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Adobe: Gesichter rotieren und V-Ray sorgt beim Project Felix für das Rendering

Adobe: Gesichter rotieren und V-Ray sorgt beim Project Felix für das Rendering
Das eine wird entwickelt, das andere befindet sich schon in der Beta

Beinahe scheint es so, als würde man bei Adobe in dieser frühen 2017er-Woche ein Entwicklungsprojekt nach dem anderen per Kurzvideo aufzeigen wollen.

Nach der Sprachsteuerung und der 3D-Arbeitsfläche für Photoshop gibt es nun einen Clip, in dem ein Gesicht in einem eigentlich statischen Foto leicht rotiert wird. Mit dieser Funktion könne man auch auf Gesichtsbereiche malen, die nicht nach vorne zeigen.

Mehr Informationen dazu gibt es leider nicht wirklich, nur eine „real-time paint simulation engine“ wird benannt. Außerdem heißt es, die Adobe-Forscher arbeiteten daran, diese Technologie so schnell wie möglich den CC- und Mobile-App-Anwendungen von Adobe hinzuzufügen.

Mit dem Stift zeichnen, mit dem Finger drehen – so sieht das in der Praxis aus:
 
 

Project Felix: V-Ray sorgt für fotorealistisches Rendering

Seit Mitte Dezember lässt sich über die Creative Cloud die Beta des Programms Project Felix herunterladen. Zur Erinnerung: Die Software bietet leicht handhabbare 3D-Bearbeitung und richtet sich damit insbesondere an jene Kreative, die sonst üblicherweise auf 2D-Pfaden unterwegs sind.

Das Grundprinzip: Ein vorgefertigtes 3D-Modell wird geladen, dessen Texturen können bearbeitet oder ganz ausgetauscht werden, und außerdem ist es möglich, Position und Größe des Objekts einzustellen. Mit ein paar Lichtern lässt sich die Szene dann noch ausleuchten und in den Hintergrund kann ein zweidimensionales Bild gesetzt werden.

Was schließlich noch fehlt – das Rendering. Und genau darauf zielt Adobe in diesem Blogbeitrag ab. Explizit wird darauf verwiesen, wer bzw. was eigentlich in Felix für das Rendering verantwortlich zeichnet – der V-Ray-Engine von Chaos Group, von der es beinahe zeitgleich zum Adobe-Blog eine Pressemitteilung zur strategischen Partnerschaft mit Adobe gab. Hier das Showreel von Chaos Group aus dem Jahre 2016:
 

Mit V-Ray liegt also beim „Jeder-soll-3D-Objekte-bearbeiten-können“-Felix High-End-Rendering unter der Haube. Und genau das sei auch die Motivation für die Chaos Group gewesen: „[…] jedem die Möglichkeit zu bieten, diese Technologie zu nutzen“, so David Tracy, Kommunikationsleiter des Unternehmens. Dafür habe man einige Dinge vereinfacht, damit kurzerhand zu verstehen sei, wie man sie benutzt.

Das Project Felix gehört nun seit Dezember zum festen Bestandteil der Creative Cloud. Allem Anschein nach wird es hier – wie auch bei Experience Design – künftig Update um Update geben, bis irgendwann die Betaphase verlassen wird. Man darf gespannt sein, wie sich das Programm weiterentwickelt.
 
Euer Jens

Bildquellen Vorschau und Titel: Screenshot aus dem Video "A New Spin on Face Painting" von Adobe

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Kommentare
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Portrait von 01er
  • 14.01.2017 - 11:01

Jetzt weiß ich, wofür Adobe die hohen Abogebühren ausgiebt: Für Scheininnovationen. Das Pseudo-Gedrehe basiert auf längst in PS und LR eingebaute Transformationsalgorithmen. "Neuerungen", die höchstens für Geburtstagsfeiern taugen oder ein Abklatsch vorhandener Funktionen darstellen, kann man bestenfalls den eindimensionalen Shareholder-Hirnen einreden.

Portrait von herbiemaus
  • 13.01.2017 - 14:46

Danke Adobe. Gesichter lustig anmalen –  wieder ein Mörder-Tool, wo man sich fragt, wie die Menschheit
ohne das so lange überleben konnte. 

Und gerade noch rechtzeitig für die Karnevals-Session („Sess-i-on“ bitte, nicht „ˈseʃn̩“!)

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