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Adobe übernimmt Allegorithmic

Adobe übernimmt Allegorithmic
Im Logo von Allegorithmic steht es bereits geschrieben: Das Unternehmen ist nunmehr: „An Adobe Company“.

Das ist durchaus ein Paukenschlag – ein eher unerwarteter noch dazu: Am Mittwoch verkündete Adobe die Übernahme von Allegorithmic. Das französische Unternehmen mit Sitz in Clermont-Ferrand bietet Technologie und Software zur Erstellung von 3D-Texturen und 3D-Materialien. Die Programme Substance Designer und Substance Painter kommen unter anderem in den Bereichen Spieleentwicklung und Filmbearbeitung zum Einsatz.

Wohlgemerkt ist Allegorithmic, was das Erzeugen der 3D-Texturen und -Materialien anbelangt, als marktführend zu bezeichnen und bedient Marken wie Electronic Arts, Ubisoft und BMW. Adobe angelt sich damit professionelle Werkzeuge, die zum Beispiel in Spielen wie Call of Duty und Assassin’s Creed sowie in Filmen wie Blade Runner 2049, Pacific Rim Uprising und Tomb Raider Anwendung fanden.

In der Adobe-Pressemitteilung heißt es unter anderem: „Mit der Übernahme von Allegorithmic wird Creative Cloud um 3D- und immersive Workflows erweitert und bietet Designern eine ganze Reihe von neuen Tools zur Erstellung von 3D-Projekten.“ Die Übernahme trage andererseits dazu bei, dass die Produkt-Roadmap von Allegorithmic beschleunigt, Markteinführungszeiten verkürzt und die Marktpräsenz ausgebaut werde.

Weiterführend heißt es von Adobe: „Die Anwendungen von Allegorithmic stehen bereits Privat- und Unternehmenskunden im Creative Cloud Abonnement zur Verfügung.“ Aktuell sehe ich davon persönlich weit und breit zwar noch nichts, aber vielleicht übersehe ich ja das Entscheidende. Künftig jedenfalls werde sich Adobe auf den Ausbau der Verfügbarkeit der Werkzeuge im Abonnement konzentrieren. Auch informiere man im Laufe des Jahres über neue Angebote bezüglich des Zusammenspiels der Allegorithmic-Technologie mit Adobe Creative Cloud.

Auch vonseiten Allegorithmic gibt es einen entsprechenden Beitrag. Darin heißt es, das bisherige Team bleibe bestehen und sei weiterhin in den Substance-Communities unterwegs. Aktuell ändere sich bezüglich bestehender Lizenzen nichts, wobei man in der Formulierung „nothing changes for now“ sicherlich das Augenmerk auf das „for now“ legen darf –  in den nächsten Monaten werde man „auch neue und flexiblere Angebote“ bekanntgeben.

Wie PSD-User „Kleindarsteller“ in seinem Thread bereits vermeldete, wird die Übernahme in der Allegorithmic-Community kritisch beäugt und heiß diskutiert, während sich das Allegorithmic-Team wiederum in Beschwichtigung versucht. Schauen wir mal, was aus all dem wird …
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Adobe

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Kommentare
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Portrait von Earlyhaver
  • 07.02.2019 - 15:54

Ich dachte jetzt als allererstes, es geht um World of Warcraft :D

Portrait von swinxx
  • 06.02.2019 - 23:25

Adobe hat sicher ein nettes "Sümmchen" für Allegorithmic hingelegt. Ist halt sicher verlockend wenn man ein Angebot bekommt durch welches man für immer ausgesorgt hat - zumindest die Ex-Owner etc welche an dem Deal fett verdienen...

Portrait von Clausthaler
  • 02.02.2019 - 12:49

"Firmen wie Adobe kaufen sich üblicherweise nur dort ein wo Gewinne zu machen sind."

In jedem Fall ist der Käufer einen Konkurrenten los.

Portrait von 01er
  • 29.01.2019 - 13:38

Wieder eine gute Software, die dem Markt entzogen wird. Wieder eine gute Software, die Adobe verprogrammieren kann.
Adobe hat im 3D-Sektor bisher nichts in die Reihe gekriegt. Man muss sich nur den Quatsch in Photoshop angucken. Adobe denkt, wenn sie etwas Gutes kaufen, werden sie automatisch selbst gut darin. Die Vergangenheit lehrt Anderes. Die Wahrscheinlichkeit ist viel größer, dass die Software kaputtgespielt wird und untergeht.

Portrait von L234
  • 27.01.2019 - 12:36

Wenn ein Unternehmen wie Adobe sich einen fetten Fisch wie es hier anscheinend der Fall ist an Land ziehen kann ist so eine Übernahme doch keinesfalls überraschend.

Andererseits muß sich die fette Beute ja auch irgendwie angeboten haben. Darüber sollten sich die Bedenkenträger ihre Gedanken machen. Der Gründer von Allegorithmic bezieht sich in seinem Statement auf den Gründer von Behance, Scott Belsky, und dessen Buch.
Firmen wie Adobe kaufen sich üblicherweise nur dort ein wo Gewinne zu machen sind.



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