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Kommentare

  • Alternative Portrait von Gladiole

    Gladiole

    11.05.2013 - 22:30

    Viele gute Anregungen, zum Nachmachen angeregt.

  • Alternative Portrait von Reggaebob

    Reggaebob

    19.09.2012 - 17:02

    Sehr informativ und hilfreich

  • Alternative Portrait von Pegasine

    Pegasine

    29.06.2012 - 19:57

    Toll, ich bin begeistert. Wieder was gelernt

  • Alternative Portrait von Gismo77

    Gismo77

    06.06.2012 - 12:05

    Super Tutorial, weiter so

  • Alternative Portrait von stetson08

    stetson08

    07.05.2012 - 11:21

    Sehr gut gemacht.Für mich hilfreich.

  • Alternative Portrait von binifada

    binifada

    05.05.2012 - 15:17

    Sehr schöne Fotos zur Illustration - Danke

  • Alternative Portrait von Hati

    Hati

    22.01.2012 - 20:43

    Super hilfreich! Merci für das top Tutorial!

  • Alternative Portrait von jowi

    jowi

    18.01.2012 - 10:26

    Kurz und bündig. Sozusagen die Basics. Wer dieses Tutorial ein-, zweimal liest, sich die Gestaltungselemente auf einem Zettelchen notiert, hinauszieht (Stativ nicht vergisst), die Augen aufmacht für Motive, das Zettelchen abarbeitet, zwei, drei, vier Elemente anwendet, ist einen Schritt weiter in puncto Gestaltung (nicht nur in der Naturfotografie).

  • Alternative Portrait von Lenal

    Lenal

    22.11.2011 - 10:48

    Sehr schönes Tutorial mit tollen Fotos und guter Beschreibung.

  • Alternative Portrait von Badtrans

    Badtrans

    21.11.2011 - 19:52

    Super gemacht! Sehr ausführlich!

  • Alternative Portrait von GreenDragon3008

    GreenDragon3008

    16.08.2011 - 14:00

    Dieses Tutorial ist klasse. Obwohl ich schon seit ein paar Jahren fotografiere und natürlich diverse Bücher und Zeitschriften mein Eigen nenne, habe ich bisher keine so gute Zusammenfassung nützlicher Tipps gesehen.
    Vielen Dank dafür!

  • Alternative Portrait von tobo1005

    tobo1005

    14.08.2011 - 12:27

    Danke für die vielen nützlichen Tipps. Werde sie beim nächsten Fotospaziergang beherzigen.

  • Alternative Portrait von Schnuppi8480

    Schnuppi8480

    26.01.2011 - 21:43

    super Bilder ... da juckt es mir gleich in den Fingern ... hab so richtig Lust bekommen mal wieder raus zu gehen ...

  • Alternative Portrait von flo1001

    flo1001

    05.01.2011 - 03:04

    Sehr schöne Bilder, super Tutorial

  • Portrait von aquemomo

    aquemomo

    19.12.2010 - 15:24

    schöne Idee mit dem "Stopperfarn"

  • Alternative Portrait von patografie

    patografie

    30.10.2010 - 16:21

    gefallt mir sehr gut

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    08.03.2010 - 17:37

    ausgezeichnete serie

  • Portrait von Giselle

    Giselle

    12.02.2010 - 17:55

    klasse tut, selbst ich, als blutiger anfänger habs kapiert.

  • Alternative Portrait von Budler

    Budler

    10.01.2010 - 16:55

    Hallo
    Mir hat dieser Workshop sher gut gefallen.Ich hab endlich das Spiel zwischen Blende,verschlußzeit u. Isogeschwindigkeit begriffen.
    Weiter hab ich noch mer Mut bekommen in die Natur zu gehen.
    Ich bin nämlich ein Blühender Anfänger was Fotografie betrifft.
    Hoffe ich habe das richtige Equipment gekauft.
    Bin im besitz einer Nikon D700 habe das Nikon 70-200 f/2,8,
    Nikon 24-120 f/3,5-5,6 und das Sigma 150mm f/2,8 Macro.
    Möchte mich für die mir geholfenen Tips bedanken.
    Gruß
    Budler ( Thomas Vogt )

  • Portrait von Jai_Jai

    Jai_Jai

    28.10.2009 - 16:05

    Gutes Tutorial, hat mir weitergeholfen.

Weitere Kommentare
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Teil 4 - Bildgestaltung

Auch wenn es im Teil 3 sehr theoretisch wurde, so ist es doch nötig, sich vor dem eigentlichen Fotografieren mit der Kameratechnik weitestgehend vertraut zu machen. Dies erreichen wir vor allem durch Üben. Also viel, viel fotografieren und auch einfach einmal etwas ausprobieren. Wenn wir dann die Kamera so weit im Griff haben, dass nicht mehr jeder Drehknopf gesucht werden muss und der Zusammenhang von Blende und Belichtung verstanden wurde, ist es Zeit, sich der Bildgestaltung anzunehmen.

Der Fotograf macht sich sein (fotografisches) Leben deutlich leichter, wenn er oder sie versucht, konsequent mit einem Stativ zu arbeiten. So ist viel mehr Zeit vorhanden, in Ruhe ein Bild zu gestalten und die Konzentration auf das Motiv ist deutlich höher. Auch wenn viele diesen „Tipp“ schon einmal gelesen haben und ihn nicht für besonders erwähnenswert halten, so ist der Einsatz eines Stativs eines der „Geheimnisse“ eines guten Bildes. Aus meiner Erfahrung als Workshopleiter kann ich ein Lied davon singen, wie wenig Wert darauf gelegt wird, ein vernünftiges, stabiles Dreibeinstativ einzusetzen. Die Gründe liegen natürlich auf der Hand: Ein gutes Stativ inkl. Kopf ist nicht billig und zudem auch noch schwer und unhandlich. Dennoch, der Fotograf wird auf Dauer durch besser gestaltete und weniger verwackelte (=unscharfe) Aufnahmen belohnt! Siehe dazu auch Teil 2.3.

Ein Problem bei der Gestaltung produzieren die Kamerahersteller. Bei den meisten Kameramodellen sieht der Betrachter nur um die 95% des Bildes, welches später auf dem Computermonitor abgebildet wird. Sehr viele Fotografen wissen dies nicht einmal. Und andere wiederum argumentieren, dass dies doch toll sei, dann könne man ja beim Bildbearbeiten nach Gutdünken die überflüssigen Bildteile abschneiden. In der Praxis erweist sich ein verkleinerter Sucherausschnitt manchmal trotzdem als Nachteil.

Bei einer meiner ersten Kameras betrug das sichtbare Feld des Sucherbildes etwa 95 %. Das heißt dann nicht, dass an allen 4 Seiten des fertigen Bildes gleich viel dazukommt bzw. im Sucher bei allen 4 Seiten gleich wenig zu sehen ist! Der Sucher zeigte immer (vom Hochformat aus gesehen) im oberen Teil deutlich weniger des Motivs als an den anderen 3 Seiten. Praktisch bedeutet dies, dass ich bei einem Motiv entscheiden muss, ob ich die Kamera zwecks Bildgestaltung etwas anders positionieren muss. Und da ich nicht genau weiß, wie groß der Beschnitt ist, muss ich raten. Das wirkt sich nicht positiv auf die Bildgestaltung aus.

Nun mag der Leser denken, soll er doch schon beim Fotografieren sofort immer einen größeren Ausschnitt wählen! Dagegen sprechen (für mich) zwei Dinge. Zum einen ist es immer mein Ziel, das Bild schon während der Aufnahme so zu fotografieren, dass ich am Computer nur noch minimalste Zeit zur Bearbeitung benötige. Zum anderen geschieht es immer wieder, dass bei hektischen Aufnahmen die Bildgestaltung nicht optimal verlief (beim 95%-Sucher) und ich bei einem späteren Beschnitt keine vernünftige Bildgestaltung mehr hinbekomme, weil ich nicht daran gedacht habe, auf der einen Seite des Bildes etwas mehr Platz zu lassen. Die Bildgestaltung wird von vielen Fotografen sowieso schon stiefmütterlich behandelt. Und dann durch Beschneiden oftmals ganz aus den Augen verloren. Habe ich aber schon im Sucher die optimalen Bedingungen, ist eine Fehlerquelle weniger vorhanden.

Ein Satz noch: Es ist für mich viel befriedigender, ein Naturbild vor Ort „fertig“ zu haben, als es zu Hause im dunklen Zimmer alleine vor einem toten Viereck sitzend so lange zu bearbeiten, bis ich ein „gutes“ Bild geschaffen habe. Diese Vorgehensweise passt einfach nicht in die Naturfotografie. Dafür gibt es eine Menge anderer fotografischer Sparten, die für die Nachbearbeitung am Computer wesentlich besser geeignet sind.


4.1 Bildformate nutzen

Eine kleine, aber für jeden verständliche Gestaltungsmöglichkeit ist der Einsatz von Quer- und Hochformat.

Beim Querformat hat der Betrachter das Gefühl, dass er nur zuschaut, aber nicht selber dazugehört. Dies kommt hauptsächlich daher, weil unser Blickfeld dem Querformat sehr nahe kommt. Wir also dieses Format „gewohnt“ sind.

Bilder
Bild 30: Das Querformat steht für: Ferne, Ruhe, Stille, normal, passiv.


 
Das Hochformatbild wirkt wegen des ungewohnten Anblicks wesentlich interessanter auf den Betrachter.

Bilder
Bild 31: Das Hochformat steht für: Nähe, Aktion, laut, außergewöhnlich, aggressiv.


Tipp: wenn irgend möglich, jedes Motiv immer im Quer- und im Hochformat aufnehmen. Zu Hause, am Monitor, stellt sich schnell heraus, welche Bildgestaltung die bessere war!


 

4.2 Der Goldene Schnitt

„Der sogenannte Goldene Schnitt teilt eine Strecke in einen kleineren und einen größeren Abschnitt, wobei sich der kleinere zum größeren gleich verhält wie der größere zur ganzen Strecke.“ Alles verstanden? Gut, dann geht es zum nächsten Gestaltungsmittel ...

Oder vielleicht doch noch ein paar Anmerkungen?
Auf PSD-Tutorials.de gibt es unter der Rubrik „Fotografie“ schon eine recht ausführliche Erklärung zum Goldenen Schnitt. Daher beschränke ich mich hier auf eine einfach zu verstehende, bildliche Darstellung.

Bilder
Abbildung 6: Die Flächenaufteilung im Goldenen Schnitt.


 
Beim Fotografieren merke ich mir einfach nur, dass die Aufteilung des Bildes in zwei Teilen, nämlich in 1/3 und 2/3, sein sollte. Beim Gestalten meines Motivs reicht das in der Regel völlig aus. Ich will damit vor allem betonen, dass nicht stur nach dieser Regel vorgegangen werden sollte. Dass aber andererseits mithilfe dieses Gestaltungsmittels (fast) immer ein vernünftig gestaltetes Bild herauskommt.

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Bild 32: Flächenaufteilung nach dem Goldenen Schnitt. Die Aufteilung eines Bildes nach dem Goldenen Schnitt wird vom Betrachter als ausgeglichen und harmonisch empfunden.


4.3 Die Diagonale

Über Erfolg oder Misserfolg eines Bildes entscheidet der erste flüchtige Blick. Können wir den Betrachter dazu bewegen, einen Moment beim Bild zu verweilen, haben wir schon vieles gewonnen.

Bildaufbauten, die eine Diagonale von oben links nach unten rechts enthalten, kommen unserer Lesegewohnheit nach. Mehr Spannung bringt es, die Diagonale von rechts oben, nach links unten einzusetzen. Grundsätzlich besteht die Gefahr, dass der Blick aus dem Bild nach unten hinausgeführt wird. Dem kann bspw. durch Setzen eines „Stopp-Punktes“, wie hier der Farn, entgegengearbeitet werden.

 
Bild 33: Der Farn verhindert, dass der Blick aus dem Bild hinauswandert.

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4.4 Der Punkt

Für den Fotografen bedeutet das Gestaltungsmittel eine einfache und effektive Art, den Blick des Betrachters zu leiten. Befindet sich der Punkt im rechten unteren Bildrand, so bildet er für den Betrachter einen ruhenden Pol. Liegt der Punkt im Bildzentrum, so bildet er eine Achse, um die sich das Motiv dreht. Optimal angeordnet ist der Punkt dann, wenn er sich im Goldenen Schnitt befindet.

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Bild 34a: ein klassisches Bildbeispiel für die Gestaltung mit einem "Punkt".


 
Bild 34b: Auch hier wurde mit dem Gestaltungsmittel "Punkt" gearbeitet!

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4.5 Dopplung

Auch als „Punktepaar“ bezeichnet, ist dieses Gestaltungsmittel recht problematisch, da der Betrachter sich nicht entscheiden kann, wo er hinschauen soll. In der Naturfotografie aber können wir durch geschicktes Ausnutzen der Schärfentiefe mit einem eher durchschnittlichen Motiv ein doch akzeptables Ergebnis erzielen.

Bilder
Bild 35: In der Regel ist es für den Bildaufbau immer besser, eine ungerade Anzahl von Motiven einzusetzen. Ausnahme: die "Dopplung".


 

4.6 Die Flächenaufteilung

Ein durch die Bildmitte laufender Horizont teilt das Format in zwei gleich große Flächen. Wird zusätzlich noch eine Senkrechte angedeutet (wie in Bild 36 durch die Bäume), wird das Format in vier gleich große Flächen geteilt. Dadurch wird kein Bildteil stärker bewertet, das Bild wirkt neutral, ohne Spannung und somit langweilig.

Bilder
Bild 36: Flächenaufteilung in vier gleich große Teile.


 
Wird der Horizont tiefer abgebildet, so wird der obere Teil höher bewertet. Symbolisch wird dadurch der Eindruck von „Freiheit und Leichtigkeit“ erzeugt (Bild 37). Umgekehrt entsteht der Eindruck von „Eingeschränktheit und Enge“ (Bild 38).

Auch hier ist die Anordnung im Goldenen Schnitt nie das falsche Gestaltungsmittel (Bild 39).

Bilder
Bild 37: Flächenaufteilung mit tief liegendem Horizont.


 
Bild 38: Flächenaufteilung mit hoch liegendem Horizont.

Bilder


 
Bild 39: Flächenaufteilung nach dem Goldenen Schnitt.

Bilder


 

4.7 Die Aufnahmeposition

Besonders in der Naturfotografie (aber nicht nur hier) ist die Position, aus der wir ein Foto machen, ein entscheidendes Kriterium für einen „Hingucker“. Klassisch wird einfach im Stehen ein Bild gemacht und dann geht's weiter zum nächsten Motiv. Ein Fehler, der oft gemacht wird und doch so leicht zu verhindern ist. Ohne große Erklärung soll der Leser einfach einmal für sich die folgenden Bilder betrachten. Ich denke, dass es recht leicht fällt, zu entscheiden, welches der Bilder den Betrachter mehr anspricht.

Bilder
Bild 40: Winterling 1.


 
Bild 41: Winterling 2.

Bilder


 

4.8 Die Schärfe in der Naturfotografie

Schärfe ist bei jedem Motiv wichtig. Besonders wichtig aber bei Tieraufnahmen. Wie bei allen Gestaltungsmitteln ist auch die Schärfe nicht als immer anzuwendendes Gesetz zu sehen. Aber wer schon einmal eine Diashow halten durfte, wird an den Reaktionen seiner Zuschauer gemerkt haben, dass bei einem extrem scharfen Bild ein Raunen durch die Reihen ging. Gerade in der Tierfotografie ist ein detailreiches, scharfes Bild beinahe so wichtig wie ein gut gestaltetes Bild.

Bilder
Bild 42: Bei Tieraufnahmen immer darauf achten, dass die Schärfe in den Augen liegt und ein Lichtpunkt im Auge erscheint. Dieser Punkt ist wichtig, damit das Tier einen „lebendigen“ Eindruck macht. Dieses Bild ist bis auf den Weißabgleich völlig unbearbeitet!


4.9 Mit Farben gestalten

Selbst wenn einem kein anderes Gestaltungsmittel mehr einfällt, bleibt immer noch die Möglichkeit, die Farben eines Motivs zu nutzen. An dieser Stelle möchte ich drei der häufigsten Farben als Beispiel bringen.

 
GRÜN
Diese Farbe steht für: Natur, Gras, Pflanzen, Natürlichkeit, Frische, Hoffnung.

Bilder
Bild 43: Grundsätzlich wirkt die Farbe Grün eher beruhigend auf den Betrachter, sie kann also auch tendenziell langweilig sein!


 
ROT
Diese Farbe steht für: Liebe, Feuer, Gefahr, Hitze, Aktion.

Bilder
Bild 44: Grundsätzlich weckt die Farbe Rot beim Betrachter das Gefühl von Wärme.


 
GELB
Diese Farbe steht für: Sonne, Fröhlichkeit, Neid, Feigheit.

Bilder
Bild 45: Grundsätzlich wirkt die Farbe Gelb auf den Betrachter positiv.


4.10 Mit Licht gestalten

Licht ist für die Fotografie im Allgemeinen natürlich DAS Gestaltungsmittel. Jeder Fotograf sollte sich bewusst sein, dass ohne Licht auch keine Fotografie möglich wäre und mit Licht aus einem langweiligen Bild ein absolutes Knallerbild werden kann (auch wenn dies völlig logisch klingt, ist für viele Fotografen das Licht oft nur vorhanden und wird nicht zur Gestaltung eingesetzt).

 
Besonders schönes Fotolicht ist (das ganze Jahr über gesehen) bis 2 Stunden nach Sonnenaufgang und ab 2 Stunden vor Sonnenuntergang.

Bilder
Bild 46: die berühmte "Blaue Stunde" am Abend.


 
Bild 47: Frischlinge, eingefangen in einem Lichtstrahl.

Bilder


 

4.11 Die Doppelbelichtung

Auch wenn die Doppelbelichtung genau betrachtet ein manipuliertes Naturbild ist, gilt diese Art der Gestaltung doch als etabliert und wird sogar oft gar nicht als manipuliert angesehen. Das genaue Vorgehen wird im Teil 9 – Pflanzen erklärt. Grundsätzlich sollte dieses Gestaltungsmittel aber nicht zu oft eingesetzt werde, da der Effekt beim Betrachter mehrerer solcher Bilder schnell zur Ermüdung führt.

Bilder
Bild 48: 2 Bilder zu einem Bild zusammengeführt. Durch Halbieren der Belichtungszeit erreichen wir ein ausgewogen belichtetes Bild. Es entsteht ein fluffiger Bildeindruck.


 

4.12 Das gezoomte Bild

Ähnlich der Doppelbelichtung erfreut sich bei einigen Naturfotografen das gezoomte Bild (Bild 49) einer gewissen Beliebtheit. Ich erwähne es an dieser Stelle, weil das Digitalzeitalter durch die kostengünstigen Speicherkarten viele (Fehl-) Versuche zulässt. Denn selten gelingt die perfekte Aufnahme schon beim ersten Versuch. Grundsätzlich entspricht die Aufnahmetechnik der einer Doppelbelichtung. Aber zum einen muss ein Zoomobjektiv vorhanden sein und zum anderen muss zusätzlich bei der zweiten Belichtung der Drehzoom am Objektiv betätigt werden.

Bilder
Bild 49: Eine blühende Löwenzahnwiese einmal anders fotografiert. (Foto: Alice Kurscheidt)


 

4.13 Die dynamisch selektive Unschärfe

Damit wird ein Bild bezeichnet, was größtenteils (sehr) unscharf aufgenommen wird. Am häufigsten wird dieses Gestaltungsmittel bei Tieren in Bewegung eingesetzt. Dabei kann, muss aber nicht, wenigstens ein Teil des Motivs scharf abgebildet sein. Wenn ein Teil scharf abgebildet wird, sollte die Schärfe auf den Augen (oder dem Auge) des Tieres liegen.

Bilder
Bild 50: Hier ist weniger die Schärfe entscheidend. Nicht immer muss ein Motivteil erkennbar scharf abgebildet werden. Der Sinn solcher Bilder liegt darin, die Bewegung eines Motivs darzustellen.


Und zum Schluss: Gute Fotografen sind bildersüchtig. Alle Bilder, egal ob eigene oder fremde Bilder, werden immer analysiert. Machen Sie es genauso. Wer die Bildsprache lernen will, muss sehen lernen. Und weil dies so wichtig ist, wird diesem Aspekt auch das nächste Kapitel „Sehen lernen“ gewidmet.
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