[2D] Sammelthread Miniworkshops

[2D] Sammelthread Miniworkshops | PSD-Tutorials.de

Erstellt von kcc, 21.12.2011.

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  1. kcc

    kcc Hat es drauf

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    [2D] Sammelthread Miniworkshops
    Miniworkshop - Was ist das?

    Im Rahmen des Beginner Contest wird jeden Monat zusätzlich von euch ein Thema gewählt, auf das wir in dem Monat besonderen Wert legen. Die Workshops sollen das ganze hier vllt noch etwas interessanter machen und vor allem das Hauptziel, möglichst viel zu Lernen unterstützen.
    Ergänzungen, auch zu vergangenen Workshops sind gern gesehen und werden von mir mit dazu editiert

    Themensammlung


    - x Bildaufbau (Dez. 11)
    - Bildtiefe und Schärfe
    - Farbstimmung
    - Fluchtpunkt und Größenverhältnisse
    - Licht (Lichtquellen)
    - Lichtstimmung
    - Perspektive
    - Schatten
    - ...

    Feedback und Ergänzungen

    ...bitte in folgenden Thread, damits hier schön übersichtlich bleibt:

    http://www.psd-tutorials.de/forum/3...d-sammelthread-miniworkshops.html#post1882460
     
    Zuletzt bearbeitet: 21.12.2011
    #1      
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  2. TutKit

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  3. kcc

    kcc Hat es drauf

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    [2D] Sammelthread Miniworkshops
    AW: [2D] Sammelthread Miniworkshops

    Miniworkshop Bildaufbau

    1. Zuschneiden
    - Bevor man seinen endgültigen Bildaufbau hat, sollte man wenn man sich unsicher ist, Hintergrundebenen und alle weiteren Bilder als SmartObjekte einfügen. Diese haben den Vorteil, dass man sie kleiner und wieder größer skalieren kann, ohne das die Qualität verringert wird. (Wer SmartObjekte nicht kennt: Über einen Rechtsklick auf die Ebene kann man ein Objekt in ein SmartObjekt umwandeln. Interessanter Vergleich: Nehmt euch mal ein Bild, dass kein SmartObjekt ist, verkleinert über frei transfomieren auf ein paar Pixel und zieht es dann wieder groß - es ist stark verpixelt, obwohl es vorher in guter Auflösung vorlag. Gleiches mit SmartObjekten zeigt, dass die Auflösung identisch bleibt.)

    - SmartObjekte haben jedoch auch einen Nachteil: Sie fressen Speicher - sowohl in der Dateigröße als auch Arbeitsspeicher während des Bearbeitens. Deshalb sollte man ggf. die Ebenen rastern, wenn die ungefähre Größe feststeht (dazu Rechtsklick auf die SmartObjektebene und Ebene rastern auswählen)

    - Tutorials zu Smartobjekten: Videotutorial Ebenen - Alles, was jeder dazu wissen sollte (Sollte sich jeder mal angesehen haben, ich habe das selbst erst vor ein paar Wochen angeguckt und noch einiges gelernt!), Smart-Objekte bearbeiten: Änderung des Originals zum schnellen Inhaltsaustausch (passt nicht ganz zum Thema, aber auch ein sehr interessantes Tutorial zu Anwendungsmöglichkeiten von SmartObjekten)

    2. Bildformat wählen
    Das Bildformat zu wählen, ist meist einer der ersten Schritte den man macht. Grundsätzlich steht zunächst die Entscheidung aus: Quadrat, Quer- oder Hochformat oder Panorama.
    - Ein Querformat entspricht am ehesten der natürlichen Wahrnehmung, denn unsere Augen sind nebeneinander angeordnet. Gleichzeitig lässt sich dieses Format an Bildschirmen optimal darstellen, weil einfach am meisten Platz da ist. In diesem Format bleibt mehr Platz für Interaktionen bestimmter Bildelemente, die oft nur nebeneinander angeordnet werden können. Viele Bilder sind Nahe an der Realität angelehnt - wahrscheinlich einer der Gründe, warum dies grundsätzlich das meistgewählte Format ist.

    - Hochformate sind hingegen schon etwas ungewöhnlicher. Jeder der mal eine Landschaft an Stelle des üblichen Querfomates hochkant fotografiert hat, wird merken, dass die Betrachtung des gleichen Bildinhaltes sich deutlich ändert. Plötzlich gewinnt der Himmel bspw. an viel mehr Bedeutung. Die farbliche Aufteilung der Bereiche im Kontrast von Himmel zu Landschaft hat in dem Fall mehr Bedeutung während im Querformat oftmals die Form der Landschaft in den Vordergrund gerückt wird. Hochformate unterstützen daher oft eher ungewöhnliche Motive, die aus der Norm fallen.

    - Quadrate wirken auf den ersten Blick oft langweilig, hier ist eine interessante Anordnung der Bildelemente wichtig. Sie können allerdings auch exteme Symmetrie unterstützen, bspw. ein Fenster mit einem Fensterkreuz in der Mitte, durch das eine Landschaft o.ä. zu sehen ist.

    - Panoramen: Es gibt keine genaue Grenze, wann ein Hoch- oder Querformat ein Panorama ist, deswegen könnte man grundsätzlich auch einfach von sehr breiten bzw. sehr hohen Bildformaten reden. Dieses Format erregt zunächst Aufmerksamkeit, weil es aus der "Norm" herausragt. Und Aufmerksamkeit ist immer etwas, was wir mit unseren Bildern erreichen wollen, den sie bleiben dadurch im Gedächtnis hängen. Hier möchte ich einmal ein Beispielbild anbringen, was im Rahmen eines BeginnerContests von Robostar gepixelt wurde:

    [​IMG]
    An sich ein schönes Bild, aber irgendwie geht das Hauptmotiv unter, der Schwanz ist angeschnitten, direkt neben dem Vogel eine Spiegelung und dann noch das grün, was rechts runtertropft. Das Auge schweift schnell nach oben ab und probiert das Hauptmotiv zu erfassen. Das Format an sich wirkt relativ langweilig. Ich gab Robostar damals den Tipp, dass Bild doch breiter zu machen, woraus dann Version 2 entstand:
    [​IMG]
    Mir persönlich immer noch etwas zu hoch, kam er letztendlich zu folgendem Endergebnis:
    [​IMG]

    Hier ist der Vogel nun komplett drauf - durch Unterstützung der Spiegelung und des Schattens ist ein eindeutiger Fokus auf dem Kopf des Vogels, der Blick kann durch das ganze Bild wandern, bleibt jedoch letztendlich immer auf dem Vogel hängen - durch die Breite kommen die Strukturen im Hintergrund, die das Bild erst so charakteristisch machen voll zur Geltung und durch das ungewöhnliche Format wird der futuristische Eindruck unterstützt.
    - Um das ganze in ein paar Worten zusammenzufassen: Für sehr harmonische, realtistische Bilder, Naturumgebungen und ähnlichem bieten sich normale Querformate gut an. Hochformate sind schon etwas ungewöhnlicher und können hohe Bildelemente oder Kontraste zwischen Himmel und Landschaft verstärken. Quadrate können einen symmetrischen Aufbau oder ungewöhnliche Objektplatzierungen unterstützen, Panoramen unterstützen ungewöhnliche Ideen, die aus der "Norm" stechen.
    Man sollte offen bleiben, welches Format man wählt und ruhig mal von Standard-Querformat abweichen bzw. es zumindest einmal ausprobieren.
    Beim Zuschneiden kann man übrigens sobald ein Rahmen mit dem Werkzeug auf dem Bild aufgezogen wurde oben im Werkezugbedienfeld in einem kleinen Drop-Down-Menü die Drittelregel auswählen - dies hilft beim richtigen Zuschneiden und Positionieren der Bildelemente.

    3. Fokus setzen / Bildelemente an die richtigen Stellen setzen
    Der wichtigeste Punkt in einem Composing ist sicherlich, wo setzte ich welches Bildelement hin und vor allem wie schaffe ich es, den Fokus genau auf das Hauptmotiv zu setzen.
    - Um das Hauptmotiv erst einmal zu einem solchen zu machen, wollen wir es besonders hervorzuheben. Dies kann durch Schärfe und Kontraste erreicht werden. Das Hauptmotiv sollte das schärfste Objekt im Composing sein, denn scharfe Bildbereiche ziehen den Blick auf sich (mehr dazu im Miniworkshop Schärfe und Bildtiefe). Gleichzeitig kann man sehr schön mit Farbkontrasten und Sättigungsunterschieden arbeiten. Ein leuchtend roter Vogel bspw. der gerade vor einem dunkelgrünen Wald entlangfliegt zieht sofort die Blicke auf sich. Solche Farb- und Helligkeitskontraste kann man jedoch auch bei anderen Motiven, die nicht von Natur aus hohe Farbkontraste haben, erreichen, in dem man bspw. alles außer dem Hauptmotiv leicht entsättigt und beim Hauptmotiv selbst die Sättigung und/oder Dynamik leicht erhöht - die Arbeit mit Ebenenmasken ist dabei unerlässlich.Wo ich gerade von Helligkeitskontrasten rede - hin und wieder sollte man sein Bild einmal komplett entsättigen, um diese wahrzunehmen, denn Farbkontrast ist nicht gleich Helligkeitskontrast. Im Rahmen meines Schärfetutorials habe ich dazu eine ganz interessante Abbildung erstellt:
    [​IMG] Gerade wenn man mit eher entsättigten Bilder arbeitet, sollte man sich diesen Zusammenhang einmal näher ansehen - sonst wird das gesamte Bild schnell flau, sobald die Farbkontraste durch Entsättigung reduziert werden.
    - Neben Schärfe und Kontrast ist vor allem die Positionierung innerhalb des Bildes entscheidend. In den meisten Fällen macht es Sinn, das Hauptelement eher in den Vordergrund und irgendwo in die Bildmitte zu setzen. Bildmitte ist dabei nicht wortwörtlich zu verstehen, sondern soll andeuten, dass es wenig Sinn macht, das Hauptmotiv irgendwo links, recht, oben oder unten an den Rand oder sogar teilweise über diesen hinaus hinzupacken. So weit so gut, also nicht an den Rand, aber wohin dann? Die Auswahl des Platzes wird nicht gerade leichter - bleibt immer noch Links, Mitte, Rechts und Oben, Mitte, Unten. Oben, Mitte oder Unten ist meist recht schnell durch den Bildhorizont, die Perspektive des Motivs bzw. durch das Motiv an sich gegeben. Ein fliegender Vogel wird sich meist eher oben, eine Schlange eher unten am Boden angesiedelt sein. Interessanter wird diese Frage erst bei größeren Motiven wie bspw. Menschen oder große (bzw. groß abgebildete) Tiere. Dort sollte man sich vor allem markante horizontale Linien anschauen um die Größe und Position festzulegen. Spontan fallen mir beim Menschen 4 Linien ein - der Kopf und die Füße (Ober- und Unterkante des Motivs), die Schultern und Arme (falls diese vom Körper weggestreckt sind, bspw. ein Kellner mit einem Tablett) und ganz wichtig die Augen. Die Augen bilden automatisch für den Betrachter eine Linie in das Bild hinein, denn er guckt, wohin diese schauen und sieht damit, was der Mensch/das Tier sieht. Bei Tieren ist die Rückenlinie meist eine dieser markanten horizontalen Linien. (Ich guck mal, dass ich dazu noch ein paar Bilder finde und die Linien einzeichne.) Die Augenhöhe gibt im Verhältnis zur Horizontlinie meist Auskunft darüber, ob wir uns in einer Frosch-, Normal- oder Vogelperspektive befinden, aber dazu mehr im Miniworkshop Perspektive.

    So ähnlich gilt das ganze für die Frage links, rechts oder Mitte auch. Ob links oder rechts ist dabei erst einmal weniger entscheidend als die Frage wie weit links oder rechts, also wie weit von der Mitte entfernt. Dabei ist das Hauptmotiv meist eine vertikale Linie, die nun positioniert werden will.

    Diese horizontalen und vertikalen Linien kann man nun innerhalb des Bildes nach Gutdünken anordnen. Grundsätzlich gilt: Mitte ist langweilig (werd ich gleich noch mal wiederlegen, aber als Eingangsregel ist das nicht schlecht). Ganz entscheidend ist die Interaktion des Hauptmotivs mit anderen Bildelementen, wenn vorhanden. Einen Löwen, der nach rechts springt und gerade eine Antilope fängt, sollte man nicht rechts ins Bild setzen, denn dann springt er raus und es ist kein Platz mehr die Antilope ins Bild zu quetschen. Hier könnte man sich die Drittelregel gut als Unterstützung vorstellen. Kopf des Löwen genau auf die linke Linie, Antilopf auf die Rechte. Neben der Drittelregel lassen sich die Linien auch sehr gut am Goldenen Schnitt ausrichten, der als sehr harmonisch wahrgenommen wird. Mehr inhaltlich dazu bei wikipedia (Die Bedeutung des Goldenen Schnitts), unten bei den Links findet ihr auch noch zwei Aktionen, die direkt in Photoshop eingebunden und auf euer Bild angewendet werden können.

    - Nehmen wir uns das Bild von Robostar noch einmal vor:
    [​IMG]

    Ohne jetzt ein Lineal zur Hand zu haben oder die Aktionen ausführen zu können, erkennt man sofort, dass der Kopf des Vogel auf der linken Drittellinie ausgerichtet ist. Die Bodenlinie (Übergang zur "Hinterwand") befindet sich wahrscheinlich auf der unteren Goldenen-Schnitt-Linie. Der untere Flügelrand bildet mit dieser Linie eine Einheit - ob nun beabsichtigt oder nicht. An dieser Stelle auch der Hinweis, eine Bildausrichtung anhand dieser Linien auf Teufel komm raus macht keinen Sinn - oft erkennt man auf den ersten Blick ob ein Bild im Gesamtaufbau harmonisch wirkt oder nicht. Bei seinen eigenen Bildern erfordert das einiges an Erfahrung und Übung. Guter Tipp ist immer, das Bild mal ein zwei Tage liegen zu lassen (wenn es die Zeit zulässt) und dann einen kritischen Blick drauf zu werfen. Was mir sehr geholfen hat ist auch immer, mir die Bilder der anderen kritisch anzusehen. Da findet man meist schneller etwas, was einen stört [​IMG] Aber wichtig ist dann einen Schritt weiter zu gehen und zu probieren herauszufinden was einen stört und noch einen Schritt weiter: Wie man es so verändern könnte, dass es einen nicht mehr stört.
    - Zum Abschluss zu diesem umfangreichen Punkt jetzt noch die berühmten Ausnahmen der Regeln, die allerdings hin und wieder das Salz in der Suppe sind - die aber gleichzeitig mit Vorsicht zu genießen sind, denn es wird schnell zu viel Salz oder versehentlich der Pfefferstreuer [​IMG]

    Dazu hab ich mir mal drei Bilder rausgesucht, an denen ich das erklären möchte.

    Nr. 1 - Als ich darüber nachgedacht habe, was ich hier so zu schreiben könnte, kam mir sofort ein Bild von Wolves wieder in den Sinn, welches völlig außerhalb aller oben erstellten Regeln ist. Querformat trotz hohem Hauptmotiv, das Hauptmotiv völlig mittig platziert und noch dazu die Horizontlinie/Waldgrenze auch horizontal mittig gesetzt und: es funktioniert!
    [​IMG]
    Lauter Regeln und jetzt funktionierts plötzlich auch ohne? Hauptmerkmale dieses Bildes sind vor allem die Symmetrie. Der Blick der Frau, der leicht diagonal nach links weggeht im Kontrast zu ihrer Körperrichtung nach rechts begründen es, sowohl nach links und nach rechts Platz zu lassen (spontan zu entscheiden ob man links oder rechts mehr Platz lassen sollte, wenn man sie nicht mittig setzt, könnte ich nicht). Durch die horizontale Baumgrenze und die vertikale Linie in der Mitte entsteht ein Kreuz, dass die Harmonie unterstützt. Sobald man links oder rechts oben einen Vogel als "Eyecatcher" setzten würde, würde diese Symmetrie zerstört werden und das Bild nicht mehr "funktionieren"/wirken.

    Nr. 2 - Ein Bild von kaaaay Mittig positioniert und nicht innerhalb des Rahmens!
    [​IMG]
    Auch hier ein wunderbares Beispiel, bei dem die mittige Positionierung die Symmetrie extrem utnerstützt und dadurch erst die eigentlich Wirkung des Bildes entsteht. Zusätzlich unterstützt das extreme Hochformat das mystische Bildthema. Zum Thema Elemente die aus dem Bildrahmen rausgehen, werde ich bei der Bildtiefe, Schärfe noch mal etwas schreiben.

    Nr. 3 ist ein Bild von mir selbst:
    [​IMG]
    Das folgt keinerlei Regeln. Ich habe ewig am Ende probiert den Rahmen so zu machen, dass Drittelregel oder Goldener Schnitt irgendwo auf der Bodenlinie bzw. horizontal auf dem Auge oder auf dem Ende links und dem Beginn rechts der Fliege liegen - nichts hat funktioniert. Letztendlich habe ich die Positionierung rein "nach Gefühl" vorgenommen und durch eine Vignette unterstützt.

    Was ich euch mit den drei Beispielen eigentlich sagen wollte - Abweichungen von der Norm können bei bestimmten Bildern helfen. Strikte Regelbefolgung macht manchmal einfach keinen Sinn.

    4. Blickrichtung und 5. Platz lassen!
    Nur noch ein paar Worte zu den letzten beiden Punkten, nachdem Punkt drei wohl doch etwas länger geworden ist [​IMG]
    - Wie oben schon mal angesprochen, die Blickrichtung von Objekten mit Augen (mal ganz neutral fomuliert), sollte immer ins Bild gerichtet sein. Im Normalfall sollte die Augen auf ein weiteres Bildobjekt, dass interessant ist gerichtet sein. Wenn der Fokus gut gesetzt ist und der Betrachter zunächst auf das Hauptmotiv sieht, wird dessen Ausrichtung der nächste Punkt sein wo er hinsieht. Probiert mal selbst ein wenig darauf zu achten, wie ihr euch ein Bild anseht (funktioniert bei eigenen Bildern nicht [​IMG] ) - wo schaut ihr zuerst hin, wie wandert euer Blick durch das Bild, wovon wird er angezogen und wo verweilt er lange.

    - Den letzten Tipp, das Platz lassen möchte ich besonders betonen, da gerade Anfänger dazu neigen, viele verschiedene Bildelemente in ein Bild zu verfrachten. Damit nehmt ihr euch immer die Chance, dass der Betrachter möglichst lange den Blick auf dem Hauptmotiv verweilen lässt und dass bestimmte Linien im Bild wirken können. Schaut euch dazu einfach oben noch mal den ersten Entwurf von Robostars Bild und das Endergebnis im Vergleich an, dass ist ein super Beispiel dafür.

    Tutorials und Links zum Thema
    Download:
    Aktion Goldener Schnitt
    Golden Crop for Photoshop
    Deutsch:
    Uli Staiger - Gestaltungsworkshop Teil 2 - Bildaufbau: Form schlägt Inhalt
    Englisch:
    C O M P O S I T I O N - simple guidelines
    Know your Basics - Composition (the manip way)
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.01.2016
    #2      
  4. Wolves

    Wolves Moderator Teammitglied

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    Thema Licht und Farbstimmung

    Es geht um das sehr beliebte Thema Licht und ich schneide da auch gleich das Thema Farbstimmung mit an. Dies waren ein paar Punkte die mir aufgefallen sind, wo der eine oder andere noch Schwierigkeiten hat. Zusätzlich zeige ich euch noch wie man Nebel zeichnet. Der Hintergrund war der Stock aus dem Oktober-Contest 2012 und das Feuer was ich verwendet hatte war dieses: http://www.sxc.hu/photo/1134617

    Ich erkläre euch wie man von so einer Version:
    [​IMG]

    zu dieser Version kommt:
    [​IMG]

    Das Bild soll jetzt nichts besonderes sein, sondern soll ehr zum zeigen dienen.

    damit ihr alles besser nach voll ziehen könnt gebe ich euch dazu auch die PSD-Datei. In der PSD-Datei hab ich einzelne Punkte Farblich markiert und tue die Zwischenüberschriften mit der gleichen Farbe machen.

    Am besten ladet ihr euch die PSD-Datei und erstellt an der Stelle wo ihr üben wollte die entsprechende Ebene neu und blendet die Originale Ebene aus.

    Bei dem Grundbild ist eine verregnete Nachstimmung, wo 2 verschiedene Lichtquellen drinnen sind. Irgendwie ist dort aber noch keine wirkliche Stimmung drinnen. Wo dran liegt das?

    Die neuen Elemente im Bild reagieren noch nicht ganz mit ihrer Umgebung. Bei so einer Gegen wie in dem Bild ist es meisten so, wenn es Regnet das alles etwas drüber ist bei Nacht.
    Die Lichtquellen haben auch verschiedene Farben die zurzeit noch gar nicht auf den Hintergrund reagieren.
    Zum Schluss passt die Farbe in der ersten Version auch noch nicht, es ist eher ein grau und drüb, aber die Stimmung wirkt irgendwie noch nicht wirklich gut.


    >>Nebel zeichnen<<

    Dafür nimmt man einen weichen Pinsel mit weisser Farbe und einer Deckkraft von 7% der Pinsel kann von der Grösse her ruhig relativ gross eingestellt sein (590px). Ich erstellte eine neue Ebene, Füllmethode "normal" direkt über dem Hintergrund.
    Jetzt klickt man am besten mit der Maus den Nebel nach und nach ein, man muss halt bedenken das der Nebel hinten etwas dicker ist als vorne. Man arbeitet sich da am besten von hinten nach vorne und variiert die Grösse vom Pinsel etwas.

    [​IMG]

    >>Lichtstimmung<<


    So jetzt kommt das speziellere, wo man sich zum Teil vom Gefühl her leiten lassen muss. Ich gehe da mit euch nach und nach alles durch [​IMG]

    Als erstes hab ich eine neue Ebene (Füllmethode: "weiches Licht" gemacht, direkt über der Nebel Ebene. Dann hab ich das Verlaufswerkzeug gewählt und hab einen radialen Verlauf gemacht (Kreisförmig) mit folgenden Farben: #033631 und #ff7c00
    Der Fokus der orangenen Farbe war die Feuerquelle. Die Deckkraft hatte ich noch auf 80% gestellt (Ebene). Der Sinn dahinter war schon mal eine erste Farbstimmung in das Bild zu bekommen. Das Grass und die Steine haben in der Version schon mal einen leichten Orangen Ton und der Rest bekommt mehr eine Nachtstimmung.

    [​IMG]

    Im nächsten Punkt gehen wir in den Ordner "Lichtschein und Reflexionen"
    Dort hab ich 2 Ordner erstellt, einen für das Feuer einen anderen für das Neonschild.
    Im ersten Teil davon beschäftigen wir uns mit dem Lichtschein. Dieser ist sehr simpel eingezeichnet. Der Lichtschein ist eigentlich das, wo das Licht im Raum ist, aber nur auf winzige Partikel in der Luft trifft, in dem Fall der Regen und Nebel sowie die kleinen Schmutzpartikel in der Luft.

    Ich hab auch 2 separate Ebenen dort noch mal gemacht, wo ihr euch die Farbe ziehen könnt die ich genommen habe [​IMG]

    Als erstes hab ich eine leere Ebene erstellt (Füllmethode "normal") und hab beim Feuer ein helles Orange gewählt. Die Pinseleinstellung waren wie beim Nebel (weicher Pinsel, 7% Deckkraft relativ grosse Spitze). Dann hab ich rings herum um das Feuer den Lichtschein ganz leicht rein geklickt.

    [​IMG]

    Das selbe dann auch noch mal mit dem Neonschild, aber natürlich in der Farbrichtung wie die Lichtquelle ist, also ein helles Blau [​IMG]

    [​IMG]

    Jetzt kommen wir zu den Reflektionen, was man zum Beispiel auch bei Glas oder Metallen anwenden sollte, wenn man diese bearbeitet [​IMG]

    Hier erstmal wo das Licht nach meiner Ansicht überall auftreffen sollte. (Orange Feuer und Blau Neonschild)
    [​IMG]

    Fangen wir erst mal mit dem Feuer an. Dort erstellt man sich eine leere Ebene auf der Füllmethode "hellere Farbe".
    Den Pinsel hab ich diesmal etwas härter eingestellt (ca. das 2/3 bei der Pinseleinstellung, also mehr hart als weich) bei den scharfen Kanten (z.b. für die Ecken bei den Treppen, glatte Flächen, bei Rundungen wo die Stelle in die Richtung der Lichtquelle geht)
    Zum anderen Teil hab ich auch wieder einen weichen Pinsel genommen (z.b. raue Flächen, Flächen die eine von der Lichtquelle weggehen, wie etwa die Wand bei der Treppe oder auch bei Rundungen wo die Fläche nicht mehr direkt zum Licht zeigt)
    Die Deckkraft variiert genauso, da würde ich ein Tablett empfehlen zum zeichnen. Bei den Stellen wo man auch einen härteren Pinsel nimmt kann man mit einer Deckkraft von 50% bis 70% ganz gut arbeiten. Bei den anderen Stellen sollte man je nach Situation mit der Deckkraft runter gehen.

    Die Grösse des Pinsels sollte mit der Deckkraft und der härte genauso variieren, je härte der Pinsel umso kleiner sollte auch der Pinsel sein.

    Die Farbe war ein helles Orange bei den Reflektionen die vom Feuer ausgehen und ein blau bei den Reflektionen die vom Neonschild aus gehen

    Am besten fängt man erst mal mit einen kleinen Objekt an um das Gefühl zu bekommen. Hier hatte ich bei dem Blumentopf oben rechts bei der Treppe angefangen. Dort hatte ich die Stelle, die direkt zum Feuer zeigt erst mal mit einen härten Pinsel, der relativ klein war, das Licht eingezeichnet. Je weiter die Rundung vom Licht weg ging hab ich die Deckkraft reduziert und wurde auch mit dem Pinsel weicher.
    Als nächstes hatte ich dann das Licht auf der Mauer eingezeichnet, diese ist relativ rau und kann das Licht nicht so gut reflektieren, daher hab ich dort von Anfang an mit einem weichen Pinsel mit geringer Deckkraft gearbeitet. Je weiter das Licht weg ging umso schwächer sollte man mit dem einzeichnen werden.
    Im nächsten Schritt waren dann die Kanten an der Treppe dran, die ja durch den Regen nass sind. dort hab ich die Kanten mit einen sehr kleinen Pinsel und erhöhter Deckkraft bearbeitet. Dort sollte man aber nicht gleichmässig arbeiten, sondern mal hier mal dort etwas Licht malen, damit es am Ende Realistischer aussieht.
    Zum Schluss kam dann der Tempel dran. Bei den Kanten die direkt zum Feuer zeigen hab ich mehr Farbe genutzt und die indirekten Stellen wurden nur schwach betont. Diese Figur darf man natürlich auch nicht vergessen, die direkt über dem Feuer ist, dort muss man aber wieder die Rundung beachten.

    Man braucht dafür schon etwas Geduld und je mehr Stellen man erwischt, wo Lichter Reflektieren können und umso genauer man diese trifft, umso besser wirkt am Ende das Ergebnis. Der Radierer ist bei der Bearbeitung auch ein wichtiges Werkzeug zum korrigieren. Zoomt ruhig bei der Bearbeitung so nah dran, das ihr fasst nur den Teil seht, welches ihr bearbeitet, so dass man wirklich im Detail arbeitet.

    Am Ende könnte das dann so aussehen:
    [​IMG]

    Bei dem Neonlicht verhält es sich ähnlich (nur halt in blau). Hier ist nur noch die Besonderheit, das vor dem Licht Hindernisse sind. Die kleinen Verzierungen links und rechts wo das Licht gehalten wird muss man dort beachten, nicht überall kann man das Licht sehen und muss dann auch an entsprechenden Stellen unterbrechen.
    Die Steinfigur in der Mitte kann auch nur Streiflichter links und rechts abbekommen, dort zeichnet man an den Rändern einfach mehr Licht ein und wird schwächer.
    Bis oben an dem Tempelt ist ja eine Rundung, wo wiederum kleine Rundungen als Verzierungen drinnen sind, dort zeichnet man auch mit einen kleinen Pinsel und erhöhter Deckkraft Reflektionen ein, diese kann man ruhig etwas lang gezogen auslaufend einzeichne, so wie die Form verläuft. Zum Schluss mit geringer Deckkraft noch die rauen Stellen erhellen, wo das Licht auftreffen tut.

    Nach der Bearbeitung kann es dann so aussehen
    [​IMG]

    Im nächsten Punkt tun wir das Licht noch etwas pimpen [​IMG]
    Dafür hab ich das Bild als neue Ebene zusammen gefasst (strg+umschalt+strg+e) und hab den "graussschen Weichzeichner" darauf angewendet (Stärke 8 px)
    Diese Ebene hatte ich dann auf die Füllmethode "negativ multiplizieren" gestellt und hatte eine Maske darauf gemacht. Diese Maske hatte ich inventiert (in die Maske rein klicken und strg+I drücken), nun sollte man diesen Effekt nicht mehr sehen. Mit einen weichen grossen Pinsel, sowie geringer Deckkraft (7%) und der Farbe Weiss, zeichnet man den Effekt nun Vorsichtig bei den Lichtquellen und dem Lichtschein wieder etwas ein. Dadurch "leuchtet" alles etwas mehr. Die Ebene heisst bei der PSD-Datei "Lichtschein"

    [​IMG]

    So jetzt sind wir mit dem Licht durch, irgendwie fehlt jetzt aber noch die.....


    >>Farbstimmung<<

    Gut wir fangen jetzt nicht direkt mit der Farbe an, sondern erst mal mit einer Vignette. Dafür tut man eine Einstellungsebene "Graditionskurve" erstellen. Dort hab ich die obere rechte Stelle der Kurve etwas runter gezogen (Lichter) und dann hab ich der Kurve noch einen leichten "Hänger" gegeben. Insgesamt hatte ich als das Bild sehr abgedunkelt. Nun hab ich mit einem weichen Pinsel, Farbe Schwarz und 100% Deckkraft einen sehr grossen Punkt in das Bild gemacht. Danach hab ich dann das Transformationswerkzeug gewählt und hatte die Maske so gross verzerrt, bis mir die Vignette gefallen hat. Somit ist der Fokus mehr auf den Tempel

    [​IMG]

    Im nächsten Schritt hatte ich die Lichter etwas erhellt mit einer weiteren Kurve. Dafür hab ich die Kurve im oberen Teil etwas nach oben gezogen.

    [​IMG]

    Nun kommen wir zu der Farbe. Dafür erstellt man die Einstellungsebene "Farbbalance". Bei dem Bild sollte ja bei den mittleren Tonwerten und Lichtern mehr Wärme sein, wiederum sollten sich die Tiefen von der Stimmung her schon unterscheiden, da es ja eine verregnete dunkle Nacht ist.
    Bei den Lichter und Mitteltönen hab ich dem zu Folge einen orangen Ton eingestellt und entschied mich bei den Tiefen für ein leichtes grün, weil so viel Vegetation in der Umgebung ist. Bei der Farbbalance kann man sehr schnell das Bild eine Bestimmte Farbliche Stimmung geben. Sei es warm, wie zum Beispiel bei Märchen oder wo Feuer vorkommt. Kalt wo es sehr Metallisch ist oder wo das geschehen im Eis spielt. Beziehungsweise grün für futuristische oder grusselige Sachen. Je nach Bild und Geschmack kann man da viel machen und alles im Bild farblich zusammen fassen.
    Probiert ruhig mal diese Einstellungsebene bei euren Bildern aus, wo es mit der Farbe noch nicht ganz so schön ist.

    [​IMG]

    Im nächsten Schritt hatte ich noch eine Vignette gemacht, da das Bild am Rand doch noch etwas zu hell geworden ist. Diesmal mit einer Tonwertkorrektur (wollte euch noch eine andere Art zeigen). Dort hatte ich die Mitteltöne (der graue Pfeil) etwas nach rechts gezogen und hab den Tonumfang vom Licht her etwas reduziert (unter Zeile den weissen Pfeil dort etwas nach links schieben). Die Maske von der Tonwertkorrektur hab ich wie bei der ersten Vignette bearbeitet (schwarzen Punkt machen und transformieren)

    [​IMG]

    Nun hab ich die Dynamik vom Bild etwas erhöht über die Einstellungsebene "Dynamik", dadurch kommen die Lichter farblich noch besser zur Geltung. (+59 auf Dynamik)

    [​IMG]

    Zum Abrunden hatte ich dann noch eine Verlaufsumsetzung gemacht, die den Farblichen Abschluss machen sollte. Dafür die besagt Einstellungsebene erstellen. Die Farbe war dort von #2e3333 bei dem vorderen sechstel dann #365356 und am Ende #ffffff Füllmethode war "weiches Licht"
    Dadurch wirkt das Bild dann etwas mystischer [​IMG]

    [​IMG]

    Ich wollte dann noch eine leichte Unschärfe im Bild haben, damit der Fokus weiter auf den Tempel geht und das schlechte Wetter auch noch etwas besser unterstützt wird. Dafür hab ich das Bild als neue Ebene zusammen gefasst (strg+umschalt+strg+e) und hab den "graussschen Weichzeichner" darauf angewendet (Stärke 8 px)
    Auf diese Ebene hatte ich eine Maske gemacht und hab die Verbindung der Maske aufgehoben (einfach auf dieses Kettensymbol direkt neben der Maske klicken). Ich hatte dann wie bei der Vignette wieder einen grossen schwarzen Punkt in die Maske gemacht und hatte den Punkt über das Transformationswerkzeug entsprechend angepasst. Durch die Aufhebung der Verbindung zwischen der Ebene und der Maske bleibt das Bild an der Stelle auch wenn man die Maske transformiert [​IMG]

    [​IMG]

    Ich hoffe euch bringt das alles etwas was, insgesamt sind hier viele Kleinigkeiten drinnen wo ich Schwächen letzten Monat gesehen hatte [​IMG]

    Die Nacht-Bearbeitung zeige ich euch dann ein anderes mal, die Ebenen dafür sind aber auch in der PSD-Datei beinhaltet.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.01.2016
    #3      
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  5. Wolves

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    Thema Tag zur Nacht

    So ihr lieben, ich hatte ja vor kurzen zur Wahl gestellt welches Tutorial ich diesen Monat in angriff nehmen soll und da war es der Wunsch den Tag zur Nacht zu machen. Ich entschloss mich passend, das Coverbild als Vorführbild zu nehmen. :)

    Hier erstmal das Bild wie es bei Tageslicht aussehen würde ohne diesen Effekt, natürlich passt da jetzt manches nicht so gut in das Bild rein, weil die Farbliche Anpassung mit der Nachtbearbeitung kam.

    [​IMG]

    So sieht wiederum das Endergebniss aus :)

    [​IMG]
    Quellen: Himmel Schweif Weihnachtsmann Wald Berge Mond Kinder Sterne Weihnachtsbaum Wiese


    Damit ihr natürlich wieder alles nachvollziehen könnt, hab ich euch auch wieder die PSD-Datei bereit gestellt. Nur ich musste einige Ebenen reduzieren, damit die Datei nicht zu gross ist. Die Ebenen, worum es hier geht sind natürlich noch im orginalen Zustand


    PSD-Datei download


    Als Kleinigkeit hab ich dann auch noch die Kurve abgespeichert, so das man die Kurveneinstellungen jederzeit bei einem beliebigen Bild wieder aufrufen kann. Wie man diese Einstellung dann laden kann, erkläre ich im Verlauf des Tutorials.


    Kurveneinstellung download


    Vorwort



    Nun was macht ein Nachtbild aus, ausser das es nun mal dunkel ist? Meistens haben Nachtbilder einen leichten blauen Farbton und wo Lichtquellen sind verändert sich der Farbton je nach Lichtquelle.
    Das interessante ist auch, das da wo das Licht ist, man auch Details sieht, ähnlich wie bei Tageslicht. Diese Tatsache kann man natülich wunderbar nutzen, wenn man Tagbilder zu Nachbildern macht.
    Eine weitere Tatsache ist, das je nach Umgebung sich das Umfeld unterscheidet zur Tageszeit gegenüber der Nachtzeit.
    In einer Stadt zum Beispiel, brennen einzelne Lichter in Wohnungen, Strassenlaternen sind an und Autos machen ihre Scheinwerfer an.
    Der grösste Unterschied zu Tag und Nacht ist aber fasst immer der Himmel.


    Nachtelemente

    Nun damit meine gezeigte Tagesversion, sich zur Nacht ändert, war in der Bearbeitung erstmal der Himmel dran. Man sieht durch die Wolken einen blauen Himmel, den musste man erstmal ändern. Ich dachte mir, man sollte bei der Art von Bild auf jedenfall den Mond sehen, aber auch ein Sternenhimmel sollte nicht fehlen.

    Im ersten Schritt gehen wir auf den Mond ein. Dort hatte ich mir folgenden Mond genommen: http://wachowicz.deviantart.com/art/Stock-Moon-83662314

    Damit der Mond schön hinter den Wolken ist, hatte ich die Mondebene dupliziert und hatte die obere Ebene ausgeblendet. Bei der unteren Ebene hatte ich die Fülloptionen aufgerufen und habe in der ersten Kategorie bei "ausblenden" die Regler bei der "darunterliegenden Ebene" im Bereich grau und blau verstellt.
    Bei Grau/Blau hatte ich die Bereiche der Wolken einblenden lassen. Mit gedrückter Alt-Taste kann man den Regler auch splitten, somit kann man einen weichen übergang erzeugen. Tut man also z.b. bei Grau ganz rechts den Regler etwas nach links verschieben, kommt von den darunterliegenden Ebenen die hellen Bereiche durch, in dem Fall die Wolken.

    Im ersten Ergebniss sieht man schon mal die Wolken leicht über den Mond gehen, aber es ist noch nicht zufriedenstellen, da der Mond ja ansonsten noch gar nicht freigestellt war. Nun muss man noch mit einer Maske den Mond weitesgehend auf den Spalt in den Wolken beschränken. Durch die vorherigen Einstellungen ist der übergang zwischen zu den Wolken aber einfach zu händeln.
    Problem ist, das durch die Fülloption, jetzt zum Teil "Löcher" im Mond sind. Nun kommt die 2. Mondebene zum Einsatz, dort hab ich dann über eine Maske die "Löcher" wieder gefüllt. :)

    [​IMG]

    Bei dem Sternenhimmel, war es eigentlich genau das selbe Verfahren, wie beim Mond. Auf die Art hatte ich die Hinweise im Himmel, das es Tag ist, weitesgehend entfernt.

    [​IMG]




    So ist das mit dem Licht, mal geht es, mal geht es nicht :)

    Nun im folgenden Arbeitsschritt schalten wir das Licht über eine Graditationskurve aus.
    Dafür erstellt man sich die Einstellungsebene "Graditionskurve" über den Ebenen, die durch den Nachteffekt beinflusst werden sollen.

    Bei der Kurve hatte ich mehrere Einstellungen gemacht:

    1. Oben rechts den Punkt auf mittlere Höhe gestellt, dies hatte die Auswirkung, das alles was im Lichtbereich ist, die Helligkeit wie die orginalen Mitteltöne hat.

    2. Dann haben ich der Kurve nochmal einen leichten "hänger gegeben, so dass das Bild noch mehr abgedunkelt wird

    3. Bin ich in den Blaukanal der Kurve gegangen (da wo orginal RGB steht drauf klicken, und man kann auf die Kanäle zugreifen) und hatte dort etwas das blau in den Mitteltönen angehoben. Somit wurde das Bild durch die "Nacht" auch etwas Kühler

    4. Danach hatte ich in dem Rotkanal bearbeitet und hatte dort dem Bild die Wärme in den Mitteltönen etwas entfernt.

    Die Kurveneinstellung hatte ich oben auch noch mal als download bereit gestellt. Selber speichere ich mir gerne Einstellungen ab, die ich bei anderen Projekten wieder nutzen kann. Man muss eventuell je nach Bild, an der einen oder anderen Stelle noch mal leicht etwas verändern.

    [​IMG]

    Damit ich die Maske in der Kurve entsprechend Bearbeiten konnte, hatte ich jetzt noch meinen Weihnachtsman mit seinen Schweif in das Bild eingefügt.
    Der Weihnachtman war ein Brush und der Schweif besteht nur aus einem Feuerwerkskörper, den ich entsprechend verformt hatte und über Masken nachbearbeitet hatte. Wie ich den Schweif gemacht hatte, lasse ich an der Stelle einmal weg, da dies nicht direkt mit dem Tag/Nachteffekt zu tun hat.

    [​IMG]

    Nun hatte ich die Kurvenmaske bearbeitet. Hier hatte ich zuerst das Mondlicht wieder geholt, so das ich erstmal meine grösste Lichtquelle im Bild hatte. Darauf hin hatte ich die einzelnen Elemente im Bild als Auswahl genommen (strg-Taste gedrückt halten und die Ebene mit dem entsprechenden Element anklicken). Mit dieser Auswahl hatte ich dann das Licht wieder nach und nach in das Bild wieder eingezeichnet bzw. wo das Licht auftrifft.
    Beispiel bei den Kindern, hatte ich das Licht oben links bei ihne eingezeichnet welches vom Mond kommt, aber zugleich hab ich da auch auf das Licht vom Baum geachtet, welches von direkt links kommt.
    Bei dem Baum hatte ich dann jede Glühbirne von dem Nachteffekt befreit, da sie ja nicht wirklich von der dunkelheit beeinflusst werden.
    Nach und nach hatte ich dann alle Elemente durch und durch die Beschränk bei der Auswahl, kann man sicher gehen, das man nichts versehntlich übermalt.
    Ein Nachteil ist, bei der Bearbeitung, wenn man Objekte nachträglich verschieben will, dann muss man die Maske noch mal entsprechend überarbeiten. Insgesamt fügen sich aber auch ale Objekte relativ gut ins Bild automatisch ein und man kann so auch schon viele Lichtquellen von der Bearbeitung fasst fertig bekommen. Das schöne ist halt auch, das die Details die durch das Licht entsehen gleich in das Bild wieder reingearbeitet werden.

    Bei der Schrift hatte ich den Mondschein wiederum etwas rausgezeichnet, so das sich diese etwas vom Kontrast her abhebt.

    [​IMG][​IMG]


    Im nächsten Schritt hatte ich dann noch das Licht vom Mond etwas mehr betont, dafür hatte ich eine neue Ebene erstellt auf der Füllmethode "normal"
    Dort ich dann mit einem weichen Pinsel, einer Deckkraft von ca 7% und der Farbe weiss, das Licht eingezeicht. Die Pinselgrösse hatte ich varrieren lassen, zuerst hatte der Pinsel die Grösse des Mondes und hatte diese dann immer grösser werden lassen, damit ein Lichtschein entseht.

    [​IMG]


    Danach kamen die etwas komplizierteren Lichter und zwar die vom Baum. dort hatte ich wieder eine neue Ebene auf der Füllmethode "normal" erstellt. Von der Bearbeitung war ich ähnlich vorgegangen wie beim Mond, nur bei der Farbe hatte ich mit der Pimpette die Farbe der Lichter vom Baum genommen und hatte dann diesen Farbton etwas heller gemacht. Darufhin hatte ich das Licht für die Glühbirnen einzeln eingezeichnet. Immer wenn ich eine Farbe der Lichter durch hatte, hatte ich mir wieder eine neue Farbe gezogen.
    Somit hatte dann der Lichtschein vom Farbton bei jeder Lampe gepasst.

    [​IMG]

    Zum Schluss der Lichtbearbeitung musste man auch die Wiese beachten, die durch das Licht des Baumes bestrahlt wird. Dort hatte ich eine neue Ebene auf "weiches Licht" erstellt. Damit dies Farblich auch wieder passte, hatte ich auch wieder die Farben der Lampen gezogen, nur das ich den Farbton noch heller gemacht hatte, als wie beim Schein.
    Mit einem weichen Pinsel hatte ich dann das Licht mit geringer Deckkraft eingezeichnet.

    [​IMG]


    Am Ende hatte ich mit einigen Verlaufsumsetzungen, Kurven und der Farbbalance das Bild abgeschlossen. Dieses Thema hatte ich letzten Monat etwas ausführlicher behandelt, daher lasse ich dies bei dem Bild weg.

    [​IMG]


    Ich hoffe das euch dieses Tutorial ruhige Nächte bereitet :)

    MfG
    Wolves
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 26.01.2016
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  6. Wolves

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  15. Dobi78

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    Tutorial zu Freistellen von @1Sam2 :

    Schritt 1:
    Von der Hintergrundebene eine Kopie erstellen
    [​IMG]

    Schritt 2:
    Auf der Kopie mit dem Hintergrundradiergummi mit einer Toleranz von 5-10% am Rand der Katze lang gehen. Ist nur das Fell zusehen ohne Lichtpunkte dazwischen die Einstellung Benachbart nehmen ansonsten Nicht aufeinander folgen.
    Ergänzung: Die Hintergrundebene sollte ausgeblendet sein, sonst sieht man nicht was passiert ;)
    [​IMG]

    Schritt 3:
    Nach Schritt 2 sollte es so aussehen. Eine kurze Kontrolle wo einzelne Haare sind (Schnurrbart usw.)
    [​IMG]

    Schritt 4:
    Mit dem Polygon-Lasso alle nicht mehr benötigten Bereiche auswählen. Bei diesem Schritt aber aufpassen, nicht das man benötigte Haare erwischt.
    [​IMG]

    Schritt 5:
    Die Auswahl löschen so das nur noch die Katze übrig bleibt.
    [​IMG]

    Schritt 6:
    Mit gedrückter STRG-Taste eine Auswahl von der Kopie nehmen und mit dieser eine Maske auf das Orginal erstellen. Die Kopie kann nun ausgeblendet werden und zur weiteren Bearbeitung ist eine schwarze Farbfläche als Hintergrund hilfreich
    [​IMG]

    Schritt 7:
    Als Sicherung kopiert man am besten die erstellte Maske auf die Kopie, jedes mal wenn man mit dem Zwischenschritt nach einer gewissen Bearbeitungszeit zu frieden ist. Da bei dem Hintergrundradiergummi fast immer Reste übrig bleiben, geht man am besten mit dem Nachbelichterwerkzeug mit einer Stärke von 5-30% die Ränder in der Maske nach. Bei diesem Schritt ist es nicht Schlimm wenn die Ränder hart werden, nur bei den Schnurrbarthaaren sollte man aufpassen, das die nicht gleich verschwinden
    [​IMG]

    Schritt 8:
    Ins Gesammt geht das recht schnell und es sollte dann so aussehen. Jetzt sollte man noch einmal die Maske auf de Kopie absichern.
    [​IMG]

    Schritt 9:
    In diesem Schritt geht man auf Maske verbessern und ich hatte hier ersteinmal den Smartradius, weiche Kante und Kante verschieben aktiviert. Die Werte sind erstmal nur Schätzwerte
    [​IMG]

    Schritt 10:
    Nun geht man mit dem Pinsel die Ränder nach, am Anfang erkennt Photoshop noch nicht alles so genau,l aber desto weiter man arbeitet umso besser tut Photoshop die Maske nachberechnen. Hier sieht man wo ich den oberen Teil schon nachgezogen hatte und im unteren Tiel nicht. Kommt an einer Stelle der Hintergrund ungewollt zum Vorschein, einfach die Alt-Taste gedrück halten, so das ein kleines Minus erscheint und darüber gehen. Verschwinden wiederum Teile von der Katze macht man das selbe und die entferntne Teile erscheinen wieder. Auf dem Weg weis Photoshop noch besser was gewollt ist und was nicht.
    [​IMG]

    Schritt 11:
    Hat man nun die Maske verbessert, lässt man sich die Maske mit gedrückter ALT-Taste und einen klicke auf diese anzeigen. Hier sollte man nun eventuelle Löcher mit weißer Farbe übermalen. Diese Löcher entstehen bei dieser Methode schnell und man sollte das an dieser Stelle korrigieren.
    [​IMG]

    Schritt 12:
    Nun geht man noch einmal vorsichtig mit dem Nachbelichterwerkzeug innerhalb der Maske über die unschönen Bereiche und optimiert noch alles.
    [​IMG]

    Finish:
    Schritt 12 war der letzte Arbeitsschritt und diese Methode geht recht schnell, da Photoshop die Feinarbeit macht und selber geht man bei fast jeden Schritt nur recht grob vor.
    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2016
    #14      
  16. Dobi78

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    Tutorial zum Irisweichzeichner von @1Sam2:

    Optionen des Irisweichzeichners:

    Äußerer Kreis:
    An diesem Kreis sind 5 Punkte. Mit den 4 kleinen Punkten stellt man die Größe ein und mit dem einen großen Punkt stellt man die Form von Kreisförmig bis Viereckig mit abgerundeten Ecken ein.

    4 einzelne Punkte:
    Mit diesen Punkten stellt man den Verlauf vom scharfen Mittelpunkt bis zum weichem äußeren Bereich ein.

    Kreis um den Mittelpunkt:
    Der Kreis hat die selbe Funktion wie der Regler rechts. Hier könnt ihr die Stärke des Weichzeichners einstellen. Der hellgraue Bereich ist die Wirkung und der dunkelgraue Bereich ist was noch an Weichzeichnung möglich ist.

    Mittelpunkt: Hier könnt ihr die Position des Effekts einstellen und möchtet ihr mehrere Stellen festlegen, wo der Effekt wirkt braucht ihr nur außerhalb des Kreises klicken und es entsteht ein neues Feld

    Bereich Bokeh: Allgemein wirkt das Bokeh im Weichzeichnungsbereich

    Bokeh Lichter: Hier stellt ihr die Stärke des Effekts Bokeh ein
    Bokeh Farbe: An dieser Stelle, könnt ihr die stärke der genutzten Farben einstellen
    Helligkeitsbereich: In diesem Bereich, stellt ihr ein im welchem Helligkeitsbereich der Effekt Bokeh wirken soll.
    [​IMG]


    Nun zu einem Anwendungsbeispiel und einer Beschreibung, wie ihr dies nachbauen könnt.

    Ich hatte erstmal damit begonnen die Fische in das Bild innerhalb eines Ordners einzufügen. Der Ordner hat den Sinn, das ich später um Schnittmasken auf dem Ordner alle Fische mit einmal bearbeiten kann. Die Luftblasen hatte ich auf eine leere Ebene mit einem Pinsel gezeichnet.
    [​IMG]

    Die Farbanpassung der Fische, sowie Licht und Schatten habe ich über Schnittmasken gelöst, damit nicht zuviele Ebene entstehen.
    Ordner Effekt: Als erstes hatte ich die Fische mit der Fülloption Schatten nach innen etwas angepasst
    Ebene "Normal Schatten": Hier suchte ich mir die dunkelste Farbe aus dem Hintergrund und zeichnete auf dem Ebenemodus normal die Schatten leicht ein
    Ebene "Normal Wasser": Die Fische sollte eine leichte drübe von dem Wasser bekommen, dafür hatte ich mir immer ein blau von den Fischen in der Nähe gesucht und zeichnete diese vorsichtig über die Fische, je weiter hinten die Fischen waren, umso stärker zeichnete ich über diese. Der Ebenmodus war Normal
    Ebene "Hartes Licht": Hier wählte ich den Ebenemodus "Hartes Licht" und zeichnete weiter Lich und Schatten auf die Fische ein.

    Die Pinseleinstellungen varrierten immer wieder von einer sehr schwachen Deckkraft und einem weichen Pinsel bis eine relativ hohe Deckkraft und einem harten Pinsel.

    Ebene Verlaufsumsetzung: Hier suchte ich mir ein helles Blau aus dem Hintergrund eine als 2. Farbe ein dunkles Blau und erstellte mit dieser Farbauswahl eine Verlaufsumsetzung, diese stellte ich auf 16% Deckkraft, damit eine noch bessere Farbanpassung entsteht
    [​IMG]

    Jetzt ist man an dem Punkt, das die Fische alle Farblich angepasst sind, aber in der Tiefe sind sie alle gleichmässig scharf. Um dieses Problem zu lösen, fasse ich den Ordner und die Schnittmasken, als ein Smartobjekt zusammen. Auf dieses Smart-Objekt wendete ich nun das erste mal den Irisweichzeichner an.
    Da in dem Bild mehrere Fische sind, braucht es auch mehrere Punkte wo das der Effekt wirkt.
    Hier hatte ich die vorderen 3 Fische gewählt um die Felder von diesem Effekt zu erzeugen. Bei den Feldern hatte ich darauf geachtet, das die Fische wo das Feld wirkt auch eine leichte Weichzeichnung abbekommen, so das diese etwas mehr Räumlichkeit bekommen und nicht einfach nur scharf sind bzw. unscharf.
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Die Fische haben nun eine gewisse Tiefe im Wasser bekommen, alleine durch die unschärfe, aber Farblich passten sie noch immer nicht ganz in das Bild. Um dies zu ändern, hatte ich den Hintergrund zwei mal auf das Smart-Objekt als Schnittmaske gelegt und hatte eine Deckkraft von 71% gewählt. Über eine maske zeichnete ich leicht das Wasser über die Fische ein und achtete auf eine gewisse Ungleichmässigkeit.
    [​IMG]
    [​IMG]

    Damit diese Szene etwas realistischer Wirkt, durfte ich nicht nur das Wasser beachten, sondern auch die Lichtstrahlen. Um die Lichtstrahlen zu nutzen, nahm ich auf ein neues den Hintergrund und erstellt eine Maske aus dem Rot-Kanal. Den Rotkanal wählte ich, weil dort der Vrlauf des Lichtes am schönsten zu sehen war. Mit gedrückter Strg-Taste und einem Linksklick auf diesen kann man eine Auswahl nehmen und eine Maske auf die Hintergrundkopie anwenden.
    [​IMG]
    [​IMG]

    Die eben erstellte Ebene legte ich in einen Ordner und erstellte eine Maske darauf an, wo ich nun den Effekt gezielt einzeichnen konnte, ohne das ich die Kanalsmaske beschädige
    [​IMG]

    Jetzt kommen wir zum letzten Teil und wenden den Irisweichzeichner auf das komplette Bild an. Dafür fasste ich das Bild zusammen und erzeugte ein Smart-Objekt aus dieser Zusammenfassung.
    [​IMG]

    Auf dieses Smart-Objekt wendete ich nun den Irisweichzeichner an und setzte überall Punkte an den Stellen die im Vordergrund sind, also relativ Scharf bleiben sollten. Den Untergrund machte ich quadratisch, damit ein leichter Verlauf in die Tiefe entsteht. Links setzte ich den Punkt außerhalb damit hier auch ein Verlauf statt findet, optisch wäre aber der schärfste Punkt außerhalb vom Bild.
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]

    Im nächsten Bereich geht es um das Bokeh Licht im Irisweichzeichner und sorgen damit für eine noch besser Vermischung von den Fischen in die Wasserszene. Überdie Bokeh Lichter stellte ich die Stärke von diesem Effekt auf 22%
    [​IMG]

    Damit das Bokeh-Licht nicht einfach nur weiß ist, sondern auch an das Wasser angepasst ist, nahm ich hier einen Wert von 29%
    [​IMG]

    Da der Effekt noch nicht gut zur Wirkung kam, sollte nicht nur die oberen Bereiche der Helligkeit beeinflusst werden, sondern auch die dunkleren Bereiche. Dafür zog ich an dem schwarzen Dreieck und schiebte es nach Links. Wärend man daran zieht sieht man schon, das der Effekt immer mehr wirkt.
    [​IMG]

    Wo ich mit allen Einstellungen zufrieden war, klickte ich auf Okay und fertig war die Unterwasserszene
    [​IMG]

    Quellen:
    http://tigers-stock.deviantart.com/art/286-Underwater-Lagoon-244168121
    http://addictedsp8.deviantart.com/art/10-fishes-PNG-1699045
     
    Zuletzt bearbeitet: 18.01.2016
    #15      
  17. Dobi78

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