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Kommentare

  • Portrait von paranoid

    paranoid

    01.09.2012 - 11:12

    Der künstlerische Aspekt wurde natürlich sehr gut beleuchtet, aber ich hätte mir auch ein paar Infos zu technischen Details gewünscht. Welche Verschlusszeit ist oftmals vorteilhaft, ISO,...

  • Alternative Portrait von rho

    rho

    18.08.2012 - 16:25

    Danke für das tolle Tutorial. Die Farbschattierungen in den dänischen mit blautürkis und in den chinesischen Bildern mit dem tiefen Rot und nicht immer flächenfüllend, sondern wie Bänder und Blitze (China) hat mir sehr gut gefallen.
    Leider kann ich nicht an meine Kamera, da sie grade meine Tochter mit nach Afrika genommen hat. Der habe ich die Bilder aber als Anregung noch gezeigt!

  • Alternative Portrait von Bondani

    Bondani

    17.08.2012 - 08:09

    Fotografieren ist eine Kunstform die mir mit so schönen Bildern immer wieder mein Herz erwärmen.

  • Alternative Portrait von svera

    svera

    11.08.2012 - 09:03

    Vielen Dank für tollen Tutorial. Da ich sehr gerne Sonnenuntergänge fotografiere, ist dieses Tutorial für mich sehr hilfsreich!

  • Alternative Portrait von AdHBerlin

    AdHBerlin

    10.08.2012 - 11:16

    Stimme dem Autor zu, oftmals ist es einfacher mit der Menge mitzuknipsen, aber mehr als "knipsen" ist es dann meistens auch nicht. Ein sehr schönes Tutorial, in dem mal nicht nur auf die Technik des Aufnehmes eingegangen wird. Danke!

  • Alternative Portrait von 0bluelady0

    0bluelady0

    22.06.2012 - 11:09

    das schönste tutorial das ich bis jetzt gelesen habe (nicht nur auf die tuts dieser seite beschränkt) einsame spitze!!!

  • Alternative Portrait von binifada

    binifada

    08.05.2012 - 14:31

    Wirklich schöner Abschluß - Danke!

  • Alternative Portrait von Schnuppi8480

    Schnuppi8480

    21.06.2011 - 11:02

    wow was für bilder ... da möchte man sofort losziehen ... ab in den urlaub und fotografieren ...
    danke für die tollen infos

  • Alternative Portrait von igorowitsch

    igorowitsch

    10.12.2010 - 17:07

    das bringt mich zum Nachdenken

  • Alternative Portrait von wir697296

    wir697296

    10.12.2010 - 10:23

    vielen dank - echt spitze

  • Alternative Portrait von casseopaya

    casseopaya

    27.08.2010 - 03:25

    Super Workshop. Werde ich sicher ausprobieren!

  • Alternative Portrait von ElSorro

    ElSorro

    21.08.2010 - 00:54

    Wirklich schöne Fotos und gute Erklärungen, wie man nicht immer nur das Selbe Fotografiert!

  • Alternative Portrait von buzzer

    buzzer

    03.05.2010 - 21:45

    Herzlichen Dank, schöne Fotos, kurze und präzise Ausführungen!

  • Alternative Portrait von Donut009

    Donut009

    18.04.2010 - 18:35

    Danke! wirklich sehr schön!

  • Alternative Portrait von saxsound

    saxsound

    09.03.2010 - 20:48

    Vielen Dank für die schönen Bilder und die tollen Tipps !!!

  • Alternative Portrait von Phylly

    Phylly

    05.02.2010 - 14:52

    vielen dank, für die tutreihe!

  • Alternative Portrait von Sierrapiet

    Sierrapiet

    08.01.2010 - 09:04

    danke fürs tut, gefällt mir sehr gut

  • Alternative Portrait von moika111

    moika111

    26.11.2009 - 06:16

    WUnderbar. Danke für die Arbeit wird bei der nächsten GElegenheit ausprobiert

  • Alternative Portrait von Beutel

    Beutel

    24.11.2009 - 15:20

    Wann wird wieder Sommer. Ich will auch wieder!!

  • Alternative Portrait von redi

    redi

    22.11.2009 - 11:42

    Hallo,

    werde ich bei meinem Teneriffa Urlaub jetzt im Dezember und Januar gleich testen, danke.

Weitere Kommentare
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Die Idee zu diesem Tutorial entstand vor allem aus einem immer wieder auftauchenden Gedanken:

Wie schaffe ich es, etwas zu fotografieren, das 20 andere Fotografen neben mir auch fotografieren und dabei trotzdem ein Bild zu bekommen, das nicht genauso aussieht wie alle anderen auch? Gerade bei berühmten Sehenswürdigkeiten sehe ich es oft nicht ein, nur deswegen dort hinzugehen, um genau das gleiche Bild zu machen, wie ich es schon 1000 Mal abgedruckt in Zeitschriften gesehen habe. Ich will ein Bild, das ich vorher noch nicht gesehen habe.

Sonnenuntergänge passen bei diesem Gedanken meiner Meinung nach wie die Faust aufs Auge. Wir stehen nebst 30 anderen Knipsern auf einem Hügel und alle fotografieren in die gleiche Richtung. Der eine kniet, der andere steht, der eine mit Stativ, der andere wieder mit Blitz und wieder ein anderer mit einem auf einen Stein gelehnten Handy, um nicht zu verwackeln. Ob 100- oder 10.000-Euro-Ausrüstung, die Rückseite unserer Apparate wird uns immer den gleichen Ausschnitt des Sonnenuntergangs zeigen.

Am Ende des Tages wissen wir alle, dass wir das gleiche Bild haben werden. Keiner hat sich bemüht, sich einmal umzudrehen. Keiner ist auf die Idee gekommen, die Leute zu fotografieren, die alle das gleiche Motiv abfotografieren. Oder daran gedacht, dass wir vielleicht auch bessere Bilder erhalten, wenn wir nicht auf dem Hügel stehen, sondern an dessen Fuße. Wie auch immer. Dieses Prinzip ist meiner Meinung nach auf das Fotografieren von vielen Motiven sehr leicht anwendbar. In erster Linie kommt es nicht nur darauf an, was wir auf dem Bild sehen; die Tatsache, wie es inszeniert ist, erscheint für mich sehr viel wichtiger. Und genau aus diesem Grunde fällt es mir oft schwer zu akzeptieren, wenn Bilder prämiert werden, die nur etwas Verrücktes zeigen. Sie müssen meiner Meinung nach auch verrückt fotografiert werden oder zumindest aus einem Winkel, der das Gezeigte noch eindrucksvoller, noch deutlicher erscheinen lässt.

Wenn wir daran arbeiten, die Dinge so zu fotografieren, wie wir sie persönlich entdecken und erleben, dann kann etwas ganz Eigenes entstehen. Ansonsten wird es nur das bloße Ablichten von Attraktionen sein. Den Unterschied zwischen "Malen nach Zahlen" und etwas aus freien Stücken aufs Blatt Papier zu bringen, kennen wir alle. So ähnlich sehe ich den Unterschied, aus einer scheinbar unscheinbaren Situation etwas Wundervolles zu zaubern. Dies fordert natürlich auch in gewisser Weise die Auseinandersetzung mit uns selbst und vielen vielen gemachten Fotos. Nicht jeder ist dazu bereit und es erfordert eine gewisse Zeit. Unser persönlicher Blickwinkel ist entscheidend und lässt aus gewöhnlichen Bildern Fotografie werden.

 
Vielleicht helfen hier auch folgende Fotografen als Beispiel:

http://www.artcoup.com/movie.html
http://www.justinmaxon.com/
http://www.philippebeling.com/
http://www.moradphoto.com/
http://alessandrasanguinetti.com/
http://susanaraab.com/
http://www.nadavkander.com/

Inspiration tut immer gut und lässt uns manchmal leichter feststellen, welche Sichtweise uns am meisten fesselt und dazu bringt, weiterzumachen, weiterzufotografieren und an unseren Bildern zu arbeiten.

Im Folgenden werde ich zeigen, wie an Motive (ausschließlich Sonnenuntergänge) herangegangen werden kann, ohne zu große Gefahr zu laufen, das typische bekannte Sonnenuntergangsbild zu fotografieren, was heutzutage nur noch selten begeistern kann. Siehe hier:

Bilder


 
Die folgenden 3 Bilder zeigen eine Serie von Sonnenuntergängen, die auf der Insel Mön in Dänemark entstanden sind. Sie zeigen ebenfalls, dass Sonnenuntergangsbilder nicht immer die Farbe Orange und eine Sonne beinhalten müssen.

Bei den ersten beiden Bildern habe ich mich wirklich nur auf die Farben an sich konzentriert. Um wirklich deutlich zu machen, dass es mir nur um die Farben geht, habe ich mit einer langen Belichtungszeit fotografiert, die es vermeidet, jegliche Struktur, ob Wolke oder Welle, erscheinen zu lassen.

Bilder
Verschlusszeit: 1/15 ƒ: 5.6. ISO: 200. Insel Mön, Dänemark.


 
Dass der Horizont sich bei beiden Bildern auf gleicher Höhe befindet, bestärkt weiter meine Absicht, dass ich mich nur auf die Farben konzentrieren will.

Bilder
Verschlusszeit: 1/15 ƒ: 5.6. ISO: 200. Insel Mön, Dänemark.


 
Wie auch bei meinen Landschaftsbildern schon oft beschrieben, kann das Lichtspektakel noch interessanter werden, wenn etwas im Vordergrund des Bildes die ausstrahlende Ruhe unterstützt, so wie diese ruhenden Steine hier. Ich hätte die Belichtungszeit auch noch erhöhen können, um das Wasser völlig weich zu machen, aber ich denke, ein bisschen Struktur tut gut, da die Steine hier sowieso schon Struktur haben.

Bilder
Verschlusszeit: 1/40 ƒ: 8.0 ISO: 100. Insel Mön, Dänemark.



 
Beim folgenden Bild war die Sonne schon so gut wie untergegangen. Da der naheliegende Hamburger Flughafen aber zusätzlich jede Menge Licht abgibt, ließ dieser eine völlig neue Farbe am Himmel entstehen. Mit einer Langzeitbelichtung von 6 Sekunden und Zuhilfenahme eines Stativs feuerte ich während der Aufnahme etwa 10 Blitze mit meinem Aufsteckblitz von der Seite ab. Dabei bin ich auf und ab gerannt, um den Zaun gleichmäßig auszuleuchten. Eine wirksame Methode, um kein Photoshop zu benutzen, aber auch, um ein paar Pfunde zu verlieren und viel Spaß zu haben.

Bilder
Verschlusszeit: 6 Sek. ƒ: 5.6 ISO: 200. Hamburg, Deutschland.


 
Anders bei den nächsten zwei Bildern. Hier handelt es sich zwar um einen Sonnenaufgang, aber ich bin mal so frei und zähle dies zur gleichen Kategorie. Anstelle von mehreren Blitzen habe ich nur einen großen abgefeuert, der das Licht mithilfe eines Diffusors auch noch etwas streut. Die Farben des Sonnenaufgangs sind sicherlich immens beeindruckend gewesen und hätten auch allein für einen staunenden Betrachter gesorgt. Doch mit einem gewählten Motiv rücken die Farben in den Hintergrund und sind nur noch dazu da, die Stimmung zu transportieren.

Bilder
Verschlusszeit: 1/60 ƒ: 4.0 ISO: 400. Xiahe, China.


 
Und das ist es auch, was uns meistens dazu bewegt, Hunderte Bilder von einem Sonnenuntergang/-aufgang zu machen. Er bewegt uns emotional und wir wollen diesen Moment einfach nur festhalten. Genau in dieser Situation einen "kühlen Kopf" bewahren und das Gesehene zu inszenieren, ist die Anstrengung, die es zu machen gilt. Der Inhalt des Bildes mit all seinen Bestandteilen macht das Bild erst emotional. Die Lichtstimmung allein reicht oft nicht aus.

Bilder
Verschlusszeit: 1/60 ƒ: 4.0 ISO: 400. Xiahe, China.


 
Mehr oder weniger das Gleiche beim folgenden Beispiel. Aufgenommen im Süden Australiens, an der Great Ocean Road. Der Himmel ist grandios, und fast könnte ich dieses Bild aufgrund seiner Wolkenstruktur gelten lassen. :) ...

Bilder
Verschlusszeit: 1/40 ƒ: 4.0 ISO: 400. Great Ocean Road, Australien.


 
Dennoch habe ich versucht, hier ein interessanteres Motiv zu finden, das etwas außergewöhnlicher ist und den Himmel trotzdem zeigt. Der Himmel erzeugt die gleiche Stimmung wie auch im vorherigen Bild. Dennoch lässt uns der Umriss des springenden Menschen etwas länger am Bild hängen bleiben.

Bilder
Verschlusszeit: 1/40 ƒ: 4.0 ISO: 400. Great Ocean Road, Australien.


 
Und genauso funktionieren auch folgende Beispiele: Der Himmel ist immer der Anlass, warum das Foto gemacht worden ist.

Bilder
Verschlusszeit: 1/60 ƒ: 16 ISO: 200. San Diego Strand, Süd-Kalifornien.


 
Trotzdem habe ich den Himmel nicht zum zentralen Thema des Bildes gemacht.

Bilder
Verschlusszeit: 1/120 ƒ: 4.0 ISO: 400. Xiahe, China.


 
Das folgende Bild veranschaulicht sehr schön, wie Reflexionen eine Stimmung verstärken können. Vielleicht hätte man hier sogar soweit gehen können, den Horizont gar nicht mehr zu zeigen. Auch das Bild umzudrehen oder gleich das Bild auf dem Kopf machen ist erlaubt und führt zu interessanten Ergebnissen.

Bilder
Verschlusszeit: 1/200 ƒ: 1.8 ISO: 400. Bei Frankfurt/M., Deutschland.


 
Manchmal hat man allerdings auch Glück und das Naturspektakel Sonnenuntergang kann dafür sorgen, dass wirklich nur das Licht als Motiv reicht.

Bilder
Verschlusszeit: 1/200 ƒ: 13 ISO: 200. Key West, Florida USA.


 
Die folgenden Beispiele zeigen, dass andere Motive nicht unbedingt erfordern, die verrücktesten Sachen vor der Kamera zu veranstalten, um ein anderes Motiv zu erhalten. Das erste Bild (siehe unten) zeigt den Sonnenuntergang.

Bilder
Verschlusszeit: 1/200 ƒ: 11 ISO: 100. Steward Island, Neuseeland.


 
Einmal um 90 Grad nach unten gebeugt, und ich habe diesen herrlichen Musterteppich vor mir liegen: den durch die Wellen geformten Sand des Strandes.

Bilder
Verschlusszeit: 1/50 ƒ: 6.3 ISO: 100. Steward Island, Neuseeland.


 
Gerade bei Sonnenuntergängen beeinflussen die Farben des Himmels den Betrachter verständlicherweise ganz besonders. Dabei zu erkennen, ob das Motiv wirklich spannend genug ist, kann oft mit einem leicht anwendbaren Trick überprüft werden:

Bilder
Verschlusszeit: 1/320 ƒ: 7.1 ISO: 100. Steward Island, Neuseeland.


 
Wenn wir das Foto in Schwarz-Weiß betrachten, wirkt es auf mich nicht mehr so spannend und interessant wie das Farbige. Dies zeigt mir, dass allein die Farbe des Sonnenuntergangs dafür verantwortlich ist, dass das Foto in gewisser Weise interessant ist.

Bilder
Verschlusszeit: 1/320 ƒ: 7.1 ISO: 100. Steward Island, Neuseeland.


 
Das folgende Beispiel lässt schon erahnen, das selbst im Schwarz-Weiß-Modus das Motiv an sich interessanter ist als das im obigen Beispiel. Trotzdem habe ich es einmal nebeneinander geschnitten, um den Vergleich zu zeigen.

Bilder
Verschlusszeit: 1/20 ƒ: 13 ISO: 100 Kunyakumari, Süd-Indien.


 
Zum Abschluss noch ein Bild, das ich gemacht habe, als eine Schar von Touristen, darunter auch Einheimische aus Indien, Bilder vom Sonnenuntergang gemacht haben. Dazu musste ich mich nur einmal umdrehen.

Bilder


Wie gesagt: Manchmal liegen die gute Motive so nahe und wir müssen sie nur erkennen und danach greifen und arbeiten. Wenn wir es schaffen, mit unseren Bildern andere Leute zu begeistern, die dann das Gleiche fühlen können wie wir bei der Aufnahme des Bildes, dann würde ich mal sagen, ist das Bild gut gelungen.


Viel Erfolg. Florian

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