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Panasonic: GH5, FZ2000, G81 und LX15

Panasonic: GH5, FZ2000, G81 und LX15
15 Jahre LUMIX, neue Produkte

Bereits seit 15 Jahren ist Panasonic mit der Marke LUMIX im Bereich der Digitalkameras aktiv. Ein hübsches Jubiläum, das natürlich auch zu einlädt, voranzuschreiten. Auf der photokina wurden nun die neuen Modelle angekündigt.


LUMIX DMC-GH5
Noch versteckt sie sich im Dunkeln (siehe Titelbild), doch damit soll in der ersten Hälfte des anstehenden Jahres 2017 Schluss sein und dann wird die Systemkamera LUMIX DMC-GH5 veröffentlicht.

Werden beim Fotografieren „nur“ 30 Bilder pro Sekunde in Serienaufnahme angefertigt, sind 6K möglich, 18 Megapixel für jedes Bild. Möchte man lieber die doppelte Anzahl an Bildern, also 60 pro Sekunde, bleibt man bei 4K, 8 Megapixeln pro Bild. Im Bereich Video sind wie beim Vorgängermodell, der GH4, 4K-Clips bei 60p möglich. Bis 30p gehen auch 4K im 4:2:2-10-Bit-Modus.


Drei neue Objektive
Mit dem Atemzug der GH5-Ankündigung erklärte Panasonic auch die Leica DG-Vario-Elmarit-F2,8-4,0-Objektivserie für in der Entwicklung befindlich: An den Anfang werden eine Weitwinkel-5fach-Zoom- (12-60 mm), eine Super-Weitwinkel-Zoom (8-18mm) sowie eine Tele-Zoom-Variante gesetzt.


FZ2000
Die LUMIX DMC-FZ2000 schickt sich an, das neue „Bridgekamera-Flaggschiff“, also Foto/Video-System von Panasonic darstellen zu wollen. Hier ist schon weitaus mehr zu sehen, schließlich ist die Erhältlichkeit der Kamera für den November angesetzt.

Panasonic FZ2000
Bildquelle: Panasonic

Ein 1-Zoll-MOS-Sensor bietet 20,1 Megapixel und soll bis ISO 12.800 Qualität mit geringem Rauschen abliefern. Angebracht ist ein LEICA DC-Vario-Elmarit-Objektiv (2,8-4,5/24-480 mm mit 20fachem Zoom), welches mit neun Lamellen einen „weichen, runden Unschärfeverlauf“ verspricht und mit insgesamt 16 verbauten Linsen gegen Reflexionen sowie Geisterbilder ankämpft. Ein Mehr an Präzision bei der Führung beweglicher Zoomelemente soll die Unschärfen im Vergleich zur FZ1000 um ungefähr 80 % reduzieren. Ein integriertes Galvanometer lässt die Blende sofort auf Helligkeitsschwankungen reagieren. Für Bildstabilisation sorgt der Hybrid O.I.S+.

Für die Videofreunde bietet die Kamera Cinema 4K bei 24 Bildern pro Sekunde, QFHD 4K bei 30 Bildern pro Sekunde und mit Full-HD dürfen es dann noch einmal doppelt so viele, also 60 Bilder pro Sekunde sein. Bei einer Auflösung von 20 Megapixel und Verzicht auf Autofokus-Nachführung schafft die Kamera 12 Serienbilder pro Sekunde, mit Nachführung sind 7 möglich.

Hinzu gesellen sich Features wie ein OLED-Sucher mit 2,4 Millionen Bildpunkten, der LCD-Touchscreen lässt sich zur Seite umklappen und sodann um 270 Grad drehen, WLAN ist natürlich an Bord und obendrein gibt es noch so nette Dinge wie Dolly Zoom und Zeitraffer- sowie Stop-Motion-Funktionen. Die wie immer unverbindliche Empfehlung des Preises liegt bei 1.249 Euro.


G81
In der oberen Mittelklasse möchte sich in der Weiterführung der G70 die LUMIX DMC-G81 etablieren. Hervorgehoben wird unter anderem der Spritzwasser- und Staubschutz des Gehäuses. Der 16-Megapixel-Sensor kommt ohne Tiefpassfilter daher, ISO ist bis auf 25.600 einstellbar.

Panasonic LUMIX DMC-G81
Bildquelle: Panasonic

Scharfe Bilder seien garantiert, auch unter schlechten Lichtverhältnissen, und dafür trage die verbesserte Bildstabilisierung Verantwortung: neuer Gyro-Sensor, fünf Achsen im Kameragehäuse. Auch hier gibt es einen hübschen OLED-Sucher und dazu ein bewegliches Touchscreen-LCD. WiFi sorgt für eine kabellose Verbindung. In Sachen Video ist 4K bis zu 30p und Full-HD bis 60p möglich. Bedeutet bei Panasonic dann auch, dass die 4K-Foto-Funktion 30 Bilder pro Sekunde erreicht. Mithilfe der Post-Focus-Option werden mehrere Aufnahmen mit variierender Feinfokussierung vorgenommen, aus denen man dann wählen kann. Und wenn das nicht reicht, gibt es noch das neue Focus-Stacking, das die gemachten Aufnahmen direkt zu einem Bild zusammensetzt. Hier darf das Gerät schließlich circa 899 Euro kosten.
 



LX15
Auch die LUMIX LX15 bietet die Post-Focus-Option sowie das Focus-Stacking und erlaubt unter Verwendung eines 1-Zoll-MOS-Sensors 4K-Fotos und 4K-Videos. Hier gibt es ein „hochlichtstarkes“ LEICA Summilux Zoom 1,4-2,8/ 24-72mm (KB).


Neue Produkte, neue Möglichkeiten, neue Zahlen und noch mehr Spezifikationen. Dabei sind hier natürlich zahlreiche Features nicht benannt worden. Für Interessierte noch einmal zusammengestellt die Links zu den entsprechenden Vertiefend-nachlesen-Stellen:
Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Panasonic

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Kommentare
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Portrait von DoctorG
  • 20.09.2016 - 12:40

Echte technische Erweiterungen - gefällt mir sehr! Die erste Non-Professional-Kamera, die 60 Bilder in 4K ermöglicht und damit ruhigere Filmsequenzen als mit 30fps erlaubt und zudem auch noch Fotos schießt. Meines Wissens sind die einzigen Kameras die das bisher konnten die Blackmagics, die aber nur filmen können. Na ja, und Canons EOS 1DC für über 7000,-- Euro, was ich persönlich aber doch eher der Profiseite zuzählen würde. Auch die Anhebung des Color Samplings auf 4:2:2 liest sich so weg, ist aber ein Hammer! Die meisten Consumer-Geräte ermöglichen hier leider nur 4:2:0, was in der Nachbearbeitung von Material enorm viel Ärger macht. Ganz kurz an einem Farbregler minimal gezogen, schon gehen die Artefakte los und alles sieht ungewollt nach Warhol aus. Das hat mit der immensen Kompression der Filmdaten zu tun. Es ist sehr erfreulich, dass nun im Zuge von 4K endlich die Übertragungsraten deutlich steigen und statt matschiger Kompression mehr guter Film rüberkommt. Das ist auch für die Fotoseite exzellent: wenn ein Gerät die Daten wahnsinnig schnell vom Sensor in den Speicher bekommt, steigt damit natürlich auch die Möglichkeit Fotos schneller nacheinander zu schießen. Gerade teure Kameras rühmen sich damit, so und so viele Bilder pro Sekunde aufnehmen zu können. Braucht man nicht immer, ich vermute auch jetzt haben die wenigsten von uns den Finger im Dauerfeuermodus dauerhaft auf dem Auslöser. Wenn man es aber mal braucht, dann kann es vermutlich nicht schnell genug sein.
Eigentlich bin ich bei den kleinen mFT-Sensoren von Panasonic, Olympus und DJI ja misstrauisch, habe selbst noch eine GH1 rumliegen und war damals nicht ganz glücklich damit. Da war ich aber wohl ein Gerät zu früh bei - der absolute Einstieg von Panasonic in diesen Markt.
Zumindest auf der Videoseite hat Panasonic bei den Geräten ab der GH2 in allen Vergleichen selbst mit den Vollformatgeräten derselben Generation (etwa Canons 5D MII, später mit GH3 und GH4 gegen die 5D Mk III) mit gleichartig lichtstarken Objektiven auch in Low-Light-Situationen regelmäßig mithalten können. Das wäre ja der zweite Teil der Zeche: bekomme ich einen Korpus günstiger - muss aber dafür permanent die unglaublich teuren f1.2- und f1.4-Gläser kaufen, damit ich überhaupt ein Bild bei Low-Light bekomme, wo man mit dem teueren Korpus auch mal mit f2.0 oder gar f2.8 entspannt losziehen könnte?. Hier hat Panasonic - für den Videozweck - einen deutlich besseren Job gemacht, als die Theorie der Sensorgröße vermuten läßt: weitgehend gleichgut anstatt viermal schlechter.
Geräte auf die ich mich freue, merkt man vielleicht!

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