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  • Reisefotografie: Teil 01 - Kinder im Ausland fotografieren

    Reisefotografie: Teil 01 - Kinder im Ausland fotografieren

    17.01.2009 in Reisefotografie von User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    • Kategorie: Reisefotografie
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    Kinder im Ausland zu fotografieren, ist eine der leichtesten Übungen. Sie interessieren sich wie alle Kinder auf dieser Welt für das Fremde und Unbekannte und stürmen geradezu auf die durch die Gassen ziehenden Fotografen zu. Einfach nur den Auslöser abzudrücken kann hier zur Methode werden, generiert uns oft aber nicht wirklich ein stimmiges Bild, da auf Komposition und Lichtverhältnisse nicht wirklich geachtet wird, weil doch alles sehr chaotisch und hektisch abläuft. Bei dieser Vorgehensweise auf den zufälligen Glückstreffer zu warten, kann oft frustrierend sein.



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Kommentare

  • Portrait von Piggybag

    Piggybag

    11.10.2014 - 15:12

    Klasse sache. DerUrlaub kann kommen, und ich bin für die Kidies gerüstet.

  • Portrait von Figib

    Figib

    22.06.2014 - 20:38

    Vielen Dank für das Tutorial!!!

  • Portrait von Yammy

    Yammy

    11.02.2014 - 08:06

    vielen Dank für deine Arbeit

  • Portrait von diechrischi

    diechrischi

    05.06.2013 - 21:50

    Sehr hilfreich, nicht nur im Ausland :)

  • Portrait von Raider89

    Raider89

    21.06.2012 - 19:04

    Tolle Fotos und gute Tipps :)

  • Portrait von juliafox89

    juliafox89

    03.01.2011 - 02:32

    super für Portraitfotos!

  • Portrait von juliafox89

    juliafox89

    03.01.2011 - 02:16

    super für Portraitfotos!

  • Portrait von jupphs

    jupphs

    09.12.2010 - 21:27

    Gute Anhaltspunkte zu unterscheiden!

  • Portrait von ElSorro

    ElSorro

    21.08.2010 - 00:32

    Schöne Erklärung was gute und schlechte Bilder unterscheidet!

  • Portrait von petrareichel

    petrareichel

    13.05.2010 - 15:20

    gut berichtet und die bilder was als normal geknipst wird und dies mit der bildgestaltung find ich gut

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    16.03.2010 - 17:41

    Danke, sehr schönes Tutorial!

  • Portrait von Phylly

    Phylly

    05.02.2010 - 14:36

    tolle tutorialserie!

  • Portrait von Corny70

    Corny70

    13.01.2010 - 20:41

    Sehr hilfreich,gut geschrieben und schöne Bilder

  • Portrait von moika111

    moika111

    26.11.2009 - 06:30

    Herzlichen Dank für die guten Anregungen. Weiter so

  • Portrait von melloken

    melloken

    29.09.2009 - 16:46

    schöne Bilder, da habe ich wieder Lust zum Reisen.

  • Portrait von Nanamii

    Nanamii

    25.06.2009 - 20:19

    schönes TUT und sehr schöne Bilder !!

  • Portrait von Lainay

    Lainay

    31.05.2009 - 11:24

    schöne bilderserie, mal sehen ob es auch so klappt.

  • Portrait von sagan

    sagan

    23.04.2009 - 19:09

    Schöne Bilder, schönes TUT.
    Für mich schlecht nachvollziehbar, die Tipps sind mir zu allgemein.

  • Portrait von diegabi

    diegabi

    26.03.2009 - 15:54

    Schöne Bilderserie, und gut erklärt.
    Danke

  • Portrait von kaetzchen71

    kaetzchen71

    17.02.2009 - 14:16

    Sehr interessant mit tollen Bildern!

Weitere Kommentare
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Welche Aspekte machen dieses Bild zu einem nicht wirklich guten Bild?

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Zunächst kann man doch relativ schnell erkennen, wie überrascht die beiden waren, als die Kamera auf sie gerichtet worden ist. Eine gewisse Auseinandersetzung des Fotografen mit den Kindern hat hier nicht stattgefunden. Der Bildausschnitt zeugt durch abgeschnittene Personen und den fehlenden Zusammenhang zwischen Kindern und ihrem Umfeld eher von einem Schnappschuss. Auch das Unbekannte, nämlich die Überraschung des Betrachters, welch große Flaschen Cola doch in Pakistan existieren und hier mit arabischen Schriftzeichen versehen sind, lässt das Bild nicht zu einem guten Bild werden.

Aber man will schließlich wissen, was eine gute Bildauswahl ausmacht. Oft wird man von Fotografien aus dem Ausland und gerade von Kindern zu leicht überzeugt. Das Fremde kann immer interessant sein, denn das, was wir nicht kennen, fasziniert uns. Und Kinder sind oft, ob gutes Foto oder schlechtes Foto, niedlich und wir verwechseln zu schnell die Niedlichkeit des Kindes mit der Qualität des Fotos. Kriterien zur Auswahl der guten Bilder muss jeder selber für sich entscheiden, das macht ja auch den persönlichen Stil bei Fotografie aus. Aber auf gewisse Dinge kann man schon achten und somit den schlechten Schnappschuss vermeiden.

Beim fotografischen Streifzug durch das Ausland, gerade in Länder der Dritten Welt, wird man sehr oft auf Kinder stoßen, die hoffen, dass man zu ihnen kommt und ein Bild macht. Einige wollen natürlich auch Geld. Sobald man Kinder aber in den Prozess des Fotografierens mit einbezieht, haben sie das Geld schnell vergessen und haben viel Spaß an der Kamera und am Anblick ihrer eigenen Gesichter. Ich ließ die Kinder oft hinten auf den Kameramonitor schauen, um sich selbst zu sehen, und das ist für viele etwas ganz Besonderes. Schnell hat man so die Kinder mit all den verschiedenen Facetten auf seiner Seite: Grimassen, Posen und etliche Kombinationen mit anderen Freunden. Vergessen Sie aber nicht: Sie sind der Fotograf/die Fotografin und entscheiden, was aufgenommen wird.

Denn der Nachteil der digitalen Fotografie kommt gerade beim Fotografieren von Kindern schnell zum Ausdruck. Sie sehen nach der Session Ihre Bilder an und stellen fest, dass es unendlich schwer wird, sich bei der unendlichen Menge von Bildern zu entscheiden. Entscheiden Sie also schon beim Fotografieren, was ein interessantes Bild werden kann und was nicht. Sich von Kindern drängen zu lassen, von jedem einzelnen ein Foto zu schießen, wird einem nicht helfen, ein gutes Bild zu machen. Glückstreffer sind natürlich immer vorhanden.

Hierin kann natürlich auch die Chance liegen. In Pakistan war ich in einem kleinen Dorf, was noch nie wirklich mit Ausländern, geschweige denn mit Fotografen zu tun hatte. Nur auf die Kinderhorde draufzuhalten, brachte mich nicht wirklich weiter, also habe ich den Kindern mit Händen und Füßen beigebracht, sich anzustellen und dass einer nach dem anderen fotografiert wird. Natürlich im Schnelldurchlauf. Das funktionierte auch. Allerdings schummelten sich dann doch immer wieder andere Kinder mit ins Bild. Dort können dann aber interessante Bilder entstehen:

 
Diese drei Bilder sind ebenfalls in der Aufreihung der Kinder entstanden.

Bilder


 
Doch durch besondere Merkmale fallen diese Bilder nicht gerade auf ...

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... und bleiben schwer im Gedächtnis, da keine anderen besonderen Umstände das Bild beschreiben.

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Dieses Bild hier hatte mich dann allerdings durch seine ausdrucksstarke Bildgestaltung überzeugt.

Bilder


 
Dieses Bild wäre sicherlich nicht entstanden, hätte ich nicht den Kindern gesagt, wie es abläuft.

Bilder


Bei Kinderhordenattacken gelassen zu bleiben, ist schwierig, aber wichtig, um das Motiv zu finden, nach dem man sucht. Das Einzige, was einem hier oft bleibt, ist, abzudrücken und zu schauen, was dabei herauskommt. In diesem Fall hier bin ich vor den Kindern weggerannt, mit der Gewissheit, sie werden mir hinterherrennen. Dies ist auch geschehen, ich habe also ein Spiel daraus gemacht. Ich bin weggerannt und habe mich dann umgedreht und meine Bilder gemacht. Das macht zwar Spaß, garantiert aber nicht wirklich ein Bild, dem man ansieht, dass daran gearbeitet wurde.

 
Wie schwierig es ist, zu entscheiden, welches aus einer Bildserie das beste ist, lässt sich hier ganz gut erkennen:

Bilder


Am besten ist also, wirklich gezielter zu fotografieren. Denn die Auswahl bei den Bildern hinterher ist oft schwieriger und zeitintensiver als die Arbeit, die man schon bei den Aufnahmen hätte aufbringen können. Genauer hinschauen, weniger den Auslöser betätigen.

Wichtig ist immer, dass, wenn man ein Motiv gefunden hat, das einen bewegt oder inspiriert: Dranbleiben und an einer Sache länger fotografieren. Das macht oft mehr Sinn als etwas kurz zu sehen, ein Bild zu machen und weiterzugehen. Sich mit den Motiven zu beschäftigen, bringt die guten Bilder hervor, und das gilt nicht nur für Kinderfotografie, im Ausland oder Inland. Wenn ich durch meine "Kontaktabzüge" gehe, dann gestalten die sich oft gleichermaßen. Eine Fotoserie mit gleichem Motiv gefolgt von einzelnen Schnappschüssen und wieder Fotoserien von verschiedenen Motiven.

 
Halten Sie fest, wovor Sie sich normalerweise scheuen, es festzuhalten. Wenn die Situation außer Kontrolle gerät und Sie auf einmal vor Ihrer Kamera keine lachenden tollenden Kinder vorfinden, sondern Kinder, die heulend und kreischend vor die Linse gezerrt werden, dann ist Mut gefragt und empfohlen, einfach weiterzufotografieren.

Bilder


 
Die Angst davor, so etwas zu fotografieren, können Sie schnell vergessen, denn nur so bekommt man eben die Bilder, die vom lachenden Kind abweichen:

Bilder


Natürlich, je länger man fotografiert, desto mehr entwickelt man ein Feingefühl dafür, wann es angebracht ist, weiter draufzuhalten und wann es besser ist aufzuhören. Heulende Kinder bekommt man gerade dann vor die Kamera, wenn das betroffene Kind Angst vor der Kamera hat und von den Freunden davorgezerrt wird. Zeigt man dem Weinenden hinterher sein Abbild, so kann das die Situation schon wieder völlig entspannen. Gerade aber in diesen Situationen, wenn sich die Kinder um etwas anderes kümmern müssen oder auf etwas anderes konzentrieren, haben Sie die meisten Chancen auf gute Bilder.

 
Am schönsten ist es also, Kinder bei einer Tätigkeit zu fotografieren. In einer vietnamesischen Schule waren die Kinder so auf den Unterricht konzentriert und voller Respekt dem Lehrer gegenüber, dass sie es nicht wagten, sich mit der Kamera auseinanderzusetzen. Alles, was ich in dieser Schule vorfinden konnte, waren konzentrierte Blicke:

Den Auslöser für sichtbare Emotionen kreierte ich mir selbst: Ich blieb konzentriert mit dem Auge im Raum und ging in die Hocke; das allerdings so nahe an der Tafel, dass ich mit dem Gürtel hängen blieb und ein lautes störendes Geräusch auslöste. Die Kinder, begeistert von meiner Tollpatschigkeit, verloren sekundenschnell ihre Scheu und einer lachte ungehalten los. Mein Foto war gemacht:

Bilder


 
Im Grunde genommen sind Kinder meiner Ansicht nach also am schwierigsten zu fotografieren. Denn bei den unzähligen Chancen, die sie uns bieten, Fotos zu machen, muss man sich entscheiden, wann genau der Zeitpunkt ist, um abzudrücken. Allerdings ist nicht zu vergessen, dass hier das schnell gewonnene Vertrauen von Kindern großes Potenzial für ausdrucksstarke Bilder enthält.

Bei der Wahl meiner Objektive kann ich grundsätzlich schon mal Festbrennweiten empfehlen, da diese schärfere Aufnahmen machen und dem Fotografen helfen, sich mehr über den Bildausschnitt Gedanken zu machen. Ich benutze sehr häufig mein Canon 28mm f1.8 Objektiv, das bei meiner Nicht-Vollformatkamera etwa einem 45mm entspricht. (Canon 400D. Brennweite x 1,6). Bei Kindern allerdings empfiehlt es sich allerdings durchaus auch, mit Zoomobjektiv zu arbeiten. Kinder sind ständig in Bewegung und eines der unruhigsten Motive. Ich bevorzuge es allerdings, mich zu bewegen, anstatt mit dem Zoom meinen Bildausschnitt zu bewegen. Bewegung ist gut: für Körper und Foto.
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