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Unterwasserfotografie - Teil 11 - Winkelakrobaten, Weitwinkelobjektive ...
17.03.2009 in Unterwasserfotografie von herbert_frei
- Kategorie: Unterwasserfotografie
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Die Gründe liegen auf der Hand und sind rational zu erklären. Normalerweise lassen sich Festbrennweiten näher einstellen als Zoomobjektive. Das hat abbildungstechnische Vorteile bei der Platzierung hinter gewölbten Gehäusefrontgläsern, weil man keine Nahlinse aufbringen muss, um die Optik auf unendlich stellen zu können. Dann können Festbrennweiten zu verträglichen Preisen lichtstärker gefertigt werden als ähnliche Superweitwinkel-Zooms mit gleichen Öffnungswinkeln.
Hohe Lichtstärken sind zwar in der UW-Fotografie keine lebenswichtige Notwendigkeit, aber sehr angenehm. Denn sie unterstützen den AF hinsichtlich Effizienz und Schnelligkeit. Und das kann sich bei der einen oder anderen Aufnahme durchaus positiv niederschlagen. Außerdem verlangen hochpixelige Bildsensoren, insbesondere im Vollformat, nach Spitzenobjektiven. Und die findet man zu verträglichen Preisen eher bei den Festbrennweiten als unter den Zooms.

Projektion
Weitwinkel sind keine Fisheyes und umgekehrt, auch wenn viele Fotografen diese Objektive in einen Topf werfen und die Begriffe vermengen. Selbst in seriösen Fachmagazinen wird das gelegentlich durcheinandergebracht und falsch wiedergegeben. Weitwinkelobjektive werden rechnerisch so ausgelegt, dass sie nach den Gesetzen der zentralen Projektion abbilden.D.h.: Alle Geraden werden auch als Geraden abgebildet, egal, an welcher Stelle sie sich auf dem Bild befinden. Fisheyes machen das nicht. Bei ihnen wölben sich alle Geraden, die nicht durch den Bildmittelpunkt laufen. Am Bildrand sogar tonnenförmig. Weitwinkel sind deshalb in Abhängigkeit ihres rechnerischen und fertigungstechnischen Aufwandes weitgehend verzeichnungs-, aber nicht verzerrungsfrei. Teure Weitwinkel bilden demnach exakter und brillanter ab als preiswerte.
Eine fundamentale Tatsache. Aber je kürzer die Brennweite, desto problematischer wird das Einhalten von Qualitätskriterien. Superweitwinkel (111° bis 122°) sind konstruktiv hinsichtlich der Verzeichnung wesentlich schwieriger zu handhaben als gemäßigte Weitwinkel (75° bis 94° mm). Entsprechend mehr kosten sie, wenn man in dieser Klasse ein Spitzenobjektiv haben will.

Entsprechend subjektiv sind die Bildaussagen der Weitwinkeligen. Man kann sie keineswegs mit der Projektion eines Normalobjektives vergleichen. Von Fachleuten werden insbesondere Superweitwinkel auch als Lügenobjektive bezeichnet, weil sie den Vordergrund überproportional verzerren bzw. vergrößert abbilden und dem Betrachter eine Welt vorgaukeln, die es so nicht gibt.
Man kann beispielsweise einen 50 cm kleinen Schwamm als Turm abbilden und im Hintergrund ein Model mit Lampe platzieren, das auf dem Bild kleiner als ein Zwergbarsch daherschwebt. Bilder, die gefallen und ankommen, eben, weil sie irrational sind und mit realkonformen Abbildungen nichts mehr zu tun haben. Vom Bazillus der perspektivischen Verkürzung werden bevorzugt Wettbewerbsfotografen befallen. Im Endstadium nennt man den Infekt "weitwinkelsüchtig". Heilung ist kaum möglich und wird auch kategorisch abgelehnt, solange der Erfolg anhält.

Was ist ein Weitwinkelobjektiv?
Wie sich der Begriff Weitwinkel verschieben und unterschiedlich deuten lässt, kann man explizit an der Entwicklung der UW-Fotografie sehen. Noch in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts war eine 28-mm-Kleinbildoptik etwas für Weitwinkelfreaks.Heute kommt es unter Wasser bestenfalls noch als Normalobjektiv zu Ehren. Grenzen, Wünsche, Vorstellungen und auch die Ansprüche der UW-Fotografen haben sich gewaltig in Richtung "kurze Brennweite" verschoben.

Eine andere Definition geht davon aus, dass man die Normalbrennweite von Kleinbild oder Vollformat, also 50 mm, mit dem Faktor 0,8 multipliziert. Das Ergebnis wäre eine Brennweite von 40 mm. Bezüglich der UW-Fotografie entspricht das allerdings einem kärglichen Bildwinkel von weniger als 50°. Damit kann man bestenfalls passable Fischporträt machen. Landschaften, Taucher und Wracks benötigen zu ihrer Ablichtung erheblich kürzere Brennweiten.

Unterwasservulkan in der Celebes-See nahe der Insel Mahangetang. Die Gasblasen sprudeln wie in einer Seltersflasche. Der Untergrund ist von schwefelhaltigen Substanzen bedeckt, Fische nähern sich diesem sauerstofflosen Areal nur zögerlich. Das Wasser ist extrem warm und außerhalb des Vulkans so transparent, dass nur Menschen ohne Schwindelgefühle in den Abgrund schauen sollten. Eine Welt wie auf einem anderen Planeten.
Vollformatsensor gelangt man mit einem 24-mm (Bildwinkel 84°) in den gemäßigten Weitwinkelbereich. Über Wasser ist das für viele Fotografen bereits ein riesiger Bildwinkel. Unter Wasser relativiert sich das ganz schnell, wenn man damit versucht, bei mäßiger Sicht ein Wrack zu fotografieren. Dann erkennt man, dass ein Bildwinkel von 84° eine sehr bescheidene Angelegenheit sein kann. Der gemäßigte Weitwinkelbereich geht bis 94°, was beim Vollformatsensor einem 20-mm-Objektiv entspricht. Wer mit einer APS-C-Kamera fotografiert, muss dann bereits zu einer Optik mit 15 mm greifen. Und beim Four-Thirds-System von Olympus wären es nur noch 10 mm.

Weitwinkel-Objektive benötigen gewölbte Frontgläser. Das hier abgebildete Sealux-Gehäuse mit dem montierten Domeport kann in dieser Kombination Objektive bis 94° Bildwinkel aufnehmen. Die Frontports der UW-Gehäuse sind austauschbar. Man kann deshalb auch größere Domegläser bis 122° Bildwinkel verwenden.
Echte Superweitwinkel mit Festbrennweite besitzen Bildwinkel von 111° bis maximal 122°. Die Vollformatbrennweiten bewegen sich dann zwischen 15 und 12 mm. Festbrennweiten gibt es in diesen Größenordnungen aber normalerweise nur beim Kleinbild bzw. im Vollformat.
APS-C und auch Four-Thirds tendieren hier eher zu den weitwinkeligen Zoomobjektiven. Dieser Trend wird sich in diesen Kamerakategorien nicht mehr umkehren lassen, weil die kleinen Bildsensoren diesen Weg konstruktiv begünstigen, selbst mit hohen Lichtstärken.
Allerdings könnten die Festbrennweiten wieder eine Renaissance erleben, weil mit steigenden Pixelzahlen die optischen Anforderungen an die Zooms erheblich werden.

Es gibt Milliarden von ihnen. Ihre Biomasse ist um ein Vielfaches größer als die der gesamten Menschheit. Als eine der wenigen Tierarten können sie auch in extrem großen Tiefen leben. Selbst im Marianengraben in fast 11 000 m Tiefe hat man welche entdeckt. Die größten von ihnen messen über 2 m im Durchmesser und wiegen mehr als 200 kg. Manche Arten geben, wenn man sie zerschneidet, Millionen Samenkapseln ab, um die Art zu erhalten. So verletzlich sie sind, so zäh und anpassungsfähig sind sie. Anders als Fische können sie auch in schmutzigem und sauerstoffarmem Wasser leben. Dieses Exemplar wurde im Mittelmeer abgelichtet. Es war so groß, dass ein Weitwinkelobjektiv hergenommen werden musste.
Superweitwinkel und Domegläser
Vorteil der Festbrennweiten mit extremen Bildwinkeln sind die fixen Positionen der Linsen im Objektiv. Man kann deshalb das Domeglas exzellent anpassen, weil sich die Brennweite nicht verändert. Denn gewölbte Gehäusefrontgläser können rechnerisch nur exakt auf eine einzige Brennweite adaptiert werden.Dass man hinter Domegläsern auch weitwinkelige Zoomobjektive verwenden kann, ist bekannt. Aber man erkauft sich die Brennweitenflexibilität manchmal mit ärgerlichen Kompromissen wie Randunschärfen, Verzeichnungen und chromatischen Aberrationen.

Diese äußern sich in farbigen Flecken, Blendenreflexen, bunten Strichen und nebelartigen, partiellen Eintrübungen, auch verursacht durch reflektierende und streuende Trübstoffe. Dabei präsentiert sich jeder Objektivhersteller mit einer anderen Farbe hinsichtlich der Blendenreflexe. Canon produziert rosafarbene Flecken, die extrem stören, weil sie von den Farben der UW-Welt nicht eliminiert werden. Rosa im Blau des Meeres ist wie die berühmte Faust auf dem Auge. Nikon und Tamron erfreuen das Auge durch intensive blaue Flecken, die aber im Einzelfall nicht besonders auffallen, wenn sie sich im Hintergrundblau etwas verlieren.
Sigma macht besonders mit gelben Flecken auf sich aufmerksam, durch die z.B. Freiwasseraufnahmen unbrauchbar werden können, wenn sich die Colorierung auf einem Fischschwarm oder im Blauwasser zeigt. Das ist dann auch mit einer intensiven und raffinierten Bildbearbeitung nur mit viel Aufwand zu korrigieren. Die farbigen Blendenreflexe kommen überwiegend im Hochformat zustande.

Beim Autofokus hat man hinsichtlich der Einstellgeschwindigkeit mit Superweitwinkel-Objektiven wenige Probleme. Weil die Bildwinkel sehr groß sind, überstreichen auch die AF-Sensoren erhebliche Bildanteile, was zu schnellen und standfesten Einstellreaktionen führt. Hinzu kommt, dass die Einstellwege in den Objektiven kurz sind. Das spart ebenfalls Zeit, die zu schnellen Bildfolgen genutzt werden kann.

Man kann es nicht sehen, aber dieses Bild zeigt den Ausschnitt eines Wracks in den Philippinen. Das versunkene Schiff war so mit Korallen bewachsen, dass man glaubte, über einem Riff zu schweben. Weil die Sicht nicht besonders gut war, wurde vor dem Tauchgang ein Superweitwinkel montiert. Kurze Distanz und viel Bildinhalt.
Abbildungsprobleme
Bildsensoren sind technisch so aufgebaut, dass sie ihren besten Wirkungsgrad dann erreichen, wenn die Lichtstrahlen senkrecht auf die Pixel fallen. Man nennt diesen Vorgang „telezentrischer Strahlengang“. Das ist aber bei der Verwendung von Kleinbild-Weitwinkelobjektiven an Vollformatsensoren eher nicht der Fall, weil deren große Bildwinkel das Licht in den Formatecken schräg einfallen lässt.Einem Film ist das egal, Hauptsache genug Licht. Pixel reagieren darauf etwas sensibler. So kommt es, dass die aus der Kleinbildfotografie vorhandenen Superweitwinkelobjektive an Vollformatsensoren nicht immer die gewünschten Abbildungsleistungen erbringen. Die Malaise äußert sich in unscharfen Ecken, Farbverfälschungen und Verzeichnungen, die eigentlich nicht vorkommen dürften.
Die Bildfehler sind umso gravierender, je größer der Bildwinkel ist und je größer die Sensordiagonale ausfällt. An APS-C-Kameras ist die Störung bei Verwendung von weitwinkeligen Kleinbildobjektiven eher gering, weil der Crop-Faktor den Bildwinkel beschneidet.

Jedenfalls nicht für die vielen Millionen, mit denen man heute fotografiert. Jenseits von 12 bis 15 Megapixel lässt dann das Auflösungsvermögen der für die analoge Fotografie gerechneten Weitwinkel-Optiken sichtbar nach. Die Kamerahersteller und auch die Fremdanbieter (Sigma, Tamron, Tokina) wissen um dieses Problem und haben deshalb ihre Festbrennweiten bei den Superweitwinkel-Objektiven überarbeitet.
Wer also in dieses Metier neu einsteigt und keine optischen Altlasten im Fotoschrank liegen hat, sollte nicht nach preiswerten Weitwinkelobjektiven aus der analogen Zeit schielen, sondern den direkten Weg über ein an die vielen Megapixel optimiertes Superweitwinkel gehen. Auch, wenn das nicht unbedingt ein preiswerter Hit ist.

Klarsicht
Superweitwinkel gestatten Bilder, auf denen die Sichtweite immer größer aussieht, als sie in Wirklichkeit gewesen ist. Das liegt daran, dass man mit kurzbrennweitigen Objektiven relativ nahe an die Motive heran kann, was die Anzahl der Schwebeteilchen vor dem Domeglas verringert. Zusätzlich suggeriert der große Bildwinkel durch Verkleinerung der Hintergrund-Objekte eine enorme Tiefenwirkung der Aufnahme, die der Betrachter gefühlsmäßig mit beträchtlicher Transparenz verbindet.
Mit keiner anderen Optik lassen sich Feeling und Faszination des Tauchsports so emotional einfangen, wie mit einem Superweitwinkel. Anders als bei Fisheyes, deren Bildwinkel ja noch größer (180°) und verwirrender ist, kommt bei Superweitwinkeln nur selten das Gefühl von unnatürlicher Abbildung auf ... selbst wenn es so wäre.
Das liegt in erster Linie an der Gesetzmäßigkeit der "Gnomonischen Projektion" (verzeichnungsfreie Darstellung), nach der Weitwinkelobjektive abbilden. Beim Ablichten von Wracks und UW-Landschaften erweisen sich Superweitwinkel den Fisheyes wegen der natürlicheren Abbildungsart eindeutig als überlegen. Ein Fisheye kann deshalb niemals ein Superweitwinkel ersetzen (umgekehrt aber auch nicht!), auch wenn das von manchen UW-Fotografen möglicherweise etwas anders gesehen wird.

Doch ist das nicht generell auf unsachgemäß platzierte und falsch dimensionierte Domegläser zurückzuführen. Superweitwinkelobjektive selbst sind optisch leider auch nicht immer up to date und dürfen in dieser Hinsicht qualitativ keineswegs mit längeren Brennweiten verglichen werden. Wer ein preiswertes Superweitwinkel ersteht, kann weder übermäßige Brillanz noch eine absolut verzeichnungsfreie Darstellung erwarten. Neben den kissen- und tonnenförmigen Verzeichnungen bilden manche dieser Winkelakrobaten auch wellenförmig ab. Nicht unbedingt ein Knaller, wenn man im Schwimmbad fotografiert.

Weitwinkelkonverter von INON. Befestigt wird der für digitale Kompaktkameras konzipierte Vorsatz außen am UW-Gehäuse. Der Bildwinkel beträgt 100°. Die Bildqualität ist mehr als zufriedenstellend.
Weitwinkelgesetze
Vereinfacht (aber verständlich) bezeichnet man als Bildwinkel den gesamten von einem Objektiv erfassten Winkel. Auf dem rechteckigen Sensorformat unterscheidet man noch jeweils nach diagonalen (von Formatecke zu Formatecke), horizontalen (Längswinkel) und vertikalen (Höhenwinkel) Bildwinkeln. Weil der diagonale Bildwinkel am größten ist, wird ausschließlich er aus werbeträchtigen Gründen angegeben. Doch die anderen sind zumindest ebenso wichtig, beschneiden sie doch das Bild an den Formaträndern. Schon der Horizontalwinkel ist etwa 10% kleiner als der Diagonalwinkel.
Weißer Hai im Pazifik. Begegnungen mit ihm sind potenziell gefährlich.
Aus Surfbrettern kann er halbrunde Stücke herausbeißen, deren Ränder so glatt sind wie mit der Stichsäge bearbeitet. Weil der Weiße Hai warmblütig ist, kann er exzellent beschleunigen. Bei der Jagd auf Seehunde, seiner Lieblingsspeise, wird er oft 3 m aus dem Wasser herausgetragen. Ausgewachsene Weißhaie werden etwa 8 m lang und wiegen dann bis zu 3 Tonnen. Normal sind etwa 6 m und 1,5 Tonnen. Angeblich soll in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ein Exemplar von fast 12 m Länge gefangen worden sein. Weiße Haie sind aber keine Killer und Fressmaschinen.
Die Grenzen dessen, was mit vertretbaren ökonomischen Mitteln bei gleichzeitiger High-tech-Qualität noch möglich ist, liegen bei einem Bildwinkel von ca. 118° (13 mm Brennweite beim Vollformatsensor und 8,6 mm beim APS-C-Bildsensor bzw. 7,5 mm beim Four-Thirds-System). Neugierige UW-Fotografen werden sich vielleicht fragen, weshalb es keine Superweitwinkelobjektive mit einem verzeichnungsfreien Bildwinkel von 180° gibt?
Das geht leider weder rechnerisch noch fertigungstechnisch, weil solche Weitwinkelobjektive mit enormen Vignettierungen zu kämpfen hätten. Die Ecken wären quasi dunkel wie ein Kohlenkeller und die Brennweite müsste infolge des exorbitanten Bildwinkels eine Brennweite von 0,0 mm haben, weil der Bildpunktabstand bei 180° diagonal unendlich groß wird. Selbst, wenn man den verzeichnungsfreien Bildwinkel auf 175° beschränken würde, betrüge die Brennweite immer noch unrealistische 1 mm. Und man müsste mit einem Randlichtabfall von 18 Blenden rechnen. Auch mit Korrekturprogrammen käme man schnell an das physikalische und optische Limit.

Oftmals sieht das Fisheye-Bild besser aus. Aber immerhin, es ist mit einem schnellen Klick möglich und wenn die Ansprüche nicht allzu hoch geschraubt werden, kann man ganz gut damit leben. Preiswerter als ein aufwendig korrigiertes Superweitwinkel, mit dem man ähnliche Bildeindrücke sammeln könnte, ist dieses Verfahren allemal.

Barbe in einem Wildbach. Das Bild entstand mit einer digitalen Kompaktkamera plus Weitwinkelvorsatz. Fotografiert wurde mit Sonnenlicht. Barben sind Wanderfische in Fließgewässern, die auf der Suche nach Nahrung große Strecken zurücklegen. Obwohl sie sehr grätig sind, schmecken sie ganz gut. Man bekommt Barben allerdings nur selten aufgetischt. Aufpassen muss man während der Laichzeit. Die Fische reichern sich dann mit einem Giftstoff an, der zu Brechreiz und Kreislaufproblemen führt.
Weitwinkelkonverter
Auch UW-Fotografen mit digitalen Kompaktkameras können sich in den Weitwinkelbereich vorwagen. Und zwar relativ preiswert. Für die meisten kompakten Digicams gibt es Weitwinkelkonverter, die man entweder im Frontgewinde des Kamerazooms oder im Portgewinde des UW-Gehäuses befestigt. Man muss dabei allerdings beachten, dass Weitwinkelkonverter, die im Gewinde der Kameraoptik montiert werden, nur in einem UW-Gehäuse verwendet werden dürfen, weil sie nicht wasserfest sind.Und das UW-Gehäuse muss ein dem Bildwinkel angepasstes Domeglas besitzen. Geliefert werden diese Weitwinkelkonverter überwiegend vom Kamerahersteller, selten von Fremdanbietern. Hingegen gibt es eine beträchtliche Zahl von Fremdherstellern für wasser- und druckfeste Weitwinkelkonverter, die man am UW-Gehäuse selbst befestigt. Das hat den Vorteil, dass man den Konverter unter Wasser abnehmen und bei Bedarf wieder montieren kann.
Weitwinkelkonverter verkürzen die Brennweite des Kamerazooms, meistens um den Faktor 0,6 bis 0,8 (herstellerabhängig!). Die damit erreichbaren Bildwinkel liegen je nach Sensorgröße und kürzester Zoombrennweite zwischen 84° und 110°. Damit kann man recht ordentliche Weitwinkelszenen einfangen. Auch fotografische Wrackstudien sind möglich.
Zu beachten ist, dass die mit Wasser in Kontakt kommenden Weitwinkelkonverter, wenn sie vorher an Land montiert wurden, grundsätzlich unter Wasser nochmals abgenommen werden müssen. Grund sind im Hohlraum zwischen Konverter und Gehäusefrontglas festsitzenden Luftbläschen, die sorgfältig entfernt werden müssen (mit der Hand über die Flächen von Gehäusefrontglas und Konverterhinterlinse wischen), weil sich sonst partielle Unschärfen bilden. Die Abbildungsleistung der Weitwinkelkonverter hängt nämlich in höchstem Maße davon ab, wie sauber die korrespondierenden Glasflächen sind.
Weitwinkelkonverter schlucken Licht. Üblicherweise liegt ihre Lichtstärke bei 1:5,6 … selten weniger. Deshalb müssen Sie damit rechnen, dass der Autofokus etwas langsamer wird und auch nicht mehr so standfest ist. Weil Weitwinkelkonverter dick auftragen und meistens einen großen Fassungsdurchmesser besitzen, kann der interne Kamerablitz nicht mehr genutzt werden. Sein Licht würde von der Konverterfassung abgelenkt bzw. abgeschottet werden.
Wer mit digitalen Kompaktkameras weitwinkelig fotografieren will, muss sich zuallererst um einen externen Amphibienblitz bemühen. Sonst bleibt die Unterwasserwelt zappenduster. Wir werden auf das Problem der nassen Blitzbelichtung in einem späteren Tutorial noch genauer eingehen.
Hingegen im Tauchshop oder bei:
1. www.aqualung.de (Importeur von Sea & Sea Fotogeräten)
2. www.digital-Eyes.de
3. www.mike-dive.de
4. www.uw-fotopartner.de
5. www.unterwasserkamera.at
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photon38
09.02.2013 - 15:45
sehr guter Artikel, danke!
tomcat13
03.08.2009 - 10:14
Sehr informativ und tolle Bilder. Fundierte Infos. Werde mir wohl alle Deine Workshops "reinziehen" ;-))
Eyke
19.03.2009 - 20:12
Der Artikel ist hervorragend.
Ich kann über die wunderbaren Bilder nur staunen.
Danke für die Einblicke!
User hat PSD-Tutorials.de verlassen
19.03.2009 - 16:19
Was es nicht alles schönes unter Wasser zu entdecken gibt:-)
reweiv
18.03.2009 - 21:04
Schön zu lesen und zu schauen.
Ich fand den Artikel zum Thema Fisheye in der tauchen vom 03.März auch Klasse...grosses Lob.
herbert_frei
20.03.2009 - 17:08
Danke für das Lob. Im nächsten Tut werden wir die Fisheye-Fotografie ausführlich darstellen.
Herbert
ZackBag
18.03.2009 - 15:33
was gibts da noch zu sagen?
roman2
18.03.2009 - 14:38
einfach der hammer !!!!!!
mayhardcastle
17.03.2009 - 20:52
ja, da kann ich meinem vorredner nur uneingeschränkt zustimmen: rundum ein tolles, informatives und super bebildertes tutorial!
Rawija
17.03.2009 - 08:05
Super Workshop wie immer. Die Aufnahmen klasse. Danke