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Panoramafotografie Teil 06 - Das perfekte Bild: Korrektur von optischen Fehlern
14.06.2009 in Panoramafotografie von Harald_Woeste
- Kategorie: Panoramafotografie
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Optische Korrektur
... Und obwohl wir all diese Bedingungen bei der Aufnahme beachtet haben, ist kaum eine Aufnahme perfekt, da mehr oder weniger alle Objektive optische Fehler aufweisen. Diese äußern sich z. B. in Form von Vignettierungen (Randabschattungen), chromatischer Aberration (Farbsäume) und kissen- bzw. tonnenförmiger geometrischer Verzeichnung.Gerade die hier beliebten Weitwinkelobjektive, und hier im Besonderen die Zoomobjektive, leiden unter diesen Abbildungsfehlern. Sind Vignettierung und chromatische Aberration in einem normalen Bild häufig einfach nur unschön, so verhindern Verzeichnungen in zu stitchenden Bildern, dass sie erfolgreich zur Deckung gebracht werden können. Die notwendige Entzerrung wird automatisch von der Panorama-Software übernommen oder es helfen spezielle Programme zur Korrektur der optischen Fehler, wie sie auch gerne von Architekturfotografen eingesetzt werden.
Verzeichnung
Eigentlich klingt es nach der normalsten Sache überhaupt: Ein normales Objektiv soll über das gesamte Bild hinweg gerade Linien auch als gerade Linien abbilden; das ist dann ein rektilinear bzw. geradlinig zeichnendes Objektiv. Im Gegensatz zu dieser Geradlinigkeit gibt es in Spezialfällen auch gewollte Verzerrungen der Geraden wie z. B. beim Fisheye-Objektiv mit seiner charakteristischen kurvenförmigen Abbildung.Was eine einfache theoretische Anforderung ist, wird in der Realität jedoch oft nicht erfüllt, sodass normale Objektive eigentlich gerade Linien oft verbiegen – sie verzeichnen. Werden die Geraden vom Bildzentrum aus betrachtet nach außen verbogen, spricht man von einer tonnenförmigen Verzeichnung, werden sie nach innen verbogen, von einer kissenförmigen Verzeichnung.


Damit eine Bildserie zu einem Panorama gestitcht werden kann, müssen die einzelnen Bilder also korrigiert werden. Hierfür benutzen Architekturfotografen spezielle Software-Tools; für den Panoramafotografen wird diese Aufgabe praktischerweise von der Panorama-Software mit übernommen. Wir müssen uns also nicht darum kümmern. Das Wissen um die Verzeichnung hilft aber, Probleme – falls sie denn beim Stitchen auftreten – zu analysieren und zu beheben. Genau wie bei der ...
... Vignettierung
Der Randlichtabfall bzw. die Vignettierung bezeichnet eine ungleichmäßige Lichtverteilung über das Bild hinweg, wobei meist die Helligkeit zum Bildrand hin abnimmt. Verschiedene Ursachen gibt es hierfür, die entweder in der Objektivkonstruktion liegen oder in der Nutzung des Objektives. Sie haben bestimmt auch schon mal zu viele Filter aufeinandergeschraubt oder eine unpassende Gegenlichtblende verwendet und hatten anschließend dunkle Bildecken ...Ähnlich wie bei der Verzeichnung bemerken wir die Randabschattung in einzelnen Bildern oft nicht. In der Panoramafotografie äußert sie sich jedoch durch Helligkeitsdifferenzen im gestitchten Panorama; sichtbar mit Vorliebe im überwiegend monochromen Himmel, der dann nicht mehr gleichmäßig blau, sondern abwechselnd blau und dunkelblau erscheint.
Praktisch für den Panoramafotografen ist, dass die Vignettierung meist bei Offenblende am stärksten ausgeprägt ist und durch Abblenden verringert, wenn nicht gar aufgehoben werden kann. Und da wir ja normalerweise lieber mehr als weniger Schärfentiefe in den Panoramabildern haben möchten und auch vom Stativ aus arbeiten, kommen wir damit automatisch um einen Teil der Randabschattung herum. Der andere Teil kann wieder durch spezielle Software-Tools korrigiert werden (z. B. gibt es in Photoshop einen Filter hierfür) oder wird von einem guten Panoramaprogramm automatisch bereinigt.

Chromatische Aberration
Die chromatische Aberration ist ein hässlicher Abbildungsfehler, und er wird im Gegensatz zu Verzeichnung und Vignettierung nicht von der Panorama-Software korrigiert, zumindest nicht bis heute!Die chromatische Aberration beruht auf der unterschiedlichen Brechung des Lichtes verschiedener Farben im Objektiv. Sie äußert sich vor allem durch Farbsäume zu den Bildrändern hin und tritt besonders störend in der Kombination von starken Weitwinkelobjektiven und Digitalkameras auf.

Die Korrektur erfolgt entweder manuell oder automatisch durch in der Panoramasoftware hinterlegte Profile, sodass beim Öffnen des Bildes auf die EXIF-Informationen in der Bilddatei zurückgegriffen wird und anhand der dort gespeicherten Informationen zu Kamera, Objektiv und Brennweite die entsprechenden Korrekturdaten angewendet werden. Dies funktioniert sehr gut – aber natürlich nur, wenn die Datensätze auch vorhanden sind.
Unter dem Aspekt der Qualität sollte dabei die Korrektur der chromatischen Aberration frühestmöglich auf Basis der Rohdaten vorgenommen werden. Viele RAW-Konverter haben mittlerweile eine Funktion zur Korrektur der chromatischen Aberration integriert. Besonders einfach wird es dabei den Nikon-Nutzern gemacht. Der RAW-Konverter Nikon Capture NX nimmt die Korrektur der chromatischen Aberration standardmäßig und vollautomatisch bei der Entwicklung der Nikon-Rohdaten vor.
DxO Optics Pro ist da flexibler, da es sowohl mit RAW- als auch z. B. TIFF- oder JPG-Dateien arbeitet. Zum anderen stehen Profile für viele gängige Kombinationen aus Kamera und Objektiven verschiedener Hersteller zur Verfügung. Zusätzlich bietet DxO Optics Pro noch weitere Werkzeuge, die über die reine Behandlung optischer Defekte in der Aufnahme weit hinausgehen, z. B. die Korrektur der Verzeichnung, Perspektive und Bildunschärfe. Erfreulicherweise gibt es hier auch zusätzlich einen manuellen Expertenmodus mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten.
LensFix arbeitet als Photoshop-kompatibles Plug-In. Aufbauend auf den berühmten Panorama Tools von Prof. Helmut Dersch kann es gleichzeitig die Verzeichnung, Vignettierung und chromatische Aberration korrigieren. Auch hier werden die EXIF-Informationen in der Bilddatei genutzt und anhand der beiliegenden Profile die Verzeichnungen von vielen Objektiven erfolgreich korrigiert. Die Korrektur der chromatischen Aberration erfordert aber doch etwas Hintergrundwissen und Freude am Experimentieren, denn hierfür liegen meist keine Daten in den Profilen vor.

Links
Nikon Capture NX: www.capturenx.comDxO Optics Pro: www.dxo.com
LensFix: www.kekus.com
PTLens: www.epaperpress.com/ptlens
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shk79
02.08.2012 - 11:26
Gutes Tutorial. Sehr ausführlich
chris1986m
01.10.2010 - 12:30
Sehr gutes Tutorial, vielen Dank!
schmoekerliese
23.05.2010 - 01:36
Besten Dank, sehr gutes Tutorial!
magicg
23.02.2010 - 09:14
Hilft wieder mehr als der letzte Teil. Ein paar wichtige Informationen gut erklärt!
mielkedet
18.02.2010 - 20:38
Bin gespannt auf die nächste Folge
Alles_ist_alles
27.01.2010 - 15:41
Wunderbar, vielen Dank hierfür!
Nikon_User
17.10.2009 - 00:41
Danke für den guten Beitrag
HorstMueller
01.10.2009 - 22:41
Gut erklärt. Schön geschrieben. Sehr verständlich.
KSFoto
10.09.2009 - 06:35
Hmm, guter Beitrag, obwohl ich mir gewünscht hätte, es wäre mehr auf den punkt Vignettierung und die Korrektur in Photoshop eingegangen wäre
asupp
30.07.2009 - 08:57
Danke für die weiteren Details...!
trolli4
03.07.2009 - 09:39
SUPER SUPER SUPER SUPER SUPER
el_tom
30.06.2009 - 09:47
finde diese tutorialserie auch sehr gut gemacht & freue mich schon auf mein erstes großes panoramaprojekt. danke!
Ratzfatz
25.06.2009 - 09:21
Absolut super - beschäftige mich etwas intensiver mit der Panoramafotografie und ich finde, dass diese Tutorials keinen Vergleich mit professionellen Büchern scheuen müssen. Habe auch im Web nichts vergleichbares gefunden.
moika111
23.06.2009 - 08:01
Tolle und gut zu verstehen
macpix
22.06.2009 - 10:57
Super tutorial! Genau das hab ich gesucht!
andreas_wald
19.06.2009 - 12:08
Klasse! Danke! Wieder was gelernt :-)
matze0301
18.06.2009 - 11:47
Nur genial. Danke!!!!
steffi18180
18.06.2009 - 08:07
Wow, das klappt super! Danke!!!!!!
gumbaaaaa
18.06.2009 - 07:33
Echt genial. Vielen Dank!
tomtom81
17.06.2009 - 01:38
thx. hat mir sehr viel gebracht.