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Tutorialbeschreibung

PDF-Formulare erstellen mit Adobe LiveCycle Designer - Grundlagen

PDF-Formulare erstellen mit Adobe LiveCycle Designer - Grundlagen

Elektronische Formulare, die mit Adobe Acrobat oder dem Adobe LiveCycle Designer erstellt wurden und mit dem Adobe Reader ausgefüllt werden können, werden ein elementares Einsatzfeld von PDF-Dokumenten sein. Dank eigener Intelligenz und interaktiven Möglichkeiten sind PDF-Formulare die Zukunft im Formularwesen.


Dieser Workshop gibt einen Überblick über die wesentlichen Funktionen und Möglichkeiten, auf einfache Weise ein PDF-Formular zu erstellen. Nicht alle Techniken werden berücksichtigt. Dieses Tutorial ist daher nur eine Auswahl an Möglichkeiten und soll einen Überblick über das Wesentliche geben.

Allgemeines

Adobe Acrobat 8 hat einen eigenen Assistenten zum Gestalten von Formularen, den Adobe LiveCycle Designer – allerdings nur unter Windows. Bereits Acrobat wartet mit einigen Werkzeugen und Funktionen zur Formularerstellung und -bearbeitung auf. Mit dem LiveCycle Designer und den Einsatz von JavaScript werden Formulare neben den Möglichkeiten zum Design auch eine willkommene Alternative zu eher schwerfälligen HTML-Formularen im Onlinebereich bilden, d. h. mit diesen Programmen sind neben PDF-Formularen auch HTML-Formulare möglich zu erstellen.

Vorteile von PDF-Formularen
- das Format PDF ist das Format der Zukunft – interaktive Akzente geben dem Format weitreichende Funktionalität, dank des PDF/A ist es für die Archivierung von Dokumenten in Zukunft ebenso tonangebend
- digitaler Workflow wird mit elektronischen Formularen stark erweitert
- Aufwand der Erstellung und Gestaltung eines PDF-Formulars ist gering
- PDF-Formulare können im Adobe Reader, der plattformübergreifend funktioniert, ausgefüllt, gedruckt und versendet werden
- Daten aus PDF-Formularen lassen sich in Datenbanken einspeisen, aber auch aus Datenbanken beziehen
- automatische Berechnungen, Sprachauswahl, digitale Signaturen (Unterschriften), Barcodes und Bilder in Formularen sind möglich
- Formulare lassen sich schützen, sodass diese nur ausgefüllt, aber nicht verändert werden können
- ausgefüllte Formulare mehrerer Benutzer lassen sich über Adobe Acrobat sammeln und auswerten, die Ergebnisse können in eine neues PDF-Dokument exportiert werden, diese Funktion ist sehr sinnvoll für Umfragen
- können alles, was auch HTML-Formulare können (Checkbox/Radiobuttons/Textfelder/etc.) und bilden daher eine Alternative zu oft schwerfällig programmierbaren HTML-Formularen; Programmierkenntnisse sind nur sehr bedingt und bei komplexen Formularen nötig
- dank der Unterstützung von JavaScript ist kaum eine Anwendung für PDF-Formulare undenkbar

Anwendungen
Adobe Acrobat 8 und LiveCycle Designer – Formulare erstellen:
- aus einer Vorlage aus von 24 Anwendungen, die sich hauptsächlich an das Geschäftsformularwesen orientieren (Angebot, Bestellung, Zeitnachweis, Rechnung, Urlaubsübersicht, etc.)
- aus einer PDF-Datei mit grafischen, aber nicht interaktiven Formularfeldern
- mit Daten aus einem Tabellenkalkulationsdokument
- durch ein Papierdokument, dass eingescannt wird mit Texterkennung

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Des Weiteren bietet der LiveCycle Designer noch die Möglichkeit, ein neues Formular zu erstellen,
- aus einem leeren Formular
- anhand einer Tabelle
- aus einem importierten Word-Dokument

Um ein Formular zu erstellen, wählst du eines der Möglichkeiten aus. In meinem Beispiel habe ich ein Formular mit grafischen, aber nicht interaktiven Formularfeldern vorbereitet.
Das Formular beinhaltet die Teilnahmebestätigung an ein Klassentreffen.

PDF-Formularfelder erstellen und bearbeiten

Du öffnest dein PDF-Dokument, dass zum PDF-Formular werden soll und gehst auf Formulare => Formulare erstellen in der Aufgaben-Werkzeugleiste.

Im sich öffnenden Dialogfenster wählst du die zweite Anwendung „Mit elektronischem Dokument beginnen“ und klickst auf „Weiter“. Anschließend kommt die Abfrage, ob das aktuelle Dokument verwendet werden soll, oder ein anderes, dass du erst noch über den Dateibrowser zuordnen musst. Du bestätigst, dass das aktuelle Dokument verwendet wird. Im nächsten Schritt gibst du an, dass du die Formularfelder manuell platzierst und klickst wieder auf „Weiter“.

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Jetzt öffnet sich der Adobe LiveCycle Designer und fragt ab, ob du Schaltflächen zum Drucken und Versenden hinzufügen willst. Dafür musst du die Haken im Kontrollkästchen setzen und deine E-Mailadresse angeben. Danach bestätigst du mit „Fertig stellen“.

Das bestehende PDF-Dokument wird in eine PDF-Formular konvertiert und du kannst es nach deinen Wünschen bearbeiten.

Hierfür stehen dir verschiedene Formularfeldtypen zur Verfügung. Sie sind im Fenster „Bibliothek“ aufgeführt. Dieses Fenster unterteilt die Formularfeldtypen in Favoriten, d. h. die meistverwendeten Formularfeldtypen, und Standard, in denen weitere aufgeführt werden. Die Formularfeldtypen finden sich in der „Bibliothek“ im Adobe LiveCycle Designer und in der Werkzeugleiste „Formulare“ sowie im Menü unter Werkzeuge => Formulare in Adobe Acrobat.

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Adobe Acrobat kann ebenso wie der LiveCycle Designer Formularfeldtypen hinzufügen. Doch ist der LiveCycle Designer nicht ohne Grund der Assistent für Formularerstellung und -gestaltung. Daher werde ich mich bei der Herangehensweise bei der Formularerstellung hauptsächlich auf den LiveCycle Designer beziehen.

Die Schaltflächen wurden automatisch hinzufügt. Du kannst die Beschriftung ändern und auch woanders platzieren.

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Da es sich bei diesem Dokument bereits um ein vorgefertiges handelt, welches mit Adobe InDesign Schrift- und Grafikelemente (Rahmen für Textfelder) bekommen hat, sind einige Funktionen des Adobe LiveCycle Designers nicht möglich. Das schränkt die Vielfalt und Bequemlichkeit in der Bearbeitung ein. Es gehen foldende Funktionen nicht bei PDF-Dokumenten mit PDF-Grafiken, d. h. bei vorgefertigten Dateien:
- Inhaltsbereiche
- Kreise
- Tabellen
- Teilformulare
- Rechtecke
- Texte
- Bilder
- Umfragen
- Unterschriften

Darüber hinaus ergeben sich bei einigen Funktionen Einschränkungen. So funktioniert die Beschriftung nicht bei Kontrollkästchen und Optionsfeldern.

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Es ist daher genau abzuwägen, ob ein eingescanntes oder in einem Layoutprogramm vorgefertigtes Dokument wirklich notwendig ist, oder ob auf eine Vorlage verzichtet werden kann, weil der LiveCycle Designer die Elemente selbst sehr gut erstellen kann.

WICHTIG: An dieser Stelle wird ein Formular komplett aus Adobe LiveCycle Designer erstellt ohne programmexterne Vorlage.

Um ein neues Dokument zu erstellen, wähle im Menü => Datei => Neu (STRG+N). Schon öffnet sich ein neues leeres Dokument. Die Punkte im Hintergrund des Designansicht sind ein Raster, an welchem sich die Formularelemente orientieren können. Das erleichtert dir die Platzierung von untereinander folgenden Elementen. Das Raster kann über Menü => Ansicht => Raster ein-/ausgeblendet werden.

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Text

Das Text-Werkzeug dient der Information für den Benutzer. Es ist ein Anweisungswerkzeug für Überschriften oder anderen informationelle Texte.

Du klickst in der Bibliothek auf das Text-Symbol und klickst an einer beliebigen Stelle im Formular, wo dein Text stehen soll. Dann kannst du den Text schreiben. Der Textrahmen wird automatisch vergrößert, wenn du mehr Text hast als der vordefinierte Rahmen Platz gibt. Die Textrahmen kannst du je nach Belieben in der Platzierung verändern. Textformatierungen lassen sich über das Schrift- und Absatzfenster vornehmen. Somit kannst du Überschriften bspw. mit einer fetten und etwas größeren Schrift erkennbar machen. Das Schrift- und Absatzfenster kannst du über Menü => Fenster => Schrift/Absatz (SHIFT+F4/SHIFT+F5) einblenden.

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Textfelder einzeilig

Textfelder nehmen Wörter und Zahlenfolgen auf und dienen dem schriftlichen Ausfüllen durch den Benutzer.

Um ein Textfeld zu erstellen, wählst du das Textfeldsymbol in der Bibliothek und definierst wie mit einem Auswahlwerkzeug das Textfeld. Durch das Raster lassen sich mehrere aufeinander folgende Textfelder sehr gut in der Größe vereinheitlichen. Entweder ziehst du weitere Textfelder oder kopierst das bestehende mit STRG+C und fügst es erneut ein mit STRG+V und positionierst es an der gewünschten Stelle. An der linken Seite des Textfeldes erscheint ein Platzhaltertext „Textfeld“. Diesen kannst du dann umbenennen. Textformatierungen lassen sich ebenso über die Schrift- und Absatzfenster vornehmen.

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Die Textfeld lässt nur einzeilige Eingaben zu. Um mehrzeilige Eingaben zu erlauben, musst du in der Registerkarte „Feld“ der „Objekt“-Palette die Option „Mehrere Zeilen zulassen“ aktivieren. Dafür muss das Textfeld aber groß genug sein.

Sinnvoll ist es, die Texteingabe auf die Größe des Textfeldes zu begrenzen. Dazu setze ein Häkchen in die „Feld“-Registerkarte der „Objekt“-Palette bei „Länge auf sichtbaren Bereich beschränken“.
Somit haben diese Textfelder Platz für 45 Zeichen. Zwei Vorteile ergeben sich daraus. Zum Einen würden bei weiteren Zeichen die ersten eingegebenen Zeichen links aus dem Textfeld verschwinden, was nicht schön ist. Zum Anderen ist es auch Sicherheitsgründen relevant, die Eingabe zu beschränken, damit keine Skripte oder ähnliches in die Textfelder eingegeben werden, um so eine Tür für einen „Systemangriff“ zu öffnen .

Das Erscheinungsbild der Textfelder kann ebenso angepasst werden. In der PDF-Ansicht kannst du eine Vorschau erhalten, wie das Formular als PDF-Datei aussehen wird.

In der „Feld“-Registerkarte der „Objekt“-Palette kann ich verschiedene Rahmen einstellen bzw. als unsichtbar definieren.

Und so sieht die PDF-Ansicht der Textfelder bisher aus:

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Optionsfelder (Radiobuttons)

Optionsfelder, auch bekannt als Radiobuttons, dienen dem Anwählen von eines Elements aus einer Elementenliste, während die anderen Elemente gleichzeitig ausgeschlossen werden.
Abzugrenzen sind die Optionsfelder von Kontrollkästchen. Kontrollkästchen erlauben mehrere Elemente gleichzeitig, während Optionsfelder immer nur ein Element zur Auswahl geben.

Während in Adobe Acrobat Radiobuttons umständlich nur über denselben Namen und unterschiedlichen Exportwerten über den Optionsfeld-Eigenschaften erstellt werden können, ergibt sich diese Funktion beim LiveCycle Designer von selbst.

Du klickst in der Bibliothek auf das Optionsfeld-Symbol und klickst es an der Stelle, wo der Button sein soll. Gleich darauf klickst du an der nächsten Stelle.

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Nun hast du zwei Radiobuttons, dessen Erscheinungsbild ebenso wie bei den Textfeldern bei Bedarf angepasst werden kann.
Wichtig ist, dass beide Optionsfelder, die jeweils durch einen orangefarbenen Rahmen umschlossen sind, von einem blauen Rahmen eingefasst werden. Dieser stellt sicher, dass sie beim Anklicken des Einen den Anderen ausschließen.

Als Platzhaltertext steht „Optionsfeld. Diesen kannst du dann wie gewünscht verändern.
Den Abstand zwischen Button und Text kannst du mit der schmalen Trennlinie ebenfalls variieren.

Damit bereits eine Option vorab aktiviert ist, wähle in der „Wert“-Registerkarte der „Optionen“-Palette den Standardwert 1 für den ersten gesetzten Button, 2 für den zweiten und so weiter.

Auch lassen sich wieder verschiedene Erscheinungsbilder für die Radiobuttons auswählen.

Und so sieht die PDF-Ansicht der Optionsfelder „Radiobuttons“ aus:

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Dropdown-Liste (Combobox/Kombinationsfelder)

Eine Dropdown-Liste ist ein Popup-Menü, aus denen der Benutzer immer nur einen Eintrag wählen kann. Es ist ähnlich der Optionsfeldgruppe. Der große Vorteil besteht darin, dass viele Informationen in einem kleinen Feld unterkommen. Da der gewählte Eintrag letztlich der sichtbare ist, eignet sich diese Funktion nicht für Formulare, die erst nach dem Ausdrucken ausgefüllt werden sollen.

Du wählst in der Bibliothek das Symbol für die Dropdown-Liste aus und ziehst, so wie du es bereits bei den Textfeldern gemacht hast, ein Feld. Beachte dabei, dass das Feld eine entsprechende Größe haben muss, um die Textlänge, die die einzelnen Einträge haben sollen, nicht zu unterschreiten. Die Beschriftung muss ebenfalls genügend Platz haben. Du kannst diesen Platz vergrößern über die schmale Trennlinie zwischen Menü und Text.

In der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette kannst du die Combobox-Elemente hinzufügen. Drücke auf das Plus-Zeichen. Es öffnet sich ein Eingabefeld im Textfenster. Du kannst das Eingabefeld auch mit einem Doppelklick im Textfenster aktivieren. Dort tippe den ersten Listeneintrag ein. Verfahre so weiter mit den nächsten Einträgen. Tipp: Gib vor der Eingabe erst ein Leerzeichen, sonst ist der Eintrag sehr dicht am Rand in der Combobox.

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In der Wert-Registerkarte der Objekt-Palette kannst du einen Eintrag als Standardwert festlegen. Das hat den Vorteil, dass die Combobox nach dem Öffnen des Formulars nicht leer ist.

Des Weiteren kann es sinnvoll sein, dem Benutzer die Möglichkeit zu geben, in der Combobox selbst einen Wert zu schreiben. Das muss aktiviert werden mit einem Häkchen „Benutzereingabe zu lassen“ in der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette. So kann der Benutzer in diesem Beispiel schreiben, wann er genau kommen möchte.

In der PDF-Ansicht sieht die Dropdrown-Liste im Formular so aus:

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Listenfeld (Listbox)

Listenfelder enthalten mehrere Einträge, aus denen der Benutzer einen oder mehrere auswählen kann. Die Einträge sind auf einen Blick in einem rechteckigen Feld sichtbar. Falls sehr viele Einträge vorhanden sind, kann der Benutzer durch die Einträge scrollen, wenn durch die Größe des Listenfeldes nicht alle Einträge sofort sichtbar sind.

Du wählst in der Bibliothek das Symbol für das Listenfeld aus und ziehst, so wie du es bereits bei den Textfeldern und der Dropdown-Liste gemacht hast, ein Feld, oder klickst einfach im Formular und passt danach die Größe der Listbox an. Im Kopf der Listbox steht der Platzhaltertext „Listenfeld“. Diesen kannst du ändern in einen beliebigen Text.

In der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette kannst du dem Listenfeld Elemente hinzufügen. Drücke auf das Plus-Zeichen. Es öffnet sich ein Eingabefeld im Textfenster. Du kannst das Eingabefeld auch mit einem Doppelklick im Textfenster aktivieren. Dort tippe den ersten Listeneintrag ein. Verfahre so weiter mit den nächsten Einträgen.

In der Wert-Registerkarte der Objekt-Palette kannst du einen Eintrag als Standardwert festlegen.
Wichtig ist es, bei gewollten Mehrfachnennungen die Berücksichtigung in der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette mit einem Haken in „Mehrere Auswahlen zulassen“ zu aktivieren. Jetzt kann der Benutzer mit gedrückter STRG-Taste mehrere Einträge anwählen.

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In der PDF-Ansicht sieht die Dropdrown-Liste bei gewählten Einträgen „Einzelzimmer“ und „mit Frühstück“ im Formular so aus:

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Kontrollkästchen (Checkbox)

Checkboxen sind Ankreuzfelder, die zwei Zustände angeben: angekreuzt oder nicht angekreuzt bzw. Ja oder Nein bzw. aktiviert oder nicht aktiviert. Dieses Formularobjekt dient zur Erstellung von Elementenlisten zum Anwählen mehrerer Einträge – sei es ein Element, alle Elemente oder nur einige.

Die Kontrollkästchen wählst du in der Bibliothek an und platzierst sie an die betreffenden Stellen im Dokument. Es steht der Platzhaltertext „Kontrollkästchen“, den du in deinen Text ändern kannst.

Ebenso hast du die Möglichkeit, in der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette die Größe und den Stil der Kontrollkästchen zu variieren. Es stehen 7 verschiedene Kontrollkästchenstile zur Verfügung.
Falls es sinnvoll ist, einen Standardwert vorzugeben, dann kannst du diesen in der Wer-Registerkarte der Objekt-Palette festlegen.

Damit der Benutzer weiß, worum es sich handelt, kannst du mit dem Text-Werkzeug noch eine kurze Information hinzufügen. Hier im Beispiel steht: „Ich bringe mit:“.

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In der PDF-Ansicht sehen die Kontrollkästchen mit verschiedenen Kontrollkästchenstilen im angeklickten Zustand im Formular so aus:

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Textfelder mehrzeilig

Textfelder dienen auch sehr gut für Kommentare, die der Benutzer angeben kann. Das Formular bietet mit einem mehrzeiligen Textfeld genügend Platz, um Botschaften bzw. längere Texte aufzunehmen.

Hierzu wähle in der Bibliothek das Textfeld-Werkzeug und ziehe dir einen Rahmen in der gewünschten Größe. Den Platzhaltertext ändere in „Kommentare:“. Nun aktiviere in der Feld-Registerkarte der Objekt-Palette die Zulassung mehrerer Zeilen und die Begrenzung des Textes auf die Textfeldgröße.

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Fertig ist dein Kommentartextfeld. In der PDF-Ansicht sieht dein Kommentartextfeld im Formular so aus:

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Dateiformate und Speichern

Zum Abschluss speichere das Formular als statisches Acrobat 7 PDF-Formular. Willst du eine Vorlage aus diesem Formular für Adobe LiveCycle Designer erstellen, dann speichere die Datei als .TDS-Datei.

Unterschiede in den Datenformaten:
- statische PDF-Formulare: unabhängig von der Benutzereingabe bleibt das Layout immer unverändert
- dynamische PDF-Formulare: das Layout ist dynamisch und reagiert auf die Benutzereingabe; die Formulare können sich erweitern, Tabellen neue Spalten/Zeilen und dem Dokument ganze Seiten hinzufügen
- XML-Formulare [xdp]: das ist das native (heißt: ursprüngliche) Dateiformat von Adobe LiveCycle Designer – nicht verfügbare Schriften werden dauerhaft ersetzt
- Vorlage-Formulare [tds]: das ist das native (heißt: ursprüngliche) Dateiformat für Vorlagen in Adobe LiveCycle Designer – das aktuelle Dokument wird als Vorlage für spätere Formulare in diesem Format gespeichert.

Das waren die wichtigsten Formularfeldtypen im Überblick.
Weitere Funktionen, Formularfeldtypen und Formatierungen stehen dem Anwender zur Verfügung.

Erweiterte Funktionen und Formatierungen

Textformatierungen

Für Textformatierungen stehen die Fenster Schrift (SHIFT+F4) und Absatz (SHIFT+F5) zur Verfügung. Dieses können über das Menü => Fenster aufgerufen werden.

Nützlich ist es zu wissen, dass Texte getrennt nach Beschriftung und Wert sowie zusammen formatiert werden können. Das heißt, möchtest du nur, dass die Texte in den Eingabefeldern besonders hervorgehoben werden, so stelle „Wert berechnen“ ein. Danach kannst du für die (noch leeren) Eingabefelder das Format festlegen.

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Für Textformatierungen stehen dir folgende Optionen zur Verfügung:
- Schriftart
- Schriftgröße
- Schriftstile (Fett/Kursiv/Unterstrichen/Doppelt unterstrichen/Durchgestrichen)
- Schriftfarben
- Absätze
- Einzüge
- Abstände

Ein- und Ausgabehilfe

Die Ein- und Ausgabehilfe kann dem Benutzer weitere Informationen zur Verfügung stellen.
Das Fenster für die Ein- und Ausgabehilfe kannst du über SHIFT+F6 oder Menü => Fenster aufrufen.

Es erscheint, wenn der Mauszeiger für eine kurze Zeit über ein Formularfeld steht (Rollover/Mouseover), ein Informationstext. (Diese Funktion gibt es ähnlich beim HTML mit dem TITLE-Tags bei Links und den ALT-Tags bei Bildern.)

Nicht nur Formularfelder, auch Textfelder werden berücksichtigt. Der Text, der erscheinen soll, wird im Ein-/Ausgabehilfe-Fenster unter Quickinfo eingegeben.

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Diese Quickinfo ist eine Hilfestellung für den Benutzer. Darin können weiteren Informationen zum Formularfeld, zum Sinn und Zweck der Angabe etc. transportiert werden. Auch nützlich ist diese Funktion, wenn das Formular von einem Benutzer ausgefüllt werden soll, der nicht die Sprache beherrscht, die für das Formular verwendet wurde. Darin können dann verschiedene Sprachversionen des Formularfeldes geschrieben werden. Somit ist die Ein-/Ausgabehilfe ein schnelles Mittel um Mehrsprachigkeit (wenn auch nur im begrenzten Maße) zu gewährleisten.

Der Benutzerdefinierte Bildschirmlesehilfen-Text ist für Benutzer mit Sehproblemen gedacht. Dieser Hilfetext wird von einem Lesegerät für den Benutzer ausgegeben.

Leider wird immer nur ein Text vom Formular berücksichtigt, entweder der unter Quickinfo oder der für Bildschirmlesehilfen.

Bildfeld

Bilder, Logos oder Werbebanner etc. lassen sich über das Bildfeld-Werkzeug ins Formular einfügen. Hierzu wähle einfach das Bildfeld-Werkzeug in der Bibliothek und klicke an der Stelle, wo das Bild platziert werden soll. Definiere über die Eckpunkte den Rahmen der Bildgröße und klicke anschließen doppelt in den Rahmen. Es öffnet sich der Browser und du kannst dir die Bilddatei aussuchen. Es werden die Formate BMP, JPG, GIF, TIF, EPS und PNG berücksichtigt.

Erscheinungsbild von Buttons und Eingabefelder

Das Erscheinungsbild der Eingabefelder lässt sich über die Registerkarte Feld in der Objektpalette auswählen. Es stehen in der Regel mehrere Möglichkeiten zur Auswahl. Darunter versenkte Rechtecke in 3D-Optik, ausgefüllte Rechtecke, eine unterstrichene Darstellung etc. Du hast ebenso die Möglichkeit, über eine benutzerdefinierte Eingabe das Erscheinungsbild nach deinen Wünschen (im Rahmen der Möglichkeiten des LiveCycle Designers) einzustellen.

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Datumsfeld/Uhrzeitfeld

Das Datums- und Uhrzeitfeld gibt dem Benutzer die Möglichkeit, den Tag und die Zeit anzugeben. In der Registerkarte Bindung in der Objektpalette kannst du einstellen, ob nur das Datum, nur die Uhrzeit oder beides eingetragen werden soll. Auch das Eingabeformat lässt sich festlegen, und zwar in der Registerkarte Feld in der Objektpalette.

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Wenn nur das Datum als Eingabe gewünscht ist, erscheint für den Benutzer bequem ein Kalender, aus dem er, sofern nicht das aktuelle Datum gewünscht ist, ein anderes wählen kann. Das aktuelle Datum steht vordefiniert im Kalender.

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Schaltflächen

Es besteht die Möglichkeit, mehrere Schaltflächen in das Formular platzieren. Von besonderem Vorteil sind die Schaltflächen „E-Mail senden“ und „Formular zurücksetzen“.
Bei der „E-Mail-senden-Schaltfläche“ kannst du die Zieladresse bereits festlegen. Ebenso kannst du den Betreff schon vorgeben. Damit fällt die Zuordnung der Formulare für den Bearbeiter sehr leicht. Für den Benutzer besticht diese Lösung darin, dass dieser nicht erst nach der richtigen E-Mailadresse suchen muss und die Betreffzeile benutzerfreundlich vorgegeben ist.

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Die Schaltfläche zum Zurücksetzen setzt alle eingetragenen Werte zurück in Anfangswerte.

Die Schaltfläche Drucken ergibt meines Erachtens nicht viel Sinn, weil der Drucken-Button in Adobe Reader/Adobe Acrobat vorhanden ist und keine weiteren Einstellungen, wie z. B. vordefinierte Drucker (etwa bei großen Unternehmen/Behörden für die Ansteuerung von Netzwerkdruckern für den Bearbeiter – heißt: nicht für sich Drucken, sondern für den Empfänger des ausgefüllten Formulars) möglich sind.

In der Registerkarte Feld in der Objektpalette kannst du einstellen, dass die Schaltflächen nur am Bildschirm sichtbar sind und beim Druck nicht angezeigt werden. Diese Funktion ist sehr gut, weil die Schaltflächen mit dem Inhaltlichen des Formulars wenig zu tun haben und sich eher auf das Verfahren an sich beziehen.

Das fertige Formular sieht so aus:

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Ausblick

Das Thema Formularerstellung ist in den Grundlagen einfach, für komplexe Anforderungen allerdings etwas anspruchsvoll. Mit diesem Workshop wurden die Grundlagen zur Erstellung eines PDF-Formulars erklärt.

Das PDF-Formular als Dokument:
Klassentreffen – PDF-Formular zum Ausfüllen

Die Arbeitsmaterialien (Vorlage als TDS-Dokument für Adobe LiveCycle Designer und PDF-Formular) gibt es im Anhang zum Download.


Kommentare
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Portrait von Trapila
  • 08.02.2013 - 10:34

Genau das, was ich gesucht habe. Vielen Dank dafür!

Portrait von FranzMartin
  • 12.09.2012 - 06:11

Herzlichen Dank für die ausführliche Beschreibung.
Sie hat mir sehr viel weiter geholfen, hervorragende Arbeit - Hut ab.

Portrait von steini2k
  • 24.08.2012 - 07:07

Jetzt habe ich wenigstens mal eine Ahnung wozu das Programm in der Lage ist und wozu man es benutzen kann.

Portrait von edaegelm
  • 28.06.2012 - 09:27

Jetzt habe ich es auch verstanden ... ;)

Portrait von Louie_K
  • 18.10.2011 - 23:30

Toll Toll Toll
Hat mir geholfen. Denke ich nun weis ich mehr!

so Long

Portrait von designsigrun
  • 14.09.2011 - 09:04

Ist es möglich die Hintergrund von einem erstelltem Formular zu tauschen? Wenn es eine Textänderung / Korrektur in der Vorlage gibt, will ich nur den Hintergrund/Vorlage tauschen und nicht das ganze Formular neu machen. Geht das?

Portrait von uhepp
  • 18.05.2011 - 12:22

Eindeutig beschrieben - das hilft mir, ein eigenes Formular zu erstellen.
Ich wünsche mir noch Infos zu Berechnungen, z. B. bei Bestellformularen.
Fazit: Brauchbares Tutorial zum Erlernen der Grundlagen.

Portrait von rumsler1987
  • 07.05.2011 - 07:36

Vielen Dank für das Tutorial... ich habe nur das empfinden, dass das Tutorial auf das nötigste beschränkt wurde. Ich hätte mir gewünscht dass es ein wenig detaillierter beschrieben wird und ein paar "nicht so klare" Schritte erklärt werden.
Aber trotzdem vielen Dank!

Portrait von Claudinchen
  • 13.04.2011 - 16:39

cooles dings ^^) Kann ich nur empfehlen, klar übersichtlich und vorallem nach vollziehbar!!!

Portrait von topmanager
  • 22.03.2011 - 10:44

Wunderbare Hilfe
werde es gleich mal umsetzen.

Portrait von Kaulke
  • 03.03.2011 - 11:49

Super, danke. Genau das, was ich jetzt brauche.

Bin aber auch kein Neuling in diesem Bereich und würde mich auch über eine Version für Fortgeschrittene freuen.

Danke für das gute Tutorial!

Portrait von j3mw
  • 15.02.2011 - 11:15

Schön ..
Das hätte ich mal früher sehen sollen, dann hätte ich mir das nicht alles selbst erarbeiten müssen ;)))

Portrait von iname
  • 09.02.2011 - 14:34

das werde ich doch gleich * ausprobieren, danke...

Portrait von photoheini
  • 21.10.2010 - 11:37

Sehr gut verständlich, gut bebildert, alles in allem ein Klasse Tutorial.

Portrait von heiko67
  • 07.10.2010 - 13:12

Leider fehlt jegliche Information über Berechnungen in Formularen.

Portrait von CWagner
  • 05.10.2010 - 13:13

Endlich eine verständliche Anleitung! Danke schön.

Portrait von rumpelmuck
  • 30.09.2010 - 17:50

Danke......
Sehr hilfreich.

Portrait von marcvp
  • 14.09.2010 - 13:21

Nette kleine Einführung. Danke dafür.
Leider bleibe ich beim Problem hängen, Werte anderer Felder in neue Felder zu schreiben, beziehungsweise die Werte von Ankreuzfeldern auszuwerten... Mal sehen, was ich hier noch finde.

Portrait von rigaudon
  • 10.08.2010 - 11:19

Die Erstellung ist gut erklärt. Leider fehlt der ganze Teil, was mit den Formularen nun anzufangen ist. Das xml (Daten)-Handling begreife ich bisher nicht.

Portrait von Locke
  • 27.07.2010 - 22:15

Knapp, aber sehr übersichtlich und informativ. Danke

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