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Kommentare

  • Alternative Portrait von arlac

    arlac

    09.03.2013 - 11:31

    Gut geschrieben und sehr informativ.

  • Alternative Portrait von eule382003

    eule382003

    05.03.2013 - 18:54

    Klasse! Vielen Dank!

  • Alternative Portrait von vischnie

    vischnie

    08.01.2013 - 15:21

    Danke, war interessant

  • Portrait von flashlight_1966

    flashlight_1966

    17.12.2012 - 11:18

    Danke, hat mir sehr geholfen!

  • Alternative Portrait von Pegasine

    Pegasine

    28.07.2012 - 23:17

    Sehr interessant, danke

  • Alternative Portrait von Jake23

    Jake23

    24.02.2012 - 18:01

    wieder ein gutes einsteiger tut. danke

  • Alternative Portrait von Platsch74

    Platsch74

    25.01.2012 - 19:52

    Prima Workshop - vielen Dank!

  • Alternative Portrait von Flyleaf

    Flyleaf

    08.06.2011 - 00:31

    Gut erklärtes Tutorial!

  • Alternative Portrait von Iyuko

    Iyuko

    27.05.2011 - 14:42

    Sehr geeignet für Anfänger, Danke viel mals

  • Alternative Portrait von Binuska2011

    Binuska2011

    06.02.2011 - 03:30

    Gute Beispiele und gut erklärt... aber echt nur für Einsteiger.

  • Alternative Portrait von darcio

    darcio

    03.11.2010 - 21:37

    Gute Infos für Einsteiger

  • Portrait von OlliX

    OlliX

    29.10.2010 - 09:58

    Tolles Tutorial. Vielen Dank.
    Ich habe etliches gelernt was ich noch nicht wusste.

  • Alternative Portrait von black_chrysalis

    black_chrysalis

    10.06.2010 - 11:35

    Sehr interessant. Hat mir gut weitergeholfen

  • Alternative Portrait von Soph178

    Soph178

    05.05.2010 - 16:39

    toll erklärt, gutwe anregung!

  • Alternative Portrait von eyepictures

    eyepictures

    10.03.2010 - 13:00

    Prima Anregungen, die relativ einfach umzusetzen sind - vielen Dank!

  • Alternative Portrait von dermeister

    dermeister

    04.02.2010 - 16:03

    Ja, da ist einiges Interessantes drin aber ich glaube, ich will immer mehr

  • Alternative Portrait von sharkandy

    sharkandy

    24.12.2009 - 09:03

    Sehr gut erkärt, aber nicht voll erschöpfend.

  • Alternative Portrait von dolce_diavolo

    dolce_diavolo

    23.12.2009 - 01:10

    Sehr ausführlich,vielen Dank

  • Alternative Portrait von tinker60

    tinker60

    21.11.2009 - 21:44

    super gut nach zu vervollziehen

  • Alternative Portrait

    User hat PSD-Tutorials.de verlassen

    14.10.2009 - 05:12

    dankeschön, hat mir sehr geholfen

Weitere Kommentare
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Möglichkeiten und Grenzen von natürlichem Licht

Natürliches Licht meint vorhandenes Tageslicht, also kein Kunstlicht. Das Problem dabei ist: Tageslicht kann diffus oder hart sein, abhängig vom Wetter, der Ausrichtung der Fenster, der Tages- und Jahreszeit. Daher kann man natürliches Licht nicht einheitlich betrachten, man muss eben auch die Qualität des Lichtes berücksichtigen, und die richtig einzuschätzen, ist natürlich auch davon abhängig, was Sie fotografieren möchten.

Für Porträts oder Bilder von Tieren ist im Prinzip helles Licht nicht schlecht, aber helles, natürliches Licht, bedeutet in der Regel auch, dass es sich um hartes Sonnenlicht handelt, da diffuses Tageslicht in Innenräumen meist auch weniger hell ist. Zu wenig Licht führt aber bei bewegten Motiven wie Menschen und Tieren auch schnell zu Bewegungsunschärfe.

Tipp: Sie könnten natürlich den ISO-Wert hinaufsetzen, um die Belichtungszeiten auch bei diffusem Licht kurzzuhalten. Ob das sinnvoll ist, hängt aber natürlich auch von den Fähigkeiten Ihrer Kamera und davon ab, welche Qualitätsanforderungen Sie an die Bilder haben. Gerade viele Kompaktkameras erzeugen schon ab ISO 200 ein starkes Rauschen, sodass hier die Möglichkeit, den ISO-Wert hinaufzusetzen, doch erheblich eingeschränkt ist.

 
Hartes Licht ist für Porträts nur in Ausnahmefällen sinnvoll, müsste also abgemildert werden.

Bilder
Bild 1: Bei hellem, aber hartem Licht können Sie kurze Verschlusszeiten auch mit geschlossener Blende (hier Blende 8) erreichen. Der Nebeneffekt sind aber harte Kontraste und Schatten, wie hier vor allem rechts von der Nase und in der rechten Gesichtshälfte.


 
Weiches diffuses Licht, bspw. am Nordfenster oder an trüben Tagen ist aber häufig schon zu dunkel. Sie benötigen dafür dann ein sehr lichtstarkes Objektiv und müssen mit weit geöffneter Blende fotografieren, um ausreichend kurze Belichtungszeiten zu erreichen.

Bilder
Bild 2: Diffuses Tageslicht sorgt für eine weichere Ausleuchtung. Wenn Sie aber nicht die Möglichkeit haben, den ISO-Wert hinaufzusetzen, müssen Sie die Blende weiter öffnen und erhalten so eine knappe Schärfentiefe, die hier schon sehr knapp ist.


 
Bei diffusem Tageslicht spielt auch die Richtung, aus der das Licht kommt, eine untergeordnete Rolle; nur Gegenlicht ist natürlich wenig optimal, es sei denn, Sie nutzen zusätzlich einen Aufhellblitz.

Für Produktfotos und Stillleben ist natürliches Licht (ohne weitere künstliche Beleuchtung) in der Regel nur geeignet, wenn Sie keinen weißen Hintergrund benötigen. Bei farbigen Hintergründen oder Stillleben ist natürliches Licht durchaus geeignet. Dies gilt sowohl für hartes wie für diffuses Licht.

Hartes Licht wirft zwar harte Schatten, abhängig von der Art des Motivs muss das aber natürlich nicht von Nachteil sein. Auch Schatten können richtig in ein Bild integriert durchaus Teil der Bildwirkung sein.

 
Bild 3: Bei diesem Bild dient der Schatten dazu, nicht nur Leben ins Bild zu bringen, sondern auch die Sonne hervorzuheben, denn wo Schatten und warmes Licht zusammentreffen, wird Sonne und Sommer suggeriert.

Bilder


 
Bild 4: Der Aufbau für dieses Bild war ganz einfach. Sonnenlicht von rechts, ohne sonstige Aufheller oder Beleuchtung.

Bilder


 
Diffuses Tageslicht können Sie fast immer für Stillleben und Produktfotos einsetzen. Gerade in der Food-Fotografie ist diffuses Tageslicht als Teil der Bildgestaltung sehr beliebt. Vor allem leichtes Gegenlicht bringt hier oft die Oberflächenstruktur von Speisen sehr gut zur Geltung.

Bilder
Bild 5: Hier wurde bei diffusem Tageslicht von links hinten fotografiert und so eine weiche, aber natürliche Ausleuchtung erzielt.


Tipp: Wenn Sie hartes Licht vermeiden möchten, auch an sonnigen Tagen, fotografieren Sie an einem Fenster zur Nord- oder Westseite. Dort habe Sie fast den ganzen Tag diffuses Tageslicht, weil die Sonne nicht direkt durch das Fenster scheint.


 

Hartes Sonnenlicht abmildern

Da natürliches Licht eben so ist, wie es ist, haben Sie nur die Möglichkeit, zu hartes Sonnenlicht abzumildern, wenn Sie es nicht vermeiden können. Dazu gibt es generell drei Möglichkeiten:

• Sie nutzen einen Diffusor zwischen Licht und Motiv.
• Sie entfernen das Motiv ausreichend weit vom Licht.
• Sie finden sich mit dem Schattenwurf ab und hellen die Schatten gegebenenfalls mittels Reflektor auf.

Hinweis: Eher weniger geeignet sind Gardinen, um hartes Sonnenlicht abzumildern. Handelt es sich dabei um weitgehend strukturlose Vorhänge aus glattem Stoff, schlucken sie zu viel Licht, bei Gardinen mit transparenten Strukturen, Spitze, etc. werfen diese Strukturen Schattenmuster auf Ihr Motiv, was in der Regel auch unschön aussieht.

Bilder
Bild 6: Hier fiel starkes Sonnenlicht durch die Scheibe. Der Versuch, das Licht mit einer Gardine etwas abzumildern, gelingt in der Regel nicht, wie dieses Beispiel zeigt.


 
Möchten Sie grelles, hartes Sonnenlicht in diffuses Licht verwandeln, sollten Sie es mit einem Diffusor abmildern. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn es sich nur um kleine Flächen handelt, auf denen Sie diffuses Licht benötigen, wie in der Produkt- oder Food-Fotografie, können Sie den entsprechenden Teil des Fensters mit Pergamentpapier bekleben oder auch einen Faltdiffusor an der Scheibe befestigen.

Benötigen Sie für größere Motive diffuses Licht, eignet sich bspw. ein Falthintergrund, den Sie zwischen Motiv und Scheibe platzieren.

Bilder
Bild 7: Ein weißer Falthintergrund vor der Scheibe ist sehr gut als Diffusor gegen hartes Sonnenlicht geeignet.


 
Bild 8: So könnte das Ergebnis aussehen:

Bilder


 

Schatten aufhellen

Wenn das vorhandene natürliche Licht recht hart ist, lassen sich Schatten in der Regel nicht vermeiden. Schatten stören aber in aller Regel nur dann, wenn sie sehr hart und dunkel sind. Mithilfe von Reflektoren können Sie bspw. Schatten deutlich aufhellen und damit abmildern.

Bilder
Bild 9: Das linke Bild wurde mit Sonnenlicht von rechts aufgenommen, im rechten wurde der Schatten mit einem weißen Reflektor von links aufgehellt.


 
Bild 10: So sah der Aufbau für das rechte Bild aus. Links der Reflektor, von rechts Sonnenlicht.

Bilder


 

Gegenlicht zur Bildgestaltung nutzen

Gegenlicht sorgt im Extremfall zwar für flaue Farben und schlechte Kontraste sowie oftmals für unterbelichtete Bilder, aber dezentes Gegenlicht lässt sich gerade in der Food-Fotografie sehr gut nutzen, um bspw. Oberflächenstrukturen gut hervorzuheben. Auf glänzenden Oberflächen oder bspw. fettigen oder feuchten Speisen erzeugt leichtes Gegenlicht auch Lichtreflexe, die für Leben im Bild sorgen und daher sehr gut zur Bildgestaltung eingesetzt werden können.

Bilder
Bild 11: Mit Licht von der Seite, hier von hinten links, erhalten Sie kräftige Farben, aber wenig Lichtreflexe und damit oftmals tot wirkende Bilder.


 
Bild 12: Mit leichtem Gegenlicht, hier von rechts vorne, erhalten Sie Lichtreflexe, die für Leben im Bild sorgen.

Bilder


 
Tipp: Mithilfe eines Polfilters können Sie die Lichtreflexe weiter abmildern oder auch verstärken, ganz wie Sie wünschen.

Möchten Sie Gegenlicht einsetzen, sollten Sie allerdings darauf achten, dass das Licht nicht zu flach direkt in das Objektiv scheint, denn dann erhalten Sie flaue Farben. Dies gilt vor allem für sehr helles Licht an sonnigen Tagen. In aller Regel sollten Sie dann die Mittagsstunden, an denen die Sonne sehr hoch steht, bevorzugen und auch ein Objektiv mit Streulichtblende verwenden.

Bilder
Bild 13: Flaches Gegenlicht, das direkt ins Objektiv scheint, führt zu flauen Bildern.


Fazit: Natürliches Licht ist die preiswerteste Form der Beleuchtung, eignet sich aber leider nicht für alle Motive gleichermaßen bzw. schränkt Sie doch stark hinsichtlich der Wahl der Blende ein, wenn Sie kurze Belichtungszeiten bei niedrigen ISO-Werten realisieren möchten. Gerade für Stillleben und Foodaufnahmen ist natürliches Licht dennoch gut geeignet.
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