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Brauchen wir Bildbearbeitungsprogramme noch?

Brauchen wir Bildbearbeitungsprogramme noch?
Mit meinen 38 Jahren bin schon seit vielen vielen Jahren begeisterter SmartPhone-User (okay, sind ja mittlerweile viele). 

Angefangen hatte ich 2010 mit dem HTC Desire. War ganz gut, aber leider total viele Bugs und die Fotoqualität war echt schlecht. 

Keine zwei Jahre später ging es weiter mit dem Samsung Galaxy S3 und das war schon ein riesen Schritt in die richtige Richtung. Fotoqualität viel besser als beim Desire. 

Danach holte ich mir das OnePlus One (2014) und da konnte man sehen, das die Weiterentwicklung der Kameras gut vorangegangen ist und kleine Digitalkameras überflüssig geworden sind. Die Bearbeitung der aufgenommen Fotos war schon damals möglich, aber eher rudimentär. Ich gab zwei Jahre später das SmartPhone meinem Vater und er erfreut sich noch heute sehr darüber (gerade weil es sehr hochwertig vom Material ist und damals mit 5,5 Zoll riesig war). 

Ich ersetze es dann mit dem Samsung Galaxy S6 (2016). Da habe gleich gemerkt, dass die Fotoqualität nochmal besser geworden ist, und viele Effekte möglich sind, die man in der Foto-App hinzufügen konnte (die man aber extra runterladen musste).

Danach waren folgende Dinge möglich:
Anpassung ( Zuschneiden, Drehen, Spiegeln) 
Ton (Helligkeit, Kontrast, Sättigung) 
Effekt (Nostalgie, Graustufen, Sternenstaub etc.) 
Portrait (Weichzeichnen, Rote Augen Korrektur etc.)

Schon damals dachte ich mir: Hm … für diverse Anwendungszwecke brauche ich gar nicht mehr mein Photoshop starten. 

Dezember 2017 holte ich mir das Samsung Galaxy S7. Das ist die Fotoqualität nochmal (gefühlt ?) ein klein wenig besser geworden (vor allem, wenn genug Licht da war). Die Tools blieben die gleichen.

Und vor zwei Wochen holte ich mir das Huawei Mate 20 und bin begeistert (okay, die USA ist es nicht und ich muss wohl leider fürchten, nicht mehr das neueste Android zu bekommen). Die Fotoqualität ist durch die 3 Kameras nochmal um einiges besser als beim S7, wobei das S7 bei genug Licht fast gleich gute Qualität liefert, aber eben nicht die ganzen Unschärfe-Effekte hat. Ich kann jetzt selbst im Nachhinein entscheiden, wo der Fokus sein soll. Das finde ich faszinierend. Was ich aber noch beeindruckender fand, sind die ganzen Bearbeitungsfunktionen, die ohne Installation einer Extra-App mir zur Verfügung stehen (mein Bruder Matthias hat noch ein älteres Huawei SmartPhone und hat die gleichen Bearbeitungstools zur Verfügung). 

Was da alles möglich ist, kann man schön in diesem Video sehen:
 


Meine Frage ist: Brauchen wir noch die Bildbearbeitungssoftware auf dem Desktop-Rechner? Okay, die Frage ist provokant und ich selbst kann sie auch mit einem klaren JA beantworten. Wobei ich oft auch zu einem “nicht immer tendiere”. Wie oft habe ich früher meine Fotos in Photoshop bearbeitet, um mal fix die roten Augen zu entfernen oder kleine Pickelchen weg zu retuschieren. Heute: Geht alles am Smartphone. Große Composings werden natürlich nicht am SmartPhone funktionieren, aber kleinere schon. Ich selbst konnte diese Woche sehen, wie einfach es ist, im Foto eine Sprechblase mit Text einzufügen und dann wie in Photoshop als Ebene hin und herbewegen. Effekte einfügen kein Problem. Und alles in einer rasend schnellen Geschwindigkeit. Sogar Augenringe (ohne die extra auszuwählen) kann ich innerhalb von 0,5 Sekunden entfernen (mit Regler, wie viel %). Es gibt sogar den Augenblick-Modus, der automatisch alle Retusche-Arbeiten vornimmt. Sieht aber meiner Meinung nach zu künstlich aus. Da sind so viele Funktionen drin, die per Knopfdruck gehen, wo ich sonst in Photoshop erstmal ein fettes Tutorial ich mir vorher anschauen muss und selbst dann brauche ich bei weitem viel länger in der Bearbeitung. 

Hier ein Foto meiner Tochter Clara, welches ich letztes Wochenende auf einem Spielplatz in Berlin mit meinen neuen Huawei Mate 20 fotografiert habe. Meine Freundin hat eine große und vor allem schwere Spiegelreflex-Kamera. Wie oft wird die noch benutzt? Fast gar nicht mehr!


Was meint ihr? Zu wie viel Prozent ist die Fotobearbeitung am Desktop-PC zurückgegangen dank des SmartPhones? Wenn ich aber als Seitenbetreiber von einer Tutorial-Plattform mich einerseits über all die tollen Funktionen freue, sehe ich leider auch die Kehrseite: Immer weniger Leute brauchen z. B. Tutorials für eben die Fotobearbeitung, weil alles so selbsterklärend im Smartphone funktioniert.

Vor knapp einem Jahr hatten wir im Büro einen Praktikanten und der sollte für einen Bekannten einen kleinen Auftrag bearbeiten: Viele Videos zusammenschneiden und Musik drunterlegen + Text am Anfang und Ende. Der Praktikant hat ca. 7 Tage mit Adobe Premiere dran gesessen. Das Ergebnis war okay. Dem Bekannten hat die erste Version gar nicht so gut gefallen und er hat fix am Abend auf dem Sofo mit seinem SmartPhone das Video in einer App selbst so zusammengeschnitten, wie es ihm gefallen hat. Wenn die App auch noch SlowMotion gehabt hätte, wäre Premiere gar nicht mehr zum Einsatz gekommen. Einfach krass, oder?

Die Lebensgefährtin einer unserer Mitarbeiter hat übrigens gar keinen PC oder Laptop mehr. Sie verwaltet/bearbeitet/kommuniziert alles nur noch mit ihrem Smartphone. 

Jetzt bin ich auf eure Meinungen gespannt. Geht die Entwicklung in die richtige Richtung, dass immer mehr auf dem Smartphone funktioniert und wir dadurch zwangsläufig eine immer schlechtere Körperhaltung bekommen oder ist das nur ein Hype und der Desktop-PC wird so schnell auch im privaten Haushalt noch seine Berechtigung haben?

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Kommentare
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Portrait von Chris.N
  • 16.09.2019 - 18:15

Smartphones haben für eilige Dinge, Sozialmedias usw. Ihre berechtigung.
Meine Fotos werden alle noch in PS od. Lightroom entwickelt und verbessert.
Professionel geht meiner Meinung nach ohne Laptop/PC und Kalibrierten Monitoren gar nichts.
Die Algorythmen von Smartlösungen erzeugen immer eine gleichbleibende Linie, die Persönlichkeit
welche in den Fotografien einer überdachten Bearbeitung enstehen sind unbezahlbar.
Gruss Chris

Portrait von silk65
  • 13.06.2019 - 08:58

Mich nerven Smartphones und es nervt mich das Dinger immer größer werden und mich nerven Deppen die nichts mehr peilen weil sie pausenlos meinen auf das Ding starren zu müssen. Das beste Mobilphone war für mich das Ericsson T28s, schön klein und ausreichend um zu telefonieren und auch mal eine Nachricht zu schicken. Wenn ich fotografieren will nehme ich eine Kamera zur Hand. Ganz einfach weil ich den Vorgang des fotografierens geniesse. Da ich prinzipiell nur in RAW aufnehme um ein Maximum an Bildinformationen zu erhalten, wird natürlich jedes Bild individuell bearbeitet. Allein die Vorstellung ich sollte das auf diesem Zwergenfernseher von Smartphone erledigen erzeugt mir schon Augenkrebs.
Fazit: zumindest für mich: Bildbearbeitung? Ja selbstverständlich! Aber ohne vernünftige Hardware? ... geht gar nicht!

Portrait von goritschnig
  • 04.06.2019 - 17:39

Meine Meinung dazu wäre, ja man braucht noch den Pc.
Ich begründe meine Aussage damit, dass die Bilder vom Handy bedingt für größere Ansichten, egal ob am Fernseher oder über Beamer geeignet sind. Hier spielt natürlich die Einstellung der Auflösung eine entscheidende Rolle. Pixeldarstellung ist leider nicht unbedingt die beste Qualität.
Weiters ist das Nachschärfen von Handybildern ein Grat zwischen Qualitätseinbuse und besserer Ansicht auf Handys, Tablets nicht unwesentlich.
Mein Resümee: Wenn Sie die Bilder nur in kleinen Darstellungen wie Handy und Tablet anschauen, Ihre Freunde und Bekannten damit zumüllen wollt, wird wahrscheinlich die Qualität reichen, jedoch für unsere Enkel oder spätere Generationen, die vielleicht einen Ausdruck gern hätten, nicht. Auch Fotobücher können hier die Qualität nicht wesentlich verbessern.
Aber ich glaube auch, dass die Entwicklung hier noch Platz nach oben hat.
liebe Grüße aus graz

Portrait von DoctorG
  • 03.06.2019 - 10:35

Na ja, stimmt schon recht oft. Allerdings sind das eben sehr verschiedene Use-Cases. Auch ein Fotograf komponiert aber nicht von früh bis spät Ausleuchtungen sondern will eben diese Spielplatz-Erinnerungen mit den eigenen Kindern. Und wenn ein Laie - auch mit einem Huawei P30 Pro - mal ein kreativeres Bewerbungsbild braucht, wird doch gerne ein Bekannter mit richtigem Equipment gefragt oder eben ein Studio aufgesucht.
Vermutlich war es auch früher gar nicht so oft der Wunsch 5 Kilo Hardware zu schleppen um Fotos vom Grillnachmittag haben. Es war eben die einzige Hardware, die es gab, wenn man etwas Kontrolle über ein Bild haben wollte. Wobei Kontrolle für 95% der Nutzer wohl auch früher schon gehießen hat: für den "mach-was-ich-will-Knopf" kannst Du den Mist mitnehmen. Und Huawei ist bezüglich der Mach-was-will-Funktion inkl. erspar-mir-Gedöns- und Fach-Latein-Option ziemlich weit. Die 4K-Videos aus dem Gerät meiner Frau - Freihand bei Low-Light - sehen aus wie auf einem Stativ festgenagelt und halten sich auch beim Rauschen besser als meine Canon-APS-C-Kamera. Mit der Sony A7R II und dem Pilotfly-Gimbal und einem dieser f1.4er oder f1.8er Objektive schaffe ich es etwas besser. Macht gute 5 kg Schleppage, mindestens 15 Minuten Aufbauzeit bis das aus dem Rücksack ist und läuft. Folgerichtig: nicht mal ich mache das ohne Auftrag oder alternative Idee zur Monarisierung. Weil das pure Arbeit ist - stünde auch bei mir für 10 Sekunde Andenken in keinem Verhältnis mehr. Privat werfe ich auch nur noch das Handy dafür an.
Vermutlich holt sich ja auch Spediteur Maersk einen Döner nicht mir einem Containerschiff nur weil er solche Fahrzeuge hat. Und da die kleinen "Sowieso-dabei"-Schachteln den Job für diese Erinnerungsschnippsel inkl. Fehlerbehebungen (siehe Deine Beispiele, geht mir auch in etwa so) ziemlich gut machen, trennt sich das bei mir auch in den Privat-Use-Case und den Business-Use-Case.

Portrait von Panobilder
  • 01.06.2019 - 17:28

Zum Foto:
Wem die nicht perfekte "Freistellung" reicht und die "künstliche" Bildanmutung nicht stört, keine großen Formate benötigt und beim Fotografieren in der Sonne keinen lichtdichten Sucher braucht, dazu noch auf etliche andere Vorteile des besseren Werkzeugs "vernünftige Kamera" verzichten kann, der kann mit den heutigen Mobilgeräten relativ brauchbare Fotos aufnehmen - das steht außer Frage und das mach ich auch oft, wenn ich keine Lust habe eine Kamera mit zu nehmen.

Zu den ach so tollen Apps in den "Händies":
Einges ist so gut gemacht, dass es eine echte Hilfe ist. Aber leider ist ein großer Teil dieser " für mich eigentlich brauchbaren" Apps, dann doch so datensammelnd, dass ich auf eine Installation verzichte.
Andere Apps sind dann wiederum so "unlogisch" in der Benutzeroberfläche, oder stürtzen zu oft ab und dadurch so wenig hilfreich, dass man sich nur ärgert damit - also auch kein Bedarf.

Und ich habe auch noch keine Apps gefunden, die mir meine mir bekannten Werkzeuge (am PC) wirklich ersetzen könnten.
Es gibt unzählche Apps, die ähnliches können, aber alle die ich kenne und "mal versucht hab", kann ich nur als "Spielzeuge" statt "Werkzeuge" bezeichnen.

Soll heissen: Für produktives und qualitätsorientiertes Arbeiten sehe ICH keine Alternativen, zum "Spielen" allerdings schon viel zu viele ;-)
Und das gilt für alle Bereiche, die ich fast täglich nutze:
- Textbearbeitung und (einfache) Datenbanken
- Emails
- Bild-, Ton- und Videobearbeitung

Portrait von Fotografierer
  • 28.05.2019 - 15:34

Der Augenarzt freut sich schon, wenn wir alle die ganze Zeit auf so ein kleines Display schauen. Und beim Bearbeiten schaut man ja gar nicht auf die kleinen Details.

Portrait von fe_web
  • 25.05.2019 - 16:32

Ich finde deinen Artikel interessant, aber man muss wissen was man für was benutzt. Ich selbst besitze das Huawei Mate 20 Pro und dieses Smartphone hat echt eine tolle Kamera eingebaut. Ich benutze diese Kamera wenn ich sonst keine Kamera habe, z.B. wenn ich einen Ausflug nach Koblenz, Brüssel usw mache. Denn da schleppe ich an sich keine andere Kamera mit mir rum. Ich war z.B. vor 3 Wochen in Amsterdam im Moko Museum an da ist diese Huawei Kamera echt praktisch weil man damit ohne Probleme klasse Bilder machen kann. Wenn ich allerdings plane Fotos zu machen, z.B. bei einer Rallye, einem Bergrennen, einer Hochzeit usw, dann nehme ich und werde das auch immer nehmen, meine Spiegelreflexkamera, speichere die Bilder im Raw-Format ab und bearbeite sie später mit einer entsprechenden Software. Wenn ich einige Bilder mir der Huawei gemacht habe, die ich speichern möchte, dann bearbeite ich auch die Bilder auf dem PC.
Ich mag allerdings es nicht so sehr viel Zeug mit mir rumzuschleppen und daher überlege ich vorher immer was ich brauch und packe dann auch nur das ein.

Portrait von Arouette
  • 25.05.2019 - 15:44

Ich muss morgens meine Brötchen nicht mit dem Auto vom Bäcker nebenan holen und ich muss nicht jedes Bild am PC bearbeiten, aber sicherlich gibt es Dinge, die ich sinnvollerweise mit dem Auto und nicht einem E-Bike oder- Roller erledige. Ebenso gibt es wohl kreative Bildbearbeitungen, die auf einem Smartphone nicht gehen. Knopfdruckkreativität, wie verschiebbare Sprechblasen mit Text einfügen (Beispiel des Threaderstellers), führt zu automatisierter Bearbeitung, die dann auch kein Bildbearbeitungsprogramm mehr braucht, weil sie sich mit Maschinenstandard zufriedengibt. Sollte das erste Adobe Live Event rein auf Smartphones ablaufen, überdenke ich das gerne nochmals.

Portrait von Torito49
  • 25.05.2019 - 12:15

Ich will und werde mein PC für Bildbearbeitungen nie durch ein Smartphone ersetzen! Das kann man wirklich nicht vergleichen.
Sicher, es gibt deutliche Unterschiede zwischen den beiden: Einziger Vorteil eines Smartphones wäre für mich, die sofortige Handhabung vor Ort, falls man in Eile sein sollte.

Und: Ich liebe und trage gerne meine klobige Kamera!

Portrait von Clausthaler
  • 25.05.2019 - 11:57

"Ich finde es nur noch erschreckend, wie alle gleichgeschaltet werden. Ich mache da ganz bewusst nicht mit und bin das erste Mal in meinem Leben, gerne von vorvorgestern!"

Ich werde auch immer ganz erstaunt angeguckt wenn ich genau weiß in welchem Fotoalbum (so ein Ding zum in die Hand nehmen aus Papier und deutlich schwerer als ein Smartphone) ich welches Bild sofort finde. Es geht nix über ein Bild zum anfassen. Und ich kann es auch noch in 30 Jahren anfassen (wenn es nicht verbrennt).

Passend zum Thema ein Buch: Der Circle von Dave Eggers. Ist aber nix fürs Smartphone. :-)

Portrait von WirklichWahr
  • 25.05.2019 - 10:49

Für einen Schnappschuss, den man den Omas oder seinen Facebookfreunden aufdrängen will, ist das sicher ausreichend.
Aber echte Kunst kann man mit den Smartphones wirklich nicht machen, ich zumindestens habe noch nichts gesehen.
Es ist nun mal unmöglich richtig gute Optik/Objektive in solch flache Teile einzubauen.
Die Bildbearbeitung ist mir viel zu eingeschränkt, macht aber für schnelle Schnappschüsse sicher Sinn.

Allerdings, wo bleibt da das tolle Gefühl, wenn man etwas wirklich selber gemacht hat?

Demnächst macht doch sowieso die KI alle Bilder

Und wie war das mit den Millionen Fliegen......?

Ich finde es nur noch erschreckend, wie alle gleichgeschaltet werden. Ich mache da ganz bewusst nicht mit und bin das erste Mal in meinem Leben, gerne von vorvorgestern!

Portrait von nedserdpsd
  • 25.05.2019 - 09:43

Letztens schaute mich ein Dreijähriger, den ich zusammen mit meiner Enkelin mit meiner Kamera fotografierte, mitleidig an und fragte: "Oh, du hast wohl kein Handy?"

Das zeigt wohl gut die Richtung, in die es gehen wird, egal ob bei Bildaufnahme oder -bearbeitung. Ich bleibe aber weiter old school ;-)

Portrait von jmittendorf
  • 24.05.2019 - 19:54

Ich möchte auf meinen PC nicht verzichten, klar kann man die Bilder auch mit den heutigen Handys ganz gut bearbeiten. Meiner Meinung nach wird die Bildbearbeitung am PC zwar weniger werden aber bestimmt nicht ganz aussterben. Mir würde dann etwas fehlen.

Portrait von gutedel09
  • 24.05.2019 - 16:36

Ob eine Entwicklung in die richtige Richtung geht weiss man meistens erst später. Der Sprung von der digitalen Bildbearbeitung am PC zu Algorithmen im Smartphone ist sicher ähnlich wie der aus der Dunkelkammer zum PC. Durch immer leistungsfähigere Hard- und Software der Smartphones wird die Menge der Bildbearbeitung zunehmen wie digital erstellte Fotos die Abzüge von Filmen zahlenmässig weit überholt haben. Für anspruchsvolle professionelle und individuelle Lösungen bleibt eine manuelle Bildbearbeitung sicher erhalten. Diese Entwicklung (ist auch in anderen Bereichen so) kann man nur akzeptieren. Und wenn nicht, besteht die Gefahr dass man zu "ewig Gestrigen" gehört.
Und es gibt auch immer Nachteile. Z.B. die Körperhaltung - hast Du schon angesprochen.
Im Gutedelland scheint die Sonne - ich wünsche Euch ein sonniges Wochenende.

P.S. Das Forum lebt vom Mitmachen - unsere ganze Gesellschaft - deshalb vergesst nicht zu wählen.

Portrait von 01er
  • 28.05.2019 - 14:23

Oh, vergessen ...

Portrait von Sakas
  • 24.05.2019 - 15:14

Sicher eine Frage des Alters, Ich kann nicht ohne den PC, meine Tochter nicht ohne ihr Handy. Ich gehe aber auch noch mit einem Fotoapparat vor die Tür, auch ein Privileg der älteren Generation wie es scheint. Meine Tochter managt ihre Fanpages auf Instagram nur mit dem Handy, höchstens mal mit ihrem Tablet. Ihren Klapprechner hatte sie schon Monate lang nicht mehr an...

Portrait von vidua
  • 24.05.2019 - 18:46

Es muß nicht eine Frage des Alters sein: Ich bin schon in einem Alter jenseits von Gut und Böse und liebe meinen PC. Aber mein Photoshop setzt langsam Schimmel an. Mit meinem Smartphone bin ich viel beweglicher und komme schneller zum Ziel. Gerade auf Reisen ist es ein Vergnügen, z.B. Collagen von Urlaubsfotos zu erstellen und seinen Lieben problemlos zukommen zu lassen. Dagegen warten die mit Videokamera gedrehten Filme seit Jahren auf ihre Bearbeitung. Jedes Ding hat eben mindestens 2 Seiten.

Portrait von dkarvounaris
  • 24.05.2019 - 14:55

Ich liebe meinen PC! Das Smartphone wird da vieles noch lange nicht ersetzen. Alles wesentliche geht langsamer.

Portrait von LikeLowLight
  • 24.05.2019 - 13:43

Ja, ja. Im Forum gab es kürzlich einen Thread, in dem der Verfasser darüber geklagt hat, dass in der A-Cloud nicht alle Fonts dieser Welt erhältlich sind. Er stellte auch in Zweifel, dass man überhaupt einen Computer benötigt, wo es doch die Cloud gibt.
Wozu gibt es überhaupt noch Bildbearbeitungsprogramme, wenn man ohnehin mit Programme, die unzählige One-Click-Wonder-Effekte anbieten, über ein von einer auf einem Smartphone gewählten Bildstil geschossenes Bild legt, das dann auf FB o.ä. geschickt wird, das man nicht zu speichern braucht, weil man es sich sowieso nie mehr wieder anschauen wird, und so die coolsten Bilder machen kann. Habe ich das nicht schön kompliziert formuliert?
Also, die Firma A. und andere sollen schnell ihre Aktien an Gutgläubige verkaufen, oder einfach die Firma liquidieren, damit sie wenigstens als Heroen in die Geschichte eingehen könne.
Vorher können sie ja noch die selbst entwickelten und noch mehr eingekauften Algorithmen zu Geld machen, der Apfel beißt zu, oder war das umgekehrt?
Jedenfalls hätte die DSLR ein Foto gemacht, bei dem man die Anzahl der Zähne des Reißverschlusses noch abzählen hätte können. Und bei so viel Licht und Sonnenschein konnte man schon vor über 100 Jahren gute Fotos machen. Und ein Kind zu fotografieren, ist ein bekannter Marketingschmäh (weiß nicht, wie man dazu jenseits des Weißwurschtäquators sagt). Es ist jedenfalls manipulativ. Das ist unfair und unerlaubt. Und nicht sehr zukunftsorientiert. So grabt ihr euch selbst das Wasser ab.

Schönes Wochenende :)

Portrait von colias
  • 24.05.2019 - 13:26

Ich gehe gerade den umgekehrten Weg. Weil meine Bilder durch das Smartphone tatsächlich in mehrerer Hinsicht schlechter wurden. Weil ich als Illustrator, der früher an jeder Ecke Vorlagen und Inspiration für fröhliche, verzweifelte, genießende, nachdenkliche, dynamische, unentschlossene, ... Charaktere vorfand mittlerweile fast nur noch über das Minidisplay gebeugte Klone beobachten kann und ich aus dieser Gefangenschaft ausbrechen wollte. Und weil ein Smartphone für meine kreativen Prozesse immer noch ungenügend bis untauglich ist (im Gegensatz zu iPad oder PC).

Portrait von gubheinicke
  • 03.06.2019 - 13:06

Für mich gibt es auch mehrere Askpekte die gegen das Smartphone sprechen, als Schnappschussvariante immer eine gute Möglichkeit aber trotz meines 5.7 Zoll Displays ist mir das alles zu klein. Selbst mit Lesebrille ist das kein Genuss. Ein Bild an einem 27 Zoll Monitor anzuschauen und jetzt in meine LG Gallery vom Fernseher auf 65 Zoll anzusehen ist einfach genial und ein Genuss. In den letzten Adobe Fotonächten wurde ja Lightroom und Bearbeitung am Tablet oder Handy viel beworben. Die Ergebnisse fand ich teilweise sehr gut, allerdings sind die meisten Fotos nicht mit einem Handy aufgenommen worden. Ich stelle immer wieder fest, sind die Lichtverhältnisse gut, macht das Handy auch gute Fotos, hat man aber Seitenlicht oder Gegenlicht sind die Fotos meist sehr schlecht. Außerdem darf man ja nicht außer Acht lassen, dass diese Handys um die 1000 Euro kosten, ganz schön happig.
Und mich würde mal interessieren, wie die Aufnahmen bei knalle Sonne auf's Display gemacht werden, ich seh da auf meinen Handy nichts, da ist Blindflug angesagt, deshalb liebe ich meinem Sucher, auch wenn der nicht mehr optisch sondern digital ist.
Und als letzten Aspekt wage ich einen frechen Einwurf, ich bin seit 1995 im Netz unterwegs und wenn ich sehe wie sich die Entwicklung im Grafikbereich entwickelt hat, wird zwar aktuell viel visuell dargestellt, aber die Qualität der Darstellung, nicht der Bilder selbst, ist wesentlich schlechter geworden. Früher gab es irre, halt auch aufwändige Layouts, die aber eine Augenweide waren, so was gibt es heute immer seltener. Man begnügt sich eben mit: wie schrieb Aroutte: "Knopfdruckkreativität, wie verschiebbare Sprechblasen mit Text einfügen (Beispiel des Threaderstellers), führt zu automatisierter Bearbeitung, die dann auch kein Bildbearbeitungsprogramm mehr braucht, weil sie sich mit Maschinenstandard zufriedengibt". Das ist der neue Standard und der braucht dann tatsächlich keinen PC und kein extra Grafikprogramm. Die App-Hersteller nehmen uns das Denken und die Kreativität ab und wir lassen es uns gefallen. Die jungen Leute wollen sich gar nicht mehr in ein so aufwändiges Programm wie Photoshop einarbeiten, geht doch so viel einfacher sagt mir meine Neffe...... und guck mal wie viel Likes ich habe ....

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