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Buchstaben aus der Schreibmaschine in Bewegung

Buchstaben aus der Schreibmaschine in Bewegung
Orbit“, „Smile“ und „Helium“ in typografischer Animation

Was heute das Klappern der Tastaturen, war vor mittlerweile doch einiger Zeit das Hämmern der kräftig auf Papier aufschlagenden Drucktypen von Schreibmaschinen. Zwischen dem Weiß und dem informationstragenden Element sorgte ein Band per Farbübertragung für den nötigen Kontrast, der Buchstaben erscheinen ließ.

Greg Condon, Filmemacher und Illustrator aus New York, hat eine Smith-Corona Galaxie DeLuxe wieder entstaubt und damit eine kleine Animation namens „Disillusionment of 10 Point Font“ kreiert.

Bei dem verwendeten Gerät, das am Rande bemerkt, handelt es sich nach Auskunft dieser schreibmaschinenverliebten Seite um die dritte Generation der sogenannten Galaxie-Reihe. Damit wurde in den 70er-Jahren getippt – und das offensichtlich höchst unterbrechungsfrei, denn – so heißt es in der Kurzbeschreibung: Die Schreibmaschine verfüge zwar über eine seltsame Taste (Pfeil nach unten mit zwei Schrägstrichen), mit deren Hilfe ein blockierter Typenhebel wieder in Gang gebracht werden kann, doch das sei mehr ein Gimmick als praktisch relevant – die Geräte zählten zu den besten ihrer Zeit und seien ganz wunderbare Maschinen, um zu tippen und zu tippen und zu tippen, ohne mechanische Blockierung …

Doch zurück zu Greg Condon: Der stellt in seinem knappen Filmchen unter Verwendung von a, b, c bis x, y, z dar, was verschiedene Worte an Bedeutung so mit sich bringen können, wobei Bewegung samt Ton im Spiel ist. Ein faules Wort schläft also fort, obwohl der Wecker klingelt, „rbit“ umkreist das „O“, ein „smile“ formt sich zu entsprechender Lippenrundung, zwischendurch wird es „exzesssssssiv“, „helium“ flattert durch den Raum und das Doppel-T beim „kniTTing“, also Stricken – strickt.
 
disillusionment of 10 point font from greg condon on Vimeo.

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Screenshot aus dem Video "disillusionment of 10 point font" von Greg Condon

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Kommentare
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Portrait von paxmal1
  • 05.06.2017 - 00:38

finde ich genial gruss paxmal

Portrait von Bruhsman
  • 28.05.2017 - 10:04

Oh mein Gott...ich, damals wie heute mit Einfingersuchsystem...
Danke für den nostalgischen Ausflug!

Portrait von Leila Stern
  • 26.05.2017 - 17:42

Dankbar und wehmütig erinnere ich mich an meinen 15ten Geburtstag!

Damals (vor 48 Jahren) schenkte mir mein seliger Vater eine Schreibmaschine der Marke „Swissa“. – Leider hatte diese keine Tabulatortaste, so daß ich meine Dankbarkeit und Zufriedenheit bloß vorheuchelte (um also meine Unzufriedenheit zu verbergen).

Als eine, die Zeit ihres Lebens nicht nur der Typographie, sondern auch der Kalligraphie eine hohe Bedeutung beimaß, bekenne ich, daß mich [i]Christian Morgensterns[/i] Gedicht [url=http://www.textlog.de/17383.html]„Die Trichter“[/url] nachdenklich stimmte.

Solche und ähnliche Filme, wie denjenigen, auf welchen uns [i]Jens Hammerschmidt[/i] verwies, möchte auch ich gerne herstellen können! – Ich vermute jedoch, daß meine Lernfähigkeit altersbedingt eingeschränkt ist. – Einerlei: Die sogenannte [url=https://de.wikipedia.org/wiki/Konkrete_Poesie]„Konkrete Poesie“[/url] bereitet mir heute noch viel Vergnügen!

Portrait von Jens Hammerschmidt
  • 26.05.2017 - 16:40

Na, ein paar Jährchen war es mir auch noch vergönnt, auf einer Schreibmaschine zu tippen, obwohl die mit den hinter dem Link gezeigten Geräten dann natürlich nicht mehr viel gemein hatte.

Portrait von nedserdpsd
  • 25.05.2017 - 06:56

Da der Deutsche Stenografenbund an diesem Wochenende seine Deutschen Meisterschaften veranstaltet und heute die - wie es jetzt heißt - Texterfassungswettbewerbe stattfinden, bei denen die Besten weit über 500 Anschläge in der Minute auf den schnellen Tastaturen der Neuzeit schreiben, vor Jahren aber auch noch ein Höllenlärm entstand, wenn hunderte Schreibmaschinen gleichzeitig hämmerten, habe ich den Hinweis auf das Video und die schöne Schreibmaschinenseite gleich mal auf der Homepage meines Stenovereins veröffentlicht (www.steno-dresden.de).

Danke für den Tipp.

Portrait von sven67
  • 24.05.2017 - 18:33

Toll. Das wahren noch Zeiten mit:-)

Portrait von LikeLowLight
  • 24.05.2017 - 17:57

Nettes Filmchen. Hast Du Dein Wissen über die Funktion einer Schreibmaschine (Du weißt schon: Letter, Farbband, hochstellen, Zeilenvorschub, Tabulator usw.) aus Wikipedia geschöpft oder hast Du Deinen Großvater gefragt?
Weißt Du auch, dass es für manche junge Männer als Geheimtipp galt, einen Kurs in einer Maschinschreibschule zu besuchen, weil dort viel junge Mädchen als Sekretärin oder Schreibstubentipperin ausgebildet wurden?

Portrait von Jens Hammerschmidt
  • 26.05.2017 - 16:41

Na, ein paar Jährchen war es mir auch noch vergönnt, auf einer Schreibmaschine zu tippen, obwohl die mit den hinter dem Link gezeigten Geräten dann natürlich nicht mehr viel gemein hatte.

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teststefan