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3.000 Illustrationen zu Shakespeares Werken

3.000 Illustrationen zu Shakespeares Werken
Ein Gesamtwerk, vier illustrative Herangehensweisen

Im Rahmen seiner Doktorarbeit im Fach Englische Literatur hat sich Michael John Goodman mit Shakespeare auseinandergesetzt. Genauer verweist der Titel seines Schriftstücks („Illustrating Shakespeare: Text, Image and the Digital Archive“) darauf, dass er unter anderem die illustrative Untermalung zu den Werken des Autors von damals mit den heutigen digitalen Möglichkeiten verknüpfen möchte.

Im Ergebnis eröffnete der Literaturinteressierte mit Wirkungskreis Cardiff University im August vergangenen Jahres das digitale Victorian Illustrated Shakespeare Archive. Darin zu finden sind über 3.000 Illustrationen der „vier bedeutendsten illustrierten Ausgaben von Shakespeares Werken aus der viktorianischen Zeit“, wie es von Goodman an dieser Stelle heißt. Veröffentlicht wurden die Bilder (und Texte) unter der Lizenz CC BY 3.0.

Zur Suche stehen in dem Archiv im Wesentlichen zwei Möglichkeiten zur Verfügung: (1) Eine Wolke aus Wörtern lässt zum Beispiel „Animals“, „Castles and Palaces“ oder „Horses“ finden. (2) Ganz oben stehen nebeneinander die Namen „Charles Knight“, „Kenny Meadows“, „John Gilbert“ und „H. C. Selous“. Diese haben sich (neben anderen Dingen natürlich) darin verdient gemacht, Shakespeares Schaffen zusammenzutragen und mit Bildern unterlegt zu veröffentlichen.

Der erste Name, Charles Knight, betrifft einen englischen Verleger und Schriftsteller, der zwischen 1838 und 1841 mehrere Bände veröffentlichte. So entstand die „The Pictorial Edition of the Works of Shakspere“. Zu der digital aufbereiteten Version führt Goodman aus, wahrscheinlich handele es sich dabei um die zweite überarbeitete Version von 1867.

Die weiterhin benannten Personen zeichneten als Illustratoren (Joseph Kenny Meadows, veröffentlicht 1846; Henry Courtney Selous, veröffentlicht 1864–68) oder als Maler und Aquarellisten (Sir John Gilbert, veröffentlicht 1865–67) selbst, was ihnen nach dem Lesen der berühmten Werke in den Sinn kam.

Nun kann man mit dem digitalen Archiv mehrere Dinge anfangen: Zum Beispiel lässt sich vergleichen, wie unterschiedlich die jeweiligen Personen an ein und dieselben Schriftstücke herangingen. Oder man lade sich eines der Bilder herunter, um damit beispielsweise (unter Berücksichtigung der Lizenz) ein Composing zu gestalten. Hier noch mal der Link zum Victorian Illustrated Shakespeare Archive.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: H. C. Selous, „The Death of Romeo and Juliet“, „The Plays of William Shakespeare“, Charles und Mary Cowden Clarke, London, Paris, Melbourne: Cassell & Company, Limited (1864–68?), vollständige Referenz: Michael John Goodman, The Victorian Illustrated Shakespeare Archive [16.01.2017], CC BY 3.0.

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Kommentare
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Portrait von shivaZ
  • 17.01.2017 - 19:41

Auch von mir mein herzliches Danke für diesen sehr gehaltvollen Tip, da lässt es sich herrlich abtauchen und für Stunden schmökern .. gefällt mir wirklich sehr!

Portrait von drawBe_44
  • 17.01.2017 - 10:14

Danke, Jens, für den schönen Tip! Interessant und spannend wird's auch, wenn man versucht, in Textstellen zu schmökern!

Portrait von ollelinse
  • 17.01.2017 - 08:14

Gefällt mir sehr, ein wirklich guter Tipp!

Portrait von gimbild
  • 16.01.2017 - 23:41

Nach einmal quer durchblättern, einfach super!

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teststefan