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Programmieren in LiveCode 9.6

Programmieren in LiveCode 9.6

Weil ja die Schule gerade wieder startet, hier mal ein kurzer Artikel über das Programmieren mit LiveCode.

LiveCode ist der Nach-Nachfolger von Apple HyperCard, das 1987 erschien und bis 2004 Teil des Macintosh Betriebssystems war. Die Grundidee war das Informationen auf einer (Kartei)karte stehen und mit der Programmiersprache HyperTalk Aktionen ausgeführt werden konnten. Dabei war HyperTalk leicht zu erlernen. Die Grundidee von HyperCard wurde von einigen Programmieren übernommen. Im Jahr 2001 entwickelte eine Firma in Schottland eine plattformunabhängige Entwicklungsumgebung unter dem Namen Runtime Revolution (RunRev), die später in LiveCode umbenannt wurde. LiveCode kann noch heute alte HyperCard-Stacks lesen und abspielen. LiveCode hat ein grafisches Benutzerinterface und kann für Rapid Application Development (schnelle Programmprojekte) genutzt werden. Die aus HyperTalk weiter entwickelte Programmiersprache in LiveCode orientiert sich an der englischen Sprache und ist vielfach selbst erklärend.

Mit LiveCode können Anwendungen für Windows, macOS, Linux, Android, iOS, Raspberry Pi sowie das Web geschrieben werden. Ziel von LiveCode ist, »jedem Menschen das Programmieren zu ermöglichen«. Außerdem kann LiveCode mit Widgets, Java, C und System APIs erweitert werden. LiveCode kann mit einem Zusatzmodul auch auf Datenbanken von FileMaker zugreifen. 

Auf der einen Seite ist LiveCode »geschwätziger«, weil Zuweisungen statt mit einem Symbol wie dem Gleichheitszeichen mit Worten erfolgen.

LiveCode:       put -13.9 into MeineZahl

Javascript:     MeineZahl = -13.9;

Auf der anderen Seite kann LiveCode viele Codezeilen einsparen und Anweisungen sind selbsterklärend:
»Sortieren die Zeilen eines Textes absteigend nach dem letzten Element jeder Zeile« sieht dann so aus:

LiveCode:      

sort lines of theText descending by last item of each

Javascript:  

theText = theText.split(”\n”);

theText = theText.sort(sort_item_3).join(”\n”);

function sort_item_3(line1, line2){

    line1 = line1.split(”,”);

    line2 = line2.split(”,”);

    if(line1[2] == line2[2]) return 0;

    else 

        if(line1[2] > line2[2]) return -1;

       else return 1;
}

Was ist neu seit Version 9.6?

Mit Version 9.6 hat sich das Geschäftsmodell von LiveCode geändert. 

  • Anfänger, Hobby-Anwender und Studenten können LiveCode für USD 9,99 pro Monat nutzen, egal ob auf macOS, Windows oder Linux.
  • Kommerzielle Programmierer können LiveCode ab USD 299 pro Jahr nutzen.
  • Bildungseinrichtungen bekommen besondere Konditionen beim Ausrüsten Ihre Arbeitsplätze.

Die Programmiersprache wird kontinuierlich weiter entwickelt. Neu in Version 9.6 sind unter anderem:

  • Unterstützung von Xcode 11+ / iOS 13+
  • Dark mode detection
  • Updated Android text rendering
  • Android PDF Printing support
  • Android Barcode Scanner widget
  • Speech Library

Sprache und Handbuch

Oberfläche und alle Handbücher sind rein englisch.

Systemvoraussetzungen

  • Windows 7 bis 10 
  • Linux Ubuntu 14.04 und 16.04, Fedora 23 & 24, Debian 7 & 8, CentOS 7
  • macOS 10.9 bis 11.x
  • iOS ab 11.2
  • Android ab 5.0
  • HTML5

Links 

Alternativen

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Bildquellen:
Vorschau, Titel: © 2021 LiveCode Ltd.

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Kommentare
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Portrait von jmittendorf
  • 13.09.2021 - 21:38

Das sieht ja ganz nach einem Abo aus.

Portrait von draupnir
  • 14.09.2021 - 07:21

Ja, das ist wie bei so vielen ein Abo. Bis zur Version 9.6 gab es die Einsteigerversion kostenlos, doch dann war der Quellcode nicht geschützt.

Portrait von kalau
  • 20.09.2021 - 18:47

Mal abgesehen von der bedauerlicherweise ersatzlos entfallenen kostenlosen Einsteigerversion haben die Freunde bei LiveCode ein "interessantes" Geschäftsmodell entdeckt:
Die Lizenzen für die Windows- und die Mac-Plattform kosten monatlich einzeln jeweils €8,99 netto.
Kauft man beide zusammen, kosten sie nicht etwa netto €17,98 sondern stramme €27,99 pro Monat zzgl. MwSt.
Das muss man nicht verstehen, es ist aber für mich ein weiterer Grund das Thema LiveCode nunmehr endgültig ad acta zu legen.

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