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Nachkolorieren per Hand: So war das in den 50ern

Nachkolorieren per Hand: So war das in den 50ern
Fingerspitzengefühl und handwerkliches Geschick

Man kann der Dame in diesem Video in ihren Erzählungen lauschen oder einfach nur beobachten, wie mit viel Zeit, äußerster Ruhe, Sorgsamkeit, Konzentration und vor allem technischer Gewandtheit ein Foto nachkoloriert wird.

Die mittlerweile 83-jährige Grace Rawson blickt damit auf ihr Wirken in den 50er-Jahren zurück. Damals, die Farbfotografie steckte noch in den Kinderschuhen, suchte Fotograf Leo Lemuel White Fingerfertigkeit, farbliches Einfühlungsvermögen und einen Blick fürs Detail – beste Gelegenheit für Frau Rawson, ihrer kreativen Ader ausreichend Freiraum zu geben.

Für Whites Aviation setzte sie sich vor die Schwarz-Weiß-Vorlagen und zauberte zusammen mit anderen Kolleginnen das Bunte in die Welt. „Jedes einzelne Foto von Whites Aviation ist ein individuell handkoloriertes Original, sie waren keine Drucke und das machte sie sehr speziell.“ Wenn die Arbeit an einem Bild abgeschlossen war, kam der Vorgesetzte, signierte es mit weißer Farbe und schrieb dabei „Whites“.
 
The Colourist from Loading Docs on Vimeo.

Hier durfte Frau Rawson also selbst einmal ihren Namen unter ihr Werk setzen.

Das Video „The Colourist“ stammt von den Regisseuren Greg Wood und Peter Alsop und gehört zum Projekt Loading Docs. Dabei handelt es sich um eine Serie von dreiminütigen Dokumentarfilmen aus Neuseeland. Ziel ist es, die sowohl nationalen wie auch internationalen Zuschauer zu begeistern und zu inspirieren und nebenher auch aus Neuseeland stammende Filmemacher etwas zu promoten und in ihrem Schaffen voranzubringen.

Und so lohnt sich auch ein Klick auf die Website von Loading Docs, wo unter dem Reiter „Shorts“ weitere Drei-Minuten-Filme unterschiedlichster Natur zu finden sind.

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Screenshot aus dem Video "The Colourist" von Greg Wood und Peter Alsop für Loading Docs

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Kommentare
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Portrait von wsbuffy
  • 25.08.2016 - 12:15

Klasse!!!
Heute kaum noch vorstellbar.

wsbuffy

Portrait von bayerlw
  • 22.08.2016 - 14:20

Wieder ein Beispiel für unsere beschleunigte Welt.
Heute würden sich wenig diese Mühe machen.
Gleichzeitig ein historisches Dokument für den Verlust eines Berufes.

Portrait von Chrisba1
  • 21.08.2016 - 09:31

Nicht nur der Vorgesetzte hätte diese Kunstwerke signieren sollen, sondern auch der jeweilige Künstler - aber das waren halt andere Zeiten...

Portrait von FrankSchuster
  • 21.08.2016 - 08:10

Ich bin sprachlos. Tolle Arbeit.

Portrait von 3hardy
  • 20.08.2016 - 22:18

Ich finde es einfach eindrucksvoll, wie die Aufgaben ohne alle digitalen Helferleins vor noch gar nicht allzu langer Zeit erledigt wurden. Das war noch richtiges Handwerk! Und die alte Dame beherrscht ihr Handwerk noch immer. Respekt!

Portrait von Domingo
  • 20.08.2016 - 09:43

Klasse!

Portrait von gemini_noe
  • 20.08.2016 - 01:35

Mich faszinieren solche Bilder immer wieder. In meinen Augen sind diese Leute Künstler.

Portrait von PSDdsrandficht
  • 19.08.2016 - 20:01

Meine Hochachtung für diese Arbeiten, Farben und Schattierungen so genau zu setzen als würde man ein Farbfoto betrachten. Bei Kunstwerken von Malern kann man schon eher mal ins Grübeln kommen was das auf der Leinwand eigentlich sein soll.

Alternative Portrait
-versteckt-(Autor hat Seite verlassen)
  • 19.08.2016 - 17:04

Photoshop analog. Einer meiner Altvorderen hat in den 50ern dieser beeindruckenden Kunst gehuldigt. Heute kaum noch vorstellbar.

Portrait von Mario Miesel
  • 19.08.2016 - 14:58

Ich Persönlich akzeptiere und Bewundere auch die Interessante Intension derer,und kann nur gratulierenbin echt Platt.Toll,einfach toll!

Freidenker

Portrait von Chrisba1
  • 19.08.2016 - 12:46

Mühevolle Kleinarbeit, jedes Bild ein Unikat. Ich kann nur staunen, dass so etwas verlangt wurde. Meine persönliche Meinung: an der Wand hätte ich dann doch lieber ein gemaltes Bild hängen und kein nachgemaltes Foto :-)

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