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Kommentare

  • Alternative Portrait von WhiskyBaby

    WhiskyBaby

    06.05.2012 - 20:48

    Sehr verständlich erklärt, vielen dank für die Anleitung

  • Alternative Portrait von hamsibone

    hamsibone

    06.08.2011 - 22:25

    Danke für das Tutorial

  • Alternative Portrait von elli1410

    elli1410

    25.06.2011 - 22:49

    klar und verständlich erklärt und sehr gut nachvollziehbar. danke!!!!!!!!!!!!

  • Alternative Portrait von Schnuppi8480

    Schnuppi8480

    21.06.2011 - 09:26

    danke für die infos ... bisher hatte ich immer große probleme beim zoo-aquarium ...

  • Alternative Portrait von Docviper

    Docviper

    10.06.2011 - 09:21

    das habe ich gebraucht, auch vielen danke

  • Alternative Portrait von kasumar

    kasumar

    07.06.2011 - 10:48

    Super Tipps, vielen dank.

  • Alternative Portrait von SweetRose

    SweetRose

    06.06.2011 - 09:58

    Vielen Dank für den Beitrag! Wird mir bei meinem nächsten Zoo Besuch definitiv helfen!

  • Portrait von Domino

    Domino

    16.05.2011 - 15:32

    Sehr gute Tipps, die ich sicher benützen kann. Danke.

  • Alternative Portrait von friedrich_b

    friedrich_b

    13.04.2011 - 09:11

    gute Tipps...diffusor muss ich noch austesten...ich nutze einen polfilter...der allein hilft oft schon sehr viel...v.a. beim "Entspiegeln"

  • Alternative Portrait von bladersmen

    bladersmen

    06.04.2011 - 20:47

    Danke. Sehr hilfreiches Tutorial.

  • Alternative Portrait von falke_71

    falke_71

    10.02.2011 - 21:37

    Ich konnte teilweise die Tipps heute umsetzen . Sie haben mir sehr gut geholfen . Danke für das Tutorial

  • Alternative Portrait von Christopha

    Christopha

    28.01.2011 - 13:37

    Gut beschriebener Artikel.
    Nur dass mit den extrem hohen ISO werten ist leider mit meiner Kamera nicht möglich.

  • Portrait von lichtwerker

    lichtwerker

    27.01.2011 - 08:55

    gut beschrieben, Werde ich demnächst mal ausprobieren bzw. berücksichtigen.

  • Alternative Portrait von fotohexe69

    fotohexe69

    27.01.2011 - 08:43

    Super Tipps!! Weiter so!!!!

  • Alternative Portrait von Kendo38

    Kendo38

    26.01.2011 - 23:21

    Gute Tipps! Danke. Mehr davon bitte. :-)

  • Alternative Portrait von lemonlord

    lemonlord

    26.01.2011 - 10:26

    Gute Tipps, werde sie beim nächsten Zoobesuch ausprobieren. Danke

  • Alternative Portrait von Patme

    Patme

    14.01.2011 - 15:41

    Sehr interessant. Danke. Werde ich beim nächsten Zoobesuch ausprobieren.

  • Alternative Portrait von fitschu

    fitschu

    14.01.2011 - 11:01

    Sehr interessante Tipps. Werde einige davon mit Sicherheit mal ausprobieren. Herzlichen Dank

  • Alternative Portrait von Burkhard67

    Burkhard67

    18.12.2010 - 21:04

    Danke für den guten Tip

  • Alternative Portrait von wir697296

    wir697296

    10.12.2010 - 09:15

    klasse - sehr schön -

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Bilder
Leuchtend: Dieser Fisch schimmert durch die Beleuchtung mit zwei Blitzgeräten besonders stark. Scharfgestellt wurde auf das Auge des Tieres.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/60 s | Blende 5.6

 

Im Zoo-Aquarium - Besondere Techniken für herausragende Fotos

Während sich bei der Fotografie am eigenen Aquarium die Beleuchtung der Motive und die Positionierung der Kamera leicht beeinflussen lässt, ist dies in Zoo-Aquarien nicht mehr möglich. Daher bleibt häufig nur, aus den vorgefundenen Gegebenheiten das Beste zu machen. Mit etwas Wissen ist das jedoch erstaunlich viel.

Aufgrund der nicht zu entfernenden Glasscheiben müssen bei der Aquariumsfotografie besondere Maßnahmen ergriffen werden, um den Einfluss der Glasscheibe zu minimieren. Darüber hinaus wirken sich die Übergänge von Luft, Glasscheibe und Wasser störend im Bild aus. Dies führt praktisch immer zu einer sichtbaren Verringerung der Bildqualität.

 

 

Reflexionen der Glasscheibe vermeiden

Bei der Fotografie in Aquarien ist die Reflexion auf der Glasscheibe ein Problem. Sie verringert im günstigsten Fall nur den Kontrast, wenn sich eine homogene Fläche darin spiegelt. Schlimmer ist es, wenn sich kontrastreiche Gegenstände in der Scheibe spiegeln. Dies kann in der Nachbearbeitung normalerweise nicht korrigiert werden. Daher ist es wichtig, Spiegelungen zu vermeiden. Wenn möglich, sollte daher der Raum, in dem das Aquarium steht, abgedunkelt sein, was in den meisten Zoo-Aquarien der Fall ist. Dies vermindert Reflexionen sehr stark. Darüber hinaus empfiehlt es sich, dunkle Kleidung anzuziehen, da diese sich nicht in der Scheibe spiegelt. Der beste Rat ist jedoch, mit dem Objektiv möglichst nah an die Glasscheibe heranzugehen. Dies vermindert die Fläche, auf der eine Spiegelung unterdrückt werden muss. Ein Nebeneffekt ist, dass das Objektiv meist selbst Schatten auf das Glas wirft und so Reflexionen vermindert. Oft ist dann keine weitere Maßnahme nötig.

Eine gute Idee ist es auch, eine Gummisonnenblende in das Filtergewinde einzuschrauben, die dann quasi auf das Glas aufgelegt wird. Eine Abwandlung ist die Verwendung einer haushaltsüblichen Saugglocke (hie und da „Pömpel“ genannt), in die Sie ein Loch in der Größe des Objektivs schneiden. Diese wird dann auf das Glas der Aquariumsscheibe aufgesetzt und erlaubt noch eine gewisse Beweglichkeit der Kamera. Ihr einziger Nachteil ist, dass sich solche Glocken manchmal an der Scheibe des Aquariums richtig festsaugen.

 

 

Schlieren und Kratzer vermeiden

Bei der Fotografie durch Glasscheiben hindurch besteht immer die Gefahr, dass Kratzer und Schlieren im Bild sichtbar sind. Wenn Sie also in ihrem eigenen Aquarium fotografieren wollen, dann sollten Sie es zuvor putzen. Was aber tun Sie, wenn das Zoo-Aquarium Kratzer und Schlieren auf den Scheiben hat? Die einfachste Antwort hierauf ist, sich eine andere Stelle in der Glasscheibe zu suchen. Leider ist dies jedoch nicht immer möglich. Daher sollten Sie die Schärfentiefe relativ gering wählen. Dies verhindert, dass die Kratzer in der Glasscheibe sichtbar werden. Darüber hinaus sind Kratzer umso weniger sichtbar, je näher die Kamera an der Glasscheibe ist. Aber auch dies ist manchmal nicht möglich, wenn sich beispielsweise ein Wels an der Scheibe festgesaugt hat. Dann heißt es retuschieren.

Bilder
Wels am Glas: Dieser Wels hatte sich an der Glasscheibe des Aquariums festgesaugt. Um diese Aufnahme zu erhalten, musste ich daher in Kauf nehmen, dass die Scheibe voll mit Kratzern war, die in der Nachbearbeitung jedoch einfach zu entfernen sind.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/125 s | Blende 8

 

 

Den Fotoapparat ausrichten

Ein wichtiger Aspekt bei der Fotografie durch Glasscheiben ist die Ausrichtung der Kamera. Wenn Sie zu schräg durch eine Glasscheibe fotografieren, kommt es aufgrund der Lichtbrechung zu unscharfen Bildern. Dieser Effekt tritt bei Terrarien tatsächlich erst bei einem sehr spitzen Winkel zwischen Glasscheibe und Aufnahmeachse auf. Bei Aquariumsaufnahmen kann dies jedoch schon bei relativ großen Winkeln passieren. Daher sollten Sie immer so senkrecht wie möglich bezüglich der Glasscheibe fotografieren. Dies erhöht nicht nur die Schärfe, sondern vermindert auch die gefürchteten Farbsäume.

Bilder
Falscher Winkel: Bei dieser Aufnahme einer Muräne wurde die Kamera schräg gegen die Glasscheibe positioniert. Dies führte zu einem vollkommen unscharfen Bild.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/125 s | Blende 8

 

 

Farbsäume vermeiden und entfernen

Durch die doppelte Lichtbrechung an den beiden Grenzflächen Frontscheibe–Luft und Frontscheibe–Wasser werden optische Fehler wie die chromatische Aberration dramatisch verstärkt. Es ist praktisch unmöglich, ein Foto in einem Aquarium aufzunehmen, das keine chromatische Aberration enthält. Je schräger die Kamera gegenüber der Frontscheibe des Aquariums ausgerichtet wird, desto mehr Farbsäume treten auf. Dies ist auch ein Grund für die starke Unschärfe, wie sie im Bild der Muräne zu sehen ist. Eine solche Aufnahme zu retten ist nahezu aussichtslos. Je nach Stärke und Art der Farbsäume können sie jedoch vermindert werden. Dabei sollten Sie jedoch immer im Hinterkopf behalten, ob die Farbsäume bei der gewünschten Betrachtungsart überhaupt sichtbar sein werden.

Bilder
Da komm ich! Bei der Aufnahme dieses Fischs wurde die Kamera mit einer Gummisonnenblende direkt an das Glas gehalten. Aufgrund der parallelen Ausrichtung waren die Farbsäume so gering, dass sie nicht korrigiert werden mussten.
Nikon D700 mitAF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/60 s | Blende 5.6

Muss man jedoch korrigieren, kann ein erster Korrekturversuch schon im RAW-Konverter erfolgen.

 

 

Adobe Camera Raw bietet dazu im Bereich Objektivkorrekturen die Option, die chromatische Aberration zu korrigieren. Dazu werden die beiden Regler so verschoben, dass die Farbringe an kontrastreichen Kanten wie den Augen abgemildert werden. Ganz können sie in der Regel nicht entfernt werden. Zusätzlich können Sie noch die Wirkung der Dropdown-Box Rand entfernen überprüfen. Meist ist die Option Alle Kanten hilfreich.

Bilder
Farbsäume entfernt: Bei dieser Aufnahme aus einem Zoo-Aquarium wurden die Farbsäume auf die beschriebene Weise in Adobe Camera Raw entfernt (Schieberegler Rot/Cyan: +82, Blau/Gelb: 0 und Rand entfernen>Alle Kanten). Der kleine Ausschnitt des Auges zeigt das Original ohne Entfernung der Farbsäume.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/125 s | Blende 8
 

Je nach Lage und Intensität können die Farbsäume nicht in Adobe Camera Raw entfernt werden. Dann ist eine selektive Korrektur in Photoshop notwendig. Dazu wählen Sie das Auge des Fischs bzw. den Bereich aus, der korrigiert werden soll. Wählen Sie nun im Dialog Farbton/Farbsättigung die Farben der Farbsäume in der Dropdown-Box aus und passen Sie dann die Sättigung und die Helligkeit so an, dass das Ergebnis natürlich aussieht. Eine globale Veränderung der Sättigung kann dies nicht leisten. Das beschriebene Verfahren ist sehr aufwendig und kann nur Farbsäume in den ausgewählten Bereichen entfernen, wohingegen die Entfernung in Adobe Camera Raw auf das gesamte Bild wirkt. Je nach Motiv kann jedoch auch eine Kombination aus beiden Methoden notwendig werden.

 

 

Die Beleuchtung

Ein Problem sind häufig die dunklen Lichtverhältnisse in Zoo-Aquarien, die Sie nicht beeinflussen können. Im Gegensatz dazu können Sie beim Heimaquarium zusätzliche Lichtquellen in Form von Blitzgeräten oder Lampen von links, rechts und oben verwenden. Mit einer solchen Anordnung kann praktisch jede Situation ausgeleuchtet werden. Doch zurück zu den Zoo-Aquarien. Was tun Sie, wenn es ohne zusätzliche Beleuchtung nicht mehr geht?

Bilder
Nah ran: Dieser Falsche Clown-Anemonenfisch (Amphiprion ocellaris) fand meine Kameraausrüstung offenbar sehr interessant, weil er immer wieder in dieser Pose vor der Kamera verweilte.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/125 s | Blende 8

 

 

Auf jeden Fall sollten Sie nicht den internen Blitz – falls vorhanden – verwenden. Auch sollten Sie das externe Blitzgerät nicht auf die Kamera setzen. Dies erzeugt eine sehr flache Ausleuchtung, und häufig sind dann Schatten an der Rückwand des Aquariums zu sehen. Besser ist es, den Blitz links oder rechts oberhalb der Kamera zu positionieren. In dieser Position beleuchtet der Blitz das Aquarium meist so, dass kein störendes Streiflicht auf der Scheibe entsteht. Ein Nachteil dieser Anordnung ist, dass so Schlagschatten nach unten entstehen. Daher sollten Sie dieses Blitzgerät mit einem Diffusor oder Bouncer ausrüsten. Die beste Lösung ist jedoch die Verwendung von zwei Blitzgeräten. Dabei ergänzen Sie das erste Blitzgerät seitlich oberhalb der Kamera, das die Sonne simuliert, um ein zweites Blitzgerät auf der anderen Seite auf Höhe des Objektivs. Dieses Blitzgerät hat die Aufgabe, die Schatten des Hauptlichts zu vermindern (siehe auch weitere Tutorials dieser Serie zum Thema Lichtführung).

Bilder
Zwischen den Anemonen: Dieser Australische Anemonenfisch (Amphiprion rubrocinctus) hatte sich zwischen den Anemonen versteckt. Das beste Indiz – für den Kenner –, dass es sich hier um eine Aquariumsaufnahme handelt, ist die Zusammenstellung selbst, da der Fisch in einer Anemone schwimmt, die nur im Westatlantik vorkommt.
Nikon D700 mit AF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/125 s | Blende 8

 

 

Neben einer guten Blitzbeleuchtung ist auch die Verwendung einer sinnvollen ISO-Einstellung wichtig. Ich habe bisher besonders gute Erfahrung mit ISO-Werten im Bereich von 1600 gemacht. Diese hohen ISO-Werte erlauben es, dass durch die Belichtungszeit auch noch Licht vom Hintergrund im Bild wirksam wird und damit der Fisch nicht vor schwarzem Hintergrund schwimmt. Bei einer niedrigeren ISO-Einstellung reicht jedoch die eingespielte Belichtungszeit (bspw. 1/60 s) nicht aus, um den Hintergrund noch ausreichend zu beleuchten.

Bilder
Schau mir in die Augen: In diesem gut ausgeleuchteten Aquarium wurde bei ISO 1600 trotz einer relativ schnellen Belichtungszeit von 1/100 s noch ein sehr gut erkennbarer Hintergrund erhalten. Ein Nachteil dieser Methode ist der schwierige Weißabgleich, da nun eine Mischlichtsituation entstanden ist.
Nikon D700 mitAF-S VR Micro-Nikkor 105 mm f2.8 | Belichtungszeit 1/100 s | Blende 8

 

Keinen Abstand halten

Beim Einsatz von künstlicher Beleuchtung sollten Sie immer so nah wie möglich an die Glasscheibe herangehen. Dies verhindert, dass Sie Ihr eigenes Spiegelbild im Bild sehen. Es kann auch sinnvoll sein, das Objektiv mit einer Gummisonnenblende (siehe oben) auszurüsten. Diese wird dann auf das Glas des Aquariums aufgelegt und verhindert Streulicht durch die Blitze. Hierbei ist es jedoch tatsächlch sehr wichtig, dass die Sonnenblende bündig auf dem Glas aufliegt.

Bilder

 

 

BilderDie ideale Ergänzung zu dieser Tutorialserie ist das Fachbuch von Björn Langlotz:
Digitale Fotopraxis Makrofotografie, erschienen im Galileo Verlag.
Sowie seine Fotoworkshops und Fotoreisen für Anfänger und Fortgeschrittene an ausgewählte Locations.



BilderZum Autor:
Björn Langlotz, promovierter Naturwissenschaftler, ist Autor des Buchs "Digitale Fotopraxis Makrofotografie" aus dem Galileo Verlag und ein bekannter Naturfotograf mit dem Schwerpunkt Makrofotografie. Regelmäßig erscheinen seine Texte und Bilder in internationalen Büchern und Zeitschriften. Darüber hinaus lehrt er am FOTOCAMPUS Claus Brandt Makrofotografie in kleiner Gruppengröße, gibt Einzeltrainings und führt Fotoreisen.

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