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Zum Start in die Woche 35

Zum Start in die Woche 35
Ein Blog-Beitrag beschäftigt sich mit der Urheberrechtsfrage für Schriften. Zwei Tools für Fotografen. Und ein Tipp für alle, die der beständigen Food-Fotografie etwas entgegenhalten möchten.

1. Mythos Schriftsoftware

Aus dem PSD-Forum heraus, gefunden von pixelmaker, hier eine „kritische Anmerkung von Wolfgang Beinert“ im Typolexikon zum Thema Schriften und Urheberrecht. 

Der Kommunikationsdesigner, Typograph und Lehrende greift in dem Beitrag die Problematik auf, dass Schriftenhäuser bzw. -händler Fonts mit Urheberrechten, wie in Musik und Kunst bekannt, schützen und sie zudem ähnlich einer Software behandeln möchten. Unsachlich sei dies und sogar noch mehr: ungeheuerlich.

Schrift gehöre zum Kulturgut, weshalb Buchstaben, auch in ihren digitalen Erscheinungsformen, im Prinzip Repliken seien – Repliken von geringer Schöpfungshöhe und damit nicht schutzfähig.

Außerdem wird die Frage gestellt, ob Schriftenhändler eigentlich tatsächlich über die Urheber- und Nutzungsrechte verfügen. Die Antwort: ein entschiedenes Nein. Das sei bislang in allen Fällen hinsichtlich der urheberrechtlichen Schutzfähigkeit und auch bezüglich des Gebrauchsmusterschutzes so entschieden worden. Einzig Namen wie zum Beispiel für die „Segeo Ul“ konnten als Warenzeichen gesichert werden.

Der neueste Trick der Händler sei nun, dass Schriften als Software unter dem End User License Agreement (EULA) gehandelt würden, doch auch dieses Vorgehen sei ziemlich umstritten. „Das heißt aber nicht, dass gut zubereitete Qualitätsschriften nichts kosten dürfen“, fügt Beinert hinzu.

Lest euch den Artikel bei Interesse einmal in Gänze durch – spannend, was dort zum Thema noch ausgeführt wird.


2. Ein „Flügel“ für Fotografen
Von Zeit zu Zeit weckt Edelkrone mit etwas anders gedachtem Equipment für Fotografen Interesse. Dieses Mal handelt es sich um den Wing, der als Tripod-Aufsatz ohne Schienen für geschmeidige Bewegung sorgen möchte. Der Zusatz wird manuell bedient, soll neben seiner Präzision vor allem durch geringe Maße beim Transport auffallen (147 x 45 x 66 mm) und die Kamera im Einsatz auf einer Länge von bis zu 40 cm bewegen können. Kostenpunkt bei Edelkrone momentan: 219,99 €, ohne Mehrwertsteuer. 
 


3. Canon: Wi-Fi-Adapter
Hier noch ein kleines, aber eventuell nützliches Kärtchen von Canon: der W-E1. Sieht aus wie eine SD-Karte, ist es aber nicht, denn darauf gibt es keinerlei Speicherplatz.

Stattdessen ermöglicht der Adapter den WLAN-Transfer von JPEGs und MP4-Videos. Vertrieben wird der W-E1 entweder zusammen mit einer EOS 7D Mark II oder er kann einzeln erworben werden. Für neue und auch gekaufte Exemplare der EOS 7D Mark II bietet der Adapter alle Funktionen. Bei den beiden anderen kompatiblen Kameras, die genannt werden (EOS 5DS und EOS 5DS R), beschränkt sich der Transfer auf die Bilder – eine Videoübertragung ist also nicht möglich. Damit der W-E1 auf bereits im Inventar befindlichen Kameras funktioniert, ist ein Firmware-Update erforderlich.

Um die Kamera mit einem Mobilgerät aus einer Entfernung von bis zu 10 Metern fernzusteuern, bedarf es der Canon Connect App. Auf PCs oder Macs verbindet hingegen die EOS Utility Software. Von Canon vorgeschlagener Kostenpunkt: 49,99 €. Die Auslieferung ist für Oktober angesetzt. Hier geht es zu den Details.


4. Food, Food, Food und Gegenmaßnahmen
Abschließend für alle, die sich in ihrer näheren Umgebung von beständiger Food-Fotografie genervt fühlen und das Essen im Restaurant einfach mal wieder ein Essen im Restaurant sein lassen wollen, hier ein kleines How-to für Gegenmaßnahmen:
 


Euer Jens

Bildquelle Vorschau und Titel: Pixabay

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Kommentare
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Portrait von Al Bo
  • 04.09.2016 - 17:32

Der Typlexikoni Beitrag ist echt interessant, da treiben mal wieder einige Firmen ihr Spielchen. Ich habe kein Problem damit einem Designer ein paar Euro für seine Arbeit zu zahlen - Nehmen und Geben sag ich da nur.

Portrait von berndschwartz
  • 31.08.2016 - 23:42

Vielen Dank für den Beitrag Typlexikoni, wirklich beeindruckend...

Portrait von arema03
  • 30.08.2016 - 20:56

Hallo Jens,
Danke für der Beitrag von Typlexikoni - war für mich sehr interesant

Portrait von LikeLowLight
  • 29.08.2016 - 20:52

Die Ansichten, dass die Schrift ein Kulturgut der Menschheit ist, kann sicher nicht bestritten werden. Da die einzelnen Zeichen in unglaublich vielen Größen, Formen und Varianten jeweils eindeutig erkannt werden hat zu dieser Vielfalt geführt, und laufend sind neue Kreationen verfügbar. Die ursprüngliche Aufgabe der Zeichen, in Kombinationen Worte zu bilden impliziert, dass jeder Buchstabe eines beliebigen Fonts eindeutig erkannt wird. Ob daraus tatsächlich abzuleiten ist, dass es sich bei einem beliebigen Font um die im Juristenjargon bezeichnete geringe "Schöpfungshöhe" handelt, damit für keinen Font ein Urheberrecht geltend gemacht werden kann, können vermutlich nur Höchstgerichte entscheiden. Dass es Firmen gibt, die aus allem und jeden Geld verdienen wollen ist ja nicht außergewöhnlich, man braucht ja nur zu schauen, welche Patente in der Biotechnologie eingereicht werden.
Ob es jedoch überhaupt zu einem Entscheid durch ein Höchstgericht kommt halte ich für nicht wahrscheinlich, und wenn, dann bestenfalls in Europa. Wenn US-Firmen massive wirtschaftliche Interessen haben wird es nach US-Recht vor US-Gerichten zu Entscheidungen kommen. Mehr brauche ich nicht zu schreiben.

Portrait von PSDdsrandficht
  • 29.08.2016 - 19:33

Hallo Jens,
der Beitrag von von Typlexikoni hat mich sehr beeindruckt, gut das es solche sachkundige Personen gibt die sowas aufdecken und öffentlicht machen.
Ein großes Dankeschön.

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