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Kommentare

  • Alternative Portrait von chris1986m

    chris1986m

    01.10.2010 - 12:40

    Gut erklärt, Klasse Tipps

  • Alternative Portrait von magicg

    magicg

    23.02.2010 - 09:15

    Prima erklärt, hilfreiche Tipps. Leider habe ich nur keinen MAC :O(.

  • Alternative Portrait von loe

    loe

    22.02.2010 - 18:22

    Danke! Diese Erklärungen sind für mich unheimlich wertvoll!

  • Alternative Portrait von mielkedet

    mielkedet

    18.02.2010 - 20:41

    Spart teures Geld für Fachliteratur

  • Alternative Portrait von HorstMueller

    HorstMueller

    01.10.2009 - 22:47

    Gut erklärt. Schön geschrieben. Sehr verständlich.

  • Alternative Portrait von bruceclewett

    bruceclewett

    10.09.2009 - 12:46

    endlich eine logische erklärung. vielen dank!

  • Portrait von KSFoto

    KSFoto

    10.09.2009 - 07:11

    lässt keine fragen offen

  • Alternative Portrait von asupp

    asupp

    30.07.2009 - 09:01

    Danke für die weiteren Details..!

  • Alternative Portrait von trolli4

    trolli4

    03.07.2009 - 09:40

    Gefällt mir sehr gut. Gut beschrieben. Danke.

  • Alternative Portrait von tdevres

    tdevres

    26.06.2009 - 10:29

    toll erklärt !! super sache

  • Alternative Portrait von roemerson

    roemerson

    25.06.2009 - 14:23

    echt gut erklaert, danke!

  • Alternative Portrait von Yetibernd

    Yetibernd

    24.06.2009 - 19:39

    weiter so, sehr gut erklärt.

  • Alternative Portrait von amphore

    amphore

    24.06.2009 - 08:00

    Sehr anschaulich beschrieben.

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    23.06.2009 - 20:52

    Sehr informativ! Werd ich gleich mal ausprobieren

  • Alternative Portrait von sambutera

    sambutera

    23.06.2009 - 16:13

    Tolle Serie und sehr hilfreich

  • Alternative Portrait von roman2

    roman2

    23.06.2009 - 13:15

    wie immer toll !!!!!!!!!!!!!!!

  • Alternative Portrait von moika111

    moika111

    23.06.2009 - 07:41

    Toller Artikel und für jeden der ein bischen Mehr wissen will.

  • Alternative Portrait von Rambow360

    Rambow360

    22.06.2009 - 20:28

    Alles sehr gut und einfach erklärt

  • Alternative Portrait von jbpsd

    jbpsd

    22.06.2009 - 11:25

    Alles einfach gut erklärt !!!!!!!!!!!!!!!!!

  • Alternative Portrait von Dirk65

    Dirk65

    22.06.2009 - 08:19

    Wie jeder Teil, einfach SUPER!

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Anleitung (Bilder + Extras werden nur für Mitglieder eingeblendet)


Panoramafotografie Teil 7 – Stitchen: Oder was passiert eigentlich in der Panorama-Software?

Die Aufnahmen für das Panorama sind reihum gemacht und mit dem Wissen aus dem vorherigen Teil der Serie wurden auch die optischen Fehler in den Bildern korrigiert: Verzeichnung, Vignettierung und chromatische Aberration. Wir haben also optimales Ausgangsmaterial, um endlich ein Panorama zu “stitchen”.

Bilder


Stitchen (engl. to stitch = nähen) ist aber mehr als nur das einfache Zusammennähen der Bilder, wie es der Begriff des Nähens zunächst erwarten lässt; beim einfachen Zusammennähen erhielten wir das altbekannte Schnibbel-und-Klebe-Panorama ...

Beim Stitchen eines Panoramas in einem Panoramaprogramm laufen grundsätzlich vier Prozesse ab:
• Die Einzelbilder werden in ihrer Perspektive aneinander angepasst (Transformation).
• Sie werden so zueinander verschoben, dass sie lückenlos aneinander passen (Positionierung).
• Sie werden berechnet (Rendering) und
• letztlich zu einem einzigen nahtlosen Panoramabild verbunden (Blending).


Transformation

In der Panorama-Software läuft jetzt einer der fundamentalsten Schritte ab: Die verschiedenen Bilder werden in ihrer Perspektive einander angeglichen. Das heißt, die flachen Einzelbilder werden so umgeformt bzw. verzerrt, als würde man die Bilder auf einen Zylinder oder eine Kugel legen und später wieder flach ausbreiten.

 
Das ist ein höchst komplexer Prozess der Projektion, mit dem sowohl der Blickwinkel gewählt als auch das grundsätzliche Erscheinungsbild eines Panoramas gesteuert wird.

Bilder


Die Wahl der Projektionsart wird normalerweise schon früh in der Panorama-Software vorgenommen. Das Thema Projektion ist aber nicht ganz ohne und erlaubt uns viel Gestaltungsspielraum: Es wird im nächsten Teil dieser Serie detailliert behandelt.


 

Positionierung

Beim Stitchen wählt man auf jeweils zwei sich überlappenden Segmenten identische Punkte aus und verbindet diese mit virtuellen Stecknadeln, den sogenannten Kontrollpunkten. Mehrere Paare von Kontrollpunkten verknüpfen dann die Bildpaare unverrückbar miteinander. Dieser Arbeitsschritt wird reihum ausgeführt, bis alle Segmente der Aufnahmeserie untereinander verbunden sind und, falls es sich um eine 360-Grad-Aufnahme handelt, der Aufnahmekreis geschlossen ist. Man hat jetzt Referenzen von einem Bild zum nächsten.

Bilder


 
Bei einem perfekt kalibrierten Objektiv würden zwei Punktepaare pro Bildpaar für ein gutes Ergebnis ausreichen. In der Praxis ist die Sache mit der perfekten Kalibrierung jedoch nicht so einfach, sodass für jeden weiteren Parameter, der optimiert werden muss, zumindest ein weiteres Punktepaar hinzukommt.

Per Hand ist das Setzen der Kontrollpunkte ein mühsamer Prozess; zum Glück jedoch sind die Algorithmen zum automatischen Auffinden identischer Details in den Bildpaaren in den letzten Jahren recht gut geworden.

Im folgenden Schritt vergleicht der “Optimizer” alle diese Punktepaare nach mathematischen und statistischen Regeln miteinander und errechnet auch die beste Position der einzelnen Bilder zueinander.

Bilder


 
Obwohl jetzt die Position aller Bilder untereinander genau definiert ist, bleibt diese Verbindung aber zunächst nur virtuell, da es bisher eine rein mathematische Beschreibung und noch kein Panoramabild ist. Dies erklärt auch, warum eine gespeicherte Projektdatei so klein ist: Es werden keine Bilddateien, sondern lediglich Angaben über die Kontrollpunkte und mathematische Anweisungen, wie die einzelnen Bilder zu positionieren und verzerren sind, gespeichert.

Bilder


 

Rendering

Dies ist der eigentliche Arbeitsschritt, bei dem aus den Einzelbildern ein Panoramabild wird. Die einzelnen Bilder werden entsprechend den vorher ermittelten Angaben zu Projektion und Position im Panorama neu berechnet, bzw. gerendert (engl. to render = darstellen; im Computervokabular auch: Ein Bild berechnen und ausgeben). Diese rein mathematische Transformation der Bilder ist im ganzen Prozess des Stitchens die am wenigsten problematische und hätten wir perfektes Ausgangsmaterial, wäre damit das Stitchen auch eigentlich schon abgeschlossen ... aber das Material ist nie perfekt und damit kommt dem Blending eine zentrale Aufgabe im Prozess des Stitchens zu.

Bilder


 

Blending

Das Blending, also die nahtlose Verbindung (engl. to blend = verbinden, ineinander übergehen) der transformierten und positionierten Einzelbilder zu einem einzigen Panorama ist die zentrale Herausforderung für die Panorama-Software. Waren bis vor Kurzem manuelle Nacharbeiten an den Nahtstellen fast unumgänglich, gibt es heute gute Algorithmen zum Blending, die entweder direkt in den Panorama-Software-Paketen integriert sind oder als externe Hilfsmittel wie „Enblend“ oder „Smartblend“ hinzugezogen werden. An dieser Stelle hat die Stitching-Software ihre Aufgabe erledigt: Das Panorama ist in der “Rohfassung” erstellt und wir haben jetzt eine einzige Bilddatei mit dem Panorama.

Nichts ist hier aber perfekt und so gibt es immer Situationen, in denen weitere Bearbeitungsschritte erforderlich sind. Für diese möglicherweise notwendigen Nacharbeiten muss dann in ein Bildbearbeitungsprogramm gewechselt werden.


Nacharbeiten

Jetzt kommen die Feinarbeiten mit einem Bildbearbeitungsprogramm an die Reihe. Häufig stimmt die Helligkeit im Bereich der Nähte nicht überein, im Himmel beispielsweise bedingt durch die Verwendung eines Polfilters oder durch die Vignettierung des Objektivs. Es gibt aber auch Fehler, die sich in Brüchen von Linien oder Kanten bemerkbar machen. Meist wurden sie durch eine nicht optimale Positionierung und optische Korrektur der Bilder verursacht oder durch sich bewegende Objekte, die während der Aufnahme ihre Position veränderten, wie z. B. laufende Personen oder vorbeiziehende Wolken. Sind diese Nacharbeiten abgeschlossen, haben wir unsere Masterdatei und das Panorama kann präsentiert werden.


Maßarbeit ist keine Hexerei!

Die dargestellten Schritte Transformation, Positionierung sowie das Rendering und Blending laufen grundsätzlich in jeder Panorama-Software ab – je nach Programm mehr oder weniger umfassend für den Benutzer sichtbar. Mal wird ein Schritt unsichtbar im Hintergrund ausgeführt, mal werden Schritte zusammengefasst oder ihre Reihenfolge verändert.

 
Dies ist zugleich der wesentliche Unterschied zwischen den vielen Panoramaprogrammen: die Benutzer-Oberfläche und -führung. Ein Programm versteckt viele Funktionen und Schritte vor dem Benutzer und verwöhnt den Anwender durch eine Vollautomatik. Bei einem anderen Programm steuert der Anwender alle Schritte zur Erstellung eines Panoramas!

Der beste Kompromiss ist wohl eine Reihe guter Automatikfunktion mit der Möglichkeit, an jedem Schritt der Panoramaproduktion steuernd einzugreifen.

Auch wenn die Algorithmen immer besser werden und häufig sehr gute Ergebnisse liefern, produzieren sie immer wieder Fehler oder versagen auch schon mal schlichtweg. Dann ist es notwendig, manuell einzugreifen und dem Programm zu helfen. Hat man grundsätzlich verstanden, was für Prozesse in einer Panorama-Software ablaufen, sind diese steuernden Eingriffe keine Hexerei und der eindrucksvollen Präsentation steht kaum noch etwas im Wege.

Sehr praktisch ist, dass unsere eine gestitchte und optimierte Master-Datei die Grundlage für verschiedene Varianten der Präsentation bildet: Einmal das digitale Panorama, auch QuickTime- oder VR-Panorama genannt, zur ausschließlichen Betrachtung am Bildschirm bzw. im Internet, in dem sich der Betrachter interaktiv per Tastatur und Maus bewegen kann. Weiterhin die für die Betrachtung am Bildschirm, z. B. beim Versand per E-Mail oder Einstellen auf die Homepage, gedachte verkleinerte Version des “flachen” (jetzt aber statischen) Panoramas. Schlussendlich als Königsdisziplin die aufwendigste, anspruchsvollste, kostspieligste und häufig auch schönste Art der Wiedergabe: die Präsentation als Papierbild.


Vorschau

Nachdem in diesem Teil der Serie abstrakt die grundsätzlichen Arbeitsschritte innerhalb eines jeden Panoramaprogramms erklärt wurden, werden in Kürze verschiedene reale Programme zur Panoramaproduktion im Tutorial zur Software vorgestellt. Im nächsten Teil der Serie geht es aber noch einmal, wie angedeutet, ausführlich um die Transformation und damit um das Thema Projektion – und wie sie das Erscheinungsbild eines Panoramas beeinflusst.

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