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HDR-Fotografie - Teil 10 - Tonemapped HDR-Bilder nachbearbeiten
21.07.2008 in HDR-Fotografie von Juergen_Held
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Anleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)
Bevor es mit der Nachbearbeitung der HDR-Bilder losgeht, hier noch ein Überblick über die bisherigen und vor allem die noch anstehenden Tutorials. Nach dem Nachbearbeitungs-Tutorial werden sich die folgenden Tutorials bestimmten Projekten widmen, bei denen ich den Arbeitsablauf vomAnfang bis zum Ende vorstellen werde.
Die bisherigen Tutorial-Inhalte werden dann anhand praktischer Beispiele angewendet. Neben der Vorstellung einer weiteren ausgezeichneten HDR-Software (FDR-Tools) wird sich ein Tutorial mit der DRI-Technik (Dynamic Range Increase) auseinandersetzen, bei der kein 32-Bit erstellt wird und auch keine spezielle HDR-Software benötigt wird.

Mit ein bisschen Nachbearbeitung im Bildbearbeitungsprogramm lässt sich dem Tonemapped HDRI der letzte Schliff verpassen.
HDR-Bilder weiterverarbeiten
Um den HDR-Bildern den letzten Schliff zu verpassen, bedarf es der Nachbearbeitung in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop oder Photoshop Elements. Beispielsweise lassen sich Retusche-Arbeiten mit den gängigen HDR-Konvertern allein nicht bewerkstelligen. In diesem Tutorial erfahren Sie, wie die Tonemapped-HDR-Bilder weiter verfeinert und optimiert werden können. Vielleicht sollen die HDR-Bilder auch der Online-Öffentlichkeit vorgestellt werden? Dazu müssen die Aufnahmen möglichst ohne Qualitätsverluste für das Internet komprimiert werden.Bildprobleme aufspüren und beheben
Die häufigsten Bildprobleme, die im Rahmen des HDR-Workflows entstehen können, lassen sich mit Korrektur- und Retuschewerkzeugen sowie dem Einsatz von Filterwerkzeugen beheben. Darüber hinaus sollten Sie sich mit den Werkzeugen zur Transformation und Kompression beschäftigen. Nehmen Sie Ihre HDR-Ergebnisse genau unter die Lupe und achten Sie besonders auf mögliche Farb- bzw. Lichtsäume (Halos), die typisch für die HDR-Entwicklung sind. Sofern die Original-HDR-Datei abgespeichert ist, kann in solchen Fällen eine weitere Tonemapping-Variante erstellt werden, die durch eine stärkere Glättung den Halo-Effekt merklich reduziert.

Nachfolgend der häufigste Nachbearbeitungsbedarf eines Tonemapped-HDRI:
• Durch die Verrechnung der Ausgangsbilder und dem anschließenden Tonemapping kann es zu leichten Farb- bzw. Tonwertabweichungen kommen, die mithilfe der HDR-Software nur schwer oder gar nicht zu korrigieren sind.• Haben sich beim Erstellen der Belichtungsreihen Personen oder Gegenstände bewegt, kann es zu Geisterbildern kommen. Diese können in den meisten Fällen mithilfe der HDR-Software unterdrückt werden, jedoch kann dies zu Qualitätseinbußen im Resultat führen. Um sicherzugehen, sollte das HDR-Bild einmal mit und einmal ohne die Unterdrückung von Geisterbildern generiert werden.
• Vorhandenes Rauschen wird durch die HDR-Generierung verstärkt. Dies macht sich vor allem in den dunklen Bereichen bemerkbar.
• Durch den Einsatz eines Schärfefilters kann das Endergebnis noch einmal plastischer wirken und den HDR-Effekt unterstreichen.
• Soll das Bild online gestellt werden oder gedruckt werden? Je nach Ausgabe bedarf es der richtigen Konvertierung.

TIPP: Globale Änderungen wie die Tonwertkorrektur und das Anpassen der Gradationskurven werden gewöhnlich auf das gesamte Bild angewendet, um die Qualität durchgängig zu verbessern. Das Gleiche gilt für Farbkorrekturen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, solche Bearbeitungsschritte immer am Anfang durchzuführen. Filter, Schärferegulierung und Weichzeichnung sollten dagegen am Ende der Nachbearbeitungen stehen. Ausnahmen kann es beim Gestalten von Montagen geben. Hier ist es durchaus sinnvoll, die zu bearbeitenden Montageteile erst am Ende anzugleichen, um ein stimmiges Endergebnis zu erhalten.
Schritt 1: Weiß- und Schwarzpunkt setzen im Gradationskurven-Dialog
Im ersten Schritt wird mithilfe des Photoshop-Dialogs Gradationskurven der Weiß- und Schwarzpunkt neu gesetzt. Dazu wird zunächst die Hintergrundebene dupliziert und anschließend, auf dieser neuen Ebene Hintergrund Kopie, eine neue Einstellungsebene Gradationskurven angelegt. Daraufhin öffnet sich ein Dialogfenster.

Schritt 2: Geisterbilder bzw. Bildfehler mithilfe des Kopierstempel-Werkzeugs entfernen
Dieses Werkzeug gilt als Klassiker in der Retusche. Mit dem Kopierstempel-Werkzeug werden Bildbereiche mit einem anderen Bildbereich desselben Bildes übermalt oder mit einem anderen Teil eines beliebigen geöffneten Dokuments. Für die Bearbeitung werden die betroffenen Bildbereiche so groß wie möglich eingezoomt. Die passende Pinselgröße wird mit einer weichen Kante ausgestattet. Der Bereich, der übertragen werden soll, wird wie bei den anderen Retusche-Werkzeugen über die Alt-Taste aufgenommen. Anfangs kann es etwas länger dauern, bis sich das gewünschte Ergebnis einstellt. Mit etwas Übung wird das jedoch immer besser gehen.
Schritt 3: Bildrauschen reduzieren
Ziel ist es, das Rauschen zu reduzieren, ohne allzu viel an Bildschärfe zu verlieren. Den Rauschfilter von Photoshop rufen Sie im Menüeintrag Filter>Rauschfilter>Rauschen reduzieren auf. Daraufhin öffnet sich der Dialog zur Rauschentfernung, der Regler enthält, die das Rauschen reduzieren und gleichzeitig die Details erhalten sollen. Es läuft letztendlich auf einen Kompromiss hinaus, der mithilfe einer Feinjustierung sehr gute Ergebnisse liefern kann.
Schritt 4: Scharfzeichnen
Photoshop bietet eine ganze Reihe an Möglichkeiten des Schärfens an. Die Palette geht von der globalen Holzhammermethode bis hin zum filigranen Kanalschärfen. Nach wie vor eine der besten Methoden (bei vergleichsweise geringem Aufwand) ist das Unscharf Maskieren. Dabei sollten Sie sich nicht vom Namen der Methode verunsichern lassen.Damit wird lediglich das Prinzip der Maskierung von lokalen Kontrastunterschieden benannt. Im Ergebnis erhalten Sie individuell scharfgestellte Bilder. Der Dialog lässt sich über Filter>Scharfzeichnungsfilter>Unscharf maskieren aufrufen.

Schritt 5: Das Bild für die Ausgabe anpassen
Sofern das Bild auf Maß geschnitten ist und Sie keine weitere Bearbeitung mehr beabsichtigen, kann das Bild nun in eine 8-Bit-Datei umgewandelt werden. Soll das Bild für den Druck ausgegeben werden, ist möglicherweise die Umwandlung in den CMYK-Modus nötig.Sowohl Photoshop als auch zahlreiche andere Programme und Tools bieten eine automatisierte Komprimierung der Bilder für das Internet an. Sie können sogar ganze Web-Galerien automatisch erstellen lassen. Die Ergebnisse sind größtenteils ganz in Ordnung. Bei Bildern, die beispielsweise in einer Fotocommunity präsentiert werden sollen, empfiehlt es sich jedoch, die volle Kontrolle über die Komprimierung zu haben. Schließlich soll das mit viel Aufwand erstellte HDR-Bild in optimaler Qualität der Öffentlichkeit präsentiert werden. In Photoshop finden Sie den Dialog zur Web-Komprimierung unter Datei>Für Web und Geräte speichern.
• Der Dialog Für Web und Geräte speichern
Der Web-Dialog verfügt über eine große Vorschau. In der linken unteren Ecke können Sie die Größe der Vorschau einstellen 1. Das Bild sollte auf mindestens 100 % eingezoomt sein, damit man die Qualitätsverluste genau im Auge hat. Im Klappmenü auf der rechten Seite können die Voreinstellungen für die Qualität ausgewählt werden.

TIPP: Fotografien dieser Art sollten grundsätzlich als JPEG-Dateien gespeichert werden. Das GIF-Format reduziert das Bild auf 256 Farben und ist eher für Grafiken geeignet, die eine flächige Farbverteilung mit möglichst wenig Farbverläufen aufweisen. Außerdem sind die Dateigrößen im Vergleich zu JPEG riesig und die Qualitätsverluste erheblich.
Sind die Einstellungen getroffen und der Kompromiss akzeptiert, bleibt noch das Speichern im gewünschten Ordner. Achten Sie beim Speichern der Datei darauf, keine Umlaute, Sonderzeichen und Schrägstriche zu verwenden. Manche Webbrowser und Content-Management-Systeme sind nach wie vor nicht in der Lage, solche Zeichen richtig zu interpretieren. Wer auf Nummer sicher gehen will, verzichtet auch auf Bindestriche und Leerzeichen.

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Thomas_
19.05.2012 - 15:07
Danke für dieses Tut
AK_S
03.01.2012 - 02:38
war schon immer auf der suche nach einer tollen erklärung
dankee
aphi
14.11.2011 - 13:33
Gutes Tutorial, mit einfachen Worten alles erklärt.
dzimmermann
19.10.2011 - 10:54
Sehr guter Teil dieser Serie!!
canoneos
29.09.2011 - 00:59
Sehr gut!
Leicht verständlich erklärt und somit gut nachzuvollziehen.
fox_
06.09.2011 - 10:30
Einmal mehr gute Tipps und inspirierendes Bildmaterial!
jickmagger
04.09.2011 - 14:37
Danke vielmals!
Sehr gut gemachtes Tutorial!
Wossinho
21.08.2011 - 18:06
Danke, gutes Tutorial. wird gleich mal getestet!
azin
24.06.2011 - 15:30
Gut gemachtes Tutorial, Danke dafür.
Shaolon666
20.06.2011 - 18:03
Naja, außer der Aussage "Das Bild sollte im Anschluss noch bearbeitet werden" kann ich hier nicht viel rauslesen. Exemplarisch werden ein paar Retuschen angesprochen, die werden jedoch mit jedem Bild gemacht, ob HDR oder nicht. Das einzige wirklich HDR-spezifische, was ich hier rauslesen konnte, war der Hinweis auf Halos, die bei der Erstellung entstehen können.
Wirkliche Tipps für das Verbessern von HDR Bildern konnte ich hier nicht finden. Auch erschließt sich mir nicht ganz, warum man das ganze HDR-Tutorial auf so viele Teile gesplittet hat. Ein paar etwas größeres Teile hätte ich wesentlich besser gefunden.
PEPU
27.03.2011 - 10:28
Das ist eine gute Idee,werde es in jedem Falle versuchen.
grafik_avd
21.02.2011 - 09:43
Danke schöners Tutorial.
kyvanda
28.12.2010 - 11:10
Danke für die hilfreichen Erklärungen. LG ILona
Ann85
18.11.2010 - 17:08
Sehr schön erklärt! Danke!
EroB
15.10.2010 - 09:06
sehr gutes tut! hilft ein weiter...
Aluap
10.10.2010 - 12:45
wie alles hier einfach gut erklärt
swet123
19.05.2010 - 13:00
gut erklärt
Danke, hat mal wieder viel gebracht
marslux
21.03.2010 - 20:12
Endlich ein für HDR-Anfänger geeignetes, ausführliches Tutorial. Bravo und vielen Dank für diese vorbildliche Arbeit !
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
04.03.2010 - 07:51
Tolle Anleitung für Einsteiger, wenn man alle Teile nimmt!
RBN
11.02.2010 - 16:38
Danke für die viele Arbeit! Hab mir gleich alle 15 Teile geholt .... das gibt Stoff zum lesen und auch wenn man schon mit gearbeitet hat gibts bestimmt noch was zu lernen!