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  • Faszination Indien - Teil 08: Mega Citys

    Faszination Indien - Teil 08: Mega Citys

    13.12.2010 in Reisefotografie von Juergen_Held

    • Kategorie: Reisefotografie
    • Erstellt mit Programmversion: V_01
    • Dateigröße (PDF): 5.3 MB
    • Bisherige Zugriffe: 829
    Für viele Reisende ist die erste Begegnung mit dem chaotischen Indien, einer der Mega-Citys. In diesem Teil geht es um die drei größten Städte Indiens und warum es wenig Grund gibt, vor der Landung nervös zu werden. Dazu gibt es noch die wichtigsten Tipps für das fotografische Abenteuer Indien.
     

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Kommentare

  • Portrait von WeissmannS

    WeissmannS

    21.11.2011 - 21:09

    Sehr gut geschrieben, es ist schon hilfreich wenn man sich auf Indien bzw. Kalkutta vorbereitet.

  • Portrait von Chrischan22

    Chrischan22

    06.11.2011 - 01:13

    wirklich beeindruckend

  • Portrait von asnell

    asnell

    20.02.2011 - 07:55

    guter Bericht, fehlt eigentlich nur ein Bild vom Verkehrschaos

  • Portrait von thedeepblue

    thedeepblue

    20.12.2010 - 08:39

    Die Serie geht weiter, und ist weiter gut - Danke!

  • Portrait von Mellie1103

    Mellie1103

    15.12.2010 - 22:35

    deine bilder wecken in mir noch viel mehr den wunsch einmal selber nach indien zu reisen und die farbenpracht auch mal vor meine linse zu bekommen

  • Portrait von kiara_vestigium

    kiara_vestigium

    15.12.2010 - 16:48

    Ich find das super - die bilder sind toll, der bericht gut und interessant geschrieben und die tips am ende auch gut zusammen gefasst und hilfreich

  • Portrait von mbpicture

    mbpicture

    14.12.2010 - 21:35

    Wenn man schon mehrmals in Indien war kann man die Fasination verstehen.
    Indien ist eben immer eine Reise wert. Tolle Bilder und ein super Bericht.

  • Portrait von roman2

    roman2

    14.12.2010 - 14:00

    mal wieder echt tolle Bilder !!!

  • Portrait von benjaei

    benjaei

    14.12.2010 - 00:23

    Oh, da hatte ich eben irgendwie eine richtige Vermutung als ich daran dachte mal zu schauen ob es denn einen neuen Teil deines Tutorials gibt... Auch dieser Teil gefällt mir wieder sehr gut, wobei ich persönlich den letzten über die Kumbh Mela am besten/interessantesten fand.
    Schade das ich nun nur noch auf einen Teil warten kann.

  • Portrait von Lakshmi

    Lakshmi

    13.12.2010 - 17:32

    Sehr schöne klare Bilder,die man nicht genug ansehen kann,toll wie immer.

  • Portrait von thello

    thello

    13.12.2010 - 17:13

    schön, daß du die Bilder hier zeigst

  • Portrait von NSGFR

    NSGFR

    13.12.2010 - 14:11

    Wirklich sehr interessant!

  • Portrait von opika

    opika

    13.12.2010 - 12:59

    Hab bereits gestern vorletztes Teil gelesen und heute kommt mehr! Toll

  • Portrait von fotohexe69

    fotohexe69

    13.12.2010 - 11:58

    Toll, wie immer!!!!!!!!

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Vorsicht: Diese Reihe verfolgt nicht den Ansatz der klassischen Schritt-für-Schritt-Anleitung, sondern ist eher im Erzählstil gehalten ;-).

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Linktipp: http://www.digitaletiefe.com.

Ende März bin ich von meiner letzten Indienreise zurückgekehrt. Dabei reiste ich von Delhi aus über Ajmer, Amritsar und Chandighar zu meinem eigentlichen Ziel, der Kumbh Mela in Haridwar. Den aufgezeichneten Blog dazu stelle ich gerade stückchenweise auf meiner Website ein. Wer möchte, kann dort noch mehr über Indien lesen und sehen.


Aktuelle inhaltliche Übersicht der geplanten Tutorials:
Teil 1: Vor der Reise (Planung, Ausrüstung und Gesundheit)
Teil 2: Der Norden I (Himalaya und die Grenzgebiete)
Teil 3: Der Norden II (Himalaya und die Grenzgebiete)
Teil 4: Rajasthan (Farbenfroher Wüstenstaat)
Teil 5: Das Hindu-Kernland (Heilige Stätten und religiöse Feste)
Teil 6: Der Süden (Tempelanlagen und Strände)
Teil 7: Kumbh Mela (Das größte Fest auf Erden)
Teil 8: Mega-Citys (Delhi, Kolkata und Mumbay)
Teil 9: Nach der Reise (Auswertung und Weiterverarbeitung)

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Teil 8: Indiens Mega-Citys

Verkehrschaos, Atemnot und Oasen der Ruhe

Oft werde ich gefragt, ob ich denn nicht schon alles gesehen habe, nach 15x Indien, zum Teil auch längeren Aufenthalten, in über 20 Jahren. Meine Antwort lautet „Nein“. Selbst, wenn ich mal alle Sehenswürdigkeiten, ob Natur, Kultur, Architektur und was es sonst noch alles gibt, abgearbeitet habe, wird es mir wohl nie langweilig werden. Mit einem Glas süßem Milchtee in der Hand an einem Chai-Stand in der Altstadt einer Großstadt zu sitzen und dem chaotischen Trubel zuzusehen, bietet so viel Unterhaltung, dass an Langeweile gar nicht zu denken ist. Und garantiert mit wechselnden Programm-Highlights, die immer wieder für den Überraschungseffekt sorgen.

Fragt man mich dann nach meiner Lieblings-Großstadt in Indien, was ich wahrheitsgemäß mit Kolkata (früher Kalkutta), gefolgt von Delhi, beantworte, erhalte ich meist nur ein unmissverständliches Kopfschütteln. Wie kann man nur solch überbevölkerte, luftverpestete, lärmende Moloche mögen? Eine Infrastruktur, die an vielen Stellen längst aus allen Nähten platzt. Wassermangel und Stromausfall in einer Maschinerie, die aus dem vorletzten Jahrhundert scheint.

Andererseits, es gibt sie, die Plätze der Ruhe, in die man eintritt wie durch eine kleine Öffnung, die vom Lärm, der Enge und dem Chaos übersehen werden. Vielleicht ist es die Kombination, das Extreme nebeneinander, wie es in Indien häufig vorkommt. Die folgenden Kurzporträts der drei ganz Großen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern sind eine Zusammenfassung der Gründe, weswegen ich immer wieder gerne Indiens Mega-Citys besuche:

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Delhi, die Chefin

Die Hauptstadt Indiens teilt sich in Old- und New-Delhi. Auf einer Fläche von gut 1480 km² leben etwa 14 Millionen Menschen. Ist der erste Kulturschock überwunden, bietet Delhi eine Fülle an Sehenswürdigkeiten, Museen, historischen Bauwerken, eine große Kunstszene und eine ausgezeichnete Speisekarte, die alle Spezialitäten des Subkontinents bereithält.

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Fotografische Highlights

Die Jama Masjid ist die größte Moschee Indiens. Im Innenhof ist Platz für 25.000 Gläubige. Von den vier 40 Meter hohen Minaretten darf eines bestiegen werden. Allein die Aussicht über Alt-Delhi ist den Aufstieg wert. Der Lotus-Tempel ist architektonisch absolut bemerkenswert. Wie eine geöffnete weiße Lotusblüte steht der Tempel inmitten einer gepflegten Rasenfläche. Rund um die Chandni Chowk, der Hauptstraße Old Delhis, führen zahllose Nebenstraßen und Gassen zu kleinen Märkten und Verkaufsräumen, in denen alle möglichen Güter gehandelt werden. Hier kommt man sich manchmal vor wie um 100 Jahre zurückversetzt.

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Oasen der Ruhe

Der Lotus-Tempel ist offen für Angehörige aller Religionen. Die zugrunde liegende Bahai-Philosophie strebt nach universellem Frieden und der Abschaffung aller Vorurteile. Im Tempel kann gebetet oder meditiert werden. Es darf weder geredet noch fotografiert werden. Der Akshardham-Tempel ist eine riesige Tempelanlage am Stadtrand von Delhi. Wer erst einmal die Sicherheitskontrollen hinter sich gebracht hat, kann sich in den weitläufigen Gärten entspannen oder die mehr als 20.000 geschnitzten Gottheiten an der Tempelanlage bewundern.

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Kolkata, die Freundliche

Die ehemalige Hauptstadt Indiens beherbergt mehr als 15 Millionen Einwohner, und stetig werden es mehr. Beim ersten Besuch hat man den Eindruck, die Stadt hat sich selbst aufgegeben. Einst die modernste Stadt Indiens, steht Kolkata heutzutage weltweit als Inbegriff für Chaos, Armut und Überbevölkerung. Schon Günther Grass hat kaum ein gutes Haar an Kolkata gelassen. Und trotzdem oder gerade deshalb findet man in Kolkata die freundlichsten Menschen, die kreativsten Köpfe und die engagiertesten Politiker.

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Fotografische Highlights

Nicht die typischen Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das Victoria Memorial oder die St. Pauls Cathedral sind die fotografischen Highlights, sondern der englische Friedhof an der Park-Street. Zum Teil völlig mit Moos überwucherte Grabstätten, die üppig und kunstvoll angelegt sind, erinnern an die Kolonialzeit der Engländer.

Der Obst- und Blumenmarkt unter der imposanten Howrah-Brücke wird erstaunlicherweise selten in den Reiseführern erwähnt. Dabei ist es ein Genuss, zwischen Bergen von Blüten, Gemüse und Bananen seinen Weg durch den Markt zu finden. Das Indian Museum wurde 1875 eröffnet und ist alleine schon wegen seiner Architektur, der Ausstellungsräume und historischen Ausstellungsschränke einen fotografischen Besuch wert.

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Oasen der Ruhe

Der Botanische Garten bietet auf über 100 ha eine große Vielfalt an subtropischen Pflanzen. Darunter auch der angeblich weltgrößte Banyan-Baum, der über 250 Jahre alt ist. Natürlich ist auch der englische Friedhof in der Parkstreet ein idealer Ort, um etwas Ruhe zu finden, und das mitten in der Stadt.

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Mumbay, die Moderne

Die kleine Insel an der Westküste Indiens war mal für umgerechnet 10.- £ (engl. Pfund) pro Jahr zu pachten. Das war 1668, und da hatte Mumbay auch noch keine 16,5 Millionen Einwohner, sondern war ein kleines Fischerdorf namens „Bom Bahai“. Mittlerweile ist Mumbai der wirtschaftliche Motor Indiens und zeigt das Ungleichgewicht Indiens extremer auf. Einerseits ist Mumbai Geld und Glamour, andererseits lebt die Hälfte der Einwohner in Slums, am Rande des Existenzminimums.

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Fotografische Highlights

Der Mahalaxmi Dhobi Ghat ist die größte menschliche Waschmaschine, die man sich vorstellen kann. In über 1000 Steinwannen wird Mumbays Wäsche im Schichtbetrieb gewaschen, anschließend getrocknet und gebügelt. Zum Sonnenaufgang, wenn der Fisch am Sasson Dock ankommt und von den farbenfroh gekleideten Koli-Frauen sortiert wird. Wichtig: Vorher eine Fotografiererlaubnis beim Mumbai Port Trust einholen. Der Crawford-Market ist ein riesiger Markt für Obst und Gemüse, mit kunstvoll präsentierter Ware. Für die Hartgesottenen gibt es dort auch einen fotografisch interessanten Tier- und Fleischmarkt.

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Oasen der Ruhe

Wirkliche Oasen hat Mumbay nicht zu bieten. Im Zoo ist es ruhig und die Grünanlagen laden zum Verweilen ein. Schaut man sich aber die Art der Tierhaltung an, fällt es schwer, sich zu entspannen. Dann lieber in eines der zahlreichen Museen oder vielleicht mal einen Yoga-Kurs in einem der traditionellen Yoga-Zentren besuchen.

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Zusammenfassung: 8 Tipps für das Fotografieren in Indien

Ausstattung: Mitnehmen, was nötig ist. Zwar gibt es in den Großstädten fast alles, was man braucht. Verlassen würde ich mich darauf aber nicht. Ich habe ein Zoom-Objektiv (18-200mm), eine Festbrennweite (50mm) und für die 360°-Panoramen ein Fisheye-Objektiv (10-17mm). Zu meiner Kamera nehme ich einen Ersatzbody mit.

Panoramafotografie: Für meine Panoramen benötige ich ein leichtes, aber stabiles Dreibein-Stativ. Stativköpfe und Nodalpunktadapter müssen ebenfalls sein. Genauso wie ein Fernauslöser mit Programmiermöglichkeit.

Zubehör: Ich habe drei Flash-Karten (je 4 GB) und eine mobile Festplatte (2,5“) dabei. Zur ersten Überprüfung meiner Aufnahmen habe ich ein Netbook dabei. Viel Bearbeiten kann man damit nicht, aber es ist klein und leicht und reicht aus, um einen ersten Eindruck von den Aufnahmen zu bekommen.

Pflege: In Indien zu reisen, ist eine Belastung für Mensch und Material. An der „Verpackung“ zu sparen, wird sich rächen. Ich bevorzuge die robusten Lowe-Fotorucksäcke und Taschen. Die vertragen auch mal einen Monsunregen. Zur Reinigung der Fotoausrüstung genügen mir Brillenputztücher und feine, fusselfreie Baumwolltücher.

Sicherheit: Indien ist ein relativ sicheres Reiseland. Diebstähle und Überfälle kommen nicht allzu häufig vor. Wer eine teure Kamera-Ausrüstung hat, sollte sich jedoch überlegen, diese zu versichern. Die Gefahr, dass etwas im Gedränge oder während der Reise in Bussen und Bahnen zu Bruch geht, besteht natürlich.

Gebäude fotografieren: Nicht alles darf auch fotografiert werden. Es ist wichtig, darauf zu achten, ob es ein Verbotsschild gibt. Regierungsgebäude, Brücken, Bahnhöfe und Schnellbahnen sind häufig mit einem Fotografierverbot belegt. Militärische Einrichtungen sind sowieso tabu. Wer es trotzdem macht, kann mit richtigem Ärger rechnen.

Religiöse Stätten fotografieren: Mal so, mal so. In manchen Tempeln und Moscheen darf man in jedem Raum und jeder Ecke fotografieren. In manchen ist absolutes Fotografierverbot. Ganz tabu sind Verbrennungsplätze. Wer es trotzdem macht, verletzt nicht nur die beteiligten Menschen, sondern bekommt noch mehr Ärger. Wichtig: In Indien als Ausländer unbeobachtet zu fotografieren, halte ich für unmöglich.

Menschen fotografieren: Die meisten Menschen in Indien lassen sich gerne fotografieren. Wer sich auf die Leute einlässt, vorher fragt, vielleicht sogar ein kleines Schwätzchen führt, wird garantiert mit tollem Bildmaterial nach Hause kommen. Mir ist es schon ein paar Mal passiert, dass ich aufgefordert wurde, mitzukommen, und befand mich auf einmal mitten in einer Hochzeitsprozession oder einer religiösen Zeremonie. Natürlich gibt es auch Leute, die Bares erwarten oder verlangen. Ob und wie viel, sollte unbedingt vorher geklärt werden.

 
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