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Inhaltsbasiertes Füllen für Videos – in Entwicklung bei Adobe

Inhaltsbasiertes Füllen für Videos – in Entwicklung bei Adobe
Mit „Project Cloak“ wurde auf der Adobe MAX eine Technologie für After Effects präsentiert, mit deren Hilfe störende Elemente aus Videos entfernt werden können.

Alljährlich werden auf der Adobe MAX aktuelle Entwicklungsprojekte vorgestellt. Ob diese jemals Einzug in die Software-Angebote des Unternehmens halten, ist ungewiss, doch sie verweisen darauf, wohin die Reise gehen kann. Insgesamt elf Projekte wurden vorgestellt, wovon hier zunächst das „Project Cloak“ präsentiert sei.

„Cloak“ kann so viel bedeuten wie „Umhang“, „Mantel“ oder „Hülle“, worin denn schließlich auch die Wirkungsweise der Technik besteht: Nach relativ grober Auswahl eines im Video störenden Elements wird dieses entfernt und durch inhaltsbasierte Füllung quasi verhüllt. Die besondere Herausforderung ist im Vergleich zum Einzelfoto die sich bewegende Szene, die Bild für Bild bearbeitet werden muss.

Bei engadget hatte man Gelegenheit, sich mit den Adobe-Produkt-Managern für Videografik und VFX Geoffrey Oxholm und Victoria Nece über die Entwicklung zu unterhalten. Diese führen an, dass Video gegenüber dem Einzelfoto auch einen Vorteil biete. So sei die Wahrscheinlichkeit relativ hoch, dass man innerhalb eines Videos Blickwinkel einnimmt, die hinter das störende Element blicken lassen. Zudem sei die Motion-Tracking-Technik mittlerweile so ausgereift, dass man Teile einer Szene erfassen könne, sobald sie sichtbar werden, um sie dann wiederum zum inhaltsbasierten Füllen zu verwenden. Außerdem wird darauf verwiesen, das Entfernen von Objekten gewinne insbesondere bei 360-Grad-Videos zunehmend an Bedeutung.

Auf der Adobe MAX zeigte der Präsentierende zunächst eine Videosequenz, aus der der Mast eines Scheinwerfers zu entfernen ist (ab 0:34 im Video). Erster Ansatz: Er bearbeitet mittels Photoshop jedes Einzelbild unter Verwendung des inhaltsbasierten Füllens und weiterer Retusche-Techniken. Das Problem dabei ist nicht nur die benötigte Zeit, sondern auch, dass am Ende zwar jedes Einzelbild für sich „gut“ aussieht, doch die Bearbeitung im Video deutlich sichtbar ist (ab 1:43). Schließlich markiert er den Mast in After Effects (2:52), woraus durch die Cloak-Technik eine Video-Maskierung erstellt wird, die inhaltbasiert gefüllt wird. Das Ergebnis wird ab Minute 3:36 gezeigt.

In einem weiteren Beispiel (ab 4:10) wird der Riemen eines Rucksacks vom T-Shirt einer Person entfernt. Die Herausforderung hier ist, dass kein Material zur Verfügung steht, welches hinter den Riemen blicken lässt. Ab 4:41 werden schließlich noch zwei Personen aus einer Szene entfernt.
 

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Screenshot aus dem Video "#ProjectCloak: Adobe MAX (Sneak Peeks)" von Adobe Creative Cloud

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