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Adobe entwickelt: direkte VR-Bearbeitung, Vektoren aus Fotos

Adobe entwickelt: direkte VR-Bearbeitung, Vektoren aus Fotos
Adobe Sneaks – letzte Runde

Nun noch zwei weitere sich in der Entwicklung befindende Adobe-Funktionen. Am Schluss eine finale Zusammenstellung aller Sneaks zur Übersicht.
 

CloverVR: 360-Grad-Videos in der VR-Ansicht editieren

Mit CloverVR soll es künftig möglich sein, 360-Grad-Material direkt in der VR-Ansicht zu bearbeiten. Wesentlicher Vorteil, der in der Präsentation verkündet wird: Der ständige Wechsel zwischen Brille-auf zur Ansicht und Brille-ab zur Bearbeitung des Materials soll wegfallen.

Hierfür werden also Funktionen entwickelt, die direkt in der VR-Umgebung gesteuert werden können. Ein Beispiel einer solchen Anwendung wird im Adobe-MAX-Clip gezeigt: Wechselt ein Video von einer zur nächsten Szene, kann es vorkommen, dass die eigentliche Action der zweiten Szene im Rücken des Zuschauers stattfindet.

Mit dem Tool ist es möglich, den Startblickwinkel einer Szene direkt beim Ansehen des Videos zu ändern. Sieht der Brillenträger im gezeigten Beispiel also zunächst in Fahrtrichtung des Autos und verpasst dabei die Action im Hintergrund, so lässt sich dies ganz einfach ändern – ohne dass der Video-Bearbeiter die VR-Brille dazu abnehmen muss.

Nur ein erstes kleines Beispiel sei dies. Künftig entwickle man weitere Funktionen, mit deren Hilfe VR-Bearbeitung direkt in der VR-Ansicht stattfinden kann.
 

InterVector: Vektoren aus Pixelbildern erstellen

Dieses Sneak soll die Erstellung von vektorbasierten Grafiken aus einer Pixelvorlage heraus vereinfachen. Gezeigt wird ein Layout, auf dem das entscheidende Element jedoch noch fehlt: ein rosarotes Schweinchen. Zum Glück hat der Präsentierende auch gleich eins dabei und verweist darauf, dass man dieses ja nun fotografieren und anschließend vektorisieren könne.

Nun gebe es bereits diverse Apps, die genau diesen Prozess ermöglichen, darunter Adobe Capture. Allerdings fehlen hier je nach Einstellung entweder Details oder aber es werden andere, eher unerwünschte angezeigt. Bessere Ergebnisse erziele man da schon mit dem Bildnachzeichner in Adobe Illustrator, doch auch hier: viele kleine Details, die nach intensiver manueller Nachbearbeitung verlangen.

Damit kommt die „interaktive Vektorisierung“ ins Spiel: Auch hier können über einen global im Bild tätigen Slider Details ein- bzw. ausgeblendet werden, allerdings gilt auch dabei: entweder sind es zu wenig oder zu viele Details. Mehr lässt ein globaler Schieberegler einfach nicht zu.

Das Vorgehen gestaltet sich nun so, dass man sich einen Startpunkt irgendwo in der goldenen Mitte sucht, wo also ein paar Details fehlen und andere zu viel sind. Der Vorteil von InterVector nun: Das Programm „kennt“ sozusagen das unterliegende Foto – man muss sich daher nicht mehr mühsam Stückchen für Stückchen selbst durch das Bild durcharbeiten, sondern teilt mit einem simplen Pinselstrich nur noch mit: „Bring mir dieses Detail“ oder „Entferne jenes Detail“ (ab Minute 3:05 im Video).
 

Alle Adobe-Sneaks der Adobe MAX 2016 im Überblick

Hier noch einmal zusammengefasst alle Sneaks, die auf der Adobe MAX präsentiert wurden. Quasi ein kleiner Rückblick, der zugleich ein Ausblick auf das sein könnte, was uns mit den künftigen CC-Updates hier und da erwartet. Ob überhaupt und wann die Funktionen dann tatsächlich zur Verfügung stehen, ist ungewiss.
  • VoCo: Analysiert Sprachdateien. Per Texteingabe können Wörter entfernt, ausgetauscht, hinzugefügt werden.
  • Stylit: 3D-Modelle können mit eigenem Zeichenstil versehen werden. Zeichnen kann digital oder klassisch manuell über Kamera erfolgen.
  • QuickLayout: Ordnet Layout-Elemente bei nachträglicher Layout-Anpassung (bspw. durch Hinzufügen eines neuen Bildes) automatisch neu an.
  • ColorChameleon: Gleicht die Farbpaletten mehrerer Bilder automatisch aneinander an.
  • SkyReplace: Erkennt und tauscht automatisch den Himmel eines Bildes mit einem anderen aus.
  • WetBrush: Soll digitales Malen „realistischer“ wirken lassen.
  • ConceptCanvas: Ermöglicht die Bildsuche in Adobe Stock mithilfe einfachster Skizzen.
  • LoopWelder: Gleicht Sprünge in Loops aus und ermöglicht es, aus einem knappen Video-Abschnitt auf Basis mehrerer darin erkannter Loops lange Loop-Videos zu erstellen.
  • Syncmaster: Erkennt markante Stellen in der Musik und zeigt diese an – hilft bei der Kombination von Musik und Video.
  • CloverVR: Funktionen, mit denen 360-Grad-Videos direkt in der VR-Ansicht bearbeitet werden können.
  • InterVector: Unterstützt den Workflow, um aus Pixelbildern schneller vektorbasierte Grafiken zu entwickeln.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Screenshot aus dem Video "InterVector. Adobe MAX 2016 (Sneak Peeks)" von Adobe

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Kommentare
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Portrait von fe_web
  • 09.12.2016 - 08:16

Sehr interessanter Artikel und ich bin neugierig was damit gestalterisch möglich sein wird. Vielen Dank.

Portrait von shivaZ
  • 08.12.2016 - 19:03

InterVector klingt spannend und käme mir - bei besserer Umsetzung als mit den derzeit möglichen Alternativen - im täglichen Workflow sehr entgegen .. bin gespannt auf das, was da in Zukunft so möglich sein wird (oder auch nicht)

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