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OPC Optics erwirbt Markenrechte an Meyer Optik Görlitz

OPC Optics erwirbt Markenrechte an Meyer Optik Görlitz
Nach Insolvenz von net SE übernimmt OPC Optics die Markenrechte und zugehörige Produkte von Meyer Optik Görlitz. Altlasten bleiben hingegen bei net SE.

Diese Geschichte zieht sich nun bereits mindestens durch das gesamte Jahr 2018: Im Unternehmen net SE versammelten sich Marken wie Oprema Jena, Meyer Optik Görlitz und C. P. Goerz. Um klassische Objektive wieder neu aufzulegen, rief die Firma mehrfach zum Crowdfunding auf. Erfolgreich. Zum Beispiel spielte man per Kickstarter-Kampagne für das APO Plasmat 105mm f2.7 über 250.000 US-Dollar ein.

Im August dieses Jahres berichtete photoscala, net SE habe bereits Mitte Juli Insolvenz angemeldet. Zudem veröffentlichte das Unternehmen auf den Seiten der diversen Kampagnen selbst eine Mitteilung, in der über einen schweren Verkehrsunfall des Gründers, CEOs und Hauptanteileigners Dr. Stefan Immes informiert wird, den er „nur knapp überlebt“ habe. Im Oktober verriet ein weiterer photoscala-Bericht schließlich, das Insolvenzverfahren für net SE sei am 1.10.2018 eröffnet worden.

Am 12. Dezember nun ließ OPC Optics, ein Spezialist für asphärische und sphärische Glaslinsen mit Sitz in Bad Kreuznach, wissen, man habe die Markenrechte an Meyer Optik Görlitz von net SE erworben. Damit erschließe sich OPC Optics den Endverbrauchermarkt. Vorhandene Produkte sollen optimiert, Produktionsabläufe professionalisiert und weitere Produkte entwickelt werden.

Geschäftsführer Timo Heinze dazu: „Es war bedauerlich, mit anzusehen, wie Meyer Optik Görlitz nach dem erfolgreichen Neustart im Jahr 2014 durch Qualitätsschwankungen, die vielen, teilweise parallelen Crowdfunding-Projekte über diverse Plattformen, Vorverkäufe unveröffentlichter Objektive über die eigene Internetseite und andauernde Lieferverzögerungen immer mehr Reputation am Markt verloren hat. Nichtsdestotrotz sehen wir für uns nun die Chance, eine deutsche Traditionsmarke der Fotografie professionell und erfolgreich zu etablieren.“

Weiterhin spricht er ein klares Statement gegen die bisherige net SE-Strategie aus, auf Crowdfunding-Projekte zu setzen: „Dazu werden wir einen definitiv anderen, eher konservativen Ansatz verfolgen und keinerlei Crowdfunding betreiben oder Vorverkäufe von Produkten anbieten. Man muss sich als Hersteller einfach die Zeit nehmen, eine solche Marke wachsen zu lassen, sodass die eigenen Kapazitäten entsprechend mitwachsen können und eine gleichbleibend hohe Qualität sichergestellt werden kann.“

Künftig setze man auf den eigenen Direktvertrieb sowie auf den stationären Fotohandel. Das bisherige Portfolio der Meyer Optik von zuletzt circa 12 Objektivserien wolle man analysieren und verschlanken. Es sei davon auszugehen, dass beliebte Modellreihen wie das Trioplan 100 oder das P58 (Typ Primoplan) fortgesetzt werden – demgegenüber sei eher unsicher, ob die von der net SE nur angekündigten Objektive (z. B. APO-Plasmat 105, Nocturnus DSLR) jemals umgesetzt werden.

Ausdrücklich wird darauf verwiesen, dass OPC Optics allein die Markenrechte an Meyer Optik Görlitz und den dazugehörigen Produkten übernommen hat. Altlasten beziehungsweise offene Forderungen gegenüber der net SE blieben genau dort – bei der net SE. Im Zuge der Neuausrichtung der Marke prüfe man aktuell, „ob für Kunden der net SE, die ein Objektiv bezahlt und nicht erhalten haben, Preisnachlässe auf den Neuerwerb eines verfügbaren Objektives realisierbar sind. Auf Anfrage würden Kunden dann ein individuelles Angebot erhalten.“ Wann und ob das überhaupt passieren wird, stehe momentan aber noch nicht fest.
 
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Pixabay

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