkontrast im Bild drastisch. Zwei Kopien des zusammengefassten Bildes anlegen. Die oberste blenden wir zunächst aus, die untere Kopie wird auf Modus „weiche Kanten“ gestellt. Der Kontrast des Bildes erhöht sich extrem. Regeln Sie jetzt die Deckkraft nach unten. Nun machen wir die oberste Ebene sichtbar. Diese wird nun in ein kontrastreiches Schwarz-Weiss Bild umgewandelt. Das geht mit Farben-Entsättigen oder dem Kanalmixer. Meine bevorzugte Methode ist allerdings, die Farben mit auf die Standardfarben Weiß und Schwarz zu setzen und dann mit Farben-Abbilden auf Farbverlauf das Graustufenbild zu erzeugen. Diese Ebene nun ebenfalls wieder auf Modus „weiche Kanten“ setzen und die Deckkraft regeln. Im Beispiel habe ich für die farbige Ebene 40% und für die Graustufenebene ebenfalls 40% verwendet.Soll der Bildeindruck insgesamt etwas härter ausfallen, kann man auch den Modus „ Überlagern“ einsetzen.
Am Ende des Arbeitsschrittes können die Ebenen wieder alles zusammengefasst werden (nicht vergessen! Bei jedem Zusammenfassen die Originalebene separat stehen lassen).

Bild 16:
Bilder

Bild 17:
Bilder

Anpassung der allgemeinen Lichtstimmung

Nun wird die allgemeine Lichtstimmung etwas angepasst, um den Blick des Betrachters gezielter auf das Hauptmotiv zu lenken. Mit der Auswahlellipse eine Auswahl rund um das Hauptmotiv treffen und die Auswahl großzügig ausblenden. Das richtet sich natürlich nach der Bildgröße, hier waren es 200 Pixel.
Nun kann man mit Farben-Werte das Hauptmotiv leicht aufhellen, indem man den oberen Ausgangswert reduziert und ggf. den Gammawert korrigiert.
Anschließend die Auswahl invertieren und den Hintergrund und die Ränder abdunkeln, ebenfalls mit Farben-Werte, nur wird diesmal in der unteren Leiste (Zielwert) der rechte Regler nach links verschoben. So entsteht eine Vignette und eine Hervorhebung des Hauptmotivs, der Blick des Betrachters folgt von Dunkel zu Hell.

Bild 18:
Bilder

Schärfen

Der nächste Schritt besteht im Schärfen. Zunächst wird das Bild kopiert. Dann verwenden wir den klassischen Schärfungsfilter „Unscharf maskieren“ zwei Mal. Einmal mit geringem Radius, aber starkem Wert (ca. 0,5; 2,0 und Schwellwert 2) und dann mit großem Radius, aber geringem Wert (ca. 20; 0,5; 0). Wir erhalten eine deutlich überschärfte Ebene. Dann dupliziere ich die geschärfte Ebene zwei Mal und arbeite mit verschiedenen Ebenenmodi, um eine möglichst vielseitige Regelbarkeit des Effektes zu erhalten. Ich stelle die unterste Schärfungsebene auf Modus „Wert“, die mittlere auf „weiche Kanten“ und die oberste auf „Normal“ und reduziere die Deckkraft aller Schärfungsebenen so, dass mir das Ergebnis gefällt. Im Beispiel hat die erste Ebene 70%, die zweite 30% und die dritte 25% Deckkraft.

Anschließend wieder die Ebenen zusammenfassen. Wenn die Haut optimal geschärft ist, lässt sich der Effekt durch weitere Überschärfung gezielt auf die Kleidung meist noch steigern. Also die zusammengefasste Ebene kopieren, dann drastisch überschärfen (in der Vorschau nur auf die Kleidung achten!). Werte für USM ca. bei 20; 1,5 und 0. Anschließend wird die Ebene über eine schwarze Ebenenmaske komplett ausgeblendet und mit einem weißen oder grauen Pinsel gezielt die Kleidung wieder freigelegt, so dass der Überschärfungseffekt nur an diesen Stellen in der gewünschten Stärke zu Tage tritt.

Bild 19:
Bilder

Bild 20:
Bilder

Bild 21:
Bilder

Entrauschen 2

Nun wieder zusammenfügen (die Originalebene noch immer nicht!) und nach Bedarf nochmals entrauschen mit den oben beschriebenen Methoden. Das ist aber nicht immer erforderlich, im Beispiel hier habe ich das zweite Entrauschen auch mit reduzierter Stärke vorgenommen, Einstellungen siehe Screenshot.

Bild 22:
Bilder

Dodge & Burn

Nun kommen wir so langsam auf die Zielgerade unseres „Dave Hill“ Effektes. „dodge & burn“, der Ausdruck hat sich eingebürgert für ein weiteres Abdunkeln der Schattenpartien und ein Aufhellen der Lichter mittels Nachbelichten und Abwedeln. Dabei gibt es eine Unzahl von Variationsmöglichkeiten; von der Bearbeitungstechnik legt man einfach eine neutralgraue Ebene (Farbwert 8888) im Modus „Überlagern“ über das Bild und dunkelt mit einem schwarzen Pinsel die Schatten manuell nach und mit einem weißen Pinsel werden die Lichter aufgehellt, jeweils mit geringer Deckkraft ca. 5-15%. So kann man sehr gezielt den gewünschten Kontrasteindruck im Bild „herausmalen“.

Der Nachteil liegt auf der Hand, es kann sehr lange dauern. Insbesondere wenn man auch viele feine Details des Bildes nachbearbeitet, kann man Stunden und leicht auch Tage an einem einzigen Bild arbeiten.

Ich möchte daher eine Methode des „dodge & burn für Malfaule“ vorstellen, mit der man auch ganz gute Ergebnisse ziemlich schnell erreichen kann. Natürlich nicht ganz so perfekt wie mit komplett individuell gemalten Details, aber eben ohne großen Aufwand schon recht nah dran. Und natürlich kann man das auch noch mit der manuellen Methode kombinieren.

Die Methode geht wie folgt: Das Bild wird zweimal kopiert, die oberste Ebene zunächst ausgeblendet. Auf die erste Kopie wende ich nunmehr den Filter Farben-Schwellwert an und setze den Regler ziemlich stark nach links, so dass ein sehr helles Bild entsteht, in dem nur noch die zu betonenden Schatten schwarz sind. Wenn ich Stellen sehe, die ich nicht betonen möchte, übermale ich sie mit einem weißen Pinsel. Anschließend wende ich den Filter Farben-Farbe zu Transparenz an und wandle bei diesem Bild die weißen Stellen in Transparenz um.
Nun wird die oberste Ebene wieder sichtbar gemacht und mit Farben-Schwellwert und dem Regler ziemlich weit rechts ein dunkles Bild erzeugt, in dem nur noch die Lichter stehen bleiben. Wieder, diesmal mit schwarzem Pinsel, die Stellen nachmalen, die nicht betont werden sollen. Das habe ich im Beispiel mit dem Halo um das Hauptmotiv gemacht, damit es nicht verstärkt wird. Nun wieder in Farben-Farbe zu Transparenz gehen und auf das Farbfeld klicken. Die zu eliminierende Farbe mit dem Farbwähler oder der Pipette auf Schwarz stellen und das Schwarz in Transparenz umwandeln.

Das war schon der Hauptteil des ganzen Tricks. Nun noch die beiden Ebenen leicht weichzeichnen, hier habe ich 2 Pixel verwendet, und den Modus auf „Überlagern“ stellen. Die Deckkraft zurücknehmen, bei der weißen Lichterebene auf ca. 10%. Die schwarze Schattenebene verträgt bei diesem Bild eine stärkere Deckkraft, im Beispiel sind es ca. 60%. Aber das muss man bei jedem Bild individuell ausprobieren.

Fertig ist das ganze dodge & burn und viele Stunden Arbeit, insbesondere beim Herausarbeiten der feinen Details, sind eingespart. Und wie gesagt, wer die Lichtmalerei noch feiner betreiben möchte, legt noch eine graue Ebene darüber und malt von Hand weiter.

Bild 23:
Bilder

Bild 24:
Bilder

Bild 25:
Bilder

Details herausarbeiten

Im Zuge der bisherigen Bearbeitung ist einiges an feinen Details verlorengegangen. Diese werden wir nun wieder hervorholen. Dazu haben wir die ganze Zeit das Originalbild als separate Ebene aufgehoben. Nun wird diese Originalebene ausgewählt und auf diese der Hochpassfilter angewendet. GIMP hat standardmäßig keinen Hochpassfilter an Bord. Also rate ich dazu, die als Freeware erhältlich Script-Bibliothek fx-foundry in GIMP zu installieren. Hier ist der Link zum Download: http://gimpfx-foundry.sourceforge.net/ Neben vielen anderen nützlichen Filtern und Funktionen ist im Untermenü Photo-Sharpen auch ein Hochpassfilter enthalten. Diesen verwenden wir in einer moderaten Stärke, etwa 6. Bitte darauf achten, dass die Option „flatten image“ ausgeschaltet ist, wir brauchen die eigentliche Hochpassebene und nicht eine geschärfte Version des Originals.

Wer unbedingt den Hochpassfilter simulieren möchte, ohne ein Script zu laden - das geht so:
Die Ebene zweimal duplizieren, dann die oberste Ebene mit dem Gauß´schen Weichzeichner in der gewünschten Stärke weichzeichnen. Die Farben invertieren und die Deckkraft auf exakt 50% setzen, nun die Ebene nach unten vereinen. Jetzt im Menü Farben-Werte in der Leiste Quellwerte den linken und den rechten Regler gleichmäßig stark zur Mitte rücken (etwa auf 100 und 150) und fertig. Je näher die äußeren Regler an den mittleren gerückt werden, desto stärker der Kontrast des Hochpassbildes.
Aber einen Hochpassfilter braucht man in der Bildbearbeitung so oft, das ich finde, es lohnt sich einfach, hierfür ein Script in GIMP zu laden. Und die fx-foundry bietet noch viele andere tolle Effekte, ich kann sie jedem GIMP-user nur empfehlen.

Die Hochpassebene wird nun im Ebenenstapel ganz nach oben verschoben und auf Modus „Überlagern“ gestellt. Anschließend die Deckkraft so regeln, dass die verlorengegangenen Details wieder zum Vorschein kommen, ohne dass Artefakte sichtbar werden. Meist sind Werte zwischen 40% und 80% gut.

Bild 26:
Bilder

Bild 27:
Bilder

Farb & Lichtanpassung / paint with light

Nun werden wir bei der Farb- und Lichtstimmung letzte Hand anlegen. Diese wird zunächst etwas cooler, entsättigter bei trotzdem klaren Farben gestaltet. Deswegen kommt nicht die normale Sättigungsregelung zum Einsatz, sondern die oberste Hochpassebene wird noch einmal kopiert und der Modus auf „Farbe“ gesetzt. Es erscheint ein Graustufenbild. Regelt man nun die Deckkraft der Ebene zurück, erscheinen sukzessive die Farben wieder. Ich habe im Beispiel die Deckkraft der Ebene auf 30% eingestellt.

Kommen wir nun noch zum „Malen mit Licht“. Hier kann man sich auch wieder endlos austoben und seiner Kunstfertigkeit und Kreativität freien Lauf lassen. Ich habe es im Beispiel einfach gehalten und auch schnell. Zunächst wird ganz oben auf dem Ebenenstapel eine neue transparente Ebene eingefügt und diese mit einer gewünschten Farbe für die Farbstimmung im Hintergrund gefüllt, hier ein dunkles Blau. Diese Ebene wird im Modus „Normal“ oder „Multiplikation“ (für diskretere Effekte auch „Überlagern“ oder „weiche Kanten“) in Ihrer Deckkraft reduziert, bis die gewünschte Farbstärke erreicht ist, hier ca. 50%. Für den Lichtstrahl habe ich nun eine weiße Ebenenmaske hinzugefügt. Dann wird die Maske ausgewählt und die Malarbeiten beginnen. Ich habe ganz einfach mit dem Polygonallasso eine trapezförmige Auswahl auf der Maske erzeugt und diese mit Schwarz gefüllt. So wird die blaue Ebene aus den beleuchteten Bereichen ausgeblendet. Dann anschließend die Maske (nicht das Bild!!) stark weichzeichnen, hier waren es 300 Pixel, und fertig ist der Lichteffekt.

Das muss man natürlich nicht so einfach machen. Mit einem schwarzen Pinsel kann man jede beliebige gewünschte Lichtstimmung auf die Maske aufzeichnen und mit reduzierte Deckkraft des Pinsels oder Grautönen gezielte Übergänge schaffen. Das ist die eigentliche Kunst des „painting with light“, die Ebenentechnik nur das notwendige Handwerkszeug. Und natürlich kann man die Lichtstimmungen auch mit mehreren Farben gestalten oder man bringt in unterschiedliche Bildteile unterschiedliche Lichteffekte ein.

Bild 28:
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Bild 29:
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Highlights / Detaileffekte

So gut wie fertig, aber nach der ganzen Mühe sollen noch ein paar kleine, aber nicht unwichtige „Eyecatcher“ das Bild im „Dave Hill“-Look abrunden. Große Künstler, Fotografen nicht ausgenommen, erzielen oft mit scheinbar kleinen Details große Wirkung. Es hilft immer, Werke der Malerei und professioneller Fotografen genau zu studieren, daraus entstehen viele Inspirationen für die Entwicklung der eigenen Arbeit. Auch jeder ernsthafte Hobbymaler beschäftigt sich mit den Werken großer Meister, warum sollten wir Fotografen es anders halten.

Ich füge als Highlights einige sternförmige Lichter hinzu. Dazu muss zunächst eine neue transparente Ebene ganz zuoberst eingefügt werden. Dann brauchen wir noch einen passenden sternförmigen Pinsel. Zum Glück geht der Selbstbau von Pinseln in GIMP sehr einfach. Das Pinselwerkzeug auswählen und beim aktuellen Pinsel auf das kleine Dreieck unten rechts klicken. Es öffnet sich im rechten Dock das Feld Pinsel. Dort ganz unten auf neuen Pinsel klicken und der Pinseleditor öffnet sich. Nun die Karoform auswählen und Größe, Anzahl der Strahlen, Härte etc. verändern; die Vorschau zeigt an, wie der Pinsel aussieht. Am Schluss den eigenen Pinsel unter einem Namen speichern und den Editor schließen. Der eigene Pinsel steht nun bei der Pinselauswahl im Werkzeugfenster zur Verfügung.

Mit diesem Sternpinsel und weißer Farbe tupfen Sie nun in gewünschter Größe und Deckkraft einige Lichtsterne an die passenden Stellen, anschließend können Sie noch die Deckkraft der Ebene verändern.

Bild 30:
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Ganz am Schluss habe ich noch bei der Scheune und dem Boot im Hintergrund einige kräftige Farbakzente eingefügt, die den Hintergrund optisch besser mit dem Vordergrundmotiv verbinden sollen. Eine weitere transparente Ebene ganz oben einfügen und mit Farben nach Geschmack die gewünschten Teile übermalen. Anschließend noch die Deckkraft auch dieser Ebene so weit wie gewünscht reduzieren und das Bild im „Dave Hill“-Stil ist fertig.

Bild 31:
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Das Ganze liest sich nach sehr viel Arbeit, aber keine Sorge, ich bin ziemlich ausführlich geblieben, damit man den Stil nicht nur nachmachen kann, sondern die Effekte auch versteht und dann nach eigenen Wünschen abwandeln kann. Ein Bild komplett mit allen beschriebenen Techniken zu bearbeiten dauert nicht viel mehr als eine gute Stunde.

So, und nun wie immer viel Spaß beim Ausprobieren und ich freue mich über Feedback, Kritik, Erfahrungsberichte und Anregungen.


Beispiel 2:
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Beispiel 3:
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