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Tutorialbeschreibung

Pimp My Flame

Pimp My Flame

Hier möchte ich euch zeigen, wie ihr mit Fraktal-Grafiken, die man mit der Freeware Apophysis gestaltet hat, leuchtende Strukturen erstellen kann. Diese sind ideal für Backgrounds oder auch für Space-Art-Grafiken.

Bildquelle:
© "Exploding Art"
Flammen gerendert mit Apophysis

... übrigens findest du die komplette Serie hier: Photoshop Elements - Basics & Tricks - Schnapp sie dir in unserem Shop oder in der Kreativ-Flatrate!


Apophysis könnt ihr euch kostenlos downloaden, und zwar unter http://sourceforge.net/projects/apophysis.

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Dort wechselt ihr auf Files ...

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... und dort, unter dem Punkt Apophysis 3D experimental, findet ihr "Apophysis 2.06c _ 3D hack _".

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Mit dieser Version werden wir arbeiten. Ladet sie herunter und installiert sie entsprechend der Vorgaben des Programmes. Nachdem ihr das Programm installiert habt, öffnet ihr es. In der linken Spalte unter Title findet ihr die verschiedenen Flammen, die Apophysis anhand von mathematischen Formeln und Gleichungen erstellt.

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Da es zu Apophysis viele verschiedene Tutorials im Netz zu finden gibt, werde ich hier nicht tief in das Programm einsteigen, sondern euch nur ein paar grundlegende Dinge erklären, damit ihr eure Flammen generieren könnt.

Als Erstes stellen wir die Variationen ein, die Apophysis zur Berechnung heranziehen soll. Dazu gehen wir auf Options>Options ...,

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... um in die Variationen zu kommen. Unter dem Reiter Variations zeige ich euch, welche Variationen ich angeschaltet habe.

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Um euch eine zufällige Flammenauswahl zu generieren, drücken wir auf dem Hauptbildschirm einfach die Tastenkombination Strg+B und Apophysis erstellt uns eine Anzahl zufällig erstellter Flammen. In meinem Fall sind das 100. Über die Vorschau-Funktion könnt ihr euch die Ergebnisse gut ansehen.

Wenn euch eine Flamme gefällt - in meinem Beispiel wähle ich eine Flamme aus, die sich gut für eine Space-Art-Grafik eignen würde - ...

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... könnt ihr diese noch entsprechend anpassen. Dazu drücken wir entweder F5 oder wählen den Button mit den beiden Figuren, um in die Einstellungen der Flamme zu gelangen.

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Im sich öffnenden Adjust-Fenster haben wir nun die Reiter Camera, Rendering, Gradient und Image Size. Unter dem Reiter Camera könnt ihr die Zoomstärke, die X- und die Y-Position und die Rotation eurer Flamme einstellen. Unter dem Reiter Gradient findet ihr verschiedene Farbverläufe, die der Flamme ihre charakteristische Farbe geben.

Die Hauptreiter, die wir verwenden werden, sind die Image Size - diese müsst ihr nur ein einziges Mal einstellen; ich rendere meine Flammen zu 90% in der Größe: Breite 1900px und Höhe 1425px - und Rendering. Im Reiter Rendering stellen wir den Gamma-Wert und die Brightness ein.

Mit dem Gamma-Wert können wir die "Weichheit" der Flamme einstellen. In meinem Fall (diese Werte müsst ihr entsprechend eurer Flamme und euren Vorlieben anpassen) stelle ich den Gamma-Wert auf 2.32 und die Brightness auf 1.46.

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Das Ergebnis könnt ihr euch immer direkt im Vorschaufenster anschauen. Wenn ihr mit euren Einstellungen zufrieden seid, schließt das Adjust-Fenster und wählt Save Parameters.

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Hier vergebt ihr den Namen für eure Flamme - in meinem Beispiel heißt diese jetzt "OwnFlame0769".

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So verfahrt ihr bei jeder Flamme, die euch gefällt, um sie später auch wieder entsprechend bearbeiten zu können. Die hier gezeigte Flamme werde ich euch in die Arbeitsdateien legen.

Wir öffnen uns also nun die Flamme "OwnFlame0769". Um diese zu rendern, wechseln wir in den Rendermodus. D. h., wir betätigen den Button mit dem kleinen gelben Zahnrad.

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In den Render settings wählen wir als Erstes unseren Speicherort aus, kontrollieren die Bildgröße und stellen die Qualität ein. Wie ihr seht, speichere ich meine Flammen im PNG-Format ab, was den Vorteil hat, dass die schwarzen Bereiche aus der Vorschau automatisch transparent werden und wir die Flamme so als freigestelltes Objekt in PSE bearbeiten können.

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Die Qualität unter Rendering steht bei mir auf 4000, der Filter-Radius liegt bei 0.4 und das Oversampling bei 6. Dies bedeutet, dass Apophysis 1487MB Arbeitsspeicher verwendet, wenn ich den Render-Button drücke.

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Je nach Computer und Flamme kann die Renderzeit stark variieren; bei mir liegt die Renderzeit bei der gewählten Flamme bei ca. 35 min.

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Doch nun zu PSE und wie wir die gerenderten Flammen dort bearbeiten können. Dazu starten wir zunächst PSE10, öffnen die in der Arbeitsdatei enthaltene Datei "Flamme1.png" und benennen die Ebene in "Flamme 1" um.

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Wie ihr seht, sehr ihr nun erst einmal nicht viel. Das liegt daran, dass die schwarzen Bereiche ja transparent gespeichert wurden. Um die Flamme besser zu sehen, legen wir eine Hilfsebene an, die wir mit schwarzer Farbe füllen.

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Diese Hilfsebene schieben wir unter die Ebene "Flamme 1". Und schon taucht unsere Flamme auf.

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Um den Leuchteffekt der Flamme zu verstärken, duplizieren wir die "Flamme 1"-Ebene.

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Wie ihr seht, ist die Flamme jetzt deutlicher zu sehen. Wir werden den Effekt noch mehr verstärken, indem wir alle Ebenen markieren und über die rechte Maustaste Ebenen duplizieren auswählen. Und jetzt über rechte Maustaste die ausgewählten duplizierten Ebenen auf eine Ebene reduzieren.

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Die Ebenenfüllmethode dieser zusammengefügten Ebene stellen wir auf Linear abwedeln (Hinzufügen).

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Um einzelne Bereiche der Flamme noch zu bearbeiten, legen wir uns eine neue leere Ebene an, benennen diese in "Beleuchtung" um und füllen diese Ebene über Bearbeiten>Ebene füllen mit 50% Grau.

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Die Ebenenfüllmethode stellen wir auf Ineinanderkopieren ...

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... und werden nun mit dem Abwedler- und dem Nachbelichter-Werkzeug Bereiche der Flamme aufhellen bzw. abdunkeln.

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Hier seht ihr meine Beleuchtungsebene noch einmal mit der Ebenenfüllmethode Normal, damit ihr einen Eindruck bekommt.

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Wir stellen die Ebenenfüllmethode nun wieder auf Ineinanderkopieren. Damit wäre unsere Flamme fertig.

 
Zuerst die PSD-Datei abspeichern, falls ihr nachträglich noch einmal etwas ändern wollt, und anschließend das fertige Bild als JPG-Datei abspeichern, indem ihr alle Ebenen über rechten Mausklick auf die Hintergrundebene reduziert und dann als JPG mit max. Qualität (12) speichert.

Den Spiegelungseffekt, der auch sehr interessant ist mit diesen Apophysis-Flammen, werde ich in einem eigenen Tutorial behandeln.

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Die Arbeitsdateien enthalten noch ein paar weitere Flammen, damit ihr etwas zum Experimentieren habt. Ihr findet dort auch einen Sternenhintergrund, mit dem ihr auf einfache Weise eine Space-Art-Grafik gestalten könnt.

Im Video-Training erhaltet ihr dazu noch mehr Informationen. Auch, wie man ein tolles Banner mit Apophysis-Flammen erstellen kann.

Ich hoffe, euch hat das Tutorial gefallen und ihr hattet Spaß beim Nacharbeiten.

Grüße aus der Schattenwelt
MURDOC the PSYCHO

von Exploding Art

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Kommentare
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Portrait von frohsdorf
  • 20.12.2012 - 17:53

hab lange rumprobiert, und nicht wirklich kapiert, wie ich die tollen grafiken in pse 10 reinkriegt - danke deines tuts hab ichs geschafft!!!
super!!!

lg
eva

Portrait von MtP von Exploding Art
  • 20.12.2012 - 20:30

Hallo Eva,
vielen Dank. Freut mich das es dir gefallen hat und ich dir mit dem Tutorial weiterhelfen konnte

Grüsse aus der Schattenwelt
MtP

Portrait von BullWaih
  • 05.05.2012 - 21:12

danke für das tutorial, gerade für poser/daz hintergründe super - daumen hoch

Portrait von MtP von Exploding Art
  • 06.05.2012 - 16:22

Hallo BullWaih,
danke dir. Ja auch für Poser/Daz Hintergründe eignen sich die Schritte gut. Ich mach das auch mit meinen so. Freut mich das es dir gefallen hat

Grüße aus der Schattenwelt
MtP

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