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Kommentare

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    09.08.2013 - 10:15

    Super! Besonders der letzte Teil.

  • Portrait von fredo4161

    fredo4161

    15.07.2013 - 13:22

    Super Tutorial für Anfänger. Vielen Dank!

  • Portrait von Nibo

    Nibo

    28.06.2013 - 00:09

    Wie üblich top erklärt und gut Verständlich. Ein einfaches Tutorial für Anfänger zum ersten Verständnis! :)

  • Portrait von Gladiole

    Gladiole

    15.06.2013 - 09:12

    Wieder viele Tipps, danke

  • Portrait von gulag

    gulag

    30.01.2013 - 21:01

    es ist sehr zu empfehlen

  • Portrait von mialga

    mialga

    28.12.2012 - 22:03

    Gut erklärt. Auch für Anfänger gut verständlich.

  • Portrait von dorkadana

    dorkadana

    11.11.2012 - 20:55

    Gute Tipps und verständlich erklärt. Danke

  • Portrait von BuddahLeader

    BuddahLeader

    29.10.2012 - 14:11

    Super erklärt. Vielen Dank!

  • Portrait von Wutknut

    Wutknut

    19.07.2012 - 20:54

    sehr schick geschrieben.. einiges werd ich nur anders angehen ;) danke dafür

  • Portrait von Gismo77

    Gismo77

    20.06.2012 - 19:36

    Danke für die Tipps, echt gut

  • Portrait von TheSchmauli

    TheSchmauli

    12.06.2012 - 22:51

    Hier im Tutorial wird als längste belichtungszeit der Umkehrwert vom objektiv genannt. was ist mit der Formel (Brennweite*1.6)^-1?

  • Portrait von Quirin295

    Quirin295

    21.05.2012 - 22:36

    Für Anfänger ein Muss!

  • Portrait von Der_Kleine_Hobbit

    Der_Kleine_Hobbit

    17.12.2011 - 12:33

    Super erklärt! Vielen Dank!

  • Portrait von tpfote

    tpfote

    14.12.2011 - 13:01

    Für Anfänger wie mich, ist das fundamentales Wissen! Vielen Dank!

  • Portrait von hamsibone

    hamsibone

    05.08.2011 - 00:08

    Vielen Dank für das Tutorial

  • Portrait von mtepe

    mtepe

    24.07.2011 - 23:06

    Sehr angenehm zu lesen, freue mich auf die nächste Folge.

  • Portrait von Elchblender

    Elchblender

    02.07.2011 - 03:06

    Macht Spaß zu LESEN und freue mich schon darauf, doch mal den Blitz zu verwenden.
    Hasse ja BLITZLICHT, aber jetzt muss ich ja doch mal was ausprobieren.

  • Portrait von Flyleaf

    Flyleaf

    07.06.2011 - 21:45

    Danke! sehr hilfreiches Tutorial! :)

  • Portrait von Eli93

    Eli93

    04.06.2011 - 13:39

    Tolles Tutorial und vor allem sehr mitreisend und spaßig geschrieben

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    18.05.2011 - 20:04

    Klasse tipps, danke!

Weitere Kommentare
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Anleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)


So macht man scharfe Bilder

Tipps gegen das Verwackeln

Nicht verwackelt, sondern bewegungsunscharf. Es ist ein großer Unterschied, ob ein Bild einfach nur verwackelt ist oder der Fotograf Unschärfe als Stilmittel einsetzt.

Bilder


 
Wenn man sich die Werbebotschaften der großen Kamerahersteller so ansieht/anhört, könnte man zu dem Schluss kommen, man müsse mit den angepriesenen Digicams nur noch anvisieren und abdrücken, um sich sodann mit gigantisch scharfen, satten, tollen und was weiß ich wie hervorragenden Bildern bei der nächsten Fotoausstellung/Wettbewerb/Fotoagentur erfolgreich zu bewerben. Der Satz war zu lang, um ihn beim ersten Lesen zu kapieren?

Kein Problem, hier die Kurzfassung: Vertrauen Sie keiner Werbebotschaft! Einschalten und abdrücken führt mit Glück zu netten Schnappschüssen. Wird’s dämmrig oder dunkel oder fotografieren Sie mit langer Brennweite, bezahlen Sie kameratechnisch blindes Vertrauen mit Bildrauschen, schrecklichen Blitzgesichtern und verwackelten Motiven.

Damit das nicht passiert, gibt es die wichtigsten Tipps gegen Verwackeln im folgenden Tutorial.

 
Wer das nötige Kleingeld und eine Digitale Spiegelreflexkamera hat, kann sich ein Objektiv mit Bildstabilisator kaufen. Mehr zu dieser Anti-Verwackel-Technik weiter unten. (Foto: Canon)

Bilder


 

Unschärfe hat viele Ursachen

Wenn auf Fotos alles verschwommen ist, kann das mehrere Ursachen haben. Der Autofokus hat versagt, die manuelle Fokussierung war nicht exakt genug, der Fotograf hat sich nach dem Scharfstellen noch mal vor oder zurückbewegt, Motive, die eigentlich stillstehen sollten, haben sich bewegt (Bewegungsunschärfe), oder – und darum geht es hier – die Fotos sind einfach nur verwackelt.

Wenn man sich einfach Innenraumaufnahmen so ansieht, wird man feststellen, dass ein hoher Prozentsatz davon einfach nur verwackelt ist. Das liegt vor allem an der Unwissenheit des Fotografen, weil er die Warnungen der Kamera vor Verwacklung nicht erkennt oder falsch interpretiert. Denn die allermeisten Kompaktkameras blenden ein blinkendes Symbol auf dem Monitor ein, wenn die Gefahr besteht, dass ein Motiv verwackelt.

Und wenn dieses Symbol blinkt, hat es in den meisten Fällen überhaupt keinen Sinn, auf den Auslöser zu drücken. Außer die Kamera steht auf einem Stativ, dann kann man die Warnung getrost ignorieren.

 
Düstere Gruft und kein Stativ dabei – schlecht. Außer, man hat wie hier ein Objektiv mit Bildstabilisator an der Kamera.

Bilder


 

Eine simple Faustregel

Die Verschlusszeit sollte immer maximal dem Kehrwert der Brennweite entsprechen. Bahnhof? Hier die Erklärung: Fotografieren Sie mit der Brennweite 100 mm, sollte die Verschlusszeit höchstens 1/100 sek betragen. Wäre die Verschlusszeit länger, also z.B. 1/30 sek, würden die Bilder mit größter Wahrscheinlichkeit verwackeln.

Das Problem bei der Sache in Zeiten digitaler Kompaktkameras: Wer weiß schon, mit welcher Brennweite er/sie gerade fotografiert? Die Brennweite wird einfach per Schalter oder am Objektivrad verändert, bis der gewünschte Motivbereich schön groß im Bild ist.

Nächstes Problem: Die Brennweitenangaben auf Kompaktkameras sind meistens nicht ohne Weiteres mit den aus der Kleinbildfotografie bekannten Brennweiten vergleichbar. Ein Kleinbildsensor hat die Fläche von 36 x 24 mm, Kompaktkamerasensoren sind viel kleiner. Deshalb sind auch die tatsächlichen Brennweiten an Kompaktkameras viel kleiner.

Weil die Faustregel sich auf das Kleinbildformat bezieht, müsste man also umrechnen. Aber wer will und kann das schon, wenn es schnell gehen muss mit dem Schuss aus dem Schnappschützengraben. Also vereinfachen wir die ganze Sache für Besitzer von Kompaktkameras (bei SLRs ist das Ablesen der Brennweite auf dem Objektiv einfacher): Wenn Sie mit langer Brennweite fotografieren, achten Sie auf Verschlusszeiten kürzer als 1/125 sek, fotografieren Sie mit Weitwinkel, kann es auch mal 1/30 sek sein.

 
Längere Zeiten führen – wenn kein Bildstabilisator im Spiel ist – meistens zu verwackelten Bildern.

Bilder
Das Foto wurde mit einer Brennweite von 400 mm aufgenommen. Die Verschlusszeit lag bei 1/125 sek, hätte nach oben genannter Regel also nicht genügt, um aus der Hand zu fotografieren. Deshalb musste die Kamera auf ein Stativ.


Ganz banal: abstützen

Manchmal sieht man ja den Wald vor lauter Bäumen nicht und übersieht das Naheliegende (mir scheint, ich bin in Phrasendrescherlaune). Also: Wird es dämmrig oder fotografieren Sie unter schwierigen Lichtverhältnissen, stützen Sie sich doch einfach ab und lehnen sich an. Das bringt mindestens eine Belichtungsstufe. Noch besser wäre es, die Kamera irgendwo abzulegen und mit Fern- oder Selbstauslöser zu fotografieren.

 
Wenn ablegen nicht geht, weil dann das Motiv nicht im Bild ist, kann man die Kamera auch gegen eine Wand/Baum/Auto halten. Hier diente eine kleine Mauer als Ablage für die Kamera. An den Bewegungen der Menschen im Vordergrund sieht man, dass die Verschlusszeit relativ lang war (1/10 sek).

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Mit Stativ fotografieren

Nächste Möglichkeit, gegen verwackelte Fotos etwas zu tun: Fotografieren Sie mit einem Stativ! Im Prinzip kann man sagen, je schwerer die Kamera, desto stabiler (und schwerer) muss das Stativ sein. Für eine kleine Kompaktkamera reicht also ein einfaches Kunststoffstativ für 50,- Euro, sogar mit einem einfachen, kleinen Tischstativ kann man scharfe Fotos machen. Vorausgesetzt, man hat einen geeigneten Platz für das Tischstativ.

Fotografen, die mit einer digitalen Spiegelreflexkamera arbeiten, sollten schon etwas mehr Geld in ein stabiles Dreibeinstativ investieren. Aber keine Sorge, hier ist noch immer nicht von Geräten in der 1000,-Euro-Klasse die Rede. Kleiner Tipp für Sportfotofans: Ein Einbeinstativ genügt sogar professionellen Ansprüchen und man kann viel schneller den Standort wechseln als mit einem Dreibein.

Da man Sportfotos in der Regel mit sehr kurzen Verschlusszeiten macht, um die Bewegungen einzufrieren, dient das Einbein lediglich dazu, auch die letzte Verwacklungsgefahr auszuschließen. Außerdem muss man die Kamera nicht ständig im Anschlag halten, was mit der Zeit ziemlich anstrengend sein kann.

 
So was geht dann doch nur mit Stativ. Jeder Versuch, hier aus der Hand zu fotografieren, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die Verschlusszeit lag bei satten 20 Sekunden.

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Stabilisator nutzen

Hat Ihre Kamera einen Bildstabilisator? Sie wissen es nicht? Holen Sie mal Ihr Kamerahandbuch – ich warte so lange hier …



 
Also, Ihre Kamera hat einen Bildstabilisator. Ist der auch eingeschaltet? Wenn nicht, opfern Sie so manche Aufnahme dem Gott des Verwackelns. Im Ernst, so ein Bildstabilisator bringt rund drei Blendenstufen. Das heißt, Sie können z.B. noch mit 1/8 sek aus der Hand fotografieren und haben gute Chancen auf ein scharfes Bild. So ein Bildstabilisator wirkt den natürlichen Bewegungen der die Kamera haltenden Hand entgegen. Technisch ein echter Leckerbissen, denn es wird entweder der Sensor zum Ausgleich bewegt oder die Linsen im Objektiv.

Welche Technologie auch immer dahintersteckt, lassen Sie sich von der Technik helfen. Kleiner Nachteil des Bildstabilisators: Die Kamera verbraucht mehr Strom als ohne die Verwacklungshilfe. Aber besser 100 unverwackelte Bilder und ein leerer Akku als 300 verwackelte Aufnahmen und ein leerer Akku. Und eine enttäuschte Familie, weil die Schnappschüsse auf Cousin Egons Hochzeit total in die Hose gegangen sind. Ein Hinweis noch: Wenn Sie mit Stativ fotografieren, sollten Sie den Bildstabilisator ausschalten, weil die Kamera ja nicht wackelt. Manche Kameramodelle versuchen vermeintliches Wackeln auszugleichen und bewirken dabei das genaue Gegenteil.

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Da war die Grenze überschritten. Bei einer Verschlusszeit von 1/4 sek war auch der Bildstabilisator überfordert und die Aufnahme zeigt schon ziemlich deutlich, dass aus der Hand fotografiert wurde.


 
Viele kompakte Digitalkameras haben einen eingebauten Bildstabilisator, der verwackelte Bilder vermeiden hilft. Die hier gezeigte Digital-SLR E-520 von Olympus hat auch einen integrierten Verwacklungsschutz. Andere Hersteller wie Canon oder Nikon setzen auf stabilisierte Objektive, was dann natürlich teurer ist. (Foto: Olympus)

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Blende so weit wie möglich öffnen

Sie fotografieren aus der Hand und der Bildstabilisator ist an. Trotzdem werden die Fotos noch immer nichts. (Sie kontrollieren die Bilder natürlich sofort auf dem Display, nicht wahr?)? Dann hilft nur noch, die Kamera nicht in der Schnappschussautomatik zu betreiben, sondern ein manuelles Aufnahmeprogramm zu wählen. Stellen Sie das Programm Blendenvorwahl (A, Av) ein. Wie das geht, steht im Handbuch (welches Sie ja sowieso vorhin geholt haben und das jetzt neben der Tastatur auf dem Schreibtisch liegt).

Wählen Sie nun den kleinstmöglichen Blendenwert aus. Zur Erinnerung: Je kleiner der Blendenwert, desto größer die Blendenöffnung. Je größer die Blendenöffnung, desto mehr Licht fällt in gleicher Zeit durchs Objektiv auf den Sensor. Fazit: Die Kamera stellt passend zur weit geöffneten Blende eine entsprechend kurze Verschlusszeit ein, die im Idealfall wiederum dafür sorgt, dass die Bilder nicht verwackeln.

 
Maximale Blendenöffnung war hier f/4. Die Belichtung hat zwar auch dank Bildstabilisator ganz gut geklappt, weil das Objektiv aber bei Blende f/4 nicht die beste Qualität liefert, ist die Aufnahme leicht schwammig geworden.

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Empfindlichkeit erhöhen – Rauschen leider inklusive

Und reicht das immer noch nicht, kommt der nächste Trick. Erhöhen Sie die Empfindlichkeit (ISO). Je höher der Wert, desto weniger Licht benötigt die Kamera für korrekte Belichtungen. Die Verschlusszeit kann kurz bleiben. Der Standard bei den meisten Digitalkameras ist ISO 100. Dabei weisen die Bilder das wenigste Bildrauschen auf. Wenn’s dämmert, ist diese Empfindlichkeit jedoch viel zu niedrig, um noch aus der Hand zu fotografieren. Nachteil hoher ISO-Werte: Bildrauschen.

Während die meisten Kompaktkameras (Handykameras sowieso) ab ISO 400 nicht mehr zu übersehendes Rauschen produzieren, kann man mit einer ordentlichen Digital-SLR auch bis auf ISO 800 oder noch höher gehen, ohne dass das durch die hohe Empfindlichkeit unvermeidliche Rauschen zu sehr stört. Ab wann Bildrauschen für Sie inakzeptabel wird, müssen Sie ausprobieren. Je kleiner der Sensor (bei höherer Auflösung), desto schlimmer das Rauschen. Zwar hat jedes Kameramodell seinen eigenen Rauschunterdrückungsalgorithmus, wirklich unterdrücken lässt sich das Phänomen aber leider nicht. Langer Rede kurzer Sinn: Machen Sie bei Gelegenheit ein paar Aufnahmen mit verschiedenen ISO-Einstellungen und merken Sie sich, bis zu welcher ISO-Grenze Sie gehen können.

Bilder
Das Foto wurde ohne Blitz mit ISO 3200 aufgenommen und es zeigt noch immer fast kein Bildrauschen. Warum? Weil die 1Ds Mark II ihre Sache bei der Rauschunterdrückung wirklich gut beherrscht.


 

Blitzen mit längeren Verschlusszeiten

Warum nicht einfach blitzen? Gute Frage. Ich arbeite häufig dokumentarisch, möchte eine Szene also möglichst unverfälscht mit der Kamera erfassen – auch wenn sie im Halbdunkel und in schlecht beleuchteter Umgebung stattfindet. Ein Blitz kann da sehr stören. Sicher, ein oder mehrere Menschen im Vordergrund werden vielleicht vom Blitz gut erfasst. Der Hintergrund bleibt aber dunkel. Aus der Sicht des Fotoreporters kann das zu einem Dilemma führen, wenn die Umgebung wichtig für die Bildaussage ist. Geht‘s um ein paar witzige Schnappschüsse, blitzen Sie ruhig.

Wenn die Umgebung mit aufs Bild soll, Sie nicht mit zu hohem ISO-Wert fotografieren möchten und auch kein Stativ in Sicht ist, habe ich einen Tipp: Stellen Sie die Kamera auf Zeitautomatik/Blendenvorwahl (A, Av), wählen Sie eine mittlere Blende (z.B. f/5,6) und aktivieren Sie den Blitz.

Je nachdem, wie dunkel die Umgebung ist, werden die Verschlusszeiten relativ lang sein, vielleicht sogar bei einer halben Sekunde oder mehr liegen. Bitten Sie die fotografierten Personen, nach dem Blitz noch kurz ruhig stehen zu bleiben und drücken Sie ab. Der Witz an der Sache: Der Blitz friert die Leute quasi ein, während die lange Verschlusszeit dafür sorgt, dass der Hintergrund ebenfalls gut belichtet wird.

Selbst wenn sich die Personen im Vordergrund noch ein wenig bewegen oder Sie die Kamera verwackeln, hat der Blitz schon für eine zumindest teilweise scharfe Aufnahme gesorgt. Probieren Sie es aus, das klappt sogar, wenn Sie die Kamera nach dem Blitz noch wie wild hin und her bewegen.

 
Ein Beispiel, wie man mit extrem kurz aufleuchtendem Blitzlicht – hier waren es zwei Studioblitze – Bewegungen einfriert und Verwacklungen vermeidet.

Bilder


Nächste Woche geht’s weiter mit „Messen für Anfänger: Belichtung ist das A und O“
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