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MediBang Paint Pro: Comics zeichnen

MediBang Paint Pro: Comics zeichnen
Ein kurzer Blick auf das Programm – und für Kenner: Version 9 ist verfügbar

Es gibt ja bekanntermaßen Programme über Programme, die sich mit Bild und Grafik beschäftigen. Manche davon sind kostenfrei, andere kostenpflichtig, die einen können dies und die anderen jenes und das dann mehr oder weniger gut. Mitunter stolpere ich dabei über Namen, von denen ich zugegebenermaßen noch nie gehört habe, man möge es mir verzeihen. So erging es mir nun gerade auch mit Paint Pro von MediBang, gesehen bei CHIP.de (wo sich das Ganze natürlich auch direkt downloaden lässt).

Das dicke Plus auf den ersten Blick: Kostenfrei, die 38,9 MB lassen sich in Windeseile herunterladen und installieren, beim Start wird direkt nach der Sprache gefragt, bei der auch Deutsch verfügbar ist, und die Oberfläche sieht sowohl einladend als auch umfangreich aus (ich habe es von der offiziellen Seite bezogen). Es stehen Versionen für Windows (64bit und 32bit) und Mac zur Verfügung. Auch gibt es Varianten für iPad, iPhone und Android.


Ein erster Einstieg
Jene, die das Programm bereits kennen und nutzen, sollen an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass nunmehr Version 9.0 veröffentlicht wurde (siehe unten). Für alle anderen, ein wirklich kurzer Anriss von dem, was einem hier im Schnelldurchlauf begegnet:

Zunächst – es geht vorrangig ums Zeichnen und im Speziellen eignet sich das Ganze wohl für Comics und Mangas. Beim Start des Programms erscheint eine kleine Werbung, die sich aber kurzerhand mit einem Klick beseitigen lässt. Dann stelle ich fest: Es gibt eine Cloud, zu der ich mich anmelden kann, aber anscheinend nicht muss. Also lasse ich das mal links liegen.

Auf der linken Seite des Startfensters darf ich wählen: Illustrieren oder Manga zeichnen? Tja, klicke ich auf Manga zeichnen, dann heißt es nun also doch: „Bitte melden Sie sich beim MediBang Cloud Service an.“ Wähle ich hingegen Illustrieren öffnet sich ein Fenster, in dem ich mein Dokument erstellen kann. Breite, Höhe, Papiergröße, Auflösung, kennt man ja …

MediBang

Und wo wir bei „kennen“ sind: Irgendwie kommt mir das dann auch ansonsten ziemlich bekannt und damit zumindest ein wenig intuitiv bedienbar vor: Links eine Werkzeugleiste mit Vertretern wie Pinsel, Radierer, Verschiebe-Tool, Verlauf, Auswahl, Lasso usw., rechts steht etwas von „Ebene1“ und ich kann auch gleich auf Anhieb neue Ebenen hinzufügen, ein Farbwähler ist auch vorhanden und unter den Filtern findet sich neben wenigen anderen auch ein Gaußscher Weichzeichner. Ach ja, und über den Ebenen ist da noch das Wörtchen Mischen. Dahinter verbergen sich so Dinge wie Multiplikation, Differenz oder Normal. Sollte ja so ähnlich auch von mindestens einem anderen Programm bekannt sein.

MediBang

Nun bringt es wohl nichts, hier all die Sachen aufzulisten, die mir begegnen. Nur dies: Im Bild-speichern-Fenster habe ich die Wahl zwischen MDP, PNG, JPG, BMP, TIF und WebP. Ach ja, und eins noch: PSD. Kurz getestet mit zwei Ebenen mit jeweils einer Linie darauf, gespeichert, in Photoshop geöffnet und siehe da: alles vorhanden.


Version 9
Die komplette Update-Geschichte für das Programm findet ihr fein säuberlich hier gelistet. In der Version, die nun in der letzten Woche veröffentlicht wurde, finden sich als neue Features Halbton-Ebenen, ein Ordner für umgekehrte Farben, und die hauseigenen MDP-Dateien, die lokal gespeichert waren, können jetzt in der Cloud als neue Version existierender Cloud-Dateien gespeichert werden. Daneben gibt es mehrere Verbesserungen und Anpassungen.


Abschließend
Um noch einen weiteren Bogen zu spannen, was das Programm bietet, hier noch zusammengefasst die Listung der Features, die auf der Website als Überschriften formuliert werden: Es gibt über 50 Pinsel, die Software soll leichtfüßig daherkommen und den Rechner nicht allzu sehr beanspruchen, es gibt, wie bereits benannt, Ebenen und außerdem magnetische Hilfslinien.

Für die Aufbereitung von Comics existiert zudem ein Tool, mit dem man schnell die einzelnen Comic-Segmente erstellen kann. Das Management der Comic-Seiten soll leicht von der Hand gehen, da alle Seiten in einer Datei gespeichert werden können. Mit der Cloud können verschiedene Geräte synchronisiert werden. Zudem gibt es eine Bibliothek mit Farbtönen und Hintergründen, freie Schriften und man kann leicht mit anderen Personen zusammenarbeiten. Mehr zu all diesen Spezifikationen also auf der Website (leider nur in Englisch oder in zumindest für mich nicht lesbaren Schriftzeichen).

Noch ein letzter Hinweis zur Cloud: Die Anmeldung ist anscheinend kostenfrei (informiert euch dazu an dieser Stelle noch einmal vertiefend). Und ein allerletztes Wort zu einer in den FAQs aufgefallenen Frage, in der es darum geht, ob man eigene Arbeiten verkaufen bzw. veröffentlichen könne, auch wenn man Materialien von MediBang Paint verwende – die Antwort: „Sie können sowohl für private als auch kommerzielle Zwecke verwendet werden. Du musst uns nicht darüber informieren. Verwende sie einfach.“

Also: Hat jemand von euch das Programm auf dem Schirm bzw. schon einmal genutzt? Wo sind die Haken? Oder noch besser: Was bietet euch das Programm? Und auch Erst-User können ja gerne mal ihre Erfahrungen teilen.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Screenshots MediBang Paint Pro

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Kommentare
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Portrait von Al Bo
  • 04.09.2016 - 17:11

Hat ich noch gar nicht auf dem Schirm. werd ich direkt mal die Tage ausprobieren und dann berichten - bis dahin :)

Portrait von Hannu
  • 31.08.2016 - 22:09

Erster Eindruck: Mir gefällt das Programm. Habe auch keine Verzögerungen auf meinem iPad wahrgenommen. Also für lau ist es echt nicht schlecht.

Portrait von Stefan
  • 31.08.2016 - 10:51

Eine sehr interessante News!

Portrait von draupnir
  • 31.08.2016 - 09:31

Danke für den Tipp. Ich hatte noch nie davon gehört und werde es mal testen.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 30.08.2016 - 23:42

Also, wenn die Software mit Krita zu vergleichen ist was Performance angeht ist mir Photoshop zehn mal lieber. Auch Photoshop macht aus mir keinen Malkünstler, aber wenigstens sehe ich Pinselstriche sofort und nicht erst viele Sekunden später.

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