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Kommentare

  • Alternative Portrait von dianab

    dianab

    30.06.2011 - 10:52

    Super Thema, sehr gut erklärt. Danke

  • Alternative Portrait von Schnuppi8480

    Schnuppi8480

    21.06.2011 - 09:24

    super tutorial ... sehr schön gemacht ...

  • Alternative Portrait von Pharao43986

    Pharao43986

    24.05.2011 - 13:47

    Hallo
    Super Thema, sehr gut aufgebaut und erklärt.

  • Alternative Portrait von Syltsternchen

    Syltsternchen

    15.04.2011 - 18:25

    Sehr gute Erklärung, ich werde es mal ausprobieren. Vielen Dank.

  • Alternative Portrait von eck_art

    eck_art

    09.03.2011 - 19:38

    Super gemacht, Bilder und die Erklärung sehr gut, wo bekommt mann diese Lasertechnik?

  • Alternative Portrait von Fabman

    Fabman

    29.01.2011 - 14:47

    Vielen Dank für die ausführliche Erklärung und guten Tipps!

  • Alternative Portrait von wir697296

    wir697296

    10.12.2010 - 08:09

    vielen dank

  • Alternative Portrait von katrinb

    katrinb

    22.11.2010 - 21:10

    Sehr guter Beitrag. Habe dieses schon bei Schmetterlingen versucht, mäßiger Erfolg. Werde aber weiter probieren. Danke für die Tips

  • Alternative Portrait von zitterhand64

    zitterhand64

    30.10.2010 - 17:49

    Vielen Dank, für die gute Erklärung. Ich werde nun versuchen das gezeigte in die Tat umzusetzen. Mit ein wenig Gück......

  • Portrait von mignon55

    mignon55

    27.08.2010 - 01:02

    vielen dank...werde das gelesene nun mal probieren. nochmals danke für deine mühe.aber die fotos zeigen das es sich lohnt

    gr herbert

  • Alternative Portrait von GJW

    GJW

    24.08.2010 - 11:39

    Sehr gut erklärt.
    Bin zwar nur Bildjournalist, aber nun weiss ich endlich, wie die tollen Libellenbilder zu stande kommen.

  • Alternative Portrait von HeinzD

    HeinzD

    21.08.2010 - 20:11

    Gut ,klar, umfangreich und einfach erklärt.

  • Alternative Portrait von derdeppausmweb

    derdeppausmweb

    20.08.2010 - 21:04

    hab das neulich, nach der lektüre des tutorials, im schmetterlingshaus, krefelder zoo versucht, man braucht ein wenig übung, was mir durch das tropische klima natürlich extrem erschwert wurde. aber die erklärung ist schon viel wert.

  • Portrait von JannisL

    JannisL

    20.08.2010 - 13:27

    Gut erklärt,ist aber trotzdem schwer^^

  • Alternative Portrait von Rawija

    Rawija

    18.08.2010 - 09:04

    Einfach super, Bilder und die Erklärung sehr gut.

  • Portrait von movieproducer

    movieproducer

    17.08.2010 - 21:31

    ich bin zwar kein fotograf, aber ich muss sagen das das tut sher gut erklärt ist. spitze!

  • Alternative Portrait von jamein

    jamein

    17.08.2010 - 21:22

    nützliche tips
    und sehr gelungene fotos

  • Alternative Portrait von Thom007

    Thom007

    17.08.2010 - 10:41

    Bilder und die Erklärung dazu sind einfach super!!!!!!

  • Portrait von allannda

    allannda

    16.08.2010 - 22:09

    Vielen Dank für die gute Beschreibung. Bin ich froh, dass ich nicht die Einzige mit viel Ausschuss bin. Liebe Grüße

  • Alternative Portrait von prinzipella

    prinzipella

    16.08.2010 - 17:11

    supergut erklärt!
    danke

Weitere Kommentare
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Bilder
Erwischt: Irgendwann muss auch das Männchen der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) einmal ausruhen.
Nikon D200 mit AF-D Micro-Nikkor 200 mm f 4 | 1/500 sek bei Blende 5,6 | manuelle Scharfeinstellung


Libellen und Schmetterlinge - Insekten im Flug fotografieren

Libellen, Schmetterlinge und viele flugfähige Insekten gehören wohl zu den am meisten fotografierten Motiven in der Nah- & Makrofotografie, wenn man sich auf die Natur fokussiert. Meist bleibt ihre Fotografie jedoch auf ruhende oder Nektar sammelnde Momente beschränkt. Einige Libellen verbringen einen großen Teil ihres Lebens in den Lüften. Dies ist besonders bei den Männchen der Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) der Fall. Bei dieser Art ist es schon ein großes Glück, wenn sich das Tier einmal in „Fotoreichweite“ niederlässt und dann auch noch lange genug sitzenbleibt, bis man ein Foto machen kann. Oft bleibt eine Flugaufnahme die einzige Chance.

Das Fotografieren von Insekten im Flug ist für viele Fotografen ein lange gehegter Traum, doch gehört dies zu den schwierigsten Aufgaben, da hier mehrere zum Teil gegenläufige Aspekte aufeinandertreffen. So ist natürlich das Ziel jeder Aufnahme eine gute Bildgestaltung, die den Betrachter anspricht. Dazu kommt jedoch die Problematik, dass sich viele Insekten im Flug sehr schnell bewegen, weshalb kurze Belichtungszeiten notwendig sind. Darüber hinaus ist der Einstellweg der Objektive im Nahbereich zu lang, als dass der Autofokus dem Tier folgen könnte.

Um dieses Problem zu umgehen, gibt es drei Methoden, die nicht gegensätzlicher sein könnten. Alle Methoden führen in irgendeiner Form zum Ziel und bevorzugen meist einen der drei genannten Aspekte. Unabhängig davon, welche der drei folgenden Methoden Sie ausprobieren möchten, sind längere Brennweiten ab 105 mm notwendig, da sonst das Tier zu klein abgebildet wird, sowie kurze Belichtungszeiten. Sinnvolle Belichtungszeiten liegen bei 1/500 s und kürzer, da darunter die Bewegung des Tiers nicht eingefroren wird. Selbst bei 1/1000 s wird meist nur der Körper eingefroren, und die Flügel bleiben verwischt.

Bilder
Zu langsam: Bei dieser Aufnahme einer Schwebfliege war die Belichtungszeit viel zu langsam, um eine scharfe Aufnahme zu erhalten.
Nikon D200 mit AF-D Micro-Nikkor 200 mm f 4 | 1/160 sek bei Blende 5,6 | manuelle Scharfeinstellung


 

Methode 1: Die Fokusserie

Wer diese Methode einsetzen möchte, benötigt eine Kamera mit einer hohen Bildwiederholungsfrequenz von mindestens fünf Bildern pro Sekunde – besser sind jedoch acht oder mehr. Ein großer Pufferspeicher ist ebenfalls von Vorteil, damit viele Bilder in Folge aufgenommen werden können. Der Autofokus wird nicht benötigt, denn das Fokussieren übernehmen Sie! Für die Aufnahme fokussieren Sie zunächst etwas hinter oder vor das Tier beziehungsweise die Stelle, wo Sie die Aufnahme machen möchten. Dies muss nicht genau erfolgen. Nun drücken Sie den Auslöser durch und fokussieren manuell, während die Kamera in Folge Bilder macht, einfach in Richtung des Tieres. Dabei fahren Sie einfach mit der Schärfe über das Tier weg.

Bilder
Diese Animation zeigt eine Fokusserie, bei der mehrfach die Schärfenebene „über“ die Libelle geführt wurde.


 
Das heißt, dass Sie durch die „wahllose“ Veränderung der Schärfeebene während der Serienbildfunktion einen Bereich in Richtung der Aufnahmeachse „abscannen“. Mit etwas Glück wird dann die eine oder andere Aufnahme dabei sein, bei der das Tier scharf abgebildet ist. Dieses Verfahren berücksichtigt also die Bildgestaltung nicht. Dafür können so jedoch manchmal sehr interessante Posen des Tiers fotografiert werden.

Bilder
Plattbauch im Flug: Dieses Foto eines weiblichen Plattbauchs (Libellula depressa) wurde mit der vorgestellten Methode der Fokusserie angefertigt.
Nikon D200 mit AF-D Micro-Nikkor 200 mm f 4 | 1/1000 sek bei Blende 4,5 | Fokusserie


Methode 2: Die Lichtschranke

Eine weitere Methode ist die Verwendung von zwei überkreuzten Lichtschranken, die an einem mobilen Träger in einem Abstand von beispielsweise 50 cm vor der Kamera befestigt werden. Zur Aufnahme fokussieren Sie manuell auf die Ebene der Lichtschranken und beleuchten mit Blitzgeräten. Dies ermöglicht sehr kurze Blitzbelichtungszeiten, was zum Einfrieren der Bewegungen des Tieres führt. Zur Aufnahme stülpen Sie einfach die Konstruktion über das fliegende Insekt. Sobald das Tier durch die Lichtschranke fliegt, wird die Kamera ausgelöst. Zwar ist das Prinzip relativ einfach, doch ist die Konstruktion nicht ganz trivial, da die Auslöseverzögerung der meisten Kameras zu lange ist. Daher wird in vielen Fällen vor dem Objektiv ein Hilfsverschluss (z.B: ein Zentralverschluss aus der Großformatfotografie, der durch einen Magnet elektrisch geöffnet wird) verwendet, der die Belichtung steuert. Die Kamera wird dabei auf „Bulb“ gestellt. Da es solche Lösungen nicht zu kaufen gibt, ist eine gewisse Konstruktionserfahrung nötig.

Der Nachteil dieses Verfahren ist ähnlich wie bei der Fokusreihe: Sie haben nur einen geringen Einfluss auf die Bildgestaltung. Dazu kommt neben dem technischen Aufwand noch ein weiteres Problem: Je nach Lichtverhältnissen passen die Belichtung des Hintergrunds, die durch das Umgebungslicht erzeugt wird, und die Belichtung des Vordergrunds, die praktisch ausschließlich durch die Blitzgeräte erzeugt wird, nicht zusammen. Daher müssen Sie mitunter den Weißabgleich zwischen Vorder- und Hintergrund getrennt – also mit Masken in Photoshop – optimieren.

Bilder
Lichtschranke im Eigenbau. Prinzipieller Aufbau einer mobilen Fotofalle für die Insektenfotografie.


Bilder
Im Flug bei Tageslicht: Diese Weiße Baumnymphe (Idea leucone) wurde mit der beschriebenen Technik im Flug fotografiert (Weißabgleich des Vorder- und Hintergrunds wurde mit Masken in Photoshop optimiert).
Nikon D200 mit Makroobjektiv 105 mm | 1/200 sek bei Blende 8


Methode 3: Das Vorfokussieren

Die beiden vorgestellten Verfahren sind zwar relativ sicher, um wirklich in einer annehmbaren Zeit zu Flugaufnahmen zu kommen, allerdings bieten sie kaum die Möglichkeit der Bildgestaltung. Daher setzte ich diese Verfahren nur selten ein. Eine sehr gute Möglichkeit, mit vertretbarem Zeitaufwand zu schönen Flugaufnahmen zu kommen, ist die Verwendung einer Kombination aus manuellem Vorfokussieren und Autofokus.

 
Dabei ist es sehr hilfreich, wenn Sie jederzeit in die Arbeit des Autofokus eingreifen können, wie dies beispielsweise bei Objektiven mit Ultraschallmotoren möglich ist.

Bilder
Ich fliege! Dieses Weibchen des Plattbauchs (Libellula depressa) wurde an einem sehr sonnigen Tag über einem Teich aufgenommen. Trotz der sehr schnellen Belichtungszeit wurde nur der Körper scharf abgebildet. Die Flügel sind nach wie vor verschwommen und zeigen so die Dynamik des Flugs.
Nikon D200 mit Makroobjektiv 200 mm | 1/500 sek bei Blende 5,6 | Autofokus


Um eine Flugaufnahme mit dem Verfahren des Vorfokussierens anzufertigen, wählen Sie zunächst einen passenden Kamerastandort aus. Am besten sind dazu Stellen geeignet, an denen die Libelle bei ihrem Kontrollflug immer wieder vorbeikommt. Nun wird entweder vom Stativ oder aus der Hand fotografiert. Dies ist Geschmackssache und hängt vom Objektiv ab. Bei Brennweiten von mehr als 200 mm sollten Sie in jedem Fall vom Stativ aus arbeiten.

 
Nun wird manuell auf eine Stelle vorfokussiert, an der die Libelle immer wieder vorbeikommt beziehungsweise, wo Sie sie erwarten. Nun schalten Sie die Kamera wieder auf Autofokus und warten, bis sich das Tier im Bildfeld befindet. Je nachdem, wie gut Sie geschätzt haben, ist das Tier nun schon relativ scharf und der Autofokus muss nur noch wenige Millimeter oder Zentimeter scharf stellen. Einmal auf das Tier „gelockt“, verlieren gute Autofokus-Systeme die Schärfe nicht zu schnell, und Sie können das Bild entsprechend gestalten.

Bilder
Flugporträt: Bei dieser Aufnahme einer Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) habe ich zunächst auf die geschätzte Kontaktdistanz vorfokussiert und anschließend gewartet, bis das Tier wieder im Sucher erschien. Dann habe ich den Auslöser angetippt, und der Autofokus stellte scharf. Danach habe ich noch den richtigen Moment abgewartet und dann das Bild gemacht.
Nikon D200 mit Makroobjektiv 105 mm | 1/500 sek bei Blende 8 | Abbildungsmaßstab 1:8


Bilder
In den Lüften: Bei dieser Flugaufnahme einer männlichen Blaugrünen Mosaikjungfer (Aeshna cyanea) wurde die Kamera auf ein Stativ montiert und der Flug des Tiers nachgeführt. Sobald das Tier relativ scharf war, habe ich den Auslöser angetippt und scharfgestellt. Sobald der Ausschnitt stimmte, habe ich dann ausgelöst.
Nikon D200 mit Makroobjektiv 200 mm | 1/1000 sek bei Blende 5,6 | Abbildungsmaßstab 1:6



BilderDie ideale Ergänzung zu dieser Tutorialserie ist das Fachbuch von Björn Langlotz:

Digitale Fotopraxis Makrofotografie erschienen im Galileo Verlag.

Sowie seine Fotoworkshops und Fotoreisen für Anfänger und Fortgeschrittene an ausgewählten Locations.

Bilder
Zum Autor:
Björn Langlotz, promovierter Naturwissenschaftler, ist Autor des Buchs 'Digitale Fotopraxis Makrofotografie' aus dem Galileo Verlag und ein bekannter Naturfotograf mit dem Schwerpunkt Makrofotografie. Regelmäßig erscheinen seine Texte und Bilder in internationalen Büchern und Zeitschriften. Darüber hinaus ist er Mitbegründer der Plattform Fototrainer4you, wo er Fotokurse für Makrofotografie in kleiner Gruppengröße sowie Einzeltrainings anbietet und Fotoreisen führt.
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