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Reisefotografen 2017 und zwei Forschungen im Bereich der Fotografie

Reisefotografen 2017 und zwei Forschungen im Bereich der Fotografie
Etwas Sehenswertes und zwei Entwicklungen

National Geographic hat Gewinner ausgezeichnet und zwei Forschergruppen zeigen ihre aktuellen Entwicklungen – in der einen geht es um die „multiperspektivische Projektion“, in der anderen um die Anzeige von Bildbearbeitungen auf dem Smartphone, und zwar noch während der Aufnahme.
 

National Geographic: Travel Photographer of the Year 2017

National Geographic hat in der vergangenen Woche die Erstplatzierten in den verschiedenen Kategorien des Wettbewerbs um den Titel Travel Photographer of the Year 2017 bekannt gegeben. Gesamtsieger wurde der Mexikaner Sergio Tapiro Velasco. Mit seinem Bild „The Power of Nature“ präsentiert er ein Motiv, das ihm persönlich einen der aufregendsten Momente seines Lebens bescherte. Darauf zu sehen ist die Eruption des mexikanischen Colima-Vulkans am 13. Dezember 2015. Neben der in die Höhe wallenden Aschewolke durchzieht zugleich ein gewaltiger Blitz die Szenerie. Kategorie: unbedingt mal ansehen! Auf der verlinkten Seite lassen sich die Aufnahmen auch als Wallpaper herunterladen.
   

Digitaler Zoom: Bildkomposition nachträglich bearbeiten

Die Position der Kamera und die Brennweite sind entscheidende Parameter für das, was am Ende auf einem Foto zu sehen ist. Wissenschaftler der Universität von Kalifornien und der Forschungsabteilung von NVIDIA haben eine Methode vorgestellt, mit der die Komposition einer Szene im Nachgang beinahe beliebig verändert werden kann.

Ausgangsmaterial ist eine Reihe von Fotos – die Kamera bewegt sich dabei mit fester Brennweite auf die Szene zu (im Video bei 2:12 min). Aus den Einzelbildern wird per Algorithmus eine „multiperspektivische Projektion“ generiert (3:20 min). Der Prozess basiert im Wesentlichen auf drei Schritten: Aus den Fotos werden Informationen über die Strukturen herausgefiltert, die in einer dreidimensionalen Szene rekonstruiert werden. Mit deren Hilfe kann dann das Rendering der neuen Bildkomposition erfolgen (ab 3:29 min).

Weitere Informationen zum „Computational Zoom“ findet ihr auf der Projektseite, empfehlenswert ist zudem ein Blick ins Video, bei dem ab Minute 3:58 dann zahlreiche Beispiele gezeigt werden:
 

   

„Vorbearbeitung“ von Bildern auf dem Smartphone

Forscher des MIT und von Google haben ein System präsentiert, mit dem sonst übliche Nachbearbeitungen bereits während der Aufnahme auf dem Display von Smartphones angezeigt werden. Hierfür wurden bereits existierende Prozesse derart verschlankt, dass sie lokal auf mobilen Geräten ablaufen können.

Zunächst wurde dem System unter Verwendung von 5.000 originalen und bearbeitenden Fotos beigebracht, wie eine Bearbeitung sinnvollerweise aussehen könnte. Die angewandte Architektur sei dabei in der Lage, lokale, globale sowie bildinhaltsabhängige Entscheidungen bezüglich einer Bildbearbeitung zu treffen. Während der Anwendung generiert die Software dann zunächst ein gering aufgelöstes Bild. An diesem ermittelt sie ein Set von Transformationsparametern, die anschließend aufskaliert und auf das hochaufgelöste Bild angewandt werden.

Im Prinzip bearbeiten die Algorithmen also nicht direkt das gesamte Eingabe-Bild mit all seinen Pixeln. Stattdessen ermitteln sie zunächst in einer kleinen Version des Bildes, wie die Bearbeitung aussehen soll und wenden die gefundenen Parameter dann auf das Eingabe-Bild an.

Mit dieser Methode könnten hochaufgelöste Bilder auf Smartphones innerhalb von Millisekunden analysiert und entsprechend bearbeitet werden. Dies ermögliche die Anzeige des bearbeiteten Bildes auf einem Display von 1080p quasi in Echtzeit – in der Veröffentlichung wird unter anderem ein Beispielfoto mit 12 Megapixel gezeigt, dass innerhalb von 61 Millisekunden umgewandelt wurde. Im Video sind Beispiele bei Minute 2:09 und dann bei 2:24 zu sehen. Weitere Informationen dazu findet ihr auf der Projektseite.
 

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Pixabay

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Kommentare
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Portrait von Mate2710
  • 12.08.2017 - 16:58

Auf jeden Fall die Bilder sind unglaublich beeindruckend...

Portrait von geraldw
  • 08.08.2017 - 18:38

National Geographic: Travel Photographer of the Year 2017 - hier gibt's wirklich wahnsinns Bilder, Hut ab vor den Fotografen !!!

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