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Entwicklung: Animierte Gesichter aus Porträts

Entwicklung: Animierte Gesichter aus Porträts
Forscher haben eine Technik entwickelt, mit der sich Porträts animieren lassen – da lächelt und grummelt das Profilbild auf Facebook.

Man nehme das Porträtbild einer beliebigen Person und schneide vor einer Kamera selbst ein paar Grimassen, um die damit verbundenen Bewegungen direkt auf das Porträt zu übertragen – diese Entwicklung stellen Forscher der Tel Aviv University und von Facebook alsbald auf der SIGGRAPHAsia vor.

Zuvor veröffentlichten sie dazu bereits eine Projektseite sowie ein Video. Darin heißt es, bisherige Techniken zur Animation von Gesichtern basierten auf bereits vorhandenem Videomaterial des entsprechenden Gesichts. Dagegen greifen die Forscher mit ihrem neuen Ansatz nun auf ein einzelnes Ausgangsbild zurück. Um dieses möglichst „lebendig“ zu animieren, wird ein zweistufiger Prozess durchlaufen (im Video ab Minute 1:45):

Im ersten Schritt wird das Zielbild mithilfe des Videos einer anderen Person zunächst nur grob animiert. Beide Gesichter werden hierfür mit Tracking-Punkten versehen, aus denen heraus zweidimensionale Verzerrungen des Porträts generiert werden. Das bringt schon einmal Bewegung ins Spiel und diese wird mit weiteren Tracking-Punkten verfeinert.

Im zweiten Schritt werden dann Bildbestandteile, die im Porträt nicht vorhanden sind (z. B. Zähne), aus dem Video heraus ins Porträt übertragen. Dabei gesellen sich auch feinere Details wie zum Beispiel Falten an der Stirn hinzu.

Mit der Technik ist es also möglich, gleich mehrere Porträts unter Verwendung des selben Videos zu animieren (im Video ab Minute 2:54), was dann auch mit Gemälden oder Emojis funktioniert (ab Minute 3:11).

Sinn und Zweck der ganzen Angelegenheit? Nun ja, die sogenannten Sozialen Medien – und, da an der Entwicklung beteiligt, insbesondere Facebook – lassen grüßen. So wird dann auch ab Minute 1:08 des Videos gezeigt, was mit einem Profilbild geschehen könnte, wenn der Like-Button geklickt wird.
 

Eine Entwicklung von Hadar Averbuch-Elor und Daniel Cohen-Or (Tel Aviv University) sowie von Johannes Kopf und Michael F. Cohen (Facebook). Hier geht es zum Projekt und hier findet ihr das komplette PDF.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Hadar Averbuch-Elor, Daniel Cohen-Or, Johannes Kopf, Michael F. Cohen: "Bringing Portraits to Life" (PDF)

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Kommentare
Portrait von psd_lob
  • 18.10.2017- 12:12

Sachen gibts, die gibts nicht! - oder so ähnlich, laut eines Volksmundes.

Besten Dank an den Autor dafür!

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