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Variabler Graufilter Testreihe

Variabler Graufilter Testreihe | PSD-Tutorials.de

Erstellt von Picturehunter, 25.08.2010.

  1. Picturehunter

    Picturehunter Docendo discimus, sapere aude, incipe!

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    Variabler Graufilter Testreihe
    Hallo zusammen!

    Ich möchte hier gerne ein wenig zum Fader ND, einem variablen Graufilter, berichten. Der Trick dahinter ist nicht neu, im Prinzip erreicht man diesen Effekt durch das übereinanderlegen zweier Polfilter, die beim Verdrehen dann mehr oder weniger viel Licht durchlassen. Bisher war der Vari-ND von Singh-Ray das Maß der Dinge, mittlerweile gibt es aber auch Alternativen. Der Fader ND Mark II ist eine davon.

    Auffällig ist vor allem der im Gegensatz zum Schraubgewinde im Durchmesser noch größere Filter, der so eine drohende Vignettierung im Weitwinkelbereich weitestgehend ausgleicht. Auch ist der Fader ND im direkten Vergleich deutlich dünner.
    Hier ist ein Bild, das den Fader ND und den Vari-ND im Vergleich zeigt:

    >>> Vari-ND vs Fader-ND * <<<

    Hier mal der link zur Homepage, wo alles weitere erklärt/gezeigt wird:

    >>> Lightcraftworkshop <<<

    Und der Vollständigkeit halber auch der link zum Vari-ND:

    >>> Singh-Ray <<<



    Ok, ich habe das Teil mal genauer unter die Lupe genommen und eine paar Testreihen damit gemacht. Ich wollte wissen, wie sich die Verdunklung darstellt, um welchen Faktor sich die Verdunklung variieren läßt und ob es dabei zu Farbverfälschungen kommt.
    Mit einer D200, Fernauslöser, Sigma 100-300mm Tele bei 100mm Brennweite und Blende 8 bei Iso 100 auf einem stabilen Stativ montiert habe ich also eine Reihe von Aufnahmen gemacht, um das herauszufinden. Die Belichtungsschrittweite war auf 1/3 Stufe eingestellt. Alle Aufnahmen wurden im RAW Modus aufgenommen. Als Testchart wurde eine Din A3 Vorlage verwendet.

    Die Tests zeigen, dass der Filter nicht linear arbeitet. D.h., dass der Verdunklungsfaktor erst langsam und kaum spürbar einsetzt, und sich dann zum Ende hin deutlich steigert.
    Es zeigt sich auch, dass die Belichtungsmessung bei den letzten beiden Markern Schwierigkeiten bekommt, hier muß also zum Erreichen einer gleichbleibenden Belichtung etwas korrigiert werden.
    Und es hat sich gezeigt, dass die Gefahr von Farbverfälschungen sehr gering ausfällt.

    Ich habe für die Belichtungsmessung die Variante "Average" gewählt und für den Weißabgleich eine CBL Lens verwendet, die sehr zuverlässige Werte ermöglicht. Bei der Testreihe zu den Farbveränderungen habe ich eine WB für alle Bilder gewählt, entnommen vom Bild ohne den Filter.

    Das erste Bild der jeweiligen Testreihe ist immer ohne Filter, danach folgen die Bilder entsprechend den Markierungen am Filterring. Es gibt da keine Scala und auch keine Werte, und auch die Belichtung kann daran nicht abgelesen werden. Hier ist also Erfahrung angesagt. Übrigens die schattigen Ecken in den Bildern kommen von den Magnethaltern, mit denen ich die A3 Folie befestigt habe, ist nicht vom Filter!



    Bitte nochmal auf das Vorschaubild bei pic-upload klicken, damit die ganz große Version geöffnet wird!!!



    Testreihe 1 "Verlängerungsfaktor". Hier wurde die Kamera im Modus "A" betrieben.

    [​IMG]

    Testreihe "Linearität der Verdunklung". Hier wurde mit fester Blende und Belichtungszeit gearbeitet, Modus "M".

    [​IMG]

    Testreihe "Farbveränderung". Hier wurde die 1. Testreihe bei fester WB entwickelt.

    [​IMG]





    Ich hoffe, man kann damit etwas anfangen. Weitere Bilder mit Beispielen an einer Landschaft folgen...


    VG
    Frank

    *Das Bild stammt von dieser Seite: Philip Bloom
     
    #1      
  2. LuckyStrike

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    Variabler Graufilter Testreihe
    AW: Variabler Graufilter Testreihe

    du bist der KILLER!
    dankeschööööööööööööööööööööööööööööööön

    aber warum werden die Bilder so dunkel bei dir ab Belichtung 1/3

    genau das ist doch das interessante, eine Belichtung von 3-4 sekunden die dann aber die gleiche Bildhelligkeit hätte....
     
    #2      
  3. Picturehunter

    Picturehunter Docendo discimus, sapere aude, incipe!

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    AW: Variabler Graufilter Testreihe


    Naja, ich hatte das ja schon eine ganze Weile vorgehabt, wurde jetzt auch mal Zeit... :D


    Absolut richtig, dieser Effekt hat mich auch überrascht. Offensichtlich wird die automatische Belichtungsmessung von dem Filter ab einer bestimmten Stärke zunehmend beeinflußt. Ein Korrekturfaktor ist also für eine gleichbleibende Belichtung notwendig. Ich habe den Effekt aber zur Anschauung mal in der Reihe dringelassen, denn ich wollte ja zeigen, was passiert, wenn man der Kameraautomatik den Belichtungsausgleich überläßt. Was nun sicher interessant wäre zu wissen, sind die Verlängerungsfaktoren, um das auszugleichen. Da ich aber davon ausgehe, dass das von Kamera zu Kamera und von der Art der Belichtungsmessung zu unterschiedlichen Ergebnissen führt, bringt es glaube ich nicht viel, die Korrekturwerte für meine Kamera zu posten. Wichtig zu wissen ist nur, dass man sich da also nicht blind drauf verlassen kann, wenn die Kamera im Modus "Av" betrieben wird.

    Ich glaube, dass Problem zeigt und erklärt sich, wenn man den Filter über das Maß hinaus verdreht. Da entsteht dann so eine Art Sterneffekt, die Verdunklung ist also nur noch partiell vorhanden (deshalb sollte man den Filter auch nur in den dafür vorgesehenen Bereichen betreiben). Und genau das ergibt in der Messung der Belichtung eine falsche Information und die Kamera belichtet knapper, als sie eigentlich müßte. Ich werde das aber noch genauer untersuchen, denn je weitwinkliger das Objektiv, desto stärker dieser Effekt, an KB Format sieht das sicher noch drastischer aus.


    VG
    Frank
     
    #3      
  4. LuckyStrike

    LuckyStrike Hat es drauf

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    AW: Variabler Graufilter Testreihe

    das Phänomen kann ich nur bestätigen und hat nach meiner "unfachlichen Recherche" damit zu tun, das die Kamera für die Belichtungsmessung ein spezielles Licht in spezieller wellenlänge braucht.
    deswegen war ich ja auch so verwundert das mein linearer Filter besser funktioniert als der variable. das kann eigentlich nicht sein.

    aber im Vari ND MUSS ein linearer eingebaut sein, sonst funktionierst ja nicht.

    ich habe meine Testbilder alle manuell gemacht.
     
    #4      
  5. FrankHe56

    FrankHe56 Aktives Mitglied

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    Variabler Graufilter Testreihe
    AW: Variabler Graufilter Testreihe

    Danke erstmal für die Arbeit. Bestätigt im Prinzip meine Abneigung gegen variable Filter und warum ich lieber mit festen Graufiltern arbeite (8-fache und 64-fache Verlängerung, geplant ist noch die 1000-fache Verlängerung).
    Ich messe hier ganz normal ohne Filter und verlängere dann (beim 64-fachen) die Zeit (oder Blende) um 6 Stufen.
    Wenn es nicht sehr hell ist verhaut sich die Kameramessung mit Filter teilweise ganz erheblich, wie deine Fotoreihen ja auch zeigen. Am variablen Filter stört mich einfach, dass ich die Verlängerungswerte schätzen muß und anschließend korrigieren muß.
     
    #5      
  6. LuckyStrike

    LuckyStrike Hat es drauf

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    Du darfst aber auch nicht die flexibilität ausser Acht lassen.
    Du müsstest 8 verschiedene Filter ständig mit dir rumtragen.
    Und du bist schneller mit dem nachkorrigieren, als mit dem zusammenrechnen der Filter und aufschrauben.
    Ausserdem hast du ab 2 Filter starke verdunklungen in den Ecken (es sei denn du benutzt ein System, klar)

    UND:
    das ist die EINZIGE Möglichkeit um bei sonnenschein ordentlich mit einer DSLR zu filmen und nicht mit Blende 9 als einstigsblende da zu stehen, denn die belichtungszeit Zeit spielt beim Filmen eine entscheidende rolle und darf / sollte niemals unter 1/100 gehen.
    Wenn ich meinen Graufilter benutze, muss ich schon iweder über die Iso und die Framerate angleichen.... das ist nicht sinn der Sache.
    dort stelle ich alles fertig ein und drehe so lange am Vari-ND bis die Belichtung passt
     
    Zuletzt bearbeitet: 25.08.2010
    #6      
  7. FrankHe56

    FrankHe56 Aktives Mitglied

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    Ok, für das Filmen hast du natürlich Recht, da hast du dann einen viel größeren Belichtungsspielraum.
    Selber mach ich aber praktisch nur Fotos (obwohl meine 7D ganz gut filmen kann). Und da hab ich für mich persönlich nur zwei Situationen für Graufilter: Bei normalem Licht den Schärfentiefebereich verringern (mit dem 8-fachen) oder Langzeitaufnahmen in Landschaften (64-fach).
    Ich fände die variablen Filter ja auch ganz gut wenn sie quasi "kalibriert" wären, also beim Drehen in den einzelnen Belichtungsstufen leicht einrasten würden.
    Ich habs einmal mit einem geliehenen variablen Filter versucht und irgendwie war das eine furchtbare Fummelei bis ich die richtige Einstellung hatte. Und dann habe ich die Kamera einmal kurz abgestellt, bin wohl ans Filter gekommen und die Einstellung passte wieder nicht. Ächz.
    Liegt aber wahrscheinlich auch an mir ;D
     
    #7      
  8. Picturehunter

    Picturehunter Docendo discimus, sapere aude, incipe!

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    Ja, da hast Du sicher recht und auch der Preis ist so eine Sache.

    Aber was unschlagbar ist, ist die Handhabung. Die Fummelei mit irgendwelchen Graufiltern und das Geschraube am Objektiv entfallen, man kann trotz montiertem Filter jederzeit den Bildausschnitt wieder sichtbar machen und bei Bedarf neu fokussieren, ein kleiner Dreh am Ring genügt. Ist natürlich die Frage, ob einem dieser "Luxus" das Geld wert ist.

    Alternativ könnte man sich natürlich auch so was wie das Cookin System mit Filterfolien vorne dranschrauben. Aber vom Handling her bei starkem Wind auch nicht ganz unkompliziert, dafür aber sicher vielseitiger nutzbar: Cokin System


    Was die ungenaue Belichtungszeit angeht, da könnte man sich eben mit so einer Testreihe behelfen und versuchen herauszufinden, welche Verlängerungsfaktoren da zum Ziel führen. Sicher ist das von der Wahl der Belichtungsmessungs-Methode und auch von der Brennweite abhängig, also nicht ganz so einfach zu händeln. Ich bin da manchmal sehr akribisch, sowohl für meine Panos als auch für die Schärfentiefen habe ich passende Tabellen für die von mir benutzten Brennweiten und Blenden. Wenn man die Mühe nicht scheut, dann kann man sich auch für den Vari ND und die Objektive, die man damit nutzen möchte, solche Tabellen machen. Die Skala am Filter hilft einem wenigstens, die nötigen Werte abzuschätzen. Sicher aufwendig, aber muß halt auch nur einmal gemacht werden. Das Hantieren mit einzelnen Filtern ist da auch nicht so ganz ohne und braucht auch viel Übung...


    @Lucky

    Danke für Dein feedback, da Du den non-linear Effekt soweit bestätigen kannst gehe ich davon aus, dass es sich bei meiner Testreihe nicht um irgendeinen Fehler handelt, der sich da vielleicht eingeschlichen hat.





    VG
    Frank
     
    #8      
  9. Ackbar

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    Mich würden noch ein paar Bilder mit anderen Brennweiten und Entfernungen reizen. Denn so gut der Test auch gemacht ist, besonders realitätsnah ist er erstmal nicht ;) Ich habe damals soweit ich mich erinnere nämlich von deutlichen Unterschieden bei den Farbfehlern je nach Distanz zum Objekt gelesen. Und wenn man nur bei max. 3-4m Entfernung keine Probleme hat wäre so ein Filter für mich ungeeignet..

    Aber ansich ist der Test toll gemacht! Sowas wird man sicher nicht unter Laborbedingungen testen können, sondern es geht dann ausschließlich um Praxistests in freier Wildbahn, die hoffentlich nicht schlechter ausfallen werden.
     
    #9      
  10. LuckyStrike

    LuckyStrike Hat es drauf

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    Ja, die kommen ja noch, schreib er doch.
    Bilder aus freier Laufbahn mit VariND gibt es doch zu genüge im Netz.

    http://www.flickr.com/groups/987373@N23/
    http://singhray.blogspot.com/



    Das mit den Farben auf Entfernung kann ich nicht bestätigen, wohl aber das bei Tele ab 200mm die Schärfe etwas leidet.

    Aber ein ganz wichtiger Punkt ist:
    ein Variabler Polfilter greift sehr massiv ins Bildgeschehen ein,
    er erzeugt einen Effekt und eröffnet Möglichkeiten.
    Es gibt kein Licht ohne Schatten.

    Das wäre in etwas so als würde man sich bei einem Grau Verlaufsfilter beschweren, das man den Horizont nicht verschieben kann, und in seiner Perspektive gefangen ist, oder bei der Infrarotfotografie das es zu weissen ausreissern neigt, oder bei einem Farbfilter, dass er die farben verändert.
    Wer SOOOOO perfekte Bilder braucht, das leichte Farbverschiebungen nicht tollerierbar sind, der sollte bei Profisystemen bleiben mit Mattebox und hochvergüteten Graufiltern.

    jetzt mal wirklich aus dem Leben Fotos bin rausgegangen, just jetzt.
    muss aber dazu sagen, dass ich einen 23 euro selbstbau Vari ND benutze, nix professionelles.

    da sich die gesamte Bildstruktur verändert, finde ich, fallen Farbverschiebungen in freier Laufbahn nicht mehr auf

    links ohne 1/160 sek recht mit billig Vari ND 0,3 sek
    [​IMG]

    die Schärfe nimmt bei meinen Billigdingern ab
    es treten aber wieder Details zu tage sieht man rechts schön an dem Zweig, die ohne gar nicht sichtbar wären.
    so stellt sich halt immer die Frage zwischen Qualität / Nutzen, wo bei ich der Meinung bin das der Nutzen weit höher liegt als der Verlust.
    (beim Filmen, wo zu ich den ja benutze meist) sieht man das übrigens nicht
    [​IMG]
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2010
    #10      
  11. Ackbar

    Ackbar Aktives Mitglied

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    Deine beiden Links sind aber für den Vari-ND, der rund 400€ kostet ;) mir geht es mehr um den nicht mal halb so teuren Fader-ND^^

    Sicher muss man mit gewissen Einschränkungen leben. Nur (ich meine das war noch der Mark I) habe ich teilweise Beispiele gesehen, die einfach nicht mehr tragbar waren.. Völlig verschwommene Bilder mit Farben, die nicht mehr viel mit der Realität zu tun hatten.. Und sowas brauche ich dann doch nicht ;) Dann lieber ein oder zwei gute Graufilter einzeln, auch wenn das mind. das gleiche kostet wie der Variable und deutliche Nachteile in der Flexibilität hat.
     
    #11      
  12. LuckyStrike

    LuckyStrike Hat es drauf

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    das passiert ja nicht mal mit meinem Billig-selbstbau, das es total unscharf wird, oder die Farben völlig hinüber gehen.

    Frank hat oben die "Mercedese" ich habe den "Fiat Panda"
    Ich habe nur einen Vari ND durch 2 inneinander verdrehte Polfilter.
    und dabei sogar nur billge (wollte es nur mal ausprobieren)
    aber selbst bei dem "Schrott" sind die Bilder nicht völlig hinüber, oder vermatscht... das passiert eigentlich nur wenn man es total übertreibt und die Belichtungszeit ver 10.000-facht

    ZB hier... dann kommt so viel Streulicht, das das Bild schon wieder einen Polaroideffekt bekommt.
    hier ist die Belichtungszeit aber auch 18.000 mal so lang
    [​IMG]

    edit:// du hast doch sicher einen guten Polfilter, leih dir doch einfach mal einen linearen (oder kaufe dir einen günstigen) und schraube den verkehrt herum drauf. eine Investition von 16 euro. Dann kannst du selbst entscheiden.

    edit2: 2 Graufilter und Vari ND oder FaderND sind aber auch nicht das Gleiche.
    das eine sind Polfilter das andere Graufilter.
    Graufilter werden IMMER die bessere Qualität liefern, da sie statisch sind.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26.08.2010
    #12      
  13. Ackbar

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    Meine Filtersammlung ist derzeit sehr klein, da ich sie nur selten brauche.. bei den Preisen für gute Polfilter mit 77mm (und durch die Tatsache, dass man sie in kaum einem Fotoladen vorrätig hat) habe ich mir noch keinen eigenen gekauft. Soll sicher demnächst kommen, nur meistens kommt doch irgendwas anderes dazwischen, das mir wichtiger ist und das Geld ist wieder weg ;)

    Woher hast du denn die Info, dass das Polfilter sind? Da steht immer nur etwas von Graufiltern, soweit ich das gesehen habe.. Sie sind drehbar, wie Polfilter, aber eine Aussage, dass es wirklich das selbe ist, habe ich nicht gefunden.
    Soll nicht heißen, dass du damit unrecht hast, es wundert mich nur. Obwohl der Hersteller es vermutlich auch nicht schreiben würde, wenn es so wäre ;)
     
    #13      
  14. LuckyStrike

    LuckyStrike Hat es drauf

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    Da stimme ich dir 100% zu, die Bezeichnung ist wirklich nicht richtig.
    Aber variable ND Filer können keine statischen Graufilter sein, wie sollen sie sich sonst verstärken durch drehen.

    (bitte nicht auf die Goldwaage legen)
    Variable ND Filter funktionieren ja so, das der erste (deshalb auch umgedrehte und lineare Polfilter ) Filter alle eintreffenden Lichtwellen polarisiert, und der zweite ja als "Polarisierte Lichtwellen-Entferner" arbeitet.
    So kann er das zuvor polarisierte Licht nahe zu komplett rausfiltern. - ergo das Bild wird immer dunkler.
    Das ist ja auch der Grund warum man Spiegelungen von nicht metallischen gegenständen entfernen kann, soe polarisieren "anders"
    Das erklärt auch die Farbverschiebungen, denn auch die verschiedenen Lichtfarben polarisieren "anders"

    das sieht das wie für Kinder, ist es aber nicht.
    http://www.iap.uni-bonn.de/P2K/polarization/polarizationII.html


    bevor ich Blödsinn erzähle, wollte ich mich noch mal absichern...
    in einer WIKI bin ich fündig geworden
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.08.2010
    #14      
  15. Ackbar

    Ackbar Aktives Mitglied

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    Ich hätte jetzt gedacht, dass ist eine ganz andere Technik.. Aber kann schon sein, dass das so funktioniert.. nur wundert mich dann, dass sowas nicht viel verbreiteter ist.
     
    #15      
  16. LuckyStrike

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    Variabler Graufilter Testreihe
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    weils zu fummelig ist, ziemlich teuer obendrein wenn du TOP Qualität brauchst.
    Ausserdem sind sie nicht 100% kontrollierbar, weil der Einfallswinkel des Lichtes auch noch eine rolle spielt.
    Aber das zwei Polfilter einen fader-Pol ergeben ist ein alter Hut, den gibts schon lange von HOYA.

    Erst mir den Film DSLRs sind die Vari NDs wieder aus dem Dornröschenschlaf erwacht, denn dort ist ein Fader ND PERFEKT.
    Man kann nicht mit blende 2.0 in der Sonne filmen. Das geht einfach nicht weil man den Shutter nicht so weit zumachen kann, sonst hat man "Daumenkino"
    Mit VariND: Blende einstellen, RICHTIGE FpS einstellen, und die Helligkeit über den vari ND regeln.

    Beim filmen wird ja nur 10% der Qualität gebraucht, ob da nun 10% am Pol hängen bleiben ist völlig wumpe.
     
    #16      
  17. Picturehunter

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    Danke Euch erstmal für Eure Beiträge, Lucky hat ganz tolle Erklärungen und Beispiele geliefert, so wird aus dem Thema sicher noch ein Schuh!!! :daumenhoch:

    Was ich als erstes machen möchte ist herausfinden, wie groß der Korrekturfaktor sein muß, damit die Bilder gleich hell bleiben und ob so der versprochene Verdunklungsfaktor erreicht wird. Naja, falls das hier irgendwann mal aufhören sollte zu regnen... :rolleyes:

    Dann ist sicher die Möglichkeit interessant, dass man mit dem Filter auch Belichtungsreihen mit konstanter Blende und Zeit anfertigen kann, sofern das benötigt wird. Statt Blende oder Belichtungszeit zu verändern dreht man dazu einfach am Ring von der Mitte* ausgehend zu beiden Seiten.

    *mittlere Verdunklung


    VG
    Frank
     
    #17      
  18. LuckyStrike

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    zum ersten Punkt: ist das wirklich interessant? dein Filter hat doch eine Skala, aber er schlägt doch nicht an, oder? du könntest ihn doch weiter drehen, bis nahezu schwarz, oder? mit 2 Polfiltern schafft man Theoretische Verlängerungen bis zu 40.000, das macht aber nur bei Effektbildern sinn (Bilder sehen aus wie auf einer Lochkamera) aber schaffen tut ers.

    punkt2
    da bin ich schon gespannt drauf, ich kann ja mal schauen ob ich das Gleiche mal mit meinem Billig Fader nachstelle.
    Bin leider noch nicht dazu gekommen die beiden mal wirklich auszu-tarrieren.
    Es wäre natürlich super, würde das so klappen, dass man die Belichtungsreihe aus der Skala heraus machen könnte, so, dann auch fliessendes Wasser am Meer im Sonnenschein-HDRs möglich wären. (was aber auch mit dem RICHTIGEN Graufilter möglich wäre)

    Für mich bleibt der entscheidende Vari-ND Grund (neben Filmen) immer noch die Flexibilität, im Schnee und am Strand mit Blende 1,8 fotografieren können (und Bewegungen nicht einzufrieren!), ohne das man sobald mal jemand im Schatten steht, gleich die Grau-Filter abschrauben muss.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.08.2010
    #18      
  19. Picturehunter

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    Variabler Graufilter Testreihe
    AW: Variabler Graufilter Testreihe


    Also zum Thema weiterdrehen kann ich nur sagen: Keine gute Idee. Es ist schon richtig, man kann ihn 360° frei herum drehen, die Scala ist nur der Bereich, in dem seine Verwendung empfohlen wird. Bereits in der letzten markierten Stufe (nennt sich max.), kann es zu sichtbaren Einbußen kommen, was sich vor allem im Weitwinkelbereich zeigt. Da entsteht so ein sternförmiges Gebilde, als hätte man ganz dicht an so einem Maschendrahtzaun einen der Knotenpunkte direkt vor der Linse gehabt. Teilbereiche sind da ganz dunkel und andere Teilbereiche werden wieder hell. Klingt jetzt dramatisch, ist es aber nicht. Wie gesagt, es geht um richtigen Weitwinkel und auch nur bei max. Einstellung.
    Ganz dunkel wird das Bild nicht, das vollständige Verdunkeln ist nicht möglich. Tatsächlich ist der Regelbereich von 4x -256x Verlängerung, also max. 8 Blendenstufen.

    Hier nochmal der Text vom Begleitschreiben dazu:

    Application Issue

    Marks are lasered on the filter ring for ND indication. This is not directly refer to ND index but as a reference.

    If you are using a wide angle lens, we suggest you stop rotating at two marks before "Max"-sign. This is already providing you a 8 stops density. For some tele-lens, you may get extra density by rotating the lens until "Max". A further rotation will cause a X-cross at the image, shown at below.


    Und genau das kann ich alles bisher 100% bestätigen.

    Die erste Testreihe zeigte ja, dass man sich ab einer gewissen Stufe zumindest nicht blind auf den Belichtungsmesser verlassen kann. Was ich nun machen möchte ist eine Testreihe, die tatsächlich manuell die Belichtung so nachregelt, dass die Bilder in jeder Scala-Stufe gleich hell bleiben. Daran könnte man dann sehen, um welchen Anteil pro Scala-Stufe länger belichtet werden muß. So kann man dann die tatsächlichen Verlängerungszeiten ermitteln und schauen, ob 4x-256x erreicht werden und wann welcher Verlängerungsfaktor bezüglich der Scala erreicht wird. Im Prinzip sollte sich das proportional zur 2ten Testreihe verhalten, also non-linear, schwach beginnend und zum Ende hin sich deutlich steigernd.


    VG
    Frank
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.08.2010
    #19      
  20. Picturehunter

    Picturehunter Docendo discimus, sapere aude, incipe!

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    Variabler Graufilter Testreihe
    AW: Variabler Graufilter Testreihe

    So, Zeit für ein kleines Update.

    Hier nun also noch eine Testreihe mit "Landschaft" (naja, zumindest ein kleines bißchen...). Getestet wurden alle 11 markierten Stufen des Filters, angefangen von 2 Blendenstufen bis hin zu 8 Blendenstufen. Die Angabe laut Hersteller von max. 8 Blendenstufen ist also erfüllt. Auch hier zeigt sich die non-linear Verteilung. Im letzten Bild kann man erkennen, dass der Filter auch an seiner Leistungsgrenze angekommen ist, denn es machen sich leichte Ungleichmäßigkeiten bemerkbar, auf die auch vom Hersteller hingewiesen wird. Deshalb ist auch empfohlen, den Filter nicht über die Markierung hinaus zu betreiben. Die Stärke dieses Effekts hängt maßgeblich von der Brennweite ab, je weitwinkliger desto stärker ausgeprägt zeigt sich dieser Effekt, bei z.B. 300mm kommt man noch locker eine Stufe weiter, was dann 9 Blendenstufen entspricht, ohne das man davon etwas sieht. Es betrifft auch definitiv nur die letzte maximale Stufe des Filters.
    Alle Aufnahmen wurden auf einen Weißabgleich eingestellt, den ich zuvor ohne Filter mittels einer Graukarte (CBL Lens) ermittelt hatte, alle Aufnahmen wurden im RAW-Konverter in Nullstellung sämtlicher Optionen entwickelt, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Belichtet wurde während der Testreihe nach Histogramm.

    Kamera D200
    Objektiv Sigma 15-30mm @24mm
    Blende 8
    ISO 100
    Stativ
    Fernauslöser


    [​IMG]



    Edit:

    Die Belichtungszeiten beginnen bei 1/25s und enden bei 2s (1/25; 1/25; 1/25; 1/20; 1/15; 1/13; 1/8; 1/5; 1/2; 1; 2), ohne den Filter ist die Belichtungszeit 1/100s.

    Ein Cropausschnitt ist so eine Sache, dafür eignet sich das Motiv nicht gut, letztendlich sind die Farbverschiebungen sehr gering und problemlos händelbar (siehe Testreihe oben). Bezüglich eventueller Schärfeverluste kann ich ebenfalls Entwarnung geben, das sieht alles sehr gut aus.

    Auf jeden Fall ein brauchbares Teil, besonders in Kombination mit einem weiteren schwächeren Graufilter, der als Multiplikator dient und so problemlos aus den 2-8 Blendenstufen z.B. 4-16 oder mehr machen kann, ohne dass man an Funktionalität verliert.


    VG
    Frank
     
    Zuletzt bearbeitet: 07.09.2010
    #20      
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