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HDR-Fotografie - Teil 12 - Alternative DRI (Kontrastumfang ohne die HDR-Technik erhöhen)
07.08.2008 in HDR-Fotografie von Juergen_Held
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Streng genommen gehört dieses Tutorial gar nicht in die HDR-Tutorialreihe, da es mit dem eigentlichen HDR-Workflow relativ wenig zu tun hat. Es wird keine 32-Bit-Datei erstellt und ein Tonemapping wie mit den speziellen HDR-Programmen ist auch nicht notwendig. Beiden Verfahren ist jedoch gemein, dass aus mehreren unterschiedlich belichteten Aufnahmen ein Bild mit erweitertem Dynamikumfang entstehen soll. Somit gehört dieses Verfahren, als echte Alternative zur 32-Bit-HDR-Verarbeitung, eben doch in dieser Tutorialreihe beschrieben.

Mit der DRI-Techik lässt sich der Kontrastumfang einer Motivszene erhöhen, ohne dass das Ergebnis gleich nach Tonemapped HDRI aussieht.
DRI steht für Dynamic Range Increase und wird häufig auch als Exposure Blending bezeichnet. Bei dieser Methode werden unterschiedlich belichtete Aufnahmen im Bildbearbeitungsprogramm mithilfe von Ebenen verarbeitet. Dabei beginnt man mit der am längsten belichteten Aufnahme. Anschließend fährt man mit dem nächstdunkleren Bild fort, bis sämtliche Aufnahmen als Ebenen übereinanderliegen.
Die DRI-Methode eignet sich sehr gut für Belichtungsreihen, die bei Nacht aufgenommen wurden. Oftmals genügen schon drei Aufnahmen, die miteinander verschmolzen werden, um den Dynamikumfang des Bildes merklich zu erhöhen. Wer den typischen HDR-Effekt nicht mag, der ein Bild sofort als Tonemapped HDRI erkennen lässt, ist mit dieser Methode sehr gut bedient. Mit ein wenig Übung und Fingerspitzengefühl beim Erstellen der DRI-Bilder lassen sich mit dieser Technik beeindruckende Bilder erstellen, die den zeitlichen Mehraufwand allemal lohnen.

In diesem Beispiel genügten schon drei Aufnahmen, die miteinander verschmolzen wurden, um den Dynamikumfang zu erhöhen.
Die Aufnahmen als Ebenen übereinanderlegen
Zuerst werden die Quellaufnahmen in Photoshop geöffnet. Die Ebenen werden dann, beginnend mit der am kürzesten belichteten, übereinandergelegt. Damit die Ebenen genau deckungsgleich übereinanderliegen, ziehen Sie das zweite Bild bei gedrückter Umschalt-Taste auf die dunkelste Aufnahme.

Die Ebenen exakt ausrichten
Unter dem Menüpunkt Bearbeiten>Ebenen automatisch ausrichten... lassen sich die Ebenen pixelgenau ausrichten.
Lichter auswählen
Die drei Belichtungen werden nun als Ebenen in der Ebenenpalette angezeigt. Blenden Sie die zwei oberen Ebenen aus, indem Sie auf das Augensymbol klicken. Markieren Sie die Hintergrundebene und öffnen Sie unter Auswahl>Farbbereich den Auswahl-Dialog. In dem Klappmenü wählen Sie den Eintrag Lichter aus und bestätigen die Eingabe mit dem OK-Button.


Die Auswahl erweitern
Öffnen Sie nun in der Menüleiste unter Auswahl>Auswahl verändern den Menüpunkt Erweitern. Dort geben Sie als Wert für die Erweiterung 10 Pixel an. Bestätigen Sie die Eingabe mit dem OK-Button. Die Lichter-Auswahl wird dadurch vergrößert.

Weiche Kante
Im nächsten Schritt wird der Lichtradius mit einer weichen Kante versehen. In dem Beispiel öffnen Sie erneut das Auswahl-Menu und wählen den Eintrag Auswahl verändern>Weiche Kante (Strg/Befehl+Alt/Wahl+D). An dieser Stelle geben Sie einen Radius von 30 Pixel an und bestätigen Sie mit OK.

Hinweis: Je nach Auflösung und Größe der Ausgangsaufnahmen können die Werte für die Erweiterung und die weiche Kante variieren, bis man den gewünschten Effekt erreicht. Hier gilt es, etwas zu experimentieren.
Ebenenmaske erstellen
Vor dem Erstellen der Ebenenmaske wird die Auswahl unter Auswahl>Auswahl umkehren (Umschalt+Strg/Befehl+I) umgekehrt.

Die zweite Auswahl erweitern und eine weiche Kante hinzufügen
Weiter geht es mit der nächsten Ebene. Markieren Sie die Ebene, indem Sie das Ebenensymbol anklicken (nicht das Maskensymbol). Öffnen Sie, wie bei der ersten Ebene auch, über Auswahl>Farbbereich das Auswahl-Dialogfenster und wählen Sie den Eintrag Lichter.
Erweitern Sie anschließend die Auswahl, genau wie vorher beschrieben, um 10 Pixel. Auch die weiche Auswahlkante kommt wieder zum Einsatz. Diesmal jedoch nur mit einem Wert von 20 Pixel. Bestätigen Sie das Dialogfeld mit dem OK-Button.


Die Maske anwenden
Wechseln Sie nun auf die oberste Ebene mit der am längsten belichteten Aufnahme. Wie zuvor, erstellen Sie auch hier die Ebenenmaske aus der Auswahl, indem Sie das Maskensymbol anklicken. Die Auswirkungen können sofort festgestellt werden und somit auch das vorläufige Ergebnis der DRI-Bearbeitung.

Auf eine Ebene reduzieren
Um dem Bild nun den letzten Schliff zu verpassen, werden zunächst die Ebenen und Masken auf die Hintergrundebene reduziert. Dazu gehen Sie über die Menüleiste zu dem Punkt Ebene>Auf Hintergrundebene reduzieren.
Der letzte Schliff
Über Filter>Scharfzeichnungsfilter>Unscharf maskieren wird das bewährte Standard-Werkzeug zur Bildschärfung aufgerufen.


Fazit
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, den Dynamikumfang einer Belichtungsreihe ohne den Weg über die 32-Bit-HDR-Generierung zu erhöhen. Abgesehen von den automatisierten Methoden, wie sie beispielsweise Photomatix oder das Traumflieger-Tool anbieten, steckt bei allen DRI-Arbeiten eine Menge Handarbeit dahinter.Einerseits haben Sie bei der Verarbeitung der Belichtungsreihe die volle Kontrolle und lernen das Bildbearbeitungsprogramm kennen. Andererseits steht der Zeitaufwand nicht immer im Verhältnis zum Ergebnis.
Da es keine festen Bearbeitungs- und Einstellungsschritte für jedes Motiv und jede Belichtungsreihe gibt, ist meist ein wenig Experimentieren notwendig, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Mit der DRI-Methode wurde eine Technik vorgestellt, die mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand den Dynamikumfang einer Belichtungsreihe erhöhen kann, ohne den typischen HDR-Effekt bzw. diesen künstlich wirkenden Tonemapping-Look ins Bild zu bringen.
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Thomas_
19.05.2012 - 15:10
Danke für dieses Tut
dzimmermann
20.10.2011 - 13:51
Hervorragendes Tutorial, werde ich heute Abend selbst ausprobieren. Vielen Dank.
julotte
12.10.2011 - 14:39
Vielen Dank für das Tutorial!
jonnymcpot
09.09.2011 - 10:45
Dank für das gut erklärte Tutorial :)
jonnymcpot
09.09.2011 - 10:45
Danke für das gute Tutorial :)
fox_
06.09.2011 - 10:29
Auch eine interessante Methode um den Kontrastumfang zu steigern. Super Tutorial!
maxiw
25.07.2011 - 17:20
ein tolles Tutorial! Das ist eine gute Methode seinen Bilder mehr Ausdruck zu verleihen!
Einfach und verständlich erklärt.
Bytewalker
24.06.2011 - 10:21
Interressantes Tutorial
Gibt gute Anregungen zum ausprobieren und, wie erwähnt, das Blbearbeitungsprogamm besser kennen zu lernen.
Shaolon666
19.06.2011 - 17:36
Sehr gute Anregung, werde ich demnächst mal umsetzen.
isaf
23.03.2011 - 20:45
In elements müsste das auch funktionieren - Schwellenwert.
Ich probiers einfach mal!
Inspiron
29.12.2010 - 12:32
Am besten ausprobieren. Danke
kyvanda
28.12.2010 - 11:12
Da hilft nur ausprobieren. LG Ilona
madmr
12.09.2010 - 14:56
Vielen Dank für das Tutorial. Da heißt es gleich selber ausprobieren :-)
retepada10
19.08.2010 - 19:00
Sehr ausführlich kommentiert
marslux
21.03.2010 - 21:03
Ein sehr ausführliches Tutorial. Bravo und vielen Dank für diese vorbildliche Arbeit !
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
04.03.2010 - 07:53
Super Tutorial! Da macht das Arbeiten nach Spaß!
Fimbulvetr
25.02.2010 - 22:18
Vielen Dank, das war wirklich ein super tutorial.
freu mich schon das selber auch mal ausprobieren zu können.
ist echt ne feine alternative zum richtigen hdr
alexpreyer
18.02.2010 - 13:49
Auch mir reicht oft das aufpeppen durch Kontrasterweiterung. Da kommt mir dieses Tutorial genau richtig. Super beschrieben.
BlueHair
08.02.2010 - 20:24
Tolle Bilder als Beispiele für den Workshop!
BlueHair
08.02.2010 - 20:22
vor allem die screenshots sind hilfreich