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Kinderfotografie - Teil 09: Tipps und Tricks - 02
26.04.2010 in People- und Porträtfotografie von Jens_Brueggemann
- Kategorie: People- und Porträtfotografie
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Kinderfotografie
Teil 1: EinleitungTeil 2: Die geeignete Ausrüstung
Teil 3: Das fröhliche Fotoshooting
Teil 4: Vom Babybauch zum Teenager
Teil 5: Indoor fotografieren
Teil 6: Fotos im Freien
Teil 7: Familienleben
Teil 8: Tipps und Tricks (I)
Teil 9: Tipps und Tricks (II)
Perspektiven
Bildgestaltung
Freiraum geben
Mut zur Nähe
Eltern beim Fotoshooting
Übung macht den Meister
Fotos gegen Langeweile
Wettlauf gegen die Zeit
Ständige Bildanalyse
Teil 10: Kinderfotos archivieren, bearbeiten und präsentieren
Text: Jens Brüggemann
Fotos: Jens Brüggemann (147), Leonie Ebbert (44), Elli Bezensek (61), Radmila Kerl (26), Ramona Prosch (5), Kay Johannsen (4)
Skizzen: Jens Brüggemann (27)
Teil 9: Tipps und Tricks (II)
Perspektiven
Welches ist der „richtige“ Standpunkt?
(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Radmila Kerl)

(Foto: Radmila Kerl)

(Foto: Radmila Kerl)
Bildgestaltung
Regeln lernen?Oder lieber dem Bauchgefühl vertrauen?

(Foto: Leonie Ebbert)
Wenn ich vor dem Auslösen bei jedem Foto erst alle Regeln zur Bildgestaltung im Geiste durchgehen würde, käme ich gar nicht mehr dazu, abzudrücken. Die besten Motive wären längst vorbei, unwiederbringlich verschwunden. Das gilt ganz besonders auch bei der Fotografie von Kindern.
Mit der Zeit bekommt man ein „Gespür“ für Gestaltung und Komposition. Nicht immer ist es nämlich der „goldene Schnitt“, der zum optimalen Ergebnis führt. Die Bildgestaltungsregeln können zwar in vielen Fällen helfen, zu einem besseren Ergebnis zu kommen, ein Garant hierfür sind sie aber nicht. Ich glaube, dass jeder gute Fotograf eher intuitiv fotografiert, und dass die Bildgestaltungsregeln Erklärungsversuche sind, warum manche Fotos besser auf den Betrachter wirken als andere. Als Anleitung zum besseren Fotografieren sehe ich diese Regeln nicht. Wichtiger ist es meines Erachtens, das eigene „Sehen“ zu schulen! Und dazu gehört, dass man sich viele gute Fotos anschaut.

(Foto: Leonie Ebbert)

(Foto: Radmila Kerl)

(Foto: Radmila Kerl)
Wie dieses Beispiel zeigt, ist es nicht immer möglich, Fotos einer Rangfolge bezüglich ihrer Bewertung einzuordnen. Aber genau das bedingen die Bildgestaltungsregeln. Vertrauen Sie daher besser auf Ihr Bauchgefühl und fotografieren Sie im Zweifelsfall lieber mal ein paar Varianten, damit Sie später am Rechner in aller Ruhe das beste Foto auswählen können.
Freiraum geben
Kinder halten fast nie still, zumindest nicht die jüngeren unter ihnen. Daher ist es gut, wenn man von vornherein einen größeren Bildausschnitt vorsieht, was allerdings in der Post-Production eine Bearbeitung dieser Fotos mithilfe eines Bildbearbeitungsprogramms notwendig macht ...
(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Jens Brüggemann)
Eine andere Möglichkeit, dem Bewegungsdrang der jungen Modelle Rechnung zu tragen, ist die Verwendung von Zoomobjektiven, die es ermöglichen, schnell auf die neue Situation zu reagieren, wenn „Sohnemann“ oder „Töchterlein“ sich selbstständig macht ...

(Foto: Elli Bezensek)

(Foto: Jens Brüggemann)
Mut zur Nähe
Kinderfotos wirken weniger distanziert, wenn man enge Bildausschnitte wählt. Dies erreicht man am besten durch die Verwendung von Teleobjektiven, denn ein zu naher Standpunkt des Fotografen könnte zumindest bei den jüngeren Modellen zu Unbehagen führen.
(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Ramona Prosch)

(Foto: Ramona Prosch)
Eltern beim Fotoshooting
Wenn Sie nicht den eigenen Nachwuchs fotografieren, sondern fremde Kinder, werden diese in den seltensten Fällen alleine zum Fotoshooting kommen.
(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Jens Brüggemann)
Auf jeden Fall wird das Kind, zumindest bis zum Erreichen der Pubertät, froh sein, zumindest einen Elternteil (oder beide, oder jemanden von den Großeltern) beim Shooting dabeizuhaben. So wird es nicht schüchtern und zurückhaltend agieren, sondern eher mutig, offen und aufgeweckt.

(Foto: Jens Brüggemann)
Welches Kind lässt sich schon so ohne Weiteres von einem fremden Fotografen, den es vielleicht sogar das erste Mal in seinem Leben sieht, sofort mitreißen? Anders hingegen, wenn eine Vertrauensperson (oder mehrere) diese Aufgabe übernimmt! (Foto: Elli Bezensek)


(Foto: Elli Bezensek)
Die Fotografin dieses Fotos verwendet häufig folgenden pfiffigen Trick, um ihre jungen Modelle bei guter Laune zu halten und zu begeistern: Sie legt ein Gummibärchen auf die am Objektiv befindliche Sonnenblende, sodass die von ihr fotografierten Kinder mit großen Augen freudig jeder Bewegung ihrer Kamera folgen.

(Foto: Elli Bezensek)

(Skizze: Jens Brüggemann)
Übung macht den Meister
Sicher ist es sinnvoll und lehrreich, Fotolehrbücher und Tutorials zu lesen, Workshops zu besuchen, an Fotowettbewerben teilzunehmen oder sich im Fotoclub mit Gleichgesinnten auszutauschen. Letztendlich lernt man Fotografieren aber nur durchs Fotografieren.
(Foto: Elli Bezensek)

(Foto: Elli Bezensek)
Bleiben Sie sich treu, lassen Sie sich nicht „verbiegen“! Nehmen Sie berechtigte Kritik an, aber nehmen Sie „Gemecker“, welches nur aus unterschiedlicher Geschmäckern resultiert, nicht allzu ernst. Vielen Menschen ist gar nicht klar, dass Fotografie eine höchst subjektive Kunst ist.

(Foto: Radmila Kerl)
Über Geschmack lässt sich nicht streiten? Doch, vortrefflich sogar, aber eben ohne zu einem „wahren“ Ergebnis kommen zu können... Also diskutieren Sie lieber über die Dinge, die „greifbar“ und verbesserungswürdig sind, wie zum Beispiel technische Unzulänglichkeiten etc.
Fotos gegen Langeweile
Seien Sie kreativ! Machen Sie keine 08/15-Fotos! Denn die gibt es schon genug! Ausgefallene Ideen zählen, denn Kinderfotos gibt es wie Sand am Meer.
(Foto: Jens Brüggemann)

(Foto: Radmila Kerl)

(Foto: Jens Brüggemann)
Ich vergleiche diese Vorgehensweise gerne mit dem Eiskunstlauf: Erst die Pflicht, und dann die Kür. Zeigen Sie, was Sie können!
Wettlauf gegen die Zeit
Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, wenn Sie Kinder fotografieren wollen! Aus zweierlei Gründen: Erstens sollte man - nicht nur, aber gerade auch - mit Kindern, bevor man sie fotografiert, ins Gespräch kommen, mit ihnen reden, mit ihnen „warm“ werden. Dies gilt umso mehr, wenn es sich um fremde Kinder handelt.
(Foto: Jens Brüggemann)
Nehmen Sie sich also ausreichend Zeit, um die Kleinen zu fotografieren! Das wird nicht immer möglich sein, aber vielleicht lassen sich ja auch schon im Vorfeld zum Fotoshooting wichtige zeitraubende Dinge vorbereiten (beispielsweise der Aufbau der Blitze, Befestigung der Aufheller, Speicherkarte in Kamera stecken und formatieren, Einstellungen überprüfen oder anpassen, Requisiten aufbauen, Hintergrund herrichten, etc.)? So müssen die Kids nicht warten und man hat während der Fotosession mehr Zeit, um sich um die jungen Modelle zu kümmern.

(Foto: Elli Bezensek)
Ständige Bildanalyse
Eine ständige - kritische! - Bildanalyse ist vonnöten, um aus seinen Fehlern zu lernen, um fotografisch nicht stehenzubleiben.Fragen wie „Was habe ich richtig gemacht? Was falsch? Was könnte ich beim nächsten Mal besser machen?“ zwingen den Fotografen, sich mit seinen Bildern auseinanderzusetzen. Seien Sie kritisch mit sich selbst, beziehungsweise mit Ihrer fotografischen Arbeit.

(Foto: Leonie Ebbert)

(Foto: Jens Brüggemann)
Umgekehrt bedeutet das aber auch, dass Sie sich gelegentlich - sofern Anlass dazu besteht - auch einmal selbst lobend auf die Schulter klopfen dürfen, wenn ein Foto besonders gelungen ist! Wer sich selbst kritisieren kann, darf sich auch durchaus mal selbst loben - und sich belohnen. Trinken Sie also auf das Erfolgserlebnis ein Glas guten Wein, oder, wenn Sie dem Alkohol nicht so zugetan sind wie ich, kaufen Sie sich zur Belohnung ein neues Objektiv (oder einen Blitz oder eine Kamera oder...)!

(Foto: Leonie Ebbert)
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wachenheim
07.05.2012 - 17:26
Die Serie besticht nicht nur durch schöne Fotos, sondern ist auch wirklich sehr schön geschrieben!
binifada
07.05.2012 - 13:16
Aus dem Tutorial habe ich viele wirklich gute Tipps mitgenommen - Vielen Dank
klarocaro
25.04.2012 - 15:09
sehr gut geschrieben! Kameraeinstellungen wären noch besser :-)
heinzf1321
13.04.2012 - 10:03
Viele schöne Anregungen für ein heute bevorstehendes Kindershooting.
Hoffe einiges davon umsetzen zu können. Inspiration ist wohl jede Menge vorhanden.
Danke, Gruß Heinz
Maijoh
10.04.2012 - 21:46
Als frischgebackener Papa konnte ich mir hier einige Anregungen holen! Vielen Dank!
dermik
07.04.2012 - 19:47
Tolles Tutorial mit schönen Bildern
chrisscha
18.03.2012 - 21:59
Danke für das Tut, sehr gut erklärt!
Gruß
foexy
31.10.2011 - 23:10
Wirklich gelunges Tutorial!
jasmine1988
05.10.2011 - 09:43
Danke für das Tutorial - gute Tipps!
schnuffy1de
30.09.2011 - 09:53
hi
schönen dank für diese tut. es hat mir schon sehr geholfen :)
hamsibone
05.08.2011 - 22:52
Vielen Dank für das Tutorial
Marita
04.07.2011 - 09:59
vielen Dank! hat mir sehr gut gefallen.
Keks2004
26.06.2011 - 10:03
Vielen lieben Dank ! Sehr gute Tipps und schöne Fotos !
MDesigner
23.05.2011 - 21:00
Danke für die guten Tipps und Bildideen. Gefällt mir sehr gut.
calimero_sh
12.05.2011 - 15:42
gute Tips und schöne Beispielbilder.DANKE
slunko
11.02.2011 - 11:16
Ich hätte mir etwas mehr technischen Daten bzw. Vergleichen von Kameraeinstellungen gewünscht. Ansonsten war's interessant zu lesen. Danke!
toto81ks
06.02.2011 - 23:30
Klasse hat mir gut gefallen. War mein Erster Download hier, find ich gut
Binuska2011
05.02.2011 - 18:05
Vielen Dank! Sehr schöne Fotos!
viajero
29.01.2011 - 01:16
Ein tolles Tutorial mit sehr schönen Bildern und hilfreichen Informationen.
mandi1808
03.01.2011 - 12:29
Tolle Beispielbilder! Danke!