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Blender 2.80 jetzt herunterladen

Blender 2.80 jetzt herunterladen

Das 3D-Programm Blender ist als Release Candidate 2 in der Version 2.80 erschienen. Und wie viel Arbeit steckt drin? Ca. 4 Jahre! Es wird nicht mehr lange dauern, dann gibt es die finale Version. 

Hier könnt ihr die aktuell Version herunterladen.

Was ich beeindruckend finde: Die neue Version sieht mal richtig gut aus! Viel besser als die 2.79. Aber schaut mal selbst:

Was ist noch neu?

Was du siehst, ist das, was du brauchst.
Dank des neuen modernen 3D-Viewports kannst du eine Szene anzeigen, die für die jeweilige Aufgabe optimiert ist. Eine neue Workbench-Render-Engine wurde entwickelt, um die Arbeit im Ansichtsfenster zu erledigen und Aufgaben wie Szenenlayout, Modellierung und Modellierung zu unterstützen. Die Engine verfügt auch über Overlays, die eine feine Kontrolle darüber ermöglichen, welche Dienstprogramme auf dem Render sichtbar sind.

Overlays funktionieren auch über Eevee und Cycles rendern Vorschauen, so dass du die Szene mit voller Schattierung bearbeiten und malen kannst.

Werkzeuge & Gizmos
Der 3D-Viewport und der UV-Editor verfügen über neue interaktive Tools und Gizmos sowie eine neue Symbolleiste. Diese erleichtern es neuen Benutzern, mit der Verwendung von Blender zu beginnen, und bestehenden Benutzern, Werkzeuge zu entdecken und zu verwenden, die bisher obskure Tastenkombinationen erforderten.

Neben Gizmos für Werkzeuge haben verschiedene Elemente wie Lichter, Kamera und das zusammengesetzte Hintergrundbild nun Griffe zur Anpassung ihrer Form oder anderer Attribute.

Echtzeit
Eevee ist ein neuer physikalisch basierter Echtzeit-Renderer. Es funktioniert sowohl als Renderer für finale Frames als auch als Engine, die Blender's Echtzeit-Ansichtsfenster für die Erstellung von Assets steuert.
Es verfügt über fortschrittliche Funktionen wie Volumenmessung, Reflexionen und Brechungen im Bildschirmraum, Untergrundstreuung, weiche und Kontaktschatten, Tiefenschärfe, Bewegungsunschärfe und Blüte.

2D-Animation
Grease Pencil ist jetzt ein komplettes 2D-Zeichen- und Animationssystem. Diese beispiellose Integration von 2D-Werkzeugen in eine 3D-Umgebung ermöglicht es dir, Konzeptgrafiken, Storyboards und Animationen der nächsten Generation zu erstellen.

Fettstift-Objekte sind ein nativer Bestandteil von Blender und integrieren sich in bestehende Werkzeuge zur Objektauswahl, Bearbeitung, Verwaltung und Verknüpfung. Striche können in Ebenen organisiert und mit Materialien und Texturen schattiert werden. Neben einem Zeichenmodus für Striche können diese Objekte auch bearbeitet, modelliert und gewichtet werden, ähnlich wie bei Netzen.

Modifikatoren können verwendet werden, um Striche zu verformen, zu erzeugen und zu färben. Häufig verwendete Netzmodifikatoren wie Array, Subdivide und Armature Deform haben Äquivalente für Hübe. Rendering-Effekte wie Unschärfe, Schatten oder Randbeleuchtung sind ebenfalls möglich.

Cycles 
Cycles bietet nun branchenübliche Funktionen wie Cryptomatte, BSDF Haar- und Volumenschattierung und Random Walk Subsurface Scattering. Viele Rendering-Optimierungen wurden durchgeführt, darunter kombiniertes CPU- und GPU-Rendering, stark verbesserte OpenCL-Start- und Renderzeiten und CUDA-Unterstützung für Szenen, die nicht in den GPU-Speicher passen.

Principled Haar BSDF
Das Rendern von physisch basierten Haaren und Pelzen ist jetzt einfacher und erfordert nicht mehr den Aufbau eines komplexen Shadernetzwerks.

Cryptomatte 
Cryptomatte ist ein Standard zur effizienten Erstellung von Matten für das Compositing. Cycles gibt die erforderlichen Durchläufe aus, die im Blender-Compositor oder einem beliebigen Compositor mit Cryptomatte-Unterstützung verwendet werden können.

Zufallswanderung Untergrundstreuung
Die neue Random Walk Untergrundstreuungsmethode liefert genauere Ergebnisse für dünne und gekrümmte Objekte.

Unterteilung und Verschiebung
Die neue Offscreen-Dicing-Skala hilft, den Speicherverbrauch deutlich zu reduzieren, indem sie die Dicing-Rate für Objekte reduziert, je weiter sie sich außerhalb der Kameraansicht befinden.


Und eins ist sicher: Die Entwicklung wird immer mehr an Fahrt aufnehmen. Denn der Spielehersteller Epic spendet 1,2 Millionen US-Dollar an Blender (siehe hier). 

Im Shop haben wir auch einiges für die Weiterbildung. Dazu hier klicken. 

Wer von euch arbeitet schon mit Blender? 
 

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Kommentare
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Portrait von joeydee
  • 14.08.2019 - 07:59

Erstmal danke für die Übersetzung der neuen Features. Ich muss auch mal wieder tiefer in die 3D-Modelling- und Rendering-Welt einsteigen, und Blender wird da erste Wahl sein.
Hier und da würde ich aber nochmal nachbessern, etablierte Fachbegriffe werden nicht unbedingt verständlicher wenn man sie 1:1 übersetzt, geschweige denn querbeet "dengelt" ;)

Ein paar die ich anders betiteln würde:

[quote] Modellierung und Modellierung[/quote]
Modellierung und Sculpting.

[quote] Brechungen im Bildschirmraum[/quote]
... im Screenspace.

[quote]Zufallswanderung Untergrundstreuung: Die neue Random Walk Untergrundstreuungsmethode ...[/quote]
Random Walk Subsurface Scattering.

[quote]Blüte[/quote]
Bloom.

[quote] Grease Pencil ... Fettstift-Objekte[/quote]
entweder ... oder - ich würde eher zu "Grease Pencil" als Eigennamen tendieren.

[quote] haben Äquivalente für Hübe [/quote]
... für Striche.

[quote]mit Materialien und Texturen schattiert werden[/quote]
besser "mit Material- und Texturshadern versehen werden" - ein Shader "schattiert" ja nicht zwangsläufig.

Portrait von colias
  • 03.08.2019 - 21:02

Blender ist schon lange ein mächtiges 3d-Gesamtpaket und mit 2.80 wurde es nicht nur viel moderner und leistungsfähiger, sondern es sind auch sehr viele der oft kritisierten Punkte weggefallen. Da ich bei 3d unabhängig von Industriestandards bin, arbeite ich seit einigen Jahren mittlerweile (fast) ausschließlich mit blender, weil es mir von Anfang an — trotz seiner damaligen „Besonderheiten“ — irgendwie sympathischer war als Maya oder C4D.

Portrait von boehmts
  • 29.07.2019 - 09:47

Ich habe Blender schon seit einigen Jahren immer wieder verwendet und mir einige Kenntnisse angeeignet. Bin mal gespannt, wie ich mit der neuen Version und der neuen Darstellung klar komme. Habe mir bislang nicht die Zeit genommen, mich damit zu beschäftigen. Wird sicher auch spannend, wie aufwändig es wird, die bestehenden teils guten Online-Tutorials mit der neuen Version nachzuvollziehen.

Portrait von Pit Keule
  • 28.07.2019 - 20:55

Ich habe schon ein wenig damit herumgespielt. Aber mir fehlt die Zeit...….aber mal sehen.

Portrait von Maegalcarwen
  • 23.07.2019 - 21:53

Ich finde es toll, dass hier auch Alternativen zu den oftmals sehr teuren Klassikern und/oder den Adobe - Programmen vertreten sind. Blender ist jetzt nicht so mein Ding, aber nach dem was ich davon gelesen und gesehen habe, ist es eine ernstzunehmende Alternative zu C4D, 3DSMax und co.

OT: Nebenbei möchte ich noch anmerken, dass ich persönlich bei den Tutorials im Video(Animations-)Bereich einige der sehr guten Alternativen zu AE und Premiere vermisse. Oder zumindest könnten diese Programme mal in den News präsentiert werden... ist aber nur meine ganz persönliche Meinung...

Portrait von draupnir
  • 23.07.2019 - 14:06

Hallo Stefan, danke für die Info. Bis Blender 2.79 war die Oberfläche gegenüber anderen 3D-Programmen recht ungewöhnlich in der Bedienung, mit 2.80 sieht es aus, als wäre man dichter an den Mitbewerbern. Gut so.

Portrait von DoctorG
  • 30.07.2019 - 12:37

Die 3D-Welt ist grundsätzlich eine komplexe Materie. Darum müssen eigentlich alle 3D-Programme hier Wege gehen, die die üblichen Applikationen zur Text- oder Tabelleneingabe nicht benötigten. So ist es hier z.B. bei 3D-Konstruktionen nicht selten, dass man eine zweite 3D-Maus benutzt. Ähnliches haben vielleicht noch 2D-Zeichner mit ihren Tablets - und da ist ja dann die Bedienung auch schon gewöhnungsbedürftiger als etwa bei Office-Paketen. 3D-Entwicklungen bestehen nicht darin, dass man etwas linear in eine Datei schreibt. Vielmehr liegen hier grundverschiedene Ebenen übereinander: ein 3D-Gerüst, dessen "Skins" - bestehend aus Material, Textur und Mapping, die Lichtsteuerung für die Szene, den Renderer und ggf. die Animationseinheit usw. Es ist eher so als würde man bei Word immer gleich neue Buchstaben (Glyphen) und Papiertypen erarbeiten müssen. Die oben beschriebenen Editoren sind teilweise so komplex, dass sie in professionelleren Umgebungen eigene Jobs begründen. Da gibt es etwa Render-Spezialisten, die praktisch mit der 3D-Konstruktion nichts zu tun haben - oder 3D-Designer, die ihre "Drahtmodelle" an den UV-Mapping-Kollegen weiterreichen - weil "naive" Ansätze zu Ergebnissen in Heimwerker-Qualität und nicht in professioneller Qualität führen würden. Tatsächlich geht die Blender-Ausstattung so weit, dass auch solche Experten in ihrer Tiefe beim Arbeiten unterstützt werden. Natürlich geht man da verloren, wenn man da als "Besucher" mal kurz drüberlünsert.

So - nun will ich die Lanze für Blender inkl. der alten 2.79er brechen ;-): Wenn man sich mit dem 3D-Workflow und den von der Sache her grundunterschiedlichen Editoren dazu beschäftigt, dann merkt man - m.E. - dass die Entwickler bereits hier recht konsistente Wege gefunden haben, um Eingaben zu ermöglichen. Aber: Blender - wie auch die anderen großen Namen - sind Fachtools und keine Consumer-Software wie etwa Browser oder Messenger. Eigentlich entwickelt man damit - ähnlich wie mit Programmiersystemen. Und ähnlich wie bei Programmiersystemen muss man die Kenntnisse zum Entwickeln auch damit mitbringen. Bei nahezu jeder Programmiersprache würde man die frustrierende Erfahrung machen, dass irgendwie nix selbsterklärend ist (was ja auch stimmt) - nur erwartet man das da wohl gar nicht anders. Da kann uns eine Textverarbeitung etwa mit dem aufgeschlagenen virtuellen Blatt natürlich ganz anders abholen, weil wir schon aus dem Alltag wissen, was Schreiben ist.

Kurz gesagt: kein 3D-Tool, dass komplexere Ergebnisse ermöglicht, kann derzeit - leider - kompensieren, dass User den 3D-Workflow nicht kennen. Weil man Blender aber kostenlos runterladen kann, machen viele User diese Erfahrung leider damit und folgern nicht "3D ist kompliziert" sondern "Blender ist kompliziert". Mit Maya oder Cinema4D kommt man ja so zum Rumprobieren eigentlich nicht - man braucht eine Lizenz. Und so eine 30-Tage Demo-Version holt man sich auch nicht bei x-tausend-Euro-Tools, wenn man nicht doch eine Kaufabsicht hat.
Ein Bisschen blöd für Blender - so hält sich der Mythos, dass das eben Open Source ist und kommerzielle Tools das ganz sicher besser können. Stimmt ja manchmal auch (Gimp vs. Photoshop - schon die früher mal nötigen zwei Downloads bei Gimp etc.).

Bei 3D mache ich die Beobachtung, dass die kommerziellen Tools keinen besonderen Vorsprung haben. Aber auch wenn Blender insgesamt durchaus rund war - und man sich als User bei vielen Konzepten fragt, warum Microsoft das bei Windows nicht auch schon mal so gemacht hat - ist es natürlich keineswegs perfekt. Die neue Version behebt ja schon viel (... also ging es ja besser ...) - und natürlich bleibt auch dann wieder viel zu verbessern. Aber das ist ja bei den kommerziellen Anbietern nicht anders. Die haben ja auch einen hohen Reifegrad und viele Verbesserungs-Iterationen hinter sich.

Wenn man einen wirklichen Bedarf an einem 3D-Tool mit gutem Render-Output hat, dann ist Blender m.E. schon eine gute Anlaufstelle. Einarbeitungszeit benötigen alle diese Werkzeuge. Eine andere Frage ist der Ziel-Output. Falls man gar nicht foto-realistisch rendern will sondern technisch konstruieren und bei Shapeways Teile drucken lassen will, dann mag FreeCAD oder sogar irgendein In-Browser-Tool aber besser sein. Schon weil man weniger Editor-Verwirrung hat, weil die dann nur überflüssige Ausstattung nicht immer im (Maus-) Weg liegt.

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