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Unterwasserfotografie - Teil 20 - Poolfotografie
08.11.2009 in Unterwasserfotografie von herbert_frei
- Kategorie: Unterwasserfotografie
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In den Wintermonaten trainieren Apnoeisten häufig in Indoor-Tauchzentren. Dort schwimmen sie durch Röhren und künstliche Unterwasser-Landschaften in Tiefen bis 20 m.



Im Pool ist bei den meisten Bildern Subtilität gefragt. Insbesondere Aktaufnahmen erfordern von den Mitwirkenden ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Kreativität. Der künstlerische Akt ist von der Pornofotografie so weit entfernt wie der Orion-Nebel von der Erde. Das Schwimmbad ist mit keiner der üblichen Sujets unter Wasser vergleichbar.

Für das menschliche Farbempfinden sind Blau und Rot die attraktivsten Colorierungen unter Wasser. Es liegt daran, dass Blau die Lieblingsfarbe vieler Menschen ist und Rot als Eyecatcher schlechthin betrachtet wird.
Schwierige Location
Was, so die Meinung vieler UW-Fotografen, soll man bloß in einem Schwimmbad fotografieren? An dieser Frage sind schon etliche gute Vorsätze zerbrochen. Hat es auch am Willen nicht gefehlt, so machten fehlende Kreativität und mangelnde Ideen das Wenige an Enthusiasmus nach kurzer Zeit dem Boden gleich.
Poolbilder müssen nicht kompliziert gestaltet werden. Oftmals reicht eine simple Idee. Fuß- und Beinfetischisten lieben solche Bilder.
In öffentlichen Bädern darf man nur unter Aufsicht eines Bademeisters agieren und der muss dann bezahlt werden. Meistens nicht zu knapp, denn die Städte haben die Nutzungsgebühr für die öffentlichen Badeanstalten extrem nach oben geschraubt, sodass Schwimmbadbilder in diesen Lokalitäten nur noch für liquide Hobbyfotografen von Interesse sind.
Finanziell interessant wird es erst, wenn man den Bademeister persönlich kennt und dieser für eine Flasche Wein oder ein Abendessen mal die eine oder andere Überstunde schiebt.


Der Grenzbereich zwischen Wasser und Luft beflügelt die Fantasie. Spiegelungen und Totalreflexionen geben solchen Bildern eine unverwechselbare Note.

Das Spiel mit farbigem Licht ist häufig der Schlüssel zu attraktiven Hinguckern. Für die Gestaltung solcher Bilder ist ein Assistent hilfreich, der die Spots nach Vorgabe des Fotografen setzt.
Es handelt sich bei dieser Bezeichnung generell um ein Frei- oder Hallenbad. Öffentlichen Schwimmbädern ist zu eigen, dass sie sich normalerweise im Besitz von Städten oder Gemeinden befinden. Selbst, wenn Sie Geld in Hülle und Fülle besitzen, dürfte es Ihnen schwer fallen, an sonnigen Tagen das Becken für sich reservieren zu lassen, weil das öffentliche Interesse dem entgegensteht. Schwimmbäder sind nämlich für alle da.
Es bestehen nur Chancen, vor oder nach dem allgemeinen Badebetrieb das Becken benutzen zu können, wenn man Kontakt zu den Bademeistern aufbaut. Öffentliche Badeanstalten haben den Vorteil, dass sie zumindest an einer Stelle mindestens 2 m oder mehr tief sind. Das ist zwingend erforderlich, wenn man mit einem großen Model arbeitet, das High Heels trägt.

Durch die Fisheye-Darstellung wird das Schwimmbad zum Weltraum der Erotik. Gute Kontakte zur Bäderverwaltung helfen bei der Realisierung solcher Aufnahmen.
hier ist das Wasser am wärmsten, aber gleichzeitig auch sehr flach, manchmal nur 1 m tief. Vorteil ist, dass man keine Geräteausrüstung benötigt und zum Luftholen schnell mal aufstehen kann. Schwimm- oder Tauchmaske ist ausreichend, Flossen sind überflüssig. Normalerweise ist im Kinderbecken nur Kinderfotografie möglich.
Das kann Babyschwimmen sein oder wenn der eigene Nachwuchs herumtollt. Das Kinderbecken ist die Domäne der wasserdichten digitalen Kompaktkamera. Einfach schnell mal ein Bild vom Filius oder der Tochter machen.

Aquafitness ist nicht nur eine Trendsportart, sondern wird auch bei Sportverletzungen und nach Unfällen zur Rekonvaleszenz herangezogen. Auch nach langen und anstrengenden Trainingseinheiten kommt es nicht zum Muskelkater, weil Wasser eine massierende Wirkung hat.
Wegen der besseren hygienischen Verhältnisse und einfacheren Reinigung gehen immer mehr Gemeinden dazu über, Schwimmbecken mit Edelstahl auszukleiden. Für die UW-Fotografie ist es ein Gewinn, weil man dadurch unglaubliche Lichteffekte erzielen kann. Das Blitzlicht bricht sich an den Wänden, wandert wie eine Flammenzunge von oben nach unten.
Etwas unkontrolliert, aber immer voller Überraschungen. Mehr als anderswo greifen im Edelstahlbecken farbige Sklavenblitze ins Geschehen ein. Mit zwei oder drei autonomen Lichtquellen schafft man irisierende Reflexe von unglaublicher Faszination. Ein weiterer Vorteil der Edelstahlbecken ist die dezente Grafik der Linien.
Man muss sich nicht mit Kachelfugen herumplagen, die einem die ganze Linienführung verderben können. Schwierig ist die Belichtung in einem Edelstahlbecken. TTL-Blitzbelichtung führt nicht immer zu guten Ergebnissen, weil die automatische Blitzmessung durch die an der Wand und auf dem Beckenboden reflektierenden Vorblitze getäuscht werden kann.

Der Begriff Pool ist etwas zweideutig. Vom Schwimmbad unterscheidet sich der Pool generell in Größe und Tiefe und auch in seiner Architektur. Selbst in großen Hotelanlagen geht die Wassertiefe selten über 1,8 m hinaus, die Größe der Wasserfläche kann aber beträchtlich schwanken.
Die kleinsten Pools findet man in Gartenanlagen. Wenn sie gemauert sind, kann man darin bestens mit Kindern, aber auch Erwachsenen durchaus ansprechende Bilder machen. An sonnigen Tagen kann man das Spiel der Sonnenkringel festhalten, wenn sie irisierend durch den Pool jagen. Achtung! Sonnenkringel auf der Haut führen die Belichtungsmessung nicht selten ad absurdum. In der Regel sollten die Bilder etwas reichlicher belichtet werden, etwa 0,5 bis 1 Blende.
Hotelpools sind für alle, die übers Jahr keine Möglichkeiten besitzen, in Schwimmbädern ihrem Hobby nachzugehen, die beste Möglichkeit, auf diesem Gebiet tätig zu werden.

Kameras, Objektive, Kunstlicht, AF
Wenn es für Ihre digitale Kompaktkamera einen Weitwinkelvorsatz zu kaufen gibt, dann holen Sie ihn. Sie werten damit ihre Digicam beträchtlich auf, denn im Pool oder Schwimmbad sind Nahaufnahmen bzw.Kopfporträts mit dem Kamerazoom von Menschen nur bedingt sinnvoll umzusetzen. Mit der D-SLR sind die Möglichkeiten, in die erfolgreiche Poolfotografie einzusteigen, umfassender.
Die Größe des Bildsensors spielt nur eine untergeordnete Rolle; auch der Kameratyp ist eher zweitrangig. Selbst Einsteiger-Spiegelreflexkameras bewältigen alle Aufgaben bravourös. Das UW-Gehäuse für die D-SLR sollte allerdings den Anschluss von zwei Blitzgeräten ermöglichen.

Und das geht sehr gut, man muss nur wissen, wie. Spärlich bekleidete Menschen mit weitwinkeligen Objektiven zu fotografieren, erfordert etwas Gefühl für die richtige Nähe, damit kein akromegaler (verunstaltete und hypergroß abgebildete Extremitäten) Bildeffekt entsteht.
Hierin liegt vermutlich die größte Schwierigkeit, wenn sich ein Naturfotograf an das Ablichten von Menschen im Pool macht. Dies könnte neben der passenden Location die eigentliche Ursache sein, weshalb sich so wenige UW-Fotografen mit der Schwimmbadfotografie beschäftigen. Und wenn sie es denn tun, sind die Bilder meistens von geringem künstlerischem Wert und bescheidener Aussagekraft.
Wer in Hallenbädern fotografiert, hat meistens mit stark reduziertem Tageslicht zu tun. Wenn die Bilder am Abend gemacht werden, sind die einzig verbliebenen Lichtquellen die Deckenleuchten oder einige UW-Wandstrahler. Das reicht gemeinhin nicht für vernünftige Belichtungen aus. Dauerlicht mit Halogen oder LED-Leuchten sind weitgehend ungeeignet, weil man größere Distanzen ausleuchten muss. Am Amphibienblitzgerät führt deshalb kein Weg vorbei.

Wenn man Effektausleuchtungen mit Sklavenblitzgeräten vornimmt, dann reicht normalerweise ein einziger Mutterblitz aus. Die bessere Ausleuchtung führt aber definitiv über zwei amphibische Blitzgeräte. Systemblitzgeräte sind wegen ihrer geringeren Ausleuchtwinkel nur bedingt geeignet, können aber im Verbund mit einem oder zwei Sklavenblitzgeräten zur Hochform auflaufen. Wer mit der manuellen Blitzbelichtung nicht so richtig klar kommt, weil ihm die Übung fehlt, sollte alle Bilder mit RAW belichten. Dann kann er die Belichtung um +/- 2 Blenden korrigieren sowie den Weißabgleich und den Farbton anpassen.

Fetisch ist ein Kult. Die Bilder sprechen ganz bestimmte Menschen an, insbesondere dann, wenn sie unter Wasser gemacht worden sind. Spiegelungen erfordern sowohl vom Model als auch vom Fotografen die Fähigkeit, die Luft solange anzuhalten, bis sich eine glatte Wasseroberfläche eingestellt hat.
Man kann dann mit einer Voreinstellung der Motivdistanz auslösen (quasi manuell), wenn sonst nichts mehr hilft. Bewegungen mit AF in jedem Fall mit der Auslösepriorität gestalten. Professionelle D-SLRs sind hier etwas im Vorteil, das kann man nicht abstreiten.
Digitale Kompaktkameras kommen bei bewegten Schwimmbadmotiven schnell an ihre Grenzen, weil der Kontrast-AF meistens etwas zu langsam ist und auch die Auslöseverzögerung einen schnellen Schwimmer oder Springer kaum vernünftig erfassen kann.
Sportfotografen lassen sogar mit guten und schnellen D-SLRs oftmals die Szenen in verlangsamter Darstellung wiederholen. Man sollte sich mit der Vorstellung vertraut machen, dass die Schwimmbadfotografie nicht von spontanen Handlungen lebt.
Im Pool ist nahezu alles geplant und wird bei Bedarf auch mehrmals wiederholt. Damit unterscheidet sich dieses Sujet gravierend von der Naturfotografie im Meer und in heimischen Gewässern.

Modelfotografie
Das Wort ist arg strapaziert, und doch kommen wir an ihm nicht vorbei. Modelfotografie ist im Grunde genommen alles, was unter Wasser mit Menschen zu tun hat. Auch das Abbilden von gewöhnlichen Tauchern gehört dazu. Grenzt man den Begriff etwas ein, was man auch tun muss, dann kristallisiert sich heraus, dass nur die wenigsten Taucherinnen oder Schnorchlerinnen mit der Bezeichnung Model bezeichnet werden können.Im Allgemeinen sind Models schöne und attraktive Frauen; im Tauchanzug sind diese körperlichen Vorzüge nicht unbedingt notwendig. Im Meer sind gute Tauchkenntnisse wichtiger. Bei der Arbeit im Pool sieht das anders aus. Wer sich im Bikini, im Badeanzug, oben ohne oder gar als Akt fotografieren lässt, steht ganz anders da. Da lässt sich nichts verheimlichen oder wegretuschieren, man wird so fotografiert, wie man in Wirklichkeit aussieht.
Deshalb sind auch nicht alle Freundinnen und Ehefrauen für solche Bilder geeignet. Wenn es etwas werden soll, dann muss man auf geschulte Models zurückgreifen, die es in der Tauchbranche durchaus gibt.

Flossenschwimmen ist eine Wettkampfdisziplin mit unterschiedlichen Kategorien. Eine leichte Bewegungsunschärfe unterstreicht die Dynamik dieses Sports.
Aber alle Schönheit nützt nichts, wenn es mit dem Luftanhalten nicht klappt. Apnoe (Griechisch für Atemstillstand) ist eines der tragenden Elemente der UW-Modelfotografie, ohne die es nicht funktioniert.
Mindestens eine Minute lang sollte ein gutes Pool-Model die Luft anhalten können, damit man auch Szenen in einigen Metern Tiefe durchspielen kann, ohne dass alle gleich nach jedem Schuss wieder zur Wasseroberfläche hoch müssen.
Manche Models können die Posen sogar 2 oder 3 Minuten lang ohne Luft zu holen durchspielen. Das ist Hochleistungssport.

Nur, wenn sich Knochen, Fleisch und Fett bei ausgeatmeter Luft in einem statischen Gleichgewicht befinden, sinkt man ohne Ballastgewicht. Wenn das nicht der Fall ist, kann man sich das Model mit einem kleinen Stück Blei im Badanzug behelfen oder man füllt die Sohlen der High Heels mit Bleischrot.
Wenn Gewänder getragen werden, ist es sinnvoll, in den Saum Bleistückchen einzunähen. Sie sehen bereits an diesen Dingen, dass man einen ziemlichen Aufwand betreiben muss, um ansprechende, interessante und extravagante Poolbilder machen zu können.
Die nächste Schwierigkeit ist die Hautfarbe des Models. Weiße Haut kalkt im Wasser unter Blitzlicht extrem auf, manchmal so stark, dass auch eine Nachbearbeitung mit Photoshop nicht mehr viel bringt. Es gibt zwar einige Lösungen, dieses Problem praxisgerecht zu lösen, aber die werden weitgehend von persönlichen Erfahrungen getragen.

Man kann auch das Blitzlicht mit einem Orange-Filter einfärben. Das ergibt, wenn Filter und Blitzlicht nicht allzu stark sind, eine fotogene Hautfarbe, die sehr attraktiv wirkt. Das Objektiv mit einem UW-Filter zu bestücken macht nicht immer Sinn. In einem Hallenbad ist es zwecklos, auf diese Art die Hautfarbe und die Stimmung beeinflussen zu wollen.
Man braucht entweder Sonnen- oder gedämpftes Blitzlicht, muss aber aufpassen, dass die Haut nicht so stark eingefärbt wird, dass man glaubt, eine Squaw wäre fotografiert worden. Zu guter Letzt kann es nicht schaden, wenn die Bilder als RAW-Datei gespeichert werden. Gegen alle Fehler hilft das zwar auch nicht, aber man hat wenigstens Reserven bei Belichtung, Weißabgleich und Farbton.

Rasante Szenen hält man beim UW-Rugby möglichst mit Superweitwinkelobjektiven oder Fisheyes fest. Wenn man die Sportart kennt, kann man die Spielzüge erahnen und bei Bedarf auch dirigieren.
Ohne dass man es will, rutscht man leicht in ein schlüpfriges Genre ab, weil das Model die Posen aus den gegebenen Unwägbarkeiten nicht immer im Griff haben kann. Man tut sich mit deplatzierten Bildern selbst keinen Gefallen und dem Model schon gar nicht. Missglückte Aufnahmen vernichtet man im beiderseitigen Interesse.
Ich kann Ihnen an dieser Stelle sagen, dass es im gesamten deutschsprachigen Raum nicht einmal ein Dutzend UW-Fotografen gibt, die das Thema UW-Akt wirklich beherrschen. Sie können sich hier Meriten verdienen, wenn Sie die nötige Begabung mitbringen, weil starke Konkurrenz nicht wirklich vorhanden ist.

UW-Rugby
Man nennt es auch das atemlose Spiel. Zwei Mannschaften von je 6 Personen kämpfen um einen mit Salzwasser (damit er sinkt!) gefüllten Ball, der in den an der Beckenwand stehenden Korb des gegnerischen Teams gebracht werden muss.Ein rasantes und teilweise sehr hartes Spiel, in dem man als UW-Fotograf sein Fett abbekommen kann, wenn man nicht aufpasst. Und auch die Kamera kann in Mitleidenschaft gezogen werden, denn einem UW-Rugby-Spieler ist alles heilig, nur nicht seine Gegner.
Reflexionen, Schatten, Lichter und dabei eine weißliche, aber natürliche Hautfarbe beim Model hinzubekommen, ist ein Mix aus Erfahrung, Können und auch etwas Glück. Weil das Wasser nicht tief war, konnte die Szene einige Male wiederholt werden.


Was das Model hier praktiziert, ist die hohe Kunst des Pool Posings. Am Grund stehen ist schon schwierig, in dieser Haltung sowieso, aber den Kopf ohne Maske oder Nasenklammer nach hinten zu beugen, das ist perfekt. Hier zeigt sich explizit, dass das Model den gleichen Anteil am Bild hat wie der Fotograf.
Das Schwimmbad wird zum Studio, die Spieler zu Protagonisten; Sklavenblitzgeräte werden in Position gebracht, das UW-Gehäuse im Rugbykorb versenkt und nach oben fotografiert.
Auch im Sport kann man kreative Gedanken und fotografische Ideen verwirklichen. Die gestalterische Freiheit geht so weit, dass man den Rugbykorb nicht unbedingt an der Wand stehen lassen muss, sondern ihn auch mitten auf dem Beckenboden platzieren kann.
Achten Sie aber auf ein wettkampfechtes Szenario. Wenn das UW-Gehäuse im Korb versenkt wird, ist Vorsicht geboten. Ein mit Salzwasser gefüllter Ball, der mit Wucht hinein geworfen wird, kann an der Kamera erheblichen Schaden verursachen.

Kunstschwimmen
Die meisten Menschen kennen diesen Sport vermutlich ausschließlich aus dem Fernsehen. Und auch da nur alle vier Jahre, denn Kunstschwimmen ist olympische Disziplin. Von allen sportlichen Disziplinen besitzt das Kunstschwimmen die anmutigsten und elegantesten Posen, was aber in der Natur der Sache liegt.Es ist eine feminine Sportart, die den ganzen Reiz und die Anmut des Figurenschwimmens zeigt. Nichtsdestotrotz gehört zu ihrer Ausübung eine bewundernswerte Kondition, Anmut und die Fähigkeit, die Luft extrem lange anzuhalten.
Die elitäre Ausstrahlung zeugt sich in der exotischen und zirzensischen Gestaltung menschlicher Körper, die an grafische Objekte, schwebende Statuen und lebende Symbole erinnert.
Fast immer sind Kunstschwimmerinnen blendend aussehende junge Mädchen mit toller Sportfigur, denen das Apnoe bis 1 oder 2 Minuten trotz körperlichem Einsatz wenig ausmacht.

In Deutschland, beispielsweise beim DSV. Erschwerend kommt hinzu, dass man ein vernünftiges Trainingsbecken vorfinden sollte und im Weiteren die Bilder möglichst am Tage (z. B. Sonntagmorgen) machen darf. Während eines Wettkampfes ist es nicht erlaubt, sich mit Tauchgerät und Kamera im Becken aufzuhalten.
Kunstschwimmerinnen sind nicht nur die elegantesten Sportmodels unter Wasser, man kann sie zudem auch paarweise oder als Gruppe fotografieren. Und das mit den kompliziertesten Figuren. Die können Gelegenheits-Schwimmerinnen oder Hobby-Models nie und nimmer nachmachen. Dass Kunstschwimmerinnen von den UW-Fotografen etwas stiefmütterlich behandelt werden, liegt auch daran, dass kaum jemand weiß, wie schön und reizvoll man diese Sportlerinnen abbilden kann.

Artistik in Vollendung. Das können nur Kunstschwimmerinnen. Es ist Ballett im nassen Element und eine eigene Darstellung von Körperkunst und zirzensischer Bewegungsharmonie. Figurenschwimmen ist Hochleistungssport und olympische Disziplin in einem luftleeren Raum aus Wasser und Licht.
Ein Wort an die Leser
Mit diesem Tutorial endet die Serie „Unterwasserfotografie“. Das Wichtigste ist niedergeschrieben. Ich hoffe, Sie hatten Spaß an diesem etwas ungewöhnlichen Fotolehrgang, auch wenn Sie nicht unter Wasser fotografieren. Aber vielleicht habe ich dem oder der einen oder anderen Mut gemacht, es auch einmal zu versuchen.Denken Sie daran: Die Theorie ist zwar wichtig, aber in der Praxis kommt manches von selbst, auch wenn man es nicht immer bis in alle Einzelheiten verstanden hat. Mir sind selbst viele gute UW-Fotografen bekannt, die ein erschreckend dürftiges Theoriewissen besitzen. Trotzdem sind ihre Bilder erstaunlich gut. Es liegt sicherlich neben Fleiß und Ehrgeiz auch an der modernen Kameratechnik, die manchen Fehler verzeiht. Das sollte Ihnen Ansporn sein, es auch einmal zu versuchen.
In meinen Beiträgen habe ich bewusst wenig über Bildbearbeitung geschrieben, weil ich der Meinung bin, man sollte zu allererst vernünftig fotografieren und dann dezent optimieren. Es gibt Leute, die sich eine UW-Kamera kaufen und glauben, alles, was nichts geworden ist, lässt sich dann am PC korrigieren. Dem ist nicht so.
Einen Fisch, den Sie von hinten fotografiert haben, können Sie auch mit dem raffiniertesten Bildbearbeitungsprogramm nicht umdrehen. Und man kann auch keine natürlichen Farben erzeugen, wenn keine vom Bildsensor erfasst wurden. Fehlendes Licht vom Blitz oder Dauerlicht ist deshalb nicht durch eine Software zu ersetzen.
Unterwasserfotografie ist eine Spezialdisziplin innerhalb der großen Fotofamilie. Mehr nicht. Zu ihrer Ausübung gehört eine umfassende Ausbildung im Tauchen oder Schnorcheln und eine UW-Kamera. Diese muss aber nicht exorbitant teuer sein. Spaß kann man auch mit einer einfachen Digicam haben. Sie wollen ja damit kein Geld verdienen, sondern Ihrem Hobby nachgehen.
Die immer wieder aufgestellte Behauptung, die UW-Fotografie könnten sich nur solvente Leute leisten, ist explizit in einigen Leserbriefen angeklungen. Bei näherem Hinsehen ist diese Behauptung aber nicht haltbar, denn das kann man so nicht verallgemeinern. Im Prinzip stimmt das nur, wenn man mit dem Vollformatsensor abtaucht. Gebrauchte D-SLRs mit APS-C-Bildsensor oder eine preiswerte Olympus mit Four-Thirds lassen sich mit vernünftigen Investitionen auch unter Wasser bewegen.
Und wer mit einer digitalen Kompakten abtaucht, kommt noch preiswerter weg. Bewusst habe ich deshalb immer mal wieder in den Bildunterschriften angegeben, mit welcher Kamera das Bild gemacht wurde. Und das waren, wie Sie selbst feststellen konnten, beileibe nicht immer Profimodelle.
Eine Freizeitbeschäftigung, die nicht nur körperlich und geistig anspruchsvoll sein kann, sondern auch kreativ. Man findet unbekannte Motive, die einen völlig begeistern und den Ehrgeiz wecken, diese besonders gut abzulichten. Nicht nur in den Tropen, auch im Süßwasser und im Pool können Sie ihren künstlerischen Neigungen nachgehen. Sie müssen es nur versuchen. Und, weil der erste Schritt immer der schwerste ist, sollten Sie ihn unverzüglich angehen.

Schweben im blauen Element. Der dreidimensionale Raum eines Schwimmbeckens lässt Platz für Fantasie, Ästhetik, Grazie und sportliche Höchstleistung. Wer so fotografiert werden will, nimmt einiges auf sich. Es war Oktober und das Wasser kalt wie Speiseeis, aber menschenleer. Das sind dann die Stunden, in denen Bilder entstehen, die von einem anderen Planeten stammen könnten.
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pascal
07.06.2011 - 17:29
sehr schön, auch mit vielen tipps! echt super! :D
niklasbanknoten
29.09.2010 - 21:48
Klasse Serie.
Ich als Taucher werde es gleich beim nächsten Hallentraining versuchen umzusetzen.
thomaskeil
21.05.2010 - 12:19
Tolle Bildideen und beeindruckende Umsetzung. Ich hätte mir zu den Beispielen noch etwas mehr zum Thema Lichtsetzung gewünscht, da wurde ja ganz ausgefuchst gearbeitet.
friendofgermany
12.02.2010 - 12:57
super schöne bilder - tolles tut 5/5*
Mark_T
08.02.2010 - 16:41
Stark und hilfreich
Danke
Rawija
13.12.2009 - 11:39
klasse und interessant
littleoeschi
08.12.2009 - 19:58
aber vorher immer schön den Bademeister anrufen und fragen ob man die Kamera benutzen darf... Habe fst Hausverbot in meinem hiesigen Schwimmbad bekommen...
individuum86
14.11.2009 - 23:12
bin supi beeindruckt... kann man ja mal überlegen auch sowas zu machen ;)
dCak
13.11.2009 - 11:53
sehr schöne bilder, nettes Tutorial ...
Gedankenmuell
12.11.2009 - 21:50
Wunderschön geschrieben, es macht in der Tat sehr, sehr neugierig. ;)
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
12.11.2009 - 19:34
Wusste gar nicht was man so alles unter Wasser fotografieren kann:-) Nicht schlecht!
vownshome
12.11.2009 - 19:19
richtig gut und interessant :)
suphafly
12.11.2009 - 09:56
Echt ein super Tutorial!
Robster
12.11.2009 - 09:34
Insgesamt sehr Interessant!
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
09.11.2009 - 20:07
Sehr gutes Tutorial.
roman2
09.11.2009 - 12:56
ein tolles Tutorial !!!!!!!!
topho
09.11.2009 - 09:27
Sehr schoene Bilder und super erklaerungen.
fairytales
09.11.2009 - 08:15
Suuuuuuuuuuuper!!!! Geniale Bilder voller Kreativität, Esprit und Ästhetik. Viele gute Tipps zur Umsetzung. Ich würde es am liebsten sofort ausprobieren.
tt
08.11.2009 - 23:20
Tolle Bilder super Farben und schöne Models. Schade das dieses Hobby so teuer ist.
MaxBenn
08.11.2009 - 13:07
Echt super arbeit...
Womit machst Du die bilder? Gibt es einen Wasserdichten behälter auch für meine Kamera? Canon 50D...
Eine sache gibt es da noch... Der Uhrmacher. Die idee ist klasse aber man sieht nicht, dass er unter wasser ist... :( Ja oben rechts in der ecke sieht man den wasserspiegel aber wer guckt da schon hin?
Schade eigentlich... :(
Aber sonst echt tolle werke ;)