News

Affinity-Testversionen, Substance Designer 6 und Blender 2.78b

Affinity-Testversionen, Substance Designer 6 und Blender 2.78b
Kurznotizen zu verschiedenen Kreativ-Programmen

Alle 3D-Enthusiasten wird es freuen, zumindest jene, die den Substance Designer oder Blender nutzen: Hier gab es am 14. bzw. bereits zuvor für Blender am 8.2. neue Funktionen, und das sind nicht unbedingt wenige. Ansonsten dürfen seit dem 9.2. die beiden Serif-Programme Affinity Designer und Affinity Photo auch von Windows-Nutzern kostenfrei angespielt werden …
 

Substance Designer 6 veröffentlicht

Allegorithmic bietet mit dem Substance Designer ein mächtiges Tool zur Generierung von Material und Textur für dreidimensionale Modelle. Nach einem Sprung auf 5.6 vor wenigen Monaten wurde bereits jetzt eine neue Version vorgelegt – Nummer 6:
 

Mit dem neuen Scan-Prozess können vier bis acht jeweils unterschiedlich ausgeleuchtete Fotos einer Oberfläche in das Programm geladen werden. Die angewendeten Filter extrahieren aus den Bildern automatisch die Albedo und eine Normal- oder Height-Map. Das soll selbst bei glänzenden Materialien hervorragend funktionieren.

Mit Unterstützung neuer Features wie dem Crop-, Smart Clone- sowie Auto-Tile-Tool wird überdies der Workflow vom Ausgangsbild hin zu einem nahtlosen Material vereinfacht. Letztgenanntes Werkzeug beispielsweise „analysiert die Eigenschaften jedes Kanals des Materials und findet dabei die beste Möglichkeit, die Maps zu schneiden und aneinanderzufügen“.

Der neue Curve-Node erlaubt es, ein Kurvenprofil zu erstellen, mit dessen Hilfe die Height-Map insbesondere von „exotische Formen“ beeinflusst bzw. auch Farbkorrekturen vorgenommen werden können. Der gleichfalls neue Text-Node lässt innerhalb der Bilder mit Buchstaben so ziemlich alles geschehen, was man sich so vorstellt: Schimmern, Schattenwurf, Konturen … als hätte der Text in dem Bild genau so schon immer dort gestanden. Überdies wurde das Bake-Limit auf 8K angehoben, zudem lässt sich ein Bake-Vorgang nun abbrechen, noch bevor er vorüber ist. Außerdem gesellt sich 32-Bit-Unterstützung für HDR-Maps hinzu.

Der Substance Designer steht in seiner sechsten Version für Linux, Mac OS und Windows zur Verfügung. Wer das Programm noch nicht probiert hat, dem bietet sich eine 30-Tage-Testversion an. Alle Informationen zu den Neuerungen sind hier nachlesbar.
 

Blender: Version 2.78b

Und auch bei Blender wurde zügig ein neues Release nachgelegt. An erster Stelle angeführt wird der Rendering-Support für Virtual Reality mit Bezug auf Spherical-Stereo-Bilder. Damit wird ein Feature freigeschaltet, an dem das Blender Institute mit dem Google VR-Tream monatelang gearbeitet hat. Das Ziel unter anderem: Blender aufstellen für die Produktion von VR-Videos, inklusive einer Echtzeit-Vorschau. Entstanden ist nebenher folgendes Demovideo:
 

Der Grease Pencil, bislang eher ein Werkzeug zum Skizzieren oder Hinterlegen von Anmerkungen, hat sich in ein „vollständiges 2D-Zeichen- und Animations-Tool“ verwandelt. Der Viewport unterstützt nun Shading-Nodes. Das Rendering wurde beschleunigt, hinzu kommt der Support für GTX NVIDIA 10×0. Im Bereich Modeling gibt es ein neues Tool zur Freihandzeichnung, wobei aus der Zeichnung bearbeitbare Bézierkurven generiert werden. Die Arbeit an Skeletten wird durch die neuen Bendy Bones vereinfacht – damit sind komplexe Verbiegungen möglich. Eventuell wichtig für alle 3D-Künstler, die ihre Daten mit anderen tauschen und teilen wollen: Blender unterstützt nun Alembic – entsprechende Archive können importiert bzw. aus den eigenen Daten exportiert werden.

Das war nun nur die Nennung einiger neuer Features, die vollständige Liste mit allen Punkten findet ihr bei Blender.
 

Testversionen für Affinity Photo und Affinity Designer für Windows

Serif gibt sich im neuesten Blogbeitrag bestens gelaunt und meint, die Einführung von Affinity Photo und Affinity Designer für das Betriebssystem Windows sei „phänomenal“ verlaufen. Seit dem 9.2.2017 bietet das Unternehmen für beide Programme Testversionen an. Zehn Tage lässt sich das eine und das andere jeweils ausprobieren, bevor abgeschaltet bzw. zum Erwerb aufgerufen wird. Wer also in der Beta noch keinen Einblick genommen hat, kann dies nun nachholen. Der Button „Download free trial“ steht also jetzt sowohl für den Affinity Designer als auch für Affinity Photo zum Anklicken bereit.

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Pixabay

Was sagst du dazu?

Teile deine Meinung oder Erfahrung mit anderen Mitgliedern und sichere dir jeweils 5 Punkte!

Weiter zu den Kommentaren

Ähnliche Artikel

Sales zum Black Friday: 65 % Rabatt auf die Videobearbeitungssoftware VideoProc

Sales zum Black Friday: 65 % Rabatt auf die Videobearbeitungssoftware VideoProc

Der Black Friday steht ins Haus und somit erwarten euch vielerorten satte Rabatte. So auch bei Digiarty, die euch gleich 65 % Rabatt auf...

Weiterlesen

Photoshop CC 2021 bringt eine Mustervorschau und neurale Filter

Photoshop CC 2021 bringt eine Mustervorschau und neurale Filter

Siehe da: Photoshop CC 2021 ist da. Ab jetzt könnt ihr nach euren Presets suchen und eigene Muster mithilfe einer interaktiven Vorschau...

Weiterlesen

Creative Cloud-Anwendungen: Updates im Überblick

Creative Cloud-Anwendungen: Updates im Überblick

Illustrator erscheint für das iPad, Adobe Fresco kann auf dem iPhone gestartet werden und die Lightroom-Apps erhalten ein neues Werkzeug...

Weiterlesen

Kommentare
Achtung: Du kannst den Inhalt erst nach dem Login kommentieren.
Portrait von fujixt1
  • 26.02.2017 - 13:38

Mittlerweile hat Serif das erste Update für die Windows Version geliefert, die aktuelle Version ist 1.1.54. Serif hat mit dieser Version einiges an Geschwindigkeit, insbesondere beim Laden von NAS Laufwerken zugelegt. Adobe Bridge ist sicher noch schneller, ich bin mir ziemlich sicher, dass Serif diesbezüglich noch nachbessern wird.
Als Fuji Nutzer ist der Affinity Photo RAW Konverter die deutlich bessere Wahl im Vergleich zu ACR/LR. Die von Adobe generierten Artefakte beim Schärfen von Fuji RAWs liefert Affinity Photo nicht, die Detailauflösung von Grasflächen ist bei Adobe unterirdisch, Affinity liefert sehr gute Ergebnisse. Weiterere Vorteile des Affinity RAW Konverters sehe ich beim Erstellen von Panoramen (HDR Panoramen mit Affinity sind in einem Schritt erledigt), HDRs und Fokusstacking. ACR liefert häufig Geister-/Doppelabbildungen von sich im Panorama bewegenden Elemeten (Schiffe, langsam fahrende Fahrzeuge, ...), bei Affinity passiert dies nach meinen bisherigen Versuchen nicht.

Portrait von berndschwartz
  • 20.02.2017 - 00:12

Die Antwort auf die hier gestellten Fragen an den ersten TN im Thread würden mich auch interessieren und mir - und sicherlich auch den anderen TN - sicherlich weiterhelfen. Schade dass nun gar nichts mehr kommt...anfangs war es wenigstens noch laue Luft...

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 20.02.2017 - 06:23

Darf ich was sagen? Habe nämlich auch Affinity Photo damals, als nur die Beta zumTesten ging, kurz vor Erscheinen der Windows-Version nach weniger 2 Stunden auch wieder entsorgt. Nicht nur daß der Rawkonverter schwach war, das Programm war träge , kein Vergleich zu Photoshop CC.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 18.02.2017 - 10:04

Die Bereitstellung der Trial-Version ist sicher eine gute Idee von Serif: Mich hat sie in der Meinung bestätigt, dass das Programm trotz aller guter Kritiken KEINE Alternative für den professionellen Adobe-Anwender ist. A-Foto kommt einfach zu verspielt und unübersichtlich daher. Keine Chance, gewohnte Workflows auch nur annähernd beizubehalten. Für Gelegenheitsanwender und Amateure aber sicher ein Anschauen wert...

Portrait von 01er
  • 18.02.2017 - 13:06

Nein, Affinity ist sicherlich nichts für Leute, die weder willens noch in der Lage sind, eingetretene Pfade zu verlassen. Ein Programm einmal öffnen und wieder schließen reicht für eine fundierte Beurteilung nicht aus.
Affinity als verspielt und unübersichtlich zu bezeichnen, deutet darauf hin, dass Sie weder das eine noch das andere in genügender Weise kennen.
Nennen Sie doch mal ein paar Dinge, die Sie als professioneller Anwender, für den Sie sich anscheinend halten, an Affinity Photo stören. Es wäre für interessierte Mitleser ertragreicher als Ihr oberflächliches Geschwätz.

Portrait von Chris_EDI
  • 18.02.2017 - 20:52

Ich finde es gut, dass Affinity eigene Wege geht und sich nicht an den Adobe-Programmen orientiert. Anstatt zu bemängeln, dass die gewohnten Workflows nicht funktionieren, kann man sich ja überlegen, neue, vielleicht effizientere zu erarbeiten. Ich bin jetzt schon über 60, aber solche Herausforderungen reizen mich ungemein. Arbeiten Sie professionell mit PS? Und wie sieht Ihr Workflow denn aus?

Portrait von LikeLowLight
  • 21.02.2017 - 13:13

Wenn man jedes neue Programm, das nicht exakt gleich zu bedienen ist, wie das momentan genutzte, wegwirft ist es besser, gar keine neuen Programm anzuschauen, außer man braucht das Wegwerfen zur Selbstbestätigung.
Habe mich mit AffPhoto aus Zeitgründen noch nicht sehr beschäftigt, dafür mehr mit AffDesigner, das in der Bedienung sehr ähnlich ist. Tatsache ist, dass ich seit über 10 Jahren immer wieder versucht habe, einigermaßen mit AI klar zu kommen, aber immer wieder ziemlich frustriert aufgegeben. Konnte ich auch, da ich nicht ihn nicht unbedingt gebraucht habe. Nun beschäftige ich mich so nebenbei seit 2 oder 3 Wochen mit dem AffDesigner und bringe da Sachen zustande, von den ich früher nicht mal zu träumen wagte.
Da ich Mietmodelle so lange es mir möglich ist ablehne, muss benötige ich ohnehin Alternativen zu ACR, erfreulicherweise gibt es ja genügend Alternativen. Das bedeutet, dass ich den Workflow ohnehin weiter anpassen muss, was kein Problem ist, denn jede Möglichkeit eines Drittanbieters ändern in Wirklichkeit den Workflow, so wie es auch jede neue Programmversion tut. Und vorher schon jede neue Kamera, allein durch zusätzliche Möglichkeiten ändert sich der Workflow auch schon beim Fotografieren.

Portrait von na_guer
  • 24.02.2017 - 07:37

Schliesse mich absolut der Meinung von "derwerner" an.

x
×
×