News

5 Beispiele, warum künstliche Intelligenz mir Angst macht (aber ich mich trotzdem auch drauf freue)

5 Beispiele, warum künstliche Intelligenz mir Angst macht (aber ich mich trotzdem auch drauf freue)

Seit ich 9 Jahre bin, interessiere ich mich für Computer. Der erste Rechner war ein Amiga 500. Ich war begeistert, als ich Wörter eingeben konnte und der Computer diese per Sprachausgabe dann wiedergegeben hat. Die Stimme war klar und deutlich als Roboter zu erkennen. Nicht mehr heute!

Beispiel 1: Google macht für dich Termine

29 Jahre später hört man nicht mehr raus, ob ein Computer oder ein Mensch spricht, siehe Projekt Duplex von Google:

Und noch besser: Ich kann mit dem Assistenten reden und er erledigt für mich vieles. Echt super cool, oder? Na ja, dafür werden allerdings bald keine Leute mehr im Call-Center sitzen, siehe Beitrag Google Telefon-KI Duplex: Jeder vierte Anruf ist menschlich.

Es wurde dabei auch kritisiert, dass Google anfangs nicht wollte, dass die Maschine sich als Maschine zu erkennen gibt. Das hat sich nach großem Protest zum Glück geändert.

 

Beispiel 2: Smartphone am Steuer? Chinesische KI verteilt Strafzettel fürs Kopfkratzen

Wie ich bei Heise vor zwei Tagen lesen konnte, hilft die KI in China dabei, Strafzettel zu verteilen. Jedoch ist auch dieses System nicht perfekt. Fahrer, die sich einfach mal am Kopf kratzen, bekommen einen Strafzettel, weil es so aussah, als würden sie am Steuer telefonieren. Auch hier: Der grundsätzliche Vorteil am System ist die Entlastung von Polizisten, der Nachteil ist, es werden langfristig auch weniger gebraucht. Dazu kommen eben auch die anfangsbedingten Fehler in der KI (die aber sicher in den Griff zu bekommen sind).

 

Beispiel 3: Forscher lassen die Mona Lisa sprechen

Wie ich vor wenigen Tagen auf Spiegel lesen konnte, ist es Samsung gelungen, aus nur einem Foto ein bewegtes Video zu produzieren. Wenn mehr Fotos zur Verfügung stehen, wird es noch realistischer.

Noch mehr Videos in ähnlicher Art findest du auf YouTube.

Damit lassen sich sehr einfach tolle Effekte erzielen. Nachteil: Traue keinem Video mehr. Vor vielen Jahren traf das nur auf Fotos zu, aber jetzt sind sogar Videos nicht mehr vertrauenswürdig.

 

Beispiel 4: Roboter helfen uns im Alltag

Ich selbst habe einen Staubsaugerroboter und möchte ihn nicht mehr missen. Zwar ist dort keine künstliche Intelligenz drin (sonst würde er es endlich mal kapieren, dass die Schwingstühle nicht gut für ihn sind), aber sonst bewegt er sich mit diversen Sensoren völlig autonom.

Ganz toll kann man in diesem Film sehen, wie gefährlich es ist, Vertrauen zu einer ach so menschlich wirkenden Maschine aufzubauen: Ex Machina.

Wer den Film gesehen hat, weiß, was ich meine.

 

Beispiel 5: Ist der Arzt bald überflüssig?

Durch die künstliche Intelligenz ist es schon heute möglich, dass ein Programm Röntgenbilder in Sekunden nach entsprechenden Krankheiten durchleuchtet. Und das macht die Maschine nicht nur schneller, sondern auch oftmals besser als ein Arzt (siehe hier).

Selbst meine Partnerin hat vor Kurzem einen Vortrag zu einer neuen App gehalten. Mit der App können Kinderärzte mit dem Smartphone ein Foto von Patienten machen, und die App sagt, zu welcher Wahrscheinlichkeit das Kind einen eventuellen Gendefekt hat. Beim Vortrag kam nicht so recht gute Laune auf. Warum? Weil die Ärzte sich irgendwann sagen, wofür man den Arzt dann noch braucht. Gut, ganz so drastisch muss man das nicht sehen, eher wie ein Werkzeug, das dem Arzt bei der schnellen Diagnosesuche hilft. Trotzdem kann ich die Angst verstehen.

Weil ganz ehrlich: Wenn ich in 20 Jahren die Wahl habe, mich entweder von einem Arzt untersuchen zu lassen (der oftmals genervt und eventuell übermüdet/überarbeitet ist) oder aber von einer immer gleichbleibend gut gelaunten Maschine, in der all das geballte Wissen von zig Millionen Ärzten und wissenschaftlichen Studien drinsteckt, dann würde ich wohl tatsächlich die Maschine wählen. Meine Frage: Du auch?

 

Allgemein kann ich noch abschließend sämtliche Videos von Ranga Yogeshwar empfehlen. Diese sind wirklich sehr erhellend und lassen mich immer wieder staunen, was heute alles schon möglich ist. Ganz witzig finde ich ja dieses Video aus dem Jahr 1972, wie fast schon treffsicher man vorhersagen konnte, was im Jahr 2000 alles so möglich ist (und manches immer noch Wunschdenken ist):


Jetzt bin ich auf deinen Kommentar gespannt. Laut Ranga Yogeshwar sind vor allem wir in Deutschland ziemlich ängstlich, wenn es um künstliche Intelligenz geht. Also: Bist du typisch deutsch und hast Angst davor oder freust du dich eher darüber?

Was sagst du dazu?

Teile deine Meinung oder Erfahrung mit anderen Mitgliedern und sichere dir jeweils 5 Punkte!

Weiter zu den Kommentaren

Ähnliche Artikel

Hier wohnt die Kreativität: Jetzt 40 % Rabatt auf Creative Cloud

Hier wohnt die Kreativität: Jetzt 40 % Rabatt auf Creative Cloud

Mit Inspiration könnt ihr Großes erschaffen. Zeigt eure Kreativität in allen Formen und Farben und sichert euch die Apps und Tools von...

Weiterlesen

Fotografie-Bücher bis zu 80 % billiger

Fotografie-Bücher bis zu 80 % billiger

Hochwertige Bücher zu sehr günstigen Preisen findet ihr bei terrashop.de jede Menge. Aktuell gibt es obendrein eine tolle Aktion für...

Weiterlesen

Adobe Live: Special Effects für eure Köpfe!

Adobe Live: Special Effects für eure Köpfe!

Ideen machen den Alltag spannend. Damit noch mehr davon entstehen, zeigt euch Adobe Live die Updates, Innovationen, Apps und Tricks der...

Weiterlesen

Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von Xopper1
  • 01.07.2019 - 07:56

Wenn eine KI auf das gesammelte Wissen Zugriff hat, kann sie zwar besser und schneller Schlüsse ziehen
und ist sicher effizienter als ein Mensch... aber wenn sie falsche Schlüsse zieht (sei es gezielt oder
auf Grund fehlerhafter Algorithmen) - wer kann das dann prüfen ?? Eine neue, bessere KI ?

Es besteht einfach die Gefahr, das sich der Mensch ganz dieser "neuen Maschinenwelt" unterordnet, einfach aus
Bequemlichkeit oder einfach dem Unvermögen besser zu sein.

Portrait von Diefa
  • 31.05.2019 - 16:22

Hallo Stefan, ich finde es schön hier von Dir zu lesen. Eure Beiträge der petry-Brüder waren für mich oft das inetressanteste am Commag. Schön dass nach der Einstellung des Magazins es hier weiter geht. :-)
Ich freue mich eigentlich weniger auf die KI. Das Beispiel mit dem sich am Kopf kratzenden Chinesen mag man als Anekdote sehen. Doch ist mein Eindruck, dass je weniger Ahnung Menschen von der Computertechnik haben um so mehr scheinen sie ihr zu vetrauen. Ich befürchte, dass man irgendwann nicht mehr überprüft, ob es ein Kopfkratzen oder ein Telefonieren war. Und das macht mir Angst. Zumal letztens jemand mal sagte, dass man eigentlich gar nicht genau weiß, was da in der KI passiert.

Portrait von friesdorf
  • 31.05.2019 - 14:15

Ich persönlich brauche keine künstliche Intelligenz. Mir reicht meine natürliche Dummheit.

Portrait von brollius
  • 29.05.2019 - 19:13

Und worauf, wenn ich fragen darf,freust Du Dich?
Das ist doch erschreckend!!!!

Portrait von gimbild
  • 29.05.2019 - 12:35

Es wird technisch fast alles möglich sein und man muss leider davon ausgehen, dass es auch umgesetzt wird, weil....damit viel Geld verdient wird. Nach einer nachhaltigen Zerstörung der Tier- und Pflanzenwelt sowie des Klimas, wird der Mensch als biologisches System step by step an ein kybernetisches System angepasst. Maschinen werden entscheiden über Leben und Tod, gesund und krank, nützlich und weniger nützlich. Eigentlich wissen wir gar nicht genau, welchen Zweck der Mensch der Zukunft noch erfüllen wird. Das autarke Auto ist dabei mein kleinstes Problem, das Auto mit Verbrennungsmotor war ja in den meisten Familien bereits heute das goldene Kalb.

Portrait von Diefa
  • 31.05.2019 - 16:24

Mir aus der Seele gesprochen. "Mit jeder Bequemlichkeit verlieren wir ein Stück Freiheit". Leider weiß ich nicht mehr, woher ich diesen Satz habe.

Portrait von dte01
  • 29.05.2019 - 09:05

Wenn einem alles abgenommen wird, gibt es kaum einen Anreiz etwas selber zu machen, aber genau darauf, etwas selber bewerkstelligt zu haben, sind viele Stolz. Die Gefahr, etwas zu verlernen ist ebenfalls stark gegeben. Beispiel Navi: wer kann noch eine Karte lesen? Die größte Gefahr sehe ich allerdings darin, manipuliert zu werden, da der einzelne wohl keine Chance haben wird, dauerhaft gegen einprogrammierte Verhalten zu strotzen. Ob man es jetzt hören will, oder nicht, aber Streit bzw. Auseinandersetzungen gehören zum menschlichen Leben. Versucht euch mal mit einem Navi (stellvertretend einer Maschine) zu streiten!

Portrait von LikeLowLight
  • 29.05.2019 - 18:24

Und dann gibt es immer solche, die mit ihrem Fahrzeug (LKW, PKW, Bus) auf einer Eisenbahnstrecke oder in einem See landen. Das wird dann ein Spaß, wenn das sogenannte "autonome Fahren" den Massenmarkt erobert.

Portrait von Divina
  • 28.05.2019 - 23:55

"Meine Frage: Du auch?"
Ja, ich bin in dem Punkt typisch deutsch. Wobei man das im Hinblick auf das heutige Verhalten 'typisch' deutscher Mitmenschen wohl kaum sagen kann, denn einerseits schreit jeder nach Datenschutz, andererseits bläst beinahe jeder seine Daten freiwillig in die Welt hinaus, wenn er sich davon einen Vorteil erhofft. Also kommt mir diese übermäßig kritische Einstellung derjenigen, die zwar gegen etwas zu sein scheinen, aber gegenteilig handeln, überaus inkonsequent vor. Im Grunde muss man den Leuten das Ganze nur entsprechend schmackhaft machen, und schon werden die Vorbehalte fallen gelassen.
Ich bin ein Dinosaurier, was das angeht, und gehöre sicherlich zu denen, die sich am längsten dagegen wehren würden, sich KI ins Haus zu holen, sollte diese tatsächlich irgendwann einmal Substanz bekommen.

Portrait von gimbild
  • 28.05.2019 - 12:50

Klingt alles ziemlich verworren, was unter AI/KI so verstanden wird. Die meisten Menschen werden in 20-30 Jahren ziemlich frustriert und unselbständig sein. Viel Spaß.

Portrait von LikeLowLight
  • 27.05.2019 - 14:34

Es gab ja schon vor Jahrzehnten SW, die vorgab, intelligent zu sein. Das war ein kleines BASIC-Programm auf 8-bit-PCs mit vielleicht 16 KByte (Kilobyte, nicht Megabyte, schon gar nicht Gigabyte) Arbeitsspeicher. Das war ELIZA, eine Therapeutin. Seither habe sich Speicherkapazität und CPU-Geschwindigkeit verzigtausendfacht, nur eine künstliche Intelligenz hat sich nur in Spielfilmen gezeigt. Diese Eliza gibt es immer noch, genau so dämlich wie damals, doch Kartenleger/innen haben sich in der Qualität der Antworten auch nicht gesteigert. Eine heute noch zu findende Version https://www.eclecticenergies.com/deutsch/ego/eliza

Also, nettes Thema mit netten Bildern garniert, keine Substanz.

Portrait von gubheinicke
  • 03.06.2019 - 14:34

Wenn ich sehe/höre, die dämlich sich Alexa anstellt, fehlt noch ein ganzes Stück zur KI.

Portrait von gimbild
  • 03.06.2019 - 14:42

Man sollte weder einen Menschen noch einen Kleincomputer unterschätzen. Wir schmunzeln über kleinere Ungeschicklichkeiten von Alexa, dabei macht sie uns gerade gläsern.

Portrait von Clausthaler
  • 29.06.2019 - 22:32

Und wen stört das? Den Nutzer garantiert nicht.

Portrait von gimbild
  • 29.06.2019 - 22:52

Die Frage ist: Cui bono?

x
×
×