-
Naturfotografie - Teil 03 - Aufnahmetechnik
10.07.2008 in Naturfotografie von Ingo_Seehafer
- Kategorie: Naturfotografie
- Erstellt mit Programmversion: -
- Kompatibel ab Programmversion: -
- Dateigröße (PDF): 1.4 MB
- Bisherige Zugriffe: 5964
Tipp: Dieser Inhalt befindet sich auch auf der:
Lieber Gast …
… die Inhalte von PSD-Tutorials.de stehen nur registrierten Mitgliedern zur Verfügung. Damit wollen wir den Communitygedanken weiterführen. Als Mitglied trägst du - wenn auch nur im Kleinen - zum Puls der Community bei. Und nur so ist es möglich, weiterhin hochwertige Inhalte für alle bereitzustellen.
Vorteile der kostenlosen Mitgliedschaft
Mit der kostenlosen und schnell erledigten Registrierung erhältst du viele nachhaltige Vorteile, die wir dir hier in aller Kürze aufzeigen möchten:
- PSD steht für professionelles Know-how in den Bereichen Bildbearbeitung mit Photoshop, Fotografie, Webentwicklung, Layout- und Vektorbearbeitung, 3D-Bearbeitung mit Cinema 4D und Co.
- Über 3.000 Tutorials mit druckbarer PDF-Datei und teilweise den zugehörigen Arbeitsmaterialien
- Mehr als 1.900 Video-Trainings als Stream zur Direktanzeige und zum Download
- Abruf von über 2.200 Downloads zu Photoshop-Presets, 3D-Modellen, Grußkarten, Texturen & Co
- Zugriff auf ein sehr aktives Forum mit Antworten im Minutentakt
- Deine Daten sind sicher. Sie werden nicht weitergegeben! Die Mitgliedschaft kann jederzeit und ohne Aufwand wieder gelöscht werden.
-
Registriere dich bei uns und du erhältst die Selection-DVD mit über 24 Stunden Video-Trainings zu Photoshop, InDesign uvm. als Download gratis (sofern Newsletter aktiviert).
Reinschnuppern als Gast
Niemand kauft gerne die Katze im Sack, auch wenn sie kostenlos ist. Wir haben eine Handvoll Tutorials und Video-Trainings ausgesucht, die du auch als Gast ohne Registrierung ansehen kannst. Gefallen sie dir, stehen dir nach der Registrierung alle oben genannten Inhalte zur Verfügung.
- Download: Vektor-Logo (Eidechse)
- Download: Sepia-Vintage-Effekt-Aktion
- Download: Screenguide-Magazin als PDF zum Download
- Download: Spiegelungen 2
- Tutorial: Linien zum Glühen bringen
- Tutorial: Ballons aus einer Schublade
- Tutorial: Neue Pinsel erstellen leicht gemacht
- Tutorial: Kommerzielle Fotografie 01: Berufswunsch Fotografie
- Videotraining: Die Programmoberfläche und der Arbeitsbereich von Adobe InDesign
- Videotraining: Lichtscheinkontureneffekt mit Animation
- Videotraining: CorelDRAW X6 Grundlagen - Hilfsmittel Freihand, 2-Punkt-Linie, Bezier, B-Spline, Polylinie, Stift, 3-Punkt-Kurve
- Videotraining: CorelDRAW X6 Grundlagen: Hilfsmittel Form - Heranziehen, Zurückweisen
Fotografie-Workshop-DVD
- 170 Tutorials zu den 15 Schwerpunktthemen der Fotografie
- 13 Fotoexperten erklären Ihnen ihr Fotogenre - auf insgesamt 3.800 Seiten reinstem Fotografie-Wissen!
- PLUS: 9 Stunden Video-Training zur Fotografie und Postproduction von Bildern
Kommentare
Weitere KommentareAnleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)
Teil 3 - Aufnahmetechnik
Bei den Teilnehmern meiner Workshops kann ich immer wieder feststellen, dass die Technik der Kamera die meisten Probleme bereitet. Für mich ist dies überhaupt nicht erstaunlich, bei Bedienungsanleitungen von mehreren Hundert Seiten (die Nikon D300 hat inkl. Inhaltsverzeichnis unglaubliche 448 Seiten – zum Vergleich: Die letzte analoge Nikon F6 hatte nur 192 Seiten) und der völlig anderen Technik einer Digitalkamera.Daher ist es wichtig, wenigstens von vornherein, zumindest einige Grundbegriffe und Anwendungen seiner Kamera und seines Objektives zu kennen. Denn ohne diese Kenntnisse wird viel Potenzial der Kamerafähigkeiten verschwendet. Mir ist bewusst, dass diese Thematik wenig Spaß macht; wer allerdings einmal den Zusammenhang allein zwischen Blende und Belichtungszeit begriffen hat, wird dies nie mehr vergessen.
Besonders wichtig ist es, in der digitalen Aufnahmetechnik den Weißabgleich richtig einzusetzen. Nicht nur ist er einer der wichtigsten Parameter, um ein Bild überhaupt richtig darzustellen, sondern gerade in der Digitalfotografie eröffnen sich mit ihm eine Menge mehr an einfachen Lösungen für die Aufnahme, als dies bei der analogen Technik möglich ist.
3.1 Kamera
Messmethoden (Blende/Belichtungszeit)Jede Spiegelreflexkamera hat mindestens 4 Aufnahmemodi: P/A/S/M. Manche Kamera hat zusätzlich noch sog. Motivprogramme, wie Sport, Landschaft oder Porträt.

Bild 24
Jede Spiegelreflexkamera verfügt über mindestens 4 Aufnahmemodi. Hier ist das Einstellrad einer Canon abgebildet. Uns soll hier nur P/T(S bei anderen Herstellern)/A und M interessieren.
Wer aber nun seine Kreativität etwas mehr ausleben möchte und Blende oder Zeit schon im Voraus einstellt, der wählt den Modus A (Zeitautomatik) oder S (bzw. T) (Blendenautomatik). Die Zeit oder die Blende, je nach Wahl des Programms, wird dann von der Kameraautomatik ausgewählt. Hier bleibt allerdings weniger Zeit, sich auf das Motiv zu konzentrieren, da wir immer auch an die für das Motiv passende Blende bzw. Zeit denken müssen. Die Einstellung A wähle ich bei 80% aller Aufnahmesituationen. Denn durch die Wahl der Blende bestimme ich den mir angenehmen Bereich der Schärfentiefe. Für die Belichtungsmessung stelle ich bei ca. 90% aller Fälle auf mittenbetonte Messung (ein relativ großer Teil des Motivs wird zur Messung des Belichtung herangezogen). Den Rest auf Spotmessung (nur ein sehr kleiner Teil des Motivs wird zur Messung des Belichtung herangezogen) des Bildes. So ist gewährleistet, dass nur bei dem Teil des Bildes die Belichtungszeit gemessen wird, der mir am wichtigsten ist.
Wer schon ein gutes Stück (fotografisch gesehen) fortgeschritten ist, der stellt hin und wieder auf M und wählt sowohl Blende als auch die Belichtungszeit selber aus. Hier muss der Fotograf eine Menge Dinge sehr schnell hintereinander und gleichzeitig richtig machen. Dieser Modus empfiehlt sich nur für einen sehr geübten Fotografen.
Aber mit den Einstellungen A und S dringen wir auch schon sehr weit in das Geheimnis guter Bilder vor. Und wer einmal gemerkt hat, wie einfach es ist, mit diesen beiden Modi zu fotografieren, der wird P nie mehr benötigen.
ISO (ASA)
Die ISO- (ASA-) Zahl drückt die Lichtempfindlichkeit aus, mit der der Sensor Bilder aufnimmt. Wann immer möglich, stelle ich die niedrigste ISO-Zahl ein, die mir die Kamera ermöglicht. Sinn der Sache ist es, ähnlich wie dies beim Film der Fall ist, so wenig Rauschen (beim Film Körnung) wie möglich zu bekommen. Das Rauschen wird auch durch korrekte Belichtung deutlich minimiert. Gute Kameras ermöglichen noch gute Bildqualität bei 800 ASA und sehr gute Kameras auch darüber. Es ist schon sehr interessant, auch bei 6400 ISO noch fotografieren zu können. Hier ermöglicht die Digitaltechnik Bilder, die noch vor wenigen Jahren undenkbar waren.
Der Weißabgleich ist eine der wichtigsten Einstellungsmöglichkeiten, die uns die Digitalkamera anbietet. Zudem hat sie uns Fotografen eine unglaubliche Arbeitserleichterung gebracht. Wer sich noch etwas mit der analogen Technik auskennt, wird davon gehört haben, dass es zwei verschiedene Filmtypen gibt. Einmal den Tageslichtfilm und dann den Kunstlichtfilm. Diese Filme reagieren sehr unterschiedlich auf Sonnenlicht und Glühlampenlicht. Will der Fotograf in Innenräumen fotografieren (ohne Blitz), so muss er den Kunstlichtfilm benutzen, um das gelbe Licht der Glühbirnen in weißes Licht „umzuwandeln“ (wer einmal abends durch eine Stadt oder ein Dorf spazieren geht, sollte einmal in die beleuchteten Fenster schauen. Dann wird er schnell erkennen, dass das Licht in den Stuben bräunlich-gelb nach außen scheint).
Tagsüber, bei hellem, fast weißem Licht der Sonne muss der Tageslichtfilm eingesetzt werde. Wird dieser bei Glühlampenlicht eingesetzt, bekommt das Motiv einen Braunstich.
Noch problematischer sind Leuchtstoffröhren. Wird hier mit einem Tageslichtfilm fotografiert, bekommt das Bild einen sehr unschönen Grünstich (Menschen sehen dann aus wie ein „Hulk“).
Die Lösung, um auch einen Tageslichtfilm bei Kunstlicht oder bei Leuchtstoffröhrenlicht zu nutzen, ist, einen Filter anzusetzen, der für ein neutrales Licht sorgt. Aber auch dann war das Ergebnis nicht immer befriedigend.
All diese Probleme haben wir nicht mehr, seitdem es die Digitaltechnik gibt. Mithilfe des Weißabgleichs können wir an der Kamera oder bei der Bildbearbeitung immer genau die Lichtverhältnisse wählen, die der Aufnahmesituation entsprechen. Ich stelle den Weißabgleich zumeist auf automatisch. Da ich alle Bilder sowieso über eine Bildbearbeitungssoftware betrachte, kann ich bei falschem Weißabgleich jederzeit eingreifen und diesen ändern. Denn ich nehme alle meine Bilder im RAW-Format auf. So kann ich u.a. den Weißabgleich so einstellen, wie er zur Aufnahmesituation passt.
Farbtiefe und Farbraum
Auch hier mache ich mir das Leben nicht schwer. Ich nehme immer die höchstmögliche Farbtiefe und wähle immer den Farbraum AdobeRGB. Mit diesen Einstellungen erreichen wir die bestmögliche Farbwiedergabe. Meist wird sRGB eingestellt. Das s steht hier für Standard und bewirkt ähnlich wie JPG eine Komprimierung der Farben, also einen Farbverlust.
Dies sind im Grundsätzlichen die Einstellungen an der Kamera, die ausreichen, um gute und vernünftige fotografische Ergebnisse zu erhalten. In der Regel stelle ich alle anderen Parameter an meiner Kamera auf Standard oder so, dass die Kamera so wenig wie möglich das Bildergebnis beeinflusst. Die Feinheiten bearbeite ich dann im RAW-Konverter bzw. dem Bildbearbeitungsprogramm.
3.2 Objektiv
Vielleicht wundert sich der eine oder andere darüber, dass in diesem Teil das Objektiv extra erwähnt wird. Die wichtigsten Einstellungen (Blende/Autofokus) werden doch an der Kamera vorgenommen? Und nur das Zoomen geschieht noch per Hand. Das ist auch alles richtig.Alleine wegen des Abstellens des AF bei z. B. Makroaufnahmen hätte ich auch dem Objektiv einen Extrateil nicht eingestanden. Aber es gibt noch zwei Aspekte, die zu beachten sehr wichtig ist.
Und zwar handelt es sich um den Crop-Faktor. Viele digitale Spiegelreflexkameras haben einen kleineren Bildsensor als das analoge Kleinbildformat (Ausnahmen sind z. B. Canon EOS-1Ds Mark III oder Nikon D3, die einen Sensor in der Größe eines analogen Filmes haben). Bei diesen Kameras bekommt der Fotograf mit einem Objektiv einen anderen Bildausschnitt als an einer herkömmlichen Kleinbildkamera. Der fotografierte Ausschnitt bzw. der Bildwinkel wird kleiner, er wird beschnitten (to crop = beschneiden).
Häufig wird dieser Beschnitt im Deutschen als Brennweitenverlängerung bezeichnet, was aber penibel gedacht natürlich nicht der Fall ist (aus unserem 200-mm-Objektiv wird ja nicht plötzlich ein 300-mm-Objektiv). Korrekt müsste er wohl Beschneidungs-Faktor genannt werden. Dieser Begriff erinnert aber mehr an das Beschneiden eines Körperteiles, als an einen technischen Ausdruck. Ich persönlich kann mit dem Begriff „Brennweitenverlängerung“ gut leben. Zur Ergänzung hier noch zwei Rechenbeispiele: bei einer Kamera mit einem Crop- Faktor von 1,5 und dem Einsatz eines 24-mm-Objektivs entspricht der Bildausschnitt dem einer Kleinbildkamera mit einem 36-mm-Objektiv oder bei einer Kamera mit einem Crop-Faktor von 1,6 und dem Einsatz eines 500-mm-Objektivs entspricht der Bildausschnitt dem einer Kleinbildkamera mit einem 800-mm-Objektiv.
„Ein weiteres Problem der Digitaltechnik, zumindest bei Kameras ohne Vollformatsensor, ist die Schärfentiefe. Benutzt der Fotograf bspw. ein 100-mm-Objektiv mit eingestellter Blende 16 und befindet sich das Motiv 100 cm entfernt, so beträgt bei einer Nikon D200 die Schärfentiefe 5,76 cm, bei einer Canon 350D 5,48 cm. Bei einem 35-mm-Film liegt die Schärfentiefe aber bei 8,66 cm! Im Nahbereich sind diese ca. 3 cm Schärfentiefe weniger schon beachtlich. Beheben lässt sich der Unterschied durch Abblenden. Dies wiederum aber bedeutet eine längere Verschlusszeit.“
Um dieses Problem, welches in der Landschaftsfotografie und in der Makrofotografie doch einige Einschränkungen in der Gestaltung mit sich bringt, lösen zu können, gibt es folgende Möglichkeiten:
• Wer nur selten Makro fotografiert, braucht im Prinzip nichts zu ändern.
• Landschaft einfach mit möglichst kleiner Blende fotografieren, um die bestmögliche Schärfentiefe zu erhalten.
• Eine Kamera mit Vollformatsensor kaufen (hier besteht das Problem nicht mehr).
• Objektive kaufen, die mit möglichst kleinen Blenden ausgestattet sind (also bis 32, um ca. 2 Blendenstufen abblenden zu können, die dann wieder der Schärfentiefe beim Kleinbildfilm entsprächen).
Zusatz-Tipp: Immer die Gegenlichtblende ansetzen! Sie verhindert seitlich eindringendes Licht, welches zu Schlieren und Unschärfen führt.
3.3 Blende
Bild 25Mittlerweile bieten manche Objektive keine Möglichkeit mehr, die Blenden manuell einzustellen. Hier kann nur noch an der Kamera die gewünschte Blende eingestellt werden. Dort allerdings dann auch in Zwischenstufen.

Nun gibt es folgende Stufen bzw. Einteilungen, die entweder an der Kamera oder am Objektiv eingestellt werden können (bei den meisten Kameras können zusätzlich noch Zwischenstufen eingestellt werden, die uns an dieser Stelle aber nicht interessieren sollen):
| Blende | 2 | 2,8 | 4 | 5,6 | 8 | 11 | 16 | 22 | 32 |
Abbildung 1 - Blendenstufen
Bei Blende 2 wird nur ein sehr geringer Bereich scharf abgebildet (das Motiv wird vor einem verschwommenen Hintergrund freigestellt), bei Blende 32 ein sehr großer Bereich (der Betrachter sieht beinahe alles im Bild scharf).
Beispiel:
Bei meinem 200-mm-Makroobjektiv beträgt der Bereich, der scharf abgebildet wird, bei Blende 4 nur 0,2 cm (Entfernungseinstellung 1 Meter), bei Blende 32 aber 2,4 cm. So kann ich bei Blende 32 eine Heuschrecke formatfüllend scharf abbilden. Bei Blende 4 nur die Augen bei sonst unscharfem Hintergrund. Damit habe ich die Möglichkeit, zwei völlig verschiedene Bilder von einem Motiv zu machen, ohne dass ich mich oder die Kamera bewegen muss. Es reicht einfach, die Blende zu verändern.
3.4 Belichtungszeit
Ähnlich wie bei der Blende verhält es sich mit der Belichtungszeit. Nur steuern wir hiermit nicht die Schärfentiefe, sondern wir reagieren mit der Belichtungszeit vor allem auf die Bewegung des Objektes, welches wir fotografieren wollen.Nun gibt es folgende Stufen bzw. Einteilungen, die an der Kamera eingestellt werden können (bei den meisten Kameras können zusätzlich noch Zwischenstufen eingestellt werden, die uns an dieser Stelle aber nicht interessieren sollen):
| 1 | 1/2 | 1/4 | 1/8 | 1/15 | 1/30 | 1/60 | 1/125 | 1/250 | 1/500 | 1/1000 | 1/2000 | 1/4000 |
Abbildung 2: Stufen der Belichtungszeiten einer normalen Spiegelreflexkamera in Sekunden
3.5 Blende, Belichtungszeit und ISO richtig kombinieren
Nun kommt der entscheidende Schritt, um das Fotografieren in seiner wesentlichen Form zu verstehen. Und zwar in der Zusammenführung von ISO, der Blende und der Belichtungszeit. Denn die Kombination der 3 Faktoren ermöglicht uns, Bilder so zu gestalten, wie wir es wollen und nicht wie die Kameratechnik es z. B. in der Programmautomatik vorgibt.Und wer den Zusammenhang einmal verstanden hat, der wird dies auch nie mehr vergessen.
Beispiel: Nehmen wir einmal an, dass wir an der Kamera ISO 200 eingestellt haben. Und nehmen wir weiter an, dass wir in der Stellung A (Zeitautomatik) Blende 4 eingestellt haben. Nun gibt uns die Kamera als Belichtungszeit 1/500 an.
Nun lässt sich aus diesen Werten ganz einfach für jede beliebige Blende die richtige Belichtungszeit errechnen, ohne dass wir die Kameraautomatik weiter benötigen.
Wenn ich also bei Blende 4 mit 1/500 sec belichten muss, wie muss ich dann bei Blende 5,6 belichten? Ganz einfach: Blende 5,6 lässt nur halb so viel Licht durch, also muss doppelt so lang belichtet werden, wenn die gleiche Lichtmenge durchgelassen werden soll. 2 mal 1/500 sec ergibt 1/250 sec, somit wird bei Blende 5,6 1/250 sec belichtet!
Unten ist eine Tabelle mit allen Werten bei diversen Blendeneinstellungen aufgelistet, und zwar bei ISO 200.
[Aus der Tabelle lässt sich auch herauslesen, warum professionelle Fotografen lichtstarke Objektive kaufen. So kann bspw. mit einem günstigen Zoomobjektiv, welches die Blende 5,6 als größte Öffnung hat, nur bis 1/250 sec fotografiert werden. Mit einem Zoomobjektiv der Lichtstärke 2,8 können aber zur gleichen Zeit noch Flugaufnahmen mit 1/1000 sec gemacht werden.]
| Blende | 2 | 2,8 | 4 | 5,6 | 8 | 11 | 16 | 22 | 32 |
|
Bel.-Zeit |
1/2000 | 1/1000 | 1/500 | 1/250 | 1/125 | 1/60 | 1/30 | 1/15 | 1/8 |
Abbildung 3: Zusammenhang von Blende und Belichtungszeit bei ISO 200.
| Blende | 2 | 2,8 | 4 | 5,6 | 8 | 11 | 16 | 22 | 32 |
|
Bel.-Zeit |
1/4000 | 1/2000 | 1/1000 | 1/500 | 1/250 | 1/125 | 1/60 | 1/30 | 1/15 |
Abbildung 4: Zusammenhang von Blende und Belichtungszeit bei ISO 400.
Wähle ich gar ISO 1600, also die 8fache Lichtempfindlichkeit im Vergleich zu ISO 200, kann ich bei unserem Beispiel (Blende 4) nun mit 1/4000 sec belichten. Die Rechnung dazu: Bei Blende 4 und ISO 1600 brauche ich nur 1/8 der Belichtungszeit von der Einstellung bei ISO 200, also 1/8 mal 1/500 sec ergibt 1/4000 sec Belichtungszeit. Unten ist eine Tabelle mit allen Werten bei diversen Blendeneinstellungen aufgelistet, und zwar bei ISO 1600.
| Blende | 2 | 2,8 | 4 | 5,6 | 8 | 11 | 16 | 22 | 32 |
|
Bel.-Zeit |
1/16000 | 1/8000 | 1/4000 | 1/2000 | 1/1000 | 1/500 | 1/250 | 1/125 | 1/60 |
Abbildung 5: Zusammenhang von Blende und Belichtungszeit bei ISO 1600.
3.6 Blitzen
Im Teil 2.5 habe ich ja schon einiges zum Thema Blitzen geschrieben. Tatsächlich ist es so, dass ein Blitz in der Naturfotografie sehr sparsam eingesetzt werden sollte. Lieber sollte der Naturfotograf sein Motiv bei natürlichem Licht (was auch einmal Gegenlicht sein darf) fotografieren.Der Einsatz von Zangenblitzen (also 2 Blitze links und rechts der Kamera, mit genau dem gleichen Abstand zur Kamera) ist alleine schon des Handlings wegen nicht empfehlenswert. Die Blitze müssen auf extra Schienen angebracht werden, und wer das Ganze nicht auch noch dauernd tragen möchte, benötigt ein Stativ. Dadurch (durch das Stativ) ist der Fotograf aber auch wieder sehr unbeweglich, denn Zangenblitze werden vor allem in der Nah- und Makrofotografie eingesetzt. Und bei Tieraufnahmen muss ich schnell reagieren können.

Bild 26
Nikon hat zwar ein sehr schönen, leicht zu handhabenden Zangenblitz auf den Markt gebracht, aber für die 600 Euro Anschaffungskosten muss der Fotograf mit diesem Equipment schon sehr, sehr viele Bilder machen, damit sich die Investition auch wirklich auszahlt.

Bild 27
Nicht ganz so teuer wie bspw. der Nikon-Zangenblitz ist der Sigma-Ringblitz. Aber auch er kostet noch um die 350 Euro.

Bild 28
Wenn schon in einen Blitz investiert werden soll, empfehle ich, sich einen ganz normalen Systemblitz anzuschaffen. Ob vom Kamerahersteller oder von z. B. Metz, spielt da keine Rolle. Der größte Vorteil liegt in der flexiblen Anwendung. Denn nicht nur in der Naturfotografie ist solch ein Blitz brauchbar, sondern auch bei Hochzeiten, Porträtaufnahmen, Haustierfotografie und vielem mehr.
Hier einmal die theoretische Vorgehensweise beim Aufhellblitzen:
Einstellung M; Blende z. B. auf 8 einstellen; Belichtung so einstellen, wie es die Kamera vorgibt (in der Regel ist im Sucher und/oder auf dem Kameradisplay ein Balken, an dem wir manuell die Belichtung auf null, also „richtig“ belichtet einstellen können - siehe dazu Bild 29); Blitz aufsetzen und diesen (am Blitz selber) auf eine Belichtung minus 2 einstellen (dazu bitte die Bedienungsanleitung hernehmen). Wählen wir ein Motiv, welches etwas im Dunkeln liegt, dann wird das Motiv nun mit sehr schönem weichen Licht zusätzlich beleuchtet. Wenn möglich immer ein Stativ dazu verwenden, um in Ruhe Ausschnitt und Schärfe richtig zu legen.

Bild 29
Der rote Pfeil zeigt auf den "Nullwert" der Belichtungszeit, d. h., dies ist der Wert, den die Kamera als die richtige Belichtung vorgibt. Manuell könnten wir nun links und rechts davon den Wert unseren Vorstellungen anpassen.
-
Reklame
-
-
- Vektor Bild halbieren
- Schrift an Rahmen (Oval Logo) anpassen
- Hallo oder wie es bei uns heißt SERWAS!!!
- Mein neues Hobby: Fotografieren
- Broschüre Erstelle
- gehen euch die Themen aus ?
- noch 81 Stunden bis zum neuen punktefreien Inhalt
- Beleuchtung VRAY
- Aufruf der category-$slug.php über Permalink
- Bei der Bildbearbeitung im Photoshop wird das Billd immer wieder schwarz
- Apache redirect mit .htaccess
- Offline Ordner einlesen
- Dynamisches Logo anhand von URL!?
- Fette Kontur in Pfade umwandeln ?
- exportierte Videos sind zu groß
- Earth & Sky Photo Contest
- Bei falschem Login erfolgt weiterleitung
- Hallo :-)
- Droplets werden nicht ordnungsgemäß abgearbeitet
- Keine Internetverbindung nach PC Start
-
-
Aktuelles Commag
Anzeige
-
Anzeige


Wels98
20.05.2013 - 22:40
Richtig gut erklärt, werde ich morgen im Botanischen Garten sicher verwenden ;D
Gladiole
11.05.2013 - 14:17
Auch M (manuell einstellen) ist kein Problem.
Bei den Spiegelreflexkameras wird nach meinem Wissen im Sucher angezeigt, wieviel man unter- oder überblelichtet, dann kann manuell korrigiert werden.
AkiradaGhost
23.09.2012 - 20:33
Klasse, gute Zusammenfassung.
dunkelgruen
22.06.2012 - 09:08
Sehr gutes Tutorial und ja ich bin auch der Meinung, nicht jeder kann gut fotografieren nur leider bilden es sich die meisten ein und beschäftigten sich nie mit ihrem Fotoapparat. Nicht einmal das einfache fokussieren beherrschen sie und müssen erklären, was auf dem Bild ist :-( und am meisten geht es mir auf die Nerven, dass man immer höflich sein muss und die Bilder "bestaunen" muss ....
myriam
12.06.2012 - 21:50
kurz und bündig. danke.
Gismo77
06.06.2012 - 16:04
Klasse Tutorial, gefält mir sehr gut
stetson08
07.05.2012 - 11:07
Sehr ausführlich und gut verständlich beschrieben !
KittyCat
25.04.2012 - 11:26
Klasse Tutorial, super beschrieben.
PhotoshopFan
08.09.2011 - 21:27
wirklich gutes Tutorial und sehr gut erklärt Danke !!!
wojs
07.09.2011 - 11:04
Sehr ausführlich und gut erklärt. Vielen Dank!
Fotoroland
12.06.2011 - 11:47
Eine gute Auffrischung breits Gehörtem, hat dennoch Horizont erweitert, vor allem macht es Mut, von der Voll- in Programmautomatik zu wechseln.
Fotoroland
manu90
12.04.2011 - 18:45
tolle weiterführung.. weiter gehts mit dem nächsten teil :)
blacksheep77
12.03.2011 - 16:18
super sache das tutorial.
Schnuppi8480
26.01.2011 - 21:39
hier kann man so vieles neues dazulernen ... vielen dank ...
Ballermann_66
20.01.2011 - 13:39
sehr gut! habe einige neue sachen gelernt.
Subsee
07.09.2010 - 20:25
Vielen Dank für die gute Erklärung der technischen Details. Regt zum Nachdenken an.
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
13.06.2010 - 17:26
Was das technische angeht...ich glaube ich bin zu doof :)
Trotzdem gut erklärt..Danke.
Jackenfan
14.05.2010 - 12:56
vielen dank gut und einfach erklaert
pedro_hcsv
14.04.2010 - 19:57
Sehr gut erklärt bzw. erläutert !!!!!
Vielen dank
w88
14.03.2010 - 15:28
Gut erklärt !!!!!!!!!!!!!!!!!