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10 Jahre iPhone

10 Jahre iPhone
Smart, anfass-, d.h. „touchbar“ & immer vernetzt

Dass „Programme“ oder „Anwendungen“ allmählich immer mehr zu „Apps“ wurden, dass pure „Handys“ sich zu „Smartphones“ entwickelten, dass sich deren Bedienung von touchbaren Tasten zu touchbaren Displays wandelte … Wann hat das eigentlich alles angefangen?

Sicherlich entwicklungs- und versuchsseitig und auch in diversen kommerziellen Produkten bereits davor, aber dann doch eben ziemlich genau am 9. Januar 2007 – als Steve Jobs die Bühne betrat. Als er verkündete, drei revolutionäre Produkte präsentieren zu wollen, ein iPod mit Touchscreen-Kontrolle, ein Mobiltelefon und ein Gerät zur Internet-Kommunikation. Als er schließlich (innerlich wohl freudespringend) feierlich hinzufügte: „Das sind nicht drei verschiedene Geräte. Das ist ein einziges Gerät!“

Nichts weniger als die Neuerfindung des Telefons wollte Jobs der Welt da verkaufen. Und es ist wohl festzuhalten, dass die Geburtsstunde des iPhones auch genau dies schaffte – das Telefon komplett neu zu denken, als Computer in der Tasche, als mobilen Zugriff auf die digitale Welt, stets verfügbar und stets griffbereit.
 

Ab dem 29. Juni 2007 öffneten sich die iPhone-Verpackungen in den USA, ab dem 9. November dann auch in Deutschland. Telefonieren konnte man damit, SMS verschicken, Termine im Kalender eintragen, Rechnungen durchführen, Notizen hinterlegen. Natürlich wurde die Uhrzeit angezeigt, natürlich gab es eine Kamera, doch außerdem gesellten sich auch noch Apps wie Mail, iPod, Fotos, Aktien, Karten und YouTube dazu. Auch ein Browser stand zur Verfügung, mit dem man auf Internet-Safari gehen konnte. Zu dieser geballten Überzeugungskraft kam dann noch die elegante Bedienung: Multitouch – ein paar Fingerchen genügten, um sich durch die Apps zu manövrieren.

Nun liegt es mir eigentlich fern, Extreme oder Superlative zu bemühen, doch in diesem Fall darf man dem Unternehmen Apple wohl durchaus das Attribut „technische Revolution“ zuschreiben. Wenn es nicht noch mehr war, vielleicht gar eine kulturelle Revolution auslösende Innovation, immerhin aber entzündete das iPhone einen ziemlich langanhaltenden Nachbrenner für das sogenannte digitale Zeitalter. Internet hier. Internet da. Kommunikation, beinahe von überall nach überall, mit allem, was uns heute als App, App und App geboten wird.

Seit dem 9. Januar 2007 sind 10 Jahre vergangen, wurden insgesamt 15 iPhone-Modelle veröffentlicht. Die Leistung wurde gesteigert, die Kameras wurden verbessert, schließlich gab es größere und kleinere Varianten und natürlich wurden Funktionen wie Siri hinzugefügt:
  • iPhone (2007)
  • iPhone 3G (2008): UMTS-Unterstützung/außerdem wird der App Store eröffnet, Apps können auch von Dritt-Anbietern angeboten werden
  • iPhone 3GS (2009): bessere Kamera, digitaler Kompass, schnellerer Prozessor
  • iPhone 4 (2010): neues Design, Retina-Display, Frontkamera
  • iPhone 4s (2011): Siri
  • iPhone 5 (2012): größeres Display, dünner, leichter, LTE, Lightning-Anschluss
  • iPhone 5s, iPhone 5c (2013): schnellerer Chip, Kamera-Verbesserungen, Fingerabdruckscanner Touch ID
  • iPhone 6, iPhone 6 Plus (2014): bessere Kamera, größere Displays, Barometer, NFC-Modul für Apple Pay zum Bezahlen
  • iPhone 6s, iPhone 6s Plus (2015): 3D Touch (reagiert auf Stärke des Fingerdrucks), Bluetooth-Standard 4.2, bessere Performance, höhere Auflösungen bei Kameras, 4K-Videos mit Rückkamera
  • iPhone SE (2016): 4 Zoll, ähnliche Features wie iPhone 6s
  • iPhone 7, iPhone 7 Plus (2016): keine Klinkenbuchse mehr, optische Bildstabilisierung für Kamera, zusätzliche Teleobjektiv-Kamera, Quad-Core A10 Fusion (zwei Kerne)
Noch anzuführen ist, dass das iPhone im Jahre 2016 erstmals ordentlich schwächelte. Statt Zuwachs registrierte man rückläufige Verkäufe. Ebenfalls soll Tim Cook im letzten Jahr bei seinem Gehalt Abstriche gemacht haben müssen: 1,6 Millionen gab es für ihn weniger, weil der große Erfolg ausblieb.

Doch beschließen wir diesen Geburtstag nicht mit den negativen Punkten, sondern lassen wir es hochleben, das iPhone.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Pixabay

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Portrait von Leila Stern
  • 09.01.2017 - 19:54

Seit dem 1. März 2012 besitzen wir (mein Mann und ich) keine Mobiltelephone mehr. Während unserer Berufstätigkeit kommunizierten wir mit den Geräten „HP OmniGo 700LX“ und „Nokia Communicator 9500“ miteinander. – Mit Wehmut denke ich an jene Zeit zurück!

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