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Zum Tod von Daniel Josefsohn

Zum Tod von Daniel Josefsohn
Am vergangenen Samstag ist der Fotograf Daniel Josefsohn im Alter von 54 Jahren gestorben. Er hinterlässt seine Lebensgefährtin Karin Müller und ihren gemeinsamen Sohn.

Josefsohn wurde am 22. September 1961 in Hamburg geboren. In jungen und jugendlichen Jahren galt seine Aufmerksamkeit zunächst vor allem dem rollenden Brett unter seinen Füßen. Er gehört damit zu den ersten Skateboardern Deutschlands. In den 80ern griff er dann jedoch lieber zum Fotoapparat. Hierzu wird er in diesem Zeit-Magazin-Nachruf so zitiert: „Früher war das Skateboard die Verlängerung meines Fußes, dann die Kamera die Verlängerung des Arms".

Josefsohn avancierte zu einem wichtigen und angesehenen Fotografen in Deutschland. Er fotografierte Persönlichkeiten wie Franz Beckenbauer, die Klitschkos (hier, Bild 46) oder zuletzt auch Jan Böhmermann. Größere Bekanntheit erlangte er durch eine MTV-Plakatkampagne in den 90er-Jahren, bei der verschiedene Personen abgelichtet und mit Bezeichnungen wie „Miststück“ oder „Konsumgeile Göre“ versehen wurden.

Der Fotograf schuf Bilder für verschiedene Magazine wie jetzt, brand eins, das SZ-Magazin oder das ZEITmagazin. Berühmt ist unter anderem eine Serie, in der er Menschen mit den Stormtrooper-Helmen aus Star Wars posieren ließ. Darüber hinaus war er von 2010 bis 2012 Kreativdirektor der Volksbühne Berlin.

Am 15. November 2012 erlitt Josefsohn einen Schlaganfall und saß seither halbseitig gelähmt im Rollstuhl. Über sein Leben davor und danach berichtete er zusammen mit seiner Lebensgefährtin im ZEITmagazin in der preisgekrönten Fotoreportage „Am Leben“. Mit „Der mit den Orthodoxen tanzt“ entstand sein letztes Werk für das Magazin.

In den Artikeln zu Josefsohn werden dem Fotografen Attribute wie „Punk“ (Deutschlandradio Kultur) oder „Provokateur“ (Stern) zugeschrieben – auf jeden Fall hat er eben andere und mitunter sehr auffällige Wege beschritten und „sah, wo andere nur hinschauten“ (Spiegel).

Bildreihen des Fotografen können unter anderem im Stern sowie bei der Zeit angesehen werden. Ein umfassender Bericht aus dem Jahr 2014 findet sich im Spiegel und ein „Spiegel-Reflex“, das heißt in diesem Falle eine Selbstbeobachtung, gibt es bei brand eins. Auf der Website von Daniel Josefsohn selbst erhaltet ihr weitere Eindrücke.

Euer Jens
 

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