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Tutorialbeschreibung

InDesign Tipps & Tricks

InDesign Tipps & Tricks

Farbiges Papier simulieren

Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum InDesign die Farbe „Papier“ für Weiß verwendet? Wenn ja, dann haben wir die Antwort für Sie: Mit dem Farbfeld „Papier“ können Sie buntes Papier am Monitor simulieren. Dadurch können Sie am Monitor feststellen, wie das InDesign-Dokument aussehen würde, wenn es auf einem farbigen Papier gedruckt würde. Für Anwender, die sehr viel für den Zeitungsdruck machen müssen, ist es eine perfekte Funktion, mit der man sieht, welche Auswirkung das Zeitungspapier auf farbige Objekte oder Farbbilder hat.
Um eine Papierfarbe zu simulieren, müssen Sie die Farbmischung des Farbfelds „Papier“ ändern. Machen Sie einfach einen Doppelklick auf das Farbfeld, um die Optionen zu öffnen. Im Menü Farbmodus können Sie die Mischung der Papierfarbe im LAB-, RGB- oder CMYK-Modus vornehmen. Wenn Sie es sehr genau haben wollen, dann besorgen Sie sich ein Muster des Papiers und ein Spektralfotometer. Mit dem Spektralfotometer messen Sie die Farbe des Papiers und übertragen die vom Gerät angezeigten LAB-Werte in InDesign. Wenn dann noch das Farbmanagement in InDesign richtig eingestellt ist, dann haben Sie eine sehr gute Simulation der Papierfarbe am Monitor.

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In den Farbfeldoptionen des Farbfelds „Papier“ kann die Papierfarbe gemischt werden.

Das Ändern der Mischung der Papierfarbe ist allerdings nur die Hälfte der Arbeit. Sie müssen noch zusätzlich im Menü Ansicht die Überdruckenvorschau einschalten. Erst dadurch wird der Effekt der Papierfarbe am Monitor sichtbar. Beachten Sie bitte, dass die Überdruckenvorschau alle Bilder in hoher Auflösung anzeigt und unter Umständen die Arbeitsgeschwindigkeit in InDesign abnimmt.
 
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Die Abbildung zeigt die Seite auf weißem Papier.

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In der Abbildung wird die gleiche Seite auf Zeitungspapier simuliert.


Wichtig! Die Papierfarbe in InDesign hat keine Auswirkung auf den Ausdruck oder auf den PDF-Export. Die Papierfarbe wird lediglich in InDesign am Monitor simuliert.

Farbmischung proportional ändern

Beim Gestalten und Layouten von InDesign-Dokumenten kommt es vor, dass man eine Farbe, die man selbst gemischt hat, etwas heller oder dunkler braucht. Man kann zwar nun die einzelnen Anteile der Farbe manuell verringern bzw. erhöhen, aber dabei kann es passieren, dass das Mischungsverhältnis zwischen den einzelnen Farben verloren geht bzw. nicht mehr stimmt. Mit einem ganz einfachen Trick können Sie die Farbmischung proportional ändern. Dabei bleibt bei der Änderung das Mischungsverhältnis zwischen den Farben erhalten.
Die proportionale Änderung können Sie entweder in der Palette Farbe oder in den Farbfeldoptionen (Doppelklick auf ein Farbfeld) durchführen. Sie müssen dort nur einen der Schieberegler der Farben bei gedrückter Shift-Taste verschieben. Die anderen Farben werden dadurch proportional angepasst. In der Palette Farbe können Sie auch einen neuen Wert eingeben und mit Apfel/Strg + Return die Eingabe bestätigen. Auch dadurch wird das Mischungsverhältnis proportional verändert.

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Wenn bei gedrückter „Shift-Taste“ ein Regler einer Farbe verschoben wird (links), dann ändert sich das Mischungsverhältnis proportional (rechts).

Farben aus Bildern übernehmen

InDesign kann die Farben aus einem platzierten Bild übernehmen, was wichtig ist, wenn Sie z. B. die Farbe des Himmels in einem Bild als Hintergrundfarbe für den Bildrahmen benötigen. Natürlich könnte man das Bild in Photoshop öffnen und die Farbwerte messen. Einfacher und schneller geht es allerdings, wenn man die Farbe direkt in InDesign misst. Sie benötigen dazu das Pipetten-Werkzeug.
Mit der Pipette müssen Sie nur auf die entsprechende Stelle im Bild klicken. Die Farbwerte der angeklickten Bildstelle werden damit automatisch in der Palette Farbe angezeigt und können von dort aus einfach per Drag-and-Drop in die Farbfelder übernommen werden.

Mit der Pipette können die Farbwerte von Bildern in InDesign übernommen werden.

Wichtig bei der ganzen Sache sind die Pipetten-Optionen. Dort muss unbedingt der Bereich Flächeneinstellungen aktiviert sein, da ansonsten die Pipette bei Bildern nicht funktioniert.

Mehrere Objekte gleichzeitig skalieren

Ein großes Ärgernis ist das Gruppieren von Objekten, wenn man sie gleichzeitig vergrößern bzw. verkleinern will. Ein Nachteil ist das nachträgliche Aufheben der Gruppierung, wenn man die Einzelobjekte bearbeiten will.
All diese Probleme können Sie vermeiden, wenn Sie mit dem Werkzeug Frei transformieren 
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   arbeiten. Sie müssen nur die gewünschten Objekte auswählen und mit dem Frei-transformieren-Werkzeug verkleinern oder vergrößern. Wenn Sie dabei noch die Shift-Taste drücken, wird proportional skaliert.


Silbentrennung von Wörtern festlegen

Mithilfe des Wörterbuchs können nicht nur Wörter von der Silbentrennung ausgeschlossen, sondern auch die Trennstellen ganz genau bestimmt werden. Sie können also genau definieren, an welcher Stelle ein Wort getrennt werden soll.
Als Erstes müssen Sie unter Menü Bearbeiten –> Rechtschreibung –> Wörterbuch das Fenster zur Bearbeitung der Wörterbücher ändern (siehe nächsten Abschnitt).
In das Feld Begriff tippen Sie nun das Wort, dessen Trennung genau definiert werden soll. Durch das Setzen von Tilde-Zeichen innerhalb des Worts können Sie dann die Trennstellen festlegen. Dabei kennt InDesign sogar eine Priorität bei der Silbentrennung.
Ein Tilde-Zeichen (~) bedeutet optimale bzw. einzig mögliche Trennstelle im Wort.
Zwei Tilde-Zeichen (~~) hintereinander stehen für die zweitbeste Trennstelle im Wort.
Drei Tilde-Zeichen (~~~) bedeuten schlechte bzw. noch akzeptable Trennstelle im Wort.
Mithilfe der Tilde-Zeichen können Sie also innerhalb eines Worts die Priorität bei der Silbentrennung definieren. Das Wort Autobahnraststätte könnte z. B. mit folgenden Prioritäten belegt werden: Au~~~to~bahn~rast~stät~~te.


Eigene Glyphensätze

Die Glyphenpalette (Menü Schrift –> Glyphen) zeigt alle Zeichen einer Schrift an und kann diese Zeichen durch einen Doppelklick an der aktuellen Textcursorposition einfügen. Das Tolle an der Glyphenpalette sind nicht nur alle angezeigten Zeichen einer Schrift, sondern die Tatsache, dass Sie eigene Glyphensätze zusammenstellen können. Wofür werden die denn gebraucht? Ganz einfach, anstatt sich jedes Mal das gewünschte Zeichen aus den verschiedenen Schriften zu suchen, können Sie häufig verwendete Zeichen aus verschiedenen Schriften in einem Satz zusammenfassen. Sie können dann direkt darauf zugreifen, ohne in den jeweiligen Schriften lange nach dem Zeichen suchen zu müssen.
Um einen eigenen Satz zu bekommen, müssen Sie zuerst einen neuen Glyphensatz anlegen. Dazu müssen Sie das Palettenmenü öffnen und die Funktion Neuer Glyphensatz auswählen. Nachdem Sie einen Namen für den Satz eingegeben haben, können Sie in der Palette bei der Funktion Einblenden in diesen Satz wechseln. Natürlich ist er leer. Jetzt müssen die gewünschten Zeichen zu diesem Satz hinzugefügt werden.
Wählen Sie in der Glyphenpalette die Schrift und das gewünschte Zeichen aus, das in Ihren Satz aufgenommen werden soll. Danach wählen Sie im Palettenmenü aus der Funktion Dem Glyphensatz hinzufügen Ihren Satz aus. Das war's! Das gewählte Zeichen ist nun Ihrem Satz hinzugefügt worden. Diese Prozedur muss für jedes gewünschte Zeichen wiederholt werden.
Für verschiedene Zwecke können Sie natürlich verschiedene Glyphensätze anlegen. Die Glyphensätze müssen auch nicht für jedes Dokument neu angelegt werden. Sie bleiben so lange verfügbar, bis sie von Ihnen wieder gelöscht werden. Leider gibt es keine Möglichkeit, die Glyphensätze zu exportieren und auf andere Systeme zu übertragen.

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Mit der Funktion „Dem Glyphensatz hinzufügen“ können Sie beliebige Zeichen in Ihren eigenen Satz übernehmen.

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Ein eigener Satz, der mit unterschiedlichen Zeichen aus verschiedenen Schriften zusammengestellt wurde.


Überlauftext anzeigen und bearbeiten

Mit der Informationenpalette kann die Menge des Überlauftextes angezeigt werden (siehe vorhergehenden Abschnitt), aber zum Bearbeiten des Überlauftextes müsste man normalerweise einen neuen Textrahmen aufziehen. Das ist nicht nötig, wenn Sie den Text im Textmodus anzeigen lassen. Dort haben Sie nämlich Zugriff auf den Überlauftext, ohne einen neuen Rahmen aufziehen zu müssen.
Zum Öffnen des Textmodus müssen Sie nur den Textrahmen mit dem Überlauf auswählen und dann die Tastenkombination Apfel/Strg + Y (Menü Bearbeiten –> Im Textmodus bearbeiten) drücken. Daraufhin wird ein Fenster geöffnet, in dem nun der Text inklusive des Überlaufs angezeigt wird. Der Text im Überlauf wird sogar mit einer senkrechten roten Linie gekennzeichnet. Nun kann der Überlauftext bearbeitet oder auch gelöscht werden. Alles, was im Textmodus geändert wird, wirkt sich sofort aufs Layout aus. Der Textmodus wird eigentlich dazu verwendet, um Text ohne störende Layoutelemente und seitenübergreifend bearbeiten zu können.
Aus dem Textmodus gelangen Sie wieder heraus, indem Sie ganz einfach das Fenster schließen oder erneut die Tastenkombination Apfel/Strg + Y drücken. Mit der Tastenkombination können Sie einfach und bequem zwischen dem Layout und dem Textmodus wechseln.

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Im Textmodus wird der Überlauftext durch eine senkrechte rote Linie gekennzeichnet.


Tabelle proportional skalieren

Die Breite und die Höhe einer Tabelle können in InDesign ganz einfach proportional größer oder kleiner gemacht werden. Dabei werden die Spalten bzw. Zeilen entsprechend schmäler und breiter bzw. höher und niedriger. Der Inhalt der Zellen wird dabei nicht verändert, sondern unter Umständen nur neu umbrochen.
Zum proportionalen Skalieren der Breite müssen Sie mit dem Textwerkzeug auf die rechte Randlinie der Tabelle zeigen und dann bei gedrückter Shift-Taste die Randlinie verschieben. Wenn Sie die Höhe proportional ändern wollen, dann verschieben Sie bei gedrückter Shift-Taste die untere Randlinie der Tabelle. Und wenn Sie Höhe und Breite gleichzeitig proportional ändern wollen, dann verschieben Sie bei gedrückter Shift-Taste die rechte untere Ecke der Tabelle.

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Diese Tabelle soll proportional verkleinert werden; dazu wird bei gedrückter „Shift-Taste“ die rechte untere Ecke mit dem Textwerkzeug verschoben.

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Die Tabelle ist nun proportional kleiner geworden.


Automatisch neue Zeilen in Tabelle einfügen

InDesign hält für das Einfügen von neuen Zeilen einen kleinen Trick parat. Wenn Sie den Textcursor in der letzten Zelle der Tabelle platzieren und danach die Tabulator-Taste drücken, dann wird am Ende der Tabelle automatisch eine neue Zeile eingefügt. Die neue Zeile hat dabei die gleichen Eigenschaften wie die Zeile darüber. Das automatische Einfügen von Zeilen ist besonders interessant, wenn in einer Tabelle der Text eingetippt wird und die Zeilenanzahl nicht ausreicht.


Bilder bearbeiten

Die direkte Bildbearbeitung ist in InDesign nicht möglich, aber Sie können jederzeit automatisch ein Bild in Photoshop oder Illustrator öffnen lassen. Dazu müssen Sie nur mit einem der beiden Auswahlwerkzeuge bei gedrückter Alt-Taste einen Doppelklick auf ein Bild bzw. eine Grafik machen. InDesign startet dadurch das entsprechende Programm und das Bild bzw. die Grafik wird automatisch geladen. Sie können nun die Bearbeitung durchführen und das Bild bzw. die Grafik speichern. Wenn Sie dann wieder in InDesign zurückspringen, wird das Bild bzw. die Grafik automatisch aktualisiert. Eine manuelle Aktualisierung in der Verknüpfungspalette ist also nicht nötig.

Hinweis:
Dieses Tutorial wurde mit freundlicher Genehmigung des Amac Buch Verlages bereitgestellt.

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Die besten Tipps und Tricks zu Adobe InDesign


An wen richtet sich dieses Buch?

Es ist sowohl für Neueinsteiger als auch für Anwender geschrieben, die bereits mit einer Version von InDesign arbeiten.

Kurz und prägnant werden Probleme beim Namen genannt und durch sinnvolle Lösungen beseitigt.

Situationen aus dem Berufsalltag, wie z. B. das Handling von Transparenzen bzw. Effekten, die problemfreie PDF-Erzeugung, Themen wie Bildverwaltung, Konturenführung, Formate u.v.m., sind die Grundlage dieser praxisnahen Anleitung.

Steigern Sie Ihre Kreativität durch die Anwendung der vielen wertvollen Tipps in diesem Buch.

Das Buch kann bezogen werden über:
www.amac-buch.de bzw. www.Amazon.de










Kommentare
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Portrait von fischmithut
  • 22.12.2012 - 16:06

Kurz und übersichtlich.

Portrait von mirkah
  • 02.08.2012 - 13:38

Und schon wieder was gelernt :D

Portrait von s1lk
  • 01.08.2012 - 07:10

Kann ich gebrauchen, danke.

Portrait von xandrbx
  • 24.07.2012 - 14:51

super, dankeschön :)

Portrait von Sa_Bine
  • 23.07.2012 - 13:07

Super, vielen Dank dafür!

Portrait von BrittaInga
  • 16.07.2012 - 12:25

als kompletter anfänger sehr hilfreich, Danke :-)

Portrait von Boris_S
  • 05.07.2012 - 17:47

Immer hilfreich und zeitsparend – besten Dank!

Portrait von foa0gri
  • 21.05.2012 - 08:11

Danke für die Tips! Da lässt sich mit arbeiten!

Portrait von birgit_engelhardt
  • 26.04.2012 - 17:03

Super Tipps, die mir sehr helfen. Vielen vielen Dank!

Portrait von sgr
sgr
  • 15.04.2012 - 17:36

Klasse, das war wirklich hilfreich für einen Anfänger wie mich!

Portrait von Matthias_Zangerl
  • 29.03.2012 - 12:10

Vielen Dank so manche Sachen hab ich viel zu umständlich gemacht

Portrait von flori_44
  • 23.03.2012 - 11:38

Super Tricks, perfekt für Anfänger wie mich.

Portrait von efperef
  • 25.02.2012 - 20:29

sehr gute tips für ein anfänger, und verständlich erklärt!

Portrait von jon007
  • 17.01.2012 - 15:26

Danke für das Tutorial. Es hat mir sehr geholfen!

Portrait von printertwo
  • 08.12.2011 - 20:13

Hat mir echt weitergehlfen. Vielen Dank dafür!

Portrait von Horst_Waldi
  • 07.11.2011 - 11:12

Als Grundlagen wurde ich das nicht nennen.Hört sich kompliziert an.

Portrait von Aphra
  • 11.10.2011 - 04:55

Es gibt immer etwas, dass man nicht weiss... ;-)

Portrait von teletom
  • 02.10.2011 - 21:16

Sehr schön! mir gefällt besonders der Papierfarbtrick!

Portrait von diemanu81
  • 21.09.2011 - 16:27

Gute Tipps, einige kannte man, andere wiederum nicht. Gutes Tutorial!

Portrait von agreeman
  • 11.07.2011 - 10:27

coole tipps...wieder ein bisschen besserer als vorher :-D

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