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Farbmanagement-Software für daheim: EIZO Quick Color Match

Farbmanagement-Software für daheim: EIZO Quick Color Match
Kostenfrei & ausgelegt für die heimische Kombination aus Monitor, Bearbeitungssoftware und Tintenstrahldrucker

Wenn so namhafte Unternehmungen wie EIZO, Adobe, Canon und EPSON ihr Know-how bündeln, um gemeinsam ein Konzept auszufeilen, dann steckt da doch hoffentlich ein tatsächlich workflow-erleichterndes Software-Tool dahinter.

Die Rede ist von dem „EIZO Quick Color Match“, welches momentan auch auf der photokina vorgestellt wird. Ziel des Programms ist es, die Einstellungen für Monitor, Software und Drucker weitgehend automatisch so aufeinander abzustimmen, dass die Farben im Digitalen mit denen im Gedruckten hübsch übereinstimmen. Dazu heißt es, der Nutzer müsse „nur noch das verwendete Papier auswählen, und die Software nimmt die passenden Farbmanagement-Einstellungen vor“.

Dem Anwender soll dann nicht viel mehr übrigbleiben, als dass er seine Fotos in die Software zieht. Sogleich werden Weißpunkt, Helligkeit, Gamma sowie Farbraum des Monitors kalibriert. Außerdem öffnet sich automatisch das Bildbearbeitungsprogramm, welches „gemäß den von EIZO empfohlenen Farbeinstellungen für den angeschlossenen Drucker und das verwendete Papier angepasst“ wird. Nach erfolgter Bearbeitung des Bildes hilft EIZO dann auch bei der Übergabe an den Drucker.

Hört sich gut an. Allerdings bedarf es in den Weiten der verfügbaren Geräte und Anwendungen einiger Voraussetzungen, denn für alles ist das Programm natürlicherweise nicht einsetzbar. Die oben genannten Firmen bestimmten schließlich auch die Erfordernisse:

So braucht es einen kompatiblen EIZO ColorEdge Monitor, Adobe Photoshop CC oder CS6 und schließlich einen Drucker von Canon oder Epson (s. u.), dazu entsprechend das Druck-Plug-in Print Studio Pro von Canon (ab Version 2.1.0) oder das Druck-Plug-in Epson Print Layout von Epson (ab Version 1.3.1).
  • Kompatible Canon-Drucker: PIXMA PRO-1, PIXMA PRO-10, PIXMA PRO-10S, PIXMA PRO-100, PIXMA PRO-100S, imagePROGRAF PRO-1000
  • Kompatibles Canon-Papier: Photo Paper Pro Platinum, Photo Paper Plus Glossy II, Photo Paper Pro Luster, Photo Paper Pro Premium Matte, Photo Paper Plus Semi-Gloss
  • Kompatible Epson-Drucker: SC-P400, SC-P600 Series, SC-P800 Series, Stylus Photo R2000, Stylus Photo R3000
  • Kompatibles Epson-Papier: Premium Glossy, Semigloss, Luster, Archival Matte, Velvet Fine Art Paper, Epson Matte, UltraSmooth Fine Art Paper
Daneben eignet sich auch andere Bearbeitungssoftware (Photoshop Lightroom, Photoshop Elements, Canon Digital Professional, Nikon ViewNX-i), wobei hier jedoch weniger automatisiert vonstattengeht.

Wer also daheim zufällig über eine der genannten Geräte-Papier-Software-Konfigurationen verfügt, kann sein Farbmanagement ab sofort „Quick Color Match“ überlassen.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: EIZO

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Kommentare
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Portrait von dkrh
  • 02.10.2016 - 00:02

Habe zwar einen der größeren Canon-Drucker, aber eben ein älteres Modell, was nicht in obiger Liste enthalten ist. Ebenso müsste ich mir einen neuen Monitor kaufen und für meine Nicht-Canon-Papiere wäre es auch keine Hilfe. Also mit aktuellem Stand nicht interessant.

Portrait von gemini_noe
  • 26.09.2016 - 15:54

Ich kann mich nur vollkommen dem Beitrag von mactoni anschließen.

Portrait von ulli_6
  • 24.09.2016 - 11:48

Hm... liest sich gut, aber in der Praxis hat es solch ein Programm auf Grund der Medien und Hardwarevielfalt sicher schwer. Noch dazu, wenn es kostenlos sein soll. Ich verfüge über einen Epson 7890 Pro und lasse meine Profile lieber neu schreiben. Das dauert 2 Tage und ich kann auf meine Papiersorten und die Charge des Materials eingehen. Zumal ich die Erfahrung gemacht habe, dass bei jedem Neukauf, auch wenn man die selbe Sorte kauft, es meist nicht die selbe Charge ist und es doch immer Unterschiede und Farbabweichungen gibt. Und hat man einmal einen Händler seines Vetrauens gefunden, schreiben diese die Profile meist ohne große Zusatzkosten. Das erspart einem ewiges rummehren an Hard- und Software. Macht aber auch so Sinn, da oft mit nachgemachten Tinten gearbeitet wird.
Ach ja... und es spart auch ne Menge Zeit und Kohle. Denn wer schon mal eine richtige Kalibrierung durchgeführt hat, z.B. mit den System von X-Rite oder Gretag Macbeth, weiß wieviel Schweiß, Nerven und vor allem Geld das kostet.

Portrait von mactoni
  • 23.09.2016 - 20:58

Mit Printao 8 gibt es schon so ein Tool das mit mehreren Papiersorten klar kommt. Allerdings hauptsächlich wohl für Epson Drucker entwickelt wurde.

Portrait von fidoslaf
  • 23.09.2016 - 19:48

Mittelfristig bestimmt ein eine gelungene Idee. Bei der Auswahl der Hardware und der Papiere muss sich aber noch einiges tun bevor es für die Allgemeinheit interessant wird.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 23.09.2016 - 13:25

Den Begriff "heimisch" finde ich in diesem Zusammenhang falsch gewählt oder falsch verstanden.
Fraglos ist so eine Software (so sie denn zuverlässig funktioniert) für Leute, die dem abgestimmten Workflow innerhalb der gesetzten Parameter folgen wollen/können, keine schlechte Lösung.
Für den Home-User kaum von Interesse da preislich außerhalb diskutabler Grenzen.

Portrait von LikeLowLight
  • 23.09.2016 - 14:34

Die hohen Kosten entstehen ja weniger beim Kauf der Hardware, sondern dann im Betrieb mit Tinten und auch Papier. Da ist dann zwischen den gelisteten Druckern und einfacheren auch kein großer Unterschied. Solche Systeme werden trotzdem vor allem Profis, die rasch und sicher in kurzer Zeit Drucke haben wollen, betreiben. Engagierte Amateure wollen dann doch die eine oder andere Papiersorte, die weder noch von den beiden Anbietern stammen, versuchen. Und damit versagt das System. Außerdem haben doch immer alle behauptet, dass man mit einem kalibrierten Monitor und dem für die Papiersorte gebauten Druckertreiber immer die richtigen Farben bekommt. Habe ich da wieder einmal etwas total falsch verstanden oder hat das Marketing einfach nur eine neue, brillante Idee?

Portrait von mactoni
  • 23.09.2016 - 15:20

So sehe ich das auch, kalibrierter Monitor, richtiges Papier-Profil vom Hersteller, Softproof -- Top Druckergebnis

Portrait von 01er
  • 23.09.2016 - 13:05

Nachtigall, ick hör dir trapsen!

Portrait von knaeges
  • 23.09.2016 - 10:14

Die Idee ist super, aber durch die Beschränkungen eher uninteressant.

Portrait von LikeLowLight
  • 23.09.2016 - 09:47

Endlich gibt es die eierlegende Wollmilchsau! Danke Eizo, danke Adobe, danke Canon, danke Epson. Jetzt wissen wir, wem wir das alles zu verdanken haben.

Portrait von mactoni
  • 22.09.2016 - 20:08

Hört sich erstmal gut an, aber ab da wo die kompatiblen Papiersorten aufgezählt werden wird's für mich wieder uninteressant.
Die Beschränkung auf nur Canon und Epson Papier ist mir wenig. Für Nutzer bei denen alle Kriterien erfüllt sind ist es mit Sicherheit sehr angenehm mit der Software zu arbeiten.

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