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Studiofotografie im Heimstudio Teil 08: Natürliches Licht im Heimstudio einsetzen
12.04.2009 in Studiofotografie im Heimstudio von helma_spona
- Kategorie: Studiofotografie im Heimstudio
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Möglichkeiten und Grenzen von natürlichem Licht
Natürliches Licht meint vorhandenes Tageslicht, also kein Kunstlicht. Das Problem dabei ist: Tageslicht kann diffus oder hart sein, abhängig vom Wetter, der Ausrichtung der Fenster, der Tages- und Jahreszeit. Daher kann man natürliches Licht nicht einheitlich betrachten, man muss eben auch die Qualität des Lichtes berücksichtigen, und die richtig einzuschätzen, ist natürlich auch davon abhängig, was Sie fotografieren möchten.Für Porträts oder Bilder von Tieren ist im Prinzip helles Licht nicht schlecht, aber helles, natürliches Licht, bedeutet in der Regel auch, dass es sich um hartes Sonnenlicht handelt, da diffuses Tageslicht in Innenräumen meist auch weniger hell ist. Zu wenig Licht führt aber bei bewegten Motiven wie Menschen und Tieren auch schnell zu Bewegungsunschärfe.
Tipp: Sie könnten natürlich den ISO-Wert hinaufsetzen, um die Belichtungszeiten auch bei diffusem Licht kurzzuhalten. Ob das sinnvoll ist, hängt aber natürlich auch von den Fähigkeiten Ihrer Kamera und davon ab, welche Qualitätsanforderungen Sie an die Bilder haben. Gerade viele Kompaktkameras erzeugen schon ab ISO 200 ein starkes Rauschen, sodass hier die Möglichkeit, den ISO-Wert hinaufzusetzen, doch erheblich eingeschränkt ist.

Bild 1: Bei hellem, aber hartem Licht können Sie kurze Verschlusszeiten auch mit geschlossener Blende (hier Blende 8) erreichen. Der Nebeneffekt sind aber harte Kontraste und Schatten, wie hier vor allem rechts von der Nase und in der rechten Gesichtshälfte.

Bild 2: Diffuses Tageslicht sorgt für eine weichere Ausleuchtung. Wenn Sie aber nicht die Möglichkeit haben, den ISO-Wert hinaufzusetzen, müssen Sie die Blende weiter öffnen und erhalten so eine knappe Schärfentiefe, die hier schon sehr knapp ist.
Für Produktfotos und Stillleben ist natürliches Licht (ohne weitere künstliche Beleuchtung) in der Regel nur geeignet, wenn Sie keinen weißen Hintergrund benötigen. Bei farbigen Hintergründen oder Stillleben ist natürliches Licht durchaus geeignet. Dies gilt sowohl für hartes wie für diffuses Licht.
Hartes Licht wirft zwar harte Schatten, abhängig von der Art des Motivs muss das aber natürlich nicht von Nachteil sein. Auch Schatten können richtig in ein Bild integriert durchaus Teil der Bildwirkung sein.



Bild 5: Hier wurde bei diffusem Tageslicht von links hinten fotografiert und so eine weiche, aber natürliche Ausleuchtung erzielt.
Tipp: Wenn Sie hartes Licht vermeiden möchten, auch an sonnigen Tagen, fotografieren Sie an einem Fenster zur Nord- oder Westseite. Dort habe Sie fast den ganzen Tag diffuses Tageslicht, weil die Sonne nicht direkt durch das Fenster scheint.
Hartes Sonnenlicht abmildern
Da natürliches Licht eben so ist, wie es ist, haben Sie nur die Möglichkeit, zu hartes Sonnenlicht abzumildern, wenn Sie es nicht vermeiden können. Dazu gibt es generell drei Möglichkeiten:• Sie nutzen einen Diffusor zwischen Licht und Motiv.
• Sie entfernen das Motiv ausreichend weit vom Licht.
• Sie finden sich mit dem Schattenwurf ab und hellen die Schatten gegebenenfalls mittels Reflektor auf.
Hinweis: Eher weniger geeignet sind Gardinen, um hartes Sonnenlicht abzumildern. Handelt es sich dabei um weitgehend strukturlose Vorhänge aus glattem Stoff, schlucken sie zu viel Licht, bei Gardinen mit transparenten Strukturen, Spitze, etc. werfen diese Strukturen Schattenmuster auf Ihr Motiv, was in der Regel auch unschön aussieht.

Bild 6: Hier fiel starkes Sonnenlicht durch die Scheibe. Der Versuch, das Licht mit einer Gardine etwas abzumildern, gelingt in der Regel nicht, wie dieses Beispiel zeigt.
Benötigen Sie für größere Motive diffuses Licht, eignet sich bspw. ein Falthintergrund, den Sie zwischen Motiv und Scheibe platzieren.

Bild 7: Ein weißer Falthintergrund vor der Scheibe ist sehr gut als Diffusor gegen hartes Sonnenlicht geeignet.

Schatten aufhellen
Wenn das vorhandene natürliche Licht recht hart ist, lassen sich Schatten in der Regel nicht vermeiden. Schatten stören aber in aller Regel nur dann, wenn sie sehr hart und dunkel sind. Mithilfe von Reflektoren können Sie bspw. Schatten deutlich aufhellen und damit abmildern.
Bild 9: Das linke Bild wurde mit Sonnenlicht von rechts aufgenommen, im rechten wurde der Schatten mit einem weißen Reflektor von links aufgehellt.

Gegenlicht zur Bildgestaltung nutzen
Gegenlicht sorgt im Extremfall zwar für flaue Farben und schlechte Kontraste sowie oftmals für unterbelichtete Bilder, aber dezentes Gegenlicht lässt sich gerade in der Food-Fotografie sehr gut nutzen, um bspw. Oberflächenstrukturen gut hervorzuheben. Auf glänzenden Oberflächen oder bspw. fettigen oder feuchten Speisen erzeugt leichtes Gegenlicht auch Lichtreflexe, die für Leben im Bild sorgen und daher sehr gut zur Bildgestaltung eingesetzt werden können.
Bild 11: Mit Licht von der Seite, hier von hinten links, erhalten Sie kräftige Farben, aber wenig Lichtreflexe und damit oftmals tot wirkende Bilder.

Möchten Sie Gegenlicht einsetzen, sollten Sie allerdings darauf achten, dass das Licht nicht zu flach direkt in das Objektiv scheint, denn dann erhalten Sie flaue Farben. Dies gilt vor allem für sehr helles Licht an sonnigen Tagen. In aller Regel sollten Sie dann die Mittagsstunden, an denen die Sonne sehr hoch steht, bevorzugen und auch ein Objektiv mit Streulichtblende verwenden.

Bild 13: Flaches Gegenlicht, das direkt ins Objektiv scheint, führt zu flauen Bildern.
Fazit: Natürliches Licht ist die preiswerteste Form der Beleuchtung, eignet sich aber leider nicht für alle Motive gleichermaßen bzw. schränkt Sie doch stark hinsichtlich der Wahl der Blende ein, wenn Sie kurze Belichtungszeiten bei niedrigen ISO-Werten realisieren möchten. Gerade für Stillleben und Foodaufnahmen ist natürliches Licht dennoch gut geeignet.
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Jake23
24.02.2012 - 18:01
wieder ein gutes einsteiger tut. danke
Platsch74
25.01.2012 - 19:52
Prima Workshop - vielen Dank!
Flyleaf
08.06.2011 - 00:31
Gut erklärtes Tutorial!
Iyuko
27.05.2011 - 14:42
Sehr geeignet für Anfänger, Danke viel mals
Binuska2011
06.02.2011 - 03:30
Gute Beispiele und gut erklärt... aber echt nur für Einsteiger.
darcio
03.11.2010 - 21:37
Gute Infos für Einsteiger
OlliX
29.10.2010 - 09:58
Tolles Tutorial. Vielen Dank.
Ich habe etliches gelernt was ich noch nicht wusste.
black_chrysalis
10.06.2010 - 11:35
Sehr interessant. Hat mir gut weitergeholfen
Soph178
05.05.2010 - 16:39
toll erklärt, gutwe anregung!
eyepictures
10.03.2010 - 13:00
Prima Anregungen, die relativ einfach umzusetzen sind - vielen Dank!
dermeister
04.02.2010 - 16:03
Ja, da ist einiges Interessantes drin aber ich glaube, ich will immer mehr
sharkandy
24.12.2009 - 09:03
Sehr gut erkärt, aber nicht voll erschöpfend.
dolce_diavolo
23.12.2009 - 01:10
Sehr ausführlich,vielen Dank
tinker60
21.11.2009 - 21:44
super gut nach zu vervollziehen
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
14.10.2009 - 05:12
dankeschön, hat mir sehr geholfen
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
14.10.2009 - 01:32
dankeschön, hat mir sehr geholfen
Bodhran
25.09.2009 - 07:30
Klasse Arbeit, vielen Dank für die Mühe
Jacie
23.08.2009 - 00:16
Super!
Danke dafür, ist gerade für Anfänger sehr gut erklärt und leicht nachvollziehbar.
fotohexe69
22.08.2009 - 08:56
Super Tips für Einsteiger
norram
21.04.2009 - 11:09
Wie die Vorgänger wieder win interessntes Tut.