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Wurde hier etwas ausgeschnitten?

Wurde hier etwas ausgeschnitten?
Und was ist so besonders an diesem Bild?

Ein Foto mit ein paar Bäumen, einer nicht eben ansehnlichen Hausfassade im Hintergrund, einer wenig zurechtgemachten Straßenoberfläche im Vordergrund sowie mit einem Auto und einem klobigen Gehäuse – und dann machte sich im Nachgang offensichtlich jemand mit digitalen Auswahlwerkzeugen die Mühe, die beiden zuletzt genannten Bildelemente akkurat zu entfernen. Mehr ist es nicht, was auf diesem Bild zu sehen ist – oder doch?!

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

Okay – nicht nur dem Kennerauge dürfte mit einem weniger flüchtigen Blick relativ schnell auffallen, dass hier eigentlich so gar nichts digital ausgeschnitten wurde. Stattdessen handelt es sich bei dem zu Sehenden um ein ganz reales Karomuster.

Wobei – das stimmt so nun auch wieder nicht, denn wechselt man die Perspektive, so zeigt sich: Nicht alles ist in Wirklichkeit ein Karomuster, was soeben noch als solches gedacht wurde:

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

Bei dem Werk handelt es sich um ein mit Graffiti besprühtes Auto, das auf dem Streetart- und Graffiti-Festival Stenograffia 2017 in Jekaterinburg in Russland zu sehen ist. Im Team der sprühenden Künstler mit offensichtlich guter Perspektiv-Kenntnis waren: Andrey Kolokolov, Taisia Spirina, Alex-T Streetart, Max Parfenov, Dmitry Chabanov, Konstantine Rachmanov und Anna Klec. Die hier zu sehenden Fotos wurden von Anna Christova und dem bereits erwähnten Dmitry Chabanov aufgenommen (zu finden im Behance-Profil von streetArt).

Im Folgenden noch die bunte Ausgangssituation der eigentlichen Szene, die zunächst vollständig mit Weiß und anschließend mit entsprechenden Grauflächen versehen wurde, um Illusion zu hinterlassen:

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

2D Graffity Car
Bildquelle: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: streetArt (Behance) / CC BY-NC-ND 4.0

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Kommentare
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Portrait von muellimaus
  • 14.07.2017 - 11:49

Richtig teuschend,dachte an ausschneiden auf den ersten Blick.Klasse gemacht !

Portrait von pokerix
  • 13.07.2017 - 09:21

Keine dumpe Sprühaktion, sondern ein humorvoller, hintersinniger, wunderschöner Hingucker, der zum Schmunzeln und Verweilen einlädt. Respekt! Danke für's Teilen!

Portrait von maria67
  • 13.07.2017 - 08:42

wow, genial wie das aussieht, dachte wirklich zuerst, dass was ausgeschitten wurde......
hut ab

Portrait von psd_lob
  • 12.07.2017 - 16:13

Dieses Thema wird wohl nie Tod zu machen sein, da es immer gegenwärtig bleiben wird. Zumindest bis von der Wissenschaft uns adäquate Erklärungen geliefert werden können.

Wäre aber auch ein gutes und prädestiniertes Beispiel: um unseren Mitmenschen wirklich verstehen zu können/wollen oft eine MINIMALE Positionswechsel hierdurch eine Perspektive Änderung ausreicht, damit sich ein gangbarer Weg aufzeigt ..;))

Besten Dank für das unermüdliches Teilen an den Autor des Beitrags!!

Portrait von gnatzkorken
  • 12.07.2017 - 09:41

Beeindruckend! Optische Täuschung at its best. :-)

Portrait von jmittendorf
  • 12.07.2017 - 09:28

Wie LikeLowLight schon geschrieben hat sind solche Effekte immer wieder sehr interessant. Das menschliche Auge läßt sich immer wieder täuschen.

Portrait von LikeLowLight
  • 12.07.2017 - 11:05

Noch viel schlimmer: Würde unser Hirn nicht auf einmal als richtig erkannte Erfahrungen zurückgreifen (können), wären wir im täglichen Leben total überfordert. Einmal als Baustein abgespeichert, wird das vorerst nicht mal hinterfragt. Nach dem Prinzip funktionieren auch Tarnen und Täuschen. Nicht nur bei Menschen.:)

Portrait von Malinho
  • 12.07.2017 - 07:17

Krass. Tolle Idee.
Das ist Kunst.

Portrait von LikeLowLight
  • 12.07.2017 - 06:32

Diese Effekte sind immer wieder faszinierend, weil sie uns zeigen, wie unsere Wahrnehmung tatsächlich funktioniert. Man sieht sie immer wieder in Technischen Museen, auch in der Knoff-Hoff-Show wurden solche Effekte dargestellt. Und vor der CGI-Zeit wurden solche Techniken unter der Bezeichnung Matt-Painting in Filmen verwendet. Die waren in vielen Fällen wirklich unglaublich, weil Übergänge zwischen dem gemalten Bild und den gefilmten Sequenzen nicht nur optisch korrekt waren, sondern auch die Farben und Tonwerte übereinstimmten.

Portrait von psd_lob
  • 12.07.2017 - 16:04

... besten Dank für die Einblicke!

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