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Studiofotografie im Heimstudio Teil 10: Lowkey-Aufnahmen realisieren
07.05.2009 in Studiofotografie im Heimstudio von helma_spona
- Kategorie: Studiofotografie im Heimstudio
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Grundlegende Technik von Lowkey-Bildern
In Lowkey-Bildern herrschen harte Kontraste zwischen den wenigen beleuchteten Bereichen und den restlichen, im Wesentlichen dunklen Farbtönen im Bild vor. Typischerweise haben Lowkey-Bilder einen schwarzen oder zumindest sehr dunklen Hintergrund. Die Wahl des Motivs ist im Prinzip nicht begrenzt. Häufig werden jedoch Gläser, Motive mit glänzenden Oberflächen und Aktaufnahmen als Lowkey-Aufnahmen realisiert. Aber genau genommen sind natürlich auch Nachtaufnahmen, in denen vor allem Lichter von Autos, Straßenbeleuchtungen und beleuchtete Fenster vorherrschen, Lowkey-Aufnahmen, auch wenn sie nicht im Studio entstanden sind.
Bild 1: Auch Tiere können mit Lowkey-Technik fotografiert werden. Auch hier eignen sich jedoch vor allem Tiere mit dunklem, glänzendem Fell, sodass das eingesetzte Licht zu schönen Lichtreflexen führt, die die Konturen betonen.
Beleuchtet wird dabei mit einem Streiflicht, das relativ hartes, aber räumlich begrenztes Licht abgibt und die Konturen betont. Das Motiv soll dabei an den nicht beleuchteten Stellen mit dem dunklen Hintergrund verschwimmen.

Bild 2: Durch den Lichtreflex auf der Büchse und der Kante vom Deckel wird trotz des sehr dunklen Bildes erkennbar, dass es sich um eine Büchse mit geöffnetem Deckel handelt. Der Lichtreflex wurde hier mit einer Taschenlampe bei sonst dunklem Raum erzeugt, die gezielt auf Wand und Kante des Deckels ausgerichtet wurde.

Bild 3: Hier wurde einfach ein unterbelichtetes Bild auf einem schwarzen Hintergrund freigestellt. Das ist nicht wirklich eine gute Lowkey-Aufnahme, denn dem Bild fehlt der harte Kontrast zwischen Licht und Schatten.

Tipp: Um eine korrekte Belichtung zu erreichen, bietet sich die manuelle Belichtung der Kamera an, wenn Sie einen Studioblitz zur Beleuchtung einsetzen. Bei Dauerlicht können Sie auch die Blendenpriorität wählen, sollten dann aber mit der Spotmessung der Kamera auf einen hellen Bereich des Bildes messen, um nicht total überbelichtete Bilder zu erhalten.
Hinter- und Untergrundmaterialien für gelungene Lowkey-Aufnahmen
Wichtig ist bei Lowkey-Aufnahmen, dass Sie einen Hintergrund wählen, der ausreichend dunkel ist und möglichst viel Licht schluckt. Optimal ist dafür schwarzer Samt, im Notfall auch Pannesamt. Pannesamt ist aber deutlich dünner und lässt sich daher nur schwer ohne Falten drapieren. Zudem tritt durch den stärkeren Glanz das Problem auf, dass unter Umständen Falten und Wellen im Pannesamt das Licht reflektieren.Wenn Sie zusätzlich eine Spiegelung möchten, benötigen Sie als Untergrund natürlich etwas, das eine Spiegelung erzeugt. Entweder legen Sie eine Glasplatte auf den schwarzen Samt oder verwenden ein schwarzes Acrylpodest.

Bild 5: Ein solches Acrylpodest schafft eine schöne Spiegelung des Motivs und ermöglicht gerade im Lichtzelt, dass das Motiv so hoch steht, dass es über die Kante des Lichtzelts hinausragt.

Die passende Beleuchtung
Neben dem passenden Hintergrund ist die Beleuchtung das wichtigste Mittel. Problematisch sind hier vor allem Motive mit metallischer Oberfläche, denn dort können Sie unerwünschte Spiegelungen nicht mithilfe von Polfiltern wegfiltern. Für das Bild mit der Gabel wurde daher ein Lichtzelt verwendet, das von der linken Seite mit einer Dauerlichtlampe beleuchtet wurde. Das alleine reicht aber noch nicht, denn es würde immer noch zu viel ungewolltes Licht auf das Motiv fallen. Sie sollten Lowkey-Aufnahmen gerade bei metallischen Motiven daher immer in abgedunkelten Räumen machen. Je weniger Licht vorhanden ist, desto mehr wirkt das von Ihnen gezielt verwendete Licht.
Bild 7: Die Beleuchtung wird hier von links durch das Lichtzelt realisiert. Zum Auslösen wird der Raum dann abgedunkelt.
Ein Lichtzelt sollten Sie auch dann verwenden, wenn Sie Lowkey-Aufnahmen von Gläsern machen möchten, denn hier müssen Sie neben den ungewollten Spiegelungen und Reflexen auch dafür sorgen, dass exakt die Ränder der Gläser bzw. Flaschen beleuchtet und so hervorgehoben werden.
Damit Sie das Licht nur an der Stelle auf den Gläsern und Flaschen haben, an der Sie es benötigen, sollten Sie das Lichtzelt von innen oder außen komplett abdecken, bis auf eine kleine Ecke oder einen kleinen Streifen.

Bild 8: Dieses Ergebnis, das klassische Lowkey-Motiv, erfordert einen abgedunkelten Raum, eine Beleuchtung von schräg hinten und ein ansonsten abgedunkeltes Lichtzelt.

Bild 9: Der Aufbau für das Bild sieht so aus, dass das Lichtzelt bis auf die hintere rechte Ecke komplett abgedunkelt und innen mit einem schwarzen Samt ausgekleidet wurde. Beleuchtet wird dann von außen mit einem Blitz oder einer Dauerlichtlampe durch die nicht abgedunkelte Ecke.
Auch bei dieser Aufnahme wurde natürlich der Raum komplett abgedunkelt. Dadurch war es auch nicht zwingend notwendig, das Lichtzelt vorne zu schließen.

Bild 10: Für diese Aufnahme vom Besteck wurde nur die dem Licht gegenüberliegende Seite von innen mit schwarzer Pappe abgedeckt, damit die weiße Wand nicht spiegelt. Zudem wurde mit relativ flachem Licht von rechts beleuchtet. Beim Foto war der Raum komplett abgedunkelt. Von oben wurde das Lichtzelt mit einer schwarzen Pappe abgedunkelt.

Bei Gläsern können Sie aber in ganz abgedunkelten Räumen und mit Polfilter durchaus gute Ergebnisse erzielen. Vor allem, wenn Sie zur Beleuchtung eine schmale Softbox einsetzen und so den Lichtreflex exakt an der gewünschten Stelle auf dem Glas positionieren.

Bild 12: Ohne Lichtzelt erhalten Sie gerade auf Besteck unschöne Spiegelungen der Umgebung, selbst wenn Sie nur mit einer exakt platzierten Lichtquelle und flachem Licht beleuchten. Der wirkliche Lowkey-Effekt, die Betonung der Konturen, gelingt so nicht.

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eule382003
05.03.2013 - 18:52
Klasse! Vielen Dank!
mkbonn
18.12.2012 - 16:48
sehr gut, danke
VG
Martina
schwarzwaldhase
07.10.2012 - 15:28
Ein gut erklärtes und vorallem hilfreiches Tutorial
Danke!
knuddelbaer7271
07.09.2012 - 01:58
Sehr schön beschrieben. Interssant für mich wäre noch das Making of mit dem Labby.
swet123
31.08.2012 - 11:45
Danke schön, Klasse Tutorial
widder60
27.03.2012 - 11:09
Danke, ein guter Tutorial!
Platsch74
25.01.2012 - 19:50
Prima Workshop - vielen Dank!
juku50
17.10.2011 - 20:47
super Tutorial, dankeschön.
Matthias_Ehrhardt
31.08.2011 - 16:02
klasse, vor allem auch die Tipps zur Umgebungsspiegelung
thx
HolyMario
28.08.2011 - 12:19
Super Tutorial vielen Dank!
Holly66
18.06.2011 - 22:21
Super einfache Erklärung, vielleicht eventuelle Kameraeinstellungen nennen
Keks2004
13.06.2011 - 09:36
Super hilfreich ! Danke schön !
arnie
22.05.2011 - 11:22
schönes tutorial,
danke
ulla
17.05.2011 - 09:45
... wieder was gelernt ...
Momentkunst
25.04.2011 - 20:27
Äußerst interessant! Motiviert zum Nachahmen, gerade der Tipp mit dem Polfilter :-)
Newbee81
31.03.2011 - 20:08
sehr interessant und hilfreich. Danke!
franky68
24.03.2011 - 11:01
Bezieht sich vor allem auf Produktfotografie im Lichtzelt.
SolarSailor
10.03.2011 - 00:53
Anschaulich erklärt, mit vielen Beispielbildern und verständlichen Texten.
DerObis
15.01.2011 - 21:26
Auch für den Anfänger gut erklärt
YannickB
01.01.2011 - 19:53
Klasse die Technik erklärt. Danke.